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Christus
ist gekommen, die Werke des Teufels zu zerstören..
Die Unbefleckte Empfängnis
Mariens ist der Wurzelgrund all ihrer Tugenden und Gnadenvorzüge,
ihrer Gottes- und Menschenmutterschaft. Diese erste und einzigartige Gnade,
die ihr Gott um Seiner Ehre und um unseres Heiles willen geschenkt hat.
verschweigen oder schmälern wollen, hieße Gott korrigieren
und seine Absichten verschleiern. Wer die Unbefleckte Empfängnis Mariens
angreift, greift Gott selbst an...
Maria ist nicht wie wir in der Sünde, sondern in der Gnade
empfangen. Davor muß jeder Mensch sich beugen, ja darüber muß
er sich freuen. Nur der Stolz, der seinen Ursprung nicht verraten kann,
begehrt auf: "in ihrer Unbefleckten Empfängnis ist unser aller Empfängnis
befleckt." Unsere Empfängnis ist und bleibt befleckt; sie wäre
es auch dann, wenn Maria nicht unbefleckt empfangen wäre.
Hierin, und nur hierin, unterscheidet sich Maria von allen übrigen
Menschen. Sie gehört nicht zum Haufen der Sünder. Sie gehört
zu uns Menschen, aber nicht, sofern wir Sünder sind. Wo von Sünde
die Rede ist, ist für Maria kein Platz. Maria ist durch einen einzigartigen,
sonst niemand zuteil gewordenen Gnadenvorzug von jeder Sünde bewahrt
geblieben. Dafür können wir Gott nicht genug danken...
Gott hat sie vor den Fall in die Sünde bewahrt. Er hat sie
an sich gezogen und schon im ersten Augenblick ihres Daseins in die Gewänder
des Heiles gekleidet. Er wandte ihr als der künftigen Mutter Seines
Sohnes "mehr als allen anderen Geschöpfen Seine besondere Liebe zu,
und an ihr allein fand Er Sein höchstes Wohlgefallen. Weit mehr als
alle Engel und Heiligen überhäufte Er sie mit himmlischen Gnadengaben,
die Er der Schatzkammer Seiner Gottheit entnahm. So wunderbar begnadete
Er sie, daß sie allzeit frei blieb von jeder Makel der Sünde
und strahlend von Schönheit und Vollkommenheit eine solche Fülle
von Reinheit und Heiligkeit besaß, wie sie, abgesehen von Gott, größer
überhaupt nicht erdacht werden
kann" (Pius IX.). Darum können wir unmöglich von dem schweigen,
was Gott Großes an ihr getan und durch den Mund der Kirche für
alle Zeiten und Menschen verkündet hat...
In ihrer Unbefleckten Empfängnis gründet der unerschütterliche
Glaube Mariens, ihre lebenslange Ganzhingabe an Gott, auch, und erst recht,
unter dem Kreuz; ihre jedes Menschenmaß himmelhoch übersteigende
Liebe, ihr Wachsen in der Gnade, ihre vorzeitige Auferweckung vom Tod,
ihre Krönung und allgemeine Gnadenvermittlung. Gewiß, die Unbefleckte
Empfängnis war die Gnade des Anfangs, da diese jedoch immer im Hinblick
auf die Aufgabe eines Menschen gegeben wird, ist es selbstverständlich,
daß die Anfangsgnade Mariens größer war als die Endgnade
irgendeines Heiligen. Gott hat Maria, wenn auch dunkel und nur einen Augenblick
lang, die Größe ihrer Erhebung erkennen lassen: "Von nun an
werden mich seligpreisen alle Geschlechter..."
Noch einmal: Gott hat das getan. Wir aber müssen die Werke
Gottes offenbar machen. Er hat sie ja selbst offenbar gemacht, schon in
Urzeiten: "Feindschaft will ich setzen zwischen dich und das Weib, zwischen
deinen Samen und ihren Samen. ..." In der ersten Frohbotschaft leuchtet
bereits die Verheißung eines persönlichen Erlösers und
der Unbefleckten Empfängnis Mariens auf. Wenn manche Schrifterklärer
meinen, auf Grund des Kontextes dies nicht herauslesen zu können,
so ist das für den Glauben belanglos, weil der Geist Gottes die Kirche
eindeutig dahingeführt hat, rückschauend den von Gott von Anfang
an intendierten Sinn der Schrift klar zu erkennen.
Wie Christus gekommen ist, die "Werke des Teufels" zu zerstören
(1 Joh 3, 8), "So teilte sich auch die heiligste Jungfrau infolge ihrer
ganz innigen und unzertrennlichen Verbundenheit mit ihrem Sohn in diese
seine ewige Feindschaft mit der giftigen Schlange; sie errang über
diese einen vollkommenen Triumph und zertrat ihr den Kopf mit ihrem makellosen
Fuß" (Pius IX.).
Daher der Haß Satans gegen Maria. Nicht genug damit, daß
er sie als einzigen Menschen nicht überwinden konnte, bringt sie Den
in die Welt, der seinem Reich und seiner Herrschaft ein Ende setzen und
ihn endgültig besiegen wird. Sie steht als unzertrennliche und treueste
Gefährtin an Seiner Seite, deckt die Anschläge und Winkelzüge
des Widersachers auf und entreißt ihm fort und fort die Seelen, um
sie Christus zuzuführen. Die Unbefleckte Empfängnis ist die unüberwindliche
Jungfrau, an der die List und Bosheit Satans bis zum Ende der Zeiten zuschanden
wird. Wo Maria ist, hält es Satan nicht aus, ist es um sein Reich
geschehen...
(Quelle: "Ave-Kurier", Heft 1/2-1996, S. 27f., St. Andrä) - Mediatrix-Verlag - LINK
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