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 Warnung vor Irrlehren

Vinzenz von Lerin (+ 450)
In der Katholischen Kirche muß man dafür Sorge tragen
1. dass wir das festhalten, was immer geglaubt worden ist.
Je gottesfürchtiger einer war, desto eifriger widersetzte er sich den Neuerungen.
Man darf nichts Neues einführen gegen das, was überliefert ist. Die Frömmigkeit gestattet ihrer Natur nach nichts anderes, als daß in allem eben derselbe Glaube, der von den Vätern übernommen worden, an die Söhne vererbt werde; und dass wir die Religion nicht wohin wir wollen, zu führen, sondern ihr vielmehr wohin sie uns führt, zu folgen haben.
Mit ängstlicher Sorge müssen wir uns vor dem Verbrechen der Glaubensänderung in Acht nehmen.
Den katholischen Priestern etwas anderes zu verkünden als das, das wir empfangen haben.
war niemals gestattet.
ist niemals gestattet.
wird niemals gestattet sein!

2. „Bewahre das anvertraute Glaubensgut!" 1 Tim 6, 20

a) Dazu sagt Vinzenz von Lerin:
„Manche sind, auf so genannte Wissenschaft pochend,
so frech
so starrsinnig
so verblendet
so gottlos
so lüstern nach dem Irrtum, daß sie mit dem einmal überlieferten Glaubensgut nicht zufrieden sind, sondern immer wieder nach Neuem haschen.
Und immer darauf bedacht, die Religion zu ändern. Als wäre die christliche Religion, diese himmlische Lehre, bloß eine menschliche Einrichtung, die ständiger Korrektur bedürfe.

b) Bewahre, sagt der Heilige Paulus, nicht, was du erfunden
nicht, was du ersonnen, sondern was dir überliefert worden ist, was dir anvertraut wurde, das geoffenbarte Glaubensgut. Bewahre: Nicht etwas, wovon du Urheber, sondern wovon du nur der Wächter sein darfst.

c) Bewahre das dir anvertraute Gut des Katholischen Glaubens unverletzt, unversehrt. Was dir anvertraut worden ist. das werde von dir überliefert: Gold hast du empfangen! Gold sollst du weiter geben!
Ich will nicht, möchte der Apostel sagen, daß du an die Stelle des einen etwas anderes setzest; ich will nicht, daß du statt Gold Kupfer oder Blei unterschiebest.

3. Fortschritt ist nicht Veränderung des Glaubens
Das Kind wächst zur Mannesreife heran. Die Größe eines und desselben Menschen mag sich ändern.
a) Die Person aber bleibt dieselbe.
So viele Gliedmaßen der Knabe hat, so viele hat er auch als Mann.
Sollte die menschliche Gestalt in der Folgezeit ein fremdartiges Gebilde werden, dann
würde der ganze Körper verunstaltet oder zugrundegehen.
Diesen Gesetzen des Fortschritts soll auch die Glaubenslehre der christlichen Religion folgen, daß sie mit der Zeit entfaltet, in ihrem Wesen aber doch unverändert bleibe.
b) Unsere Vorfahren haben auf den Saatfeld der Kirche Weizen gesät, darum dürfen wir nicht Unkraut als Weizen ausgeben - Rosensetzlinge dürfen sich nicht in Disteln und Dornen verwandeln.
Was die Apostolischen Väter gesät haben, das soll nach dem Fleiß der Kinder gepflegt werden;
eben das soll blühen und reifen.
Eben das soll wachsen und zur Vollendung kommen.

4. Kein einziger Glaubenssatz darf aufgegeben werden. Sonst fällt das Ganze. Denn wird nur irgend ein Teil der Katholischen Glaubenslehre aufgegeben, so wird auch ein anderer; und wieder ein anderer; und zuletzt bald dieser, bald jener weggeworfen werden.
So daß nachher in der Kirche nichts mehr unbefleckt, nichts mehr unverletzt, nichts mehr unversehrt, nichts mehr makellos gelassen würde; und in der Folge dort schändliche Irrtümer wären, wo vorher das Heiligtum unversehrter Wahrheit war. Würden die Irrtümer angenommen, dann würde der Anschein erweckt, als seien alle Gläubigen der früheren Zeit, alle Heiligen, so viele tausend Bekenner, so viele Märtyrer, schließlich der ganze Erdkreis des christlichen Glaubens von Unwissenheit und Irrtum befangen gewesen; und nicht gewußt hätten, was zu glauben ist." (Mahnschrift gegen die Irrlehre, Petrus-Verlag, Kirchen/Sieg, Deutschland)

(Quelle: "Dienst am Glauben", Heft 3 - Juli-Sept.  2003, S. 88f.,  A-6094 Axams)



Bete täglich den Rosenkranz!


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