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Geheimnis der Bosheit - mysterium iniquitatis 
 
Daß es den Teufel und die Hölle gibt, zeigen die unzähligen Stellen in der Heiligen Schrift und es ist katholische Glaubenslehre, daß Dämonen existieren, die die Kräfte der Natur mißbrauchen und den Menschen schaden können. Es gibt ein Mysterium iniquitatis, ein Geheimnis der Bosheit, von dem selbst viele Christen heute keine Ahnung mehr haben.
Lesen Sie, was P. Ovila Melancon über Satans Macht und Wirken berichtet. Melancon zeigt, was echte Besessenheit ist und wie sie überwunden wird. Da echte Besessenheit im Grunde nichts krankhaftes, sondern primär ein theologisches Problem ist, muß auch der Theologe als ihr berufener Interpret gelten. P. Ovila Melancon, der als Fachmann auf diesem Gebiet gilt, schreibt: Die Mittel gegen diabolische Einflüsse sind Gebet, Buße, die Sakramente, die Sakramentalien und die Exorzismen. Die Kirche hat sogar den Weihegrad des Exorzisten eingerichtet, der regulär den Anwärtern auf das Priesteramt gespendet wurde... Gestützt auf die Moraltheologen Ballerini und Lehmkuhl, schrieb der Jesuitenpater A. Poulin das folgende: „Exorzismen können feierlich oder privat vorgenommen werden. Erstere werden öffentlich in einer Kirche in Chorkleidung gebetet. Sie dürfen nur von Priestern vorgenommen werden. Sie benötigen im allgemeinen die Erlaubnis des Bischofs. Der Privatexorzismus ist jedoch jederzeit, sogar den Laien, gestattet; diese müssen ihn jedoch in ihrem eigenen Namen, nicht im Namen der Kirche sprechen. Eine feststehende Form dafür gibt es nicht mehr. "(Des gräces d'oraison - über die Gnaden der Fürbittgebete - Paris, Beauchesne, S. 450.) Dominique Prummer schreibt in seinem Handbuch der Moraltheologie: „Nicht nur Geistliche mit der Weihevollmacht, sondern auch Laien dürfen in privater Form und im Stillen den Exorzismus ausüben." (Manuale theologiae, Barcelona, Herder, 1945, S. 384.) Ein weiterer namhafter Theologe der Moraltheologie, H. Noldin, schrieb: „Der Privatexorzismus (...) darf von jedem Gläubigen ausgeübt werden. (...) Die Wirkung dieses Exorzismus wird nicht durch die kirchliche Autorität oder ihre Gebete oder im Namen der Kirche erzielt, sondern kraft des Namen Gottes und des Namens Jesu Christi."(Summa theologiae moralis, Innsbruck, Bd. 3, q. 53, S. 42.)
Man kann auch folgende Autoren konsultieren: hl. Alfons von Liguori, Praxis confessarii, § 113; Tanquerey, Precis de theologie ascetique et mystique, Paris, Desclee & Cie., 1928, S. 965; R. Garrigou-Lagrange, OP, Les trois äges de la vie interieure, Paris, Ed. du Cerf, 1938; Bd. 2, S. 811;
H. Merkelbach, OP, Summa theologiae moralis, Desclee de Brouwer, 1939, S. 706. H. Noldin empfiehlt den Priestern, den Privatexorzismus öfter vorzunehmen (a.a.O., S. 43). Angefangen von der Autorität der Kirchenväter bis zur übereinstimmenden Lehre der Theologen, geht klar hervor, daß also auch Laien privat den Exorzismus sprechen dürfen...selbstverständlich mit der erforderlichen Klugheit und Diskretion! Man muß gewöhnliche und außergewöhnliche Aktionen des Teufels unterscheiden. Erstere bestehen darin, den Menschen durch Versuchungen zur Sünde anzustacheln; die letzteren Weisen können in verschiedener Form vorkommen:

1) Die Umsessenheit ist eine Folge von heftigeren und fortgesetzten Versuchungen, die über die normalen hinausgehen. Selten wirkt der Teufel nur auf die äußeren Sinne ein er ruft meist durch die Vorstellungskraft, die Erinnerung und die Leidenschaften starke Eindrücke des Empfindungs- vermögens hervor, um die Seele zu verwirren; trotz energischer Unterdrückungsversuche halten solche Eindrücke an. Wenn die in Frage stehenden Versuchungen unvermittelt, heftig und anhaltend auftreten und auch nicht durch Krankheit zu erklären sind, kann man darin einen besonderen teuflischen Einfluß sehen.
Umsessenheit überfällt oftmals sehr gottesfürchtige Seelen und kann auf diese Weise die passive Reinigung der Sinne und des Geistes begleiten. Nicht immer ist der Teufel die einzige und unmittelbare Anfechtung, er ist jedoch daran beteiligt, wie an allem, was uns schadet...

2) Bei der Besessenheit handelt der Teufel wirklich im Körper des Patienten, statt seine Aktion lediglich von außen, wie bei der Umsessenheit,
spüren zu lassen. Durch sein Wirken aus dem Inneren der Person verhindert er darüber hinaus den freien Gebrauch der Seelenvermögen des
Menschen, er ist es dann, der auch selbst durch die Organe und Glieder des Besessenen spricht, ohne daß jener sich dagegen wehren kann und
sogar oftmals ohne daß der Besessene es bemerkt. Der Teufel scheint in jenem Körper die Rolle der Seele übernommen zu haben.
Der äußere Zustand der Besessenheit ist eine totale Veränderung der Persönlichkeit, die von einer fremden Individualität beherrscht zu sein scheint. Gewöhnlich ist der Betroffene von heftiger Bewegungsunruhe befallen, die auch mehrere starke Männer kaum bändigen können. Es gibt Beispiele im Evangelium dafür, wie den Besessenen von Gerasa (Mk 5,1 -20), den von Fallsucht besessenen Knaben (Mk 9, 14-19). Die Krisenzustande sind jedoch nicht beständig; es gibt auch Ruhephasen...

3.) Die teuflische Geplagtheit äußert sich in verschiedenen mehr oder weniger starken Krankheitszuständen, die die Ärzte oftmals nicht erklären können. Es können auch konkrete Gegenstände oder die menschlichen Gefühle äffiziert sein. So war der heilige Dulder Hiob nicht besessen, wurde aber in seinen Kindern, seinen Besitztümern und seiner Gesundheit geschlagen. Im Lukas-Evangelium gibt es auch die verkrümmte Frau (Lk 13,11); auch der hl. Paulus war Opfer einer teuflischen Geplagtheit in seinem Körper, er verspürte ja „einen Stachel in seinem Fleisch" (2 Ko 12,7)

4.) Es können auch verschiedene Gegenstände, Häuser oder Tiere vom Teufel heimgesucht werden.

5.) Weiter gibt es äußere Leiden, vom Teufel hervorgerufene Schläge und Mißhandlungen im Leben der Heiligen oder gottesfürchtiger Personen , wie beispielsweise bei dem Pfarrer von Ars, Pater Pio, Mutter Yvonne-Aimee de Malestroit. Manche werden vom Teufel geprügelt...

6.) Es gibt schließlich zuweilen einen Abhängigkeitszustand vom Teufel aufgrund eines Teufelspaktes...

Das Sakrament der Wiederversöhnung - die heilige Beichte - erwirkt die Vergebung der Sünden, während der Exorzismus dazu dient, vom körperlichen oder seelischen Einfluß des Teufels zu befreien. Die Sakramente wirken ex opere operato, d.h. dadurch, daß das Sakrament in der Absicht gespendet wird, das zu tun, was die Kirche tun will. Der Exorzismus dagegen gehört zu den Sakramentalien, die ex opere operantis wirken, d.h. abhängig von den Dispositionen des Exorzisten und denen des Exorzisierten. Ein Exorzismus kann einige Minuten oder auch mehrere Stunden in Anspruch nehmen, und es kommt sogar vor, daß er mehrmals wiederholt werden muß. Der Teufel kann nämlich wiederkehren und „sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er" mitbringen (Lk 11,26). Der Exorzismus kann auch aus der Entfernung gesprochen werden, wie Jesus es bei der Befreiung der kleinen Tochter der kananäischen Frau tat (Mt 15, 21-28); dies ist übrigens eine häufige Praxis verschiedener Exorzisten. Es gibt im übrigen keine „Zwischengeister" zwischen den guten und den bösen Geistern, es gibt nur die Engel und die Teufeln... Die orthodoxen Kirchen haben die Praxis der Exorzismen vielfach sehr lebendig erhalten, ganz im Gegensatz zur lateinischen Kirche, auf die der folgende Ausspruch von Leon Bloy wohl die Wahrheit nicht sehr verfehlt: „Wenn Priester", so schreibt er, „den Glauben so weit verloren haben, daß sie nicht mehr an ihr Exorzisten-Privileg glauben und keinen Gebrauch mehr davon machen, ist dies ein furchtbares Unglück, eine abscheuliche Veruntreuung, durch welche die angeblichen „Hysteriker", die unsere Heilanstalten füllen, unrettbar ihren schlimmsten Feinden überlassen werden." Papst Paul VI. hat bestätigt, das Gefühl zu haben, daß „durch einen Spalt der Rauch Satans in das Volk Gottes eingedrungen" sei (Doc. Cath. 3. Dez. 1972). Und bei der Audienz am 15. November desselben Jahres gab der Papst zu, daß „es eines der dringendsten Anliegen sei, sich gegen jenes Böse, das wir den Teufel nennen, zu verteidigen" (Doc. Cath. 3. Dez. 1972).
(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 4 - 7/8-1997, S. 8-10, St. Andrä-Wördern   -   Mediatrix-Verlag  -  LINK



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