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Marienverehrung von A bis Z 


(Bild: (C) Kirche-in-Not   -   mit freundl. Gen.)








Carl Prämaßing

Marienverehrung von A bis Z

(Teil 1)
A
wie AKATHISTOS auch Hymnos Akathistos genannt. Es gibt davon verschiedene, einer davon ist der „Akathistos an die Allerhei-igste Gottesgebärerin und immerwährende Jungfrau Maria". Der Hinweis „a-kathistos" bedeutet, dass dieser Hymnus „nicht im Sitzen" zu singen ist, womit die Besonderheit dieses Hymnus im Gegensatz zu anderen, gewöhnlich im Sitzen gesungenen Hymnen, zum Ausdruck gebracht wird. Dieses altkirchliche Marienlob aus Konstantinopel wurde 626 erstmals gesungen und gilt damit als älteste Mariendichtung weltweit. Der Akathistos ist viergeteilt. Das Lukas-Evangelium bestimmt inhaltlich den ersten und zweiten Teil, Stasis 1 bis 2 genannt. Der englische Gruß des Erzengels Gabriel wird darin mit einer Vielfalt von Anrufungen der Muttergottes fortgesetzt. Stasis 3 bis 4 betrachtet und meditiert die Fleischwerdung des Gottessohnes aus der Jungfrau Maria und was dies für die Menschheit in den Zeiten bewirkt hat. Hauptverbreitungsgebiet des Hymnos Akathistos ist die Ostkirche, die orthodoxe wie die katholische.

B
wie BOTE VON FATIMA: Die erste deutschsprachige Fatima-Zeitschrift wurde von Prof. Dr. Ludwig Fischer im Jahre 1929 in Bamberg gegründet. Während des Zweiten Weltkrieges war der BOTE VON FATIMA durch die damaligen Machthaber verboten. Erst 1949 (Stichwort: Papiermangel) war ein Erscheinen wieder möglich. Bis 1957 erreichte sie eine Auflage von ca. 25.000 Exemplaren. Zu dieser Zeit übernahm der damalige Eichstätter Dogmatik-Professor und spätere Regensburger Bischof Prof. Dr. Rudolf Graber (1957-1962) die Schriftleitung. Ihm folgten Msgr. Josef Rußwurm (1962-1969) und Dr. Josef Lieball (1969-1973). Bischof Dr. Graber betraute 1973 Prälat Emmeram H. Ritter und Dr. Adolfine Treiber mit der Schriftleitung, denen 1999 Domvikar Msgr. Georg Schwager und StRin Marianne Cäcilie Schwager sowie Offizial Domkapitular Prälat Dr. Josef Ammer folgten. Seit dem 1. Januar 2015 hat der Bote ein neues Redaktionsteam, dessen Chefredakteur Diakon Prof. Dr. Sigmund Bonk ist. Die Redaktion setzt sich zusammen aus Irmgard Lercher-Seidl, Prof. Dr. Veit Neumann, Carl B. Prämaßing, Dr. Adolfine Treiber und Julia Wächter. Seit 1982 wird der BOTE VON FATIMA durch das Institutum Marianum Ratisbonense verlegt und erscheint aktuell zehnmal im Jahr. Er spricht mit Artikeln zu unterschiedlichen marianischen Themen eine breite Leserschaft an; neben dem ständigen Redaktionsteam gibt es auch zahlreiche Gastautoren.

C
wie Consolatrix afflictorum, zu Deutsch: Trösterin der Betrübten". Dabei handelt es sich um einen Titel der Gottesmutter Maria, der ihr in der Lauretanischen Litanei - benannt nach dem italienischen Wallfahrtsort Loreto, wo sie erstmals 1531 belegt ist - gegeben wird. Dargestellt wird die Consolatrix als Madonna mit dem Kind. Dabei werden die oft wundertätigen Gnadenbilder oder Statuen mit der Lauretanischen Trösterin in
Verbindung gebracht. Gleich zwei Festtermine gibt es: das Hochfest „Maria, Mutter des Trostes", das am 4. September im Augustinerorden gefeiert wird, und der „Tag der Maria vom Trost", gefeiert am Samstag nach dem 28. August, dem Fest des Hl. Augustinus. Sehr zahlreich sind auch die Wallfahrtsorte, an denen die Gottesmutter unter diesem Titel verehrt wird. In Deutschland ist Kevelaer am Niederrhein (Bistum Münster) ein solcher Ort, seit 1642 wird dort eine Kopie des gleichnamigen Gnadenbildes aus Luxemburg verehrt. In der großherzoglichen Hauptstadt wird jeweils am Samstag der vierten Osterwoche das Hochfest „Maria, Trösterin der Betrübten" gefeiert. In Österreich sind Maria Piain (Erzbistum Salzburg) und Graz-Mariatrost (Bistum Graz-Seckau) und in Deutschland auch noch Mettenbch sind (Erg. d. Webm.) Orte der Verehrung der Gottesmutter als Trösterin der Betrübten.

D
wie Dogmen. Die Katholische Kirche formuliert ihre Glaubenssätze in sogenannten Dogmen, vom griechischen Wort „dogma" für Meinung, Lehrsatz, Beschluss, Verordnung. Die Katholische Kirche hat unterschiedliche Dogmen, die auf den früheren Konzilien erlassen worden sind. Zu den Dogmen, die eine Aussage über Maria treffen, zählen folgende: Maria ist Gottesgebärerin - Theotokos (431, Ökumenisches Konzil von Ephesus), Maria war Jungfrau vor, in und nach der Geburt (649, Lateransynode unter Papst Martin L), das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens (8. Dezember 1854 von Papst Pius IX.) und das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel (1. November 1950 von Papst Pius XII.). Maria war bei allen heilsgeschichtlichen Eckpunkten dabei, ihr Ja war ein Beitrag zur Erlösung der Menschen. Ihr wurde die Kirche anvertraut, was sich auch ikonographisch vielfältig bemerkbar macht, Maria ist die Mitte und Mutter der Kirche.

E
wie Engel des Herrn, auch „Angelus" genannt, nach dem ersten Wort im lateinischen Text: „Angelus Domini nuntiavit Mariae et concepit de Spiritu Sancto" — „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist". Er wird am Morgen, am Mittag und am Abend gebetet, stets eingeleitet durch das entsprechende Glockengeläut. Seine Anfänge gehen in das 13. Jahrhundert zurück, wo auf die Initiative der Franziskaner beim Abendläuten der Komplet auch die Gottesmutter gegrüßt wurde. Im 14. Jahrhundert wurde das Morgenläuten üblich und als im 16. Jahrhundert die Türkengefahr und die mögliche Islamisierung Europas die Menschen beängstigte, kam das Mittagsläuten dazu, verbunden mit dem Aufruf zum Gebet. Papst Pius V. war es, der 1571 die heutige Form des Angelus einführte. Ist der Engel des Herrn auch ein marianisches Gebet, so steht doch die Menschwerdung des Gottessohnes im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Verkündigungsdialog zwischen Maria und dem Erzengel Gabriel stellt den „Textbaustein" dar, der dreimal durch ein Ave Maria ergänzt wird. Den Abschluss des Gebetes bildet eine Oration. Bei der dritten Betrachtung - „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" - ist es angebracht, sich zu verneigen. An Sonntagen und an Hochfesten ist es in Rom üblich, dass der Heilige Vater um 12 Uhr vom Balkon des Apostolischen Palastes das Angelusgebet spricht und anschließend den päpstlichen Segen erteilt. Im Jahre 1742 veranlasste Papst Benedikt XIV, dass in der Osterzeit an Stelle des Angelus das Regina caeli gebetet wird.

F
wie FESTE. Zahlreich, sind die Feste in der Katholischen Kirche, die an Ereignisse im Leben Mariens erinnern oder die einen Ort ihrer Verehrung zum Inhalt haben. Viele Ordensgemeinschaften haben ihren eigenen Mariengedenktag. Den höchsten liturgischen Rang in der Ordnung der Kirche nehmen die Hochfeste (lat. sollemnitates) ein. Neben den Herrenfesten (Ostern, Weihnachten etc.) gibt es auch drei marianische Hochfeste: Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar), Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August) und das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (8. Dezember). Aber auch in den Herrenfesten spielt Maria eine heilsgeschichtliche Rolle, so z. B. beim Hochfest Verkündigung des Herrn (25. März) und natürlich beim Hochfest der Geburt des Herrn (25. Dezember). Die Konzils-Konstitution „Sacrosanctum Concilium" sagt dazu in Kapitel V, Nr. 103: „Bei der Feier dieses Jahreskreises der Mysterien Christi verehrt die heilige Kirche mit besonderer Liebe Maria, die selige Gottesgebärerin, die durch ein unzerreißbares Band mit dem Heilswerk ihres Sohnes verbunden ist. In ihr bewundert und preist sie die erhabenste Frucht der Erlösung. In ihr schaut sie wie in einem reinen Bilde mit Freuden an, was sie ganz zu sein wünscht und hofft." Der selige Papst Paul VI. (1897-1978) stellte im Apostolischen Schreiben „Marialis cultus" (1974) die Marienverehrung als „goldene Regel christlicher Frömmigkeit" dar. Den Hochfesten folgen die Feste, wie z. B. Maria Lichtmess (2. Februar), Maria Schnee (5. August), Maria Königin (22. August), Maria Geburt (8. September) oder Maria Namen (12. September). Rund 120 weltweit oder in Orden, Ländern oder bestimmten Diözesen gefeierte Marienfeste gibt es. Auch die orthodoxen Kirchen, die Kopten, Syrer und Armenier feiern viele Marienfeste wie die Katholische Kirche, aber auch einige Eigenfeste.

G
wie GEBETE / GESÄNGE. So zahlreich die Feste der Gottesmutter sind, so zahlreich sind auch die Gebete oder Gesänge, in der sie als Fürsprecherin angerufen wird. Dabei ist immer festzuhalten; Maria wird angerufen, aber nicht angebetet. Anbetung gebührt allein nur Gott. Zu den sogenannten Marianischen Antiphonen zählt neben „Regina caeli" („Freu Dich, du Himmelskönigin") in der Osterzeit und im Jahreskreis „Salve Regina" („Sei gegrüßt, o Königin") der Gesang „Sub tuum praesidium" („Unter Deinen Schutz und Schirm"). Es handelt sich dabei wohl um das älteste Mariengebet, dessen Anfänge ins 3. Jahrhundert zurückgehen. Das wohl bekannteste Mariengebet ist das „Ave Maria" — „Gegrüßet seist Du Maria". Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen: den Marienanreden des Erzengels Gabriel bei der Verkündigung des Herrn (Lk 1,28) und der Base Elisabeth beim Besuch Marias (Lk 1,42 ). Bereits im 11. Jahrhundert wurde dieser Teil im Stundengebet und in Andachten gebetet. Im Jahre 1568 ergänzte der hl. Papst Pius V. (1504-1572) das bereits bestehende Gebet um die Bitte um den Beistand in der Todesstunde. Auch die Ostkirche kennt eine Version dieses Gebetes: „Gottesgebärerin und Jungfrau, freue dich". Die Anglikaner beten es in der westkirchlichen Form. Es wurde von Komponisten aller Epochen vertont. Das Ave Maria findet sich nicht nur im „Engel des Herrn" wieder, sondern auch im Rosenkranzgebet, das man mit Recht als das heute am weitesten verbreitete katholische Volksgebet bezeichnen kann.
Neben den 53 Ave Maria werden das Glaubensbekenntnis und sechs Vater unser gebetet. Dabei unterscheidet man aber auch zwischen verschiedenen Geheimnissen, die mit der Betrachtung des Lebens, Sterbens und der Auferstehung Jesu verbunden sind: Traditionell sind der Freudenreiche (Menschwerdung Christi), der Schmerzhafte (Passion Jesu) und der Glorreiche Rosenkranz (Auferstehung Christi). Der hl. Papst Johannes Paul II. (1920-2005) hatte 2002 aus Anlass seines 24. Wahl-Jahrestages mit dem Apostolischen Schreiben ROSARIUM VIRGINIS MARIAE die lichtreichen Geheimnisse hinzugefügt. Unter den zahlreichen Marienliedern hat das „Segne, Du Maria" eine besondere Entstehungsgeschichte, wurde es doch von der evangelischen Pastorentochter und Konvertitin Cordula Wöhler (1845-1916) getextet.

H
wie HERALDIK. Auch in der Wappenkunde, Heraldik genannt, spielt die Gottesmutter eine große Rolle. Dabei wechseln die Darstellungsformen sich bunt ab. Da gibt es zum einen die figürlichen Darstellungen, wie z. B. die „Panhagia" („Allheilige"), die „Hodegetria" („Wegweiserin") oder auch die „Eleousa" („Barmherzige"). Beliebt ist auch die Darstellung eines bestimmten Gnadenbildes, wie die Schwarze Madonna von Altötting im Wappen von Bischof Stefan Oster SDB (Passau) und Bischof Wilhelm Schraml (Passau) sowie Augustin Kardinal Mayer (Rom). Die Stadt Altötting zeigt ebenfalls eine Maria mit Kind, jedoch nicht das Gnadenbild. Besonders die Bischöfe der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, wie beispielsweise Großerzbischof Josyf Kardinal Slipyj (Lemberg) und Swjatoslaw Schewtschuk (Kiew), zeigen sehr oft die Gottesmutter in ihrem Wappen. Es gibt aber auch marianische Symbole, die in Wappen vorkommen. Zahlreiche Bischöfe führen in ihrem persönlichen Wappen das Unbefleckte Herz Mariens. Auch in den Papstwappen wird deren Verehrung für die Gottesmutter dokumentiert, ganz bekannt ist der goldene Buchstabe M unter dem Kreuz beim hl. Papst Johannes Paul II. oder der Meerstern („Stella maris") bei Papst Franziskus. Den Meerstern als Zeichen seiner marianischen Ausrichtung führt auch der kürzlich in Heidenberg benedizierte Abt Winfried Schwab OSB von der Abtei vom heiligen Bartholomäus in Neuburg. Die Marienkrone findet man z. B. in den Wappen vom Landkreis Altötting, der Stadt Koblenz und der oberbayerischen Gemeinde Fischbachau.

I
wie Ikone. Der Begriff leitet sich vom griechischen Worten „eikön" = „Bild" ab und bezeichnet Heiligenbilder jeglicher Art, nicht nur das auf Holz oder andere Materialien gemalte Bild, sondern auch Wandmalereien und ähnliche Darstellungen. Das griechische Wort „eikön" leitet sich wiederum vom Wort „eoika" ab, das „gleichen" oder „ähnlich sein" bedeutet. Damit nähert man sich auch schon einer entscheidenden theologischen Aussage der ostkirchlichen Ikonenverehrung. Der hl. Johannes von Damaskus (+ vor 754), Kirchenvater und Theologe, definiert Ikone folgendermaßen: „Eikon ist also ein Ebenbild und Beispiel und Ausprägung von irgendetwas, welches das Abgebildete in sich zeigt" und „sich doch von ihm unterscheidet". Im Abbild des Heiligen, der Ikone, verehrt der Gläubige das Urbild, die Verehrung gilt nicht dem bemalten Stück Holz sondern der darauf dargestellten Person. Ikonen gelten weder als Kunstgegenstände noch als Dekoration, sie sind Andachtsgegenstände. Das Malen der Ikonen, das oft durch Mönche in den Klöstern geschieht, ist eine Form des Gebets, Ikonen werden nach Fertigstellung gesegnet, verweilen eine Zeit in der Kirche hinter der Ikonostas (Ikonenwand) und gelangen dann an ihren Bestimmungsort. Strenggenommen, dürfen gesegnete Ikonen nicht verkauft werden. Äußerst zahlreich sind die verschiedenen Marienikonen: Sehr verbreitet ist die Darstellung der Hodegetria (Wegweiserin), bei der die Madonna das segnende Jesuskind auf dem linken Arm trägt, das dort aufrecht thront. Die rechte Hand der Gottesmutter weist typischerweise auf das Kind. Der Schleier der Gottesmutter trägt drei goldene Sterne — auf der Stirn und den beiden Schultern — Symbole für die Jungfräulichkeit Mariens vor, während und nach der Geburt des Erlösers. Die Urform der Hodegetria fand in Ost- und Westkirche viele Nachahmungen, so z. B. in der Ikone der „Gottesmutter von der Pforte" im orthodoxen Kloster Iviron auf dem Berg Athos, der Gottesmutter von Smolensk in Russland oder dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau in Polen. Weitere Darstellungstypen sind die Eleusa (Barmherzige), die Blacherniotissa (Fürbitterin, Betende) sowie die Galaktotrophousa (Maria lactans; stillende Maria) und die Paraklesis (Darstellung der Gottesmutter ohne Kind). Eine sehr bekannte Marienikone ist neben der Gottesmutter von Kasan (Rußland, 1579) das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe (Kreta, 14. Jahrhundert). Von Griechenland kam das Bildnis im 19. Jahrhundert nach Rom und wurde der Kongregation der Redemptoristen anvertraut, die es in die Kirche Sant' Alfonso brachten, wo es seitdem im Hochaltar verehrt wird. Die Redemptoristen verbreiteten das Gnadenbild im Rahmen ihrer Volksmissionen weltweit, sodass es zu den bekanntesten Marienikonen in der Westkirche zählt.

J
wie Joseph Der Bräutigam der Gottesmutter, der hl. Joseph, der auch als Nährvater Jesu bezeichnet wird, ist biblisch wie kunstgeschichtlich der ständige Begleiter Mariens. Von der Herbergssuche über die Geburt Jesu in Bethlehem bis hin zur Flucht nach Ägypten. Seine Verehrung setzt in der Ostkirche bereits sehr früh ein, in der Westkirche erst im 9. Jahrhundert. Im Jahre 1870 wurde er, dessen Name „Er [Gott] fügt hinzu" bedeutet, von Papst Pius IX. zum Schutzpatron der Katholischen Kirche erklärt. In seiner Enzyklika „Quamquam pluries" (1889) würdigte Papst Leo XIII. ausdrücklich die hervorragende Verehrung des hl. Joseph. Sein Leben und die Enzyklika wurden 1989 von Papst Johannes Paul II. mit dem Apostolischen Schreiben „Redemptoris custos" nochmals besonders gewürdigt. Gleich an zwei Festen gedenkt die Katholische Kirche seiner: seit dem 12. Jahrhundert am 19. März, dem Hochfest des Heiligen, auch Josephitag genannt, und am 1. Mai. Dieser Gedenktag wurde 1955 von Papst Pius XII. als Gegenstück zum international begangenen „Tag der Arbeit" unter dem Festnamen „Josef der Arbeiter" eingeführt.
An diesem Tag wird ihm und der Gottesmutter sogar gemeinsam gedacht, da in Bayern bereits im Jahre 1916 der 1. Mai von Papst Benedikt XV. zum Festtag „Patrona Bavariae" - „Schutzfrau Bayerns" erklärt wurde. Vielfältig sind auch seine Patronate, er ist Schutzpatron der Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendlichen und Waisen, aber auch der Jungfräulichkeit. Selbst Handwerker gewesen, rufen ihn Arbeiter und Zimmerleute, Schreiner, Wagner, Bestatter und Ingenieure in Notsituationen an. Der hl. Joseph ist aber auch Patron vieler einzelner Länder wie u.a. Bayern, Böhmen und Österreichs. Seit 1985 setzt sich im schwäbischen Aichach die „Königlich Bayerische Josefspartei" (KBJP) für die Wiedereinführung des Josefstags in Bayern als staatlichem Feiertag ein, bisher zwar sehr eindrucksvoll im jährlichen „Weltparteitag" mit hochrangigen Festrednern, aber bisher noch ohne Erfolg.

K
wie Kirchen. Der Gottesmutter Maria sind weltweit, nicht nur in der Katholischen Kirche, unzählige Kirchengebäude geweiht. Angeführt wird die Reihe mit einem marianischen Patronat mit den Wallfahrtskirchen in Lourdes, Fatima und Tschenstochau, Altötting, Maria Zell und Kevelaer sowie Guadalupe in Mexiko oder Aparecida in Brasilien. Viele Bischofskirchen sind der Gottesmutter geweiht, wie u. a. in Aachen, Eichstätt, Freising und Hamburg, Hildesheim, München und Speyer. Die verschiedenen Glaubenswahrheiten rund um Maria finden sich in Patronaten wieder: Mariä-Aufnahme-in-den-Himmel, Mariä-Empfängnis, Mariä-Geburt, Maria-Heimsuchung, Mariä-Himmelfahrt oder Maria-Verkündigung. Ein nicht alltägliches Patronat findet sich im Bistum Regensburg in der rund 10 km nördlich von Regensburg gelegenen Gemeinde Zeitlarn im Ortsteil Laub. Dort feiert die Pfarrgemeinde am 15. August nicht Maria Himmelfahrt sondern „Unsere liebe Frau von der guten Heimkehr". Die Madonnenstatue im linken Seitenaltar der Kirche gibt die Antwort darauf. Ein junger Soldat hatte diese im Ersten Weltkrieg in Frankreich aus einer brennenden Kirche gerettet und von da an immer bei sich getragen. Als er dann in einem Gefecht unter Beschuss geriet, blieb eine Kugel in der Madonna stecken und rettete ihm damit das Leben. Die Statue begleitete ihn zurück in seine Heimat und wurde von der Familie verehrt. Sein Sohn, BGR Pfarrer Josef Steindl, Pfarrer von Zeitlarn 1949 bis 1974, erbaute 1964 bis 1966 die Filialkirche in Laub und gab der Madonna dort einen Ehrenplatz und der Kirche ein Patronat. In der Filialkirche fand Pfarrer Steindl auch seine letzte irdische Ruhestätte.

L
wie Lexikon der Marienkunde Es kann mit Fug und Recht als das Standartwerk der Mariologie bezeichnet werden. Das sechsbändige Werk, das von 1988 bis 1994 im EOS-Verlag Erzabtei St. Ottilien erschienen ist, umfasst rund 4.300 Seiten. Als Herausgeber konnte das Institutum Marianum Regensburg e.V. (IMR) den langjährigen Münchner Dogmatiker Prof. Dr. Dr. h.c. Leo Scheffczyk (1920-2005) und den Freiburger Kirchenhisto­riker Prof. Dr. Remigius Bäumer (1918-1998) gewinnen, die gemeinsam mit 30 Fachleitern und rund 1000 Mitarbeitern nach den Worten eines Rezensenten „das umfangreichste und authentischste mariologische Werk" geschaffen haben. Der erste Band des Lexikons der Marienkunde wurde dem Regensburger Bischof und Vorsitzenden des IMR, Dr. Rudolf Graber (1903-1992), zu dessen 85. Geburtstag gewidmet. Im April 1989 konnte dieser Band Papst Johannes Paul II. in einer Privataudienz übergeben werden. Weihbischof Vinzenz Guggenberger (1929-2012), IMR-Stellvertreter und späterer Nachfolger von Bischof Graber, hat die Herausgabe entscheidend gefördert und zum Abschluss gebracht. Im Dezember 1994 hatte er die große Freude, das sechsbändige Werk in Anwesenheit von Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter (München-Freising) und Bischof Dr. Karl Braun (Eichstätt) in St. Ottilien präsentieren zu können. Unter den Autoren ist z. B. der heutige Präfekt der Glaubenskongregation und ehemalige Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Kardinal Müller, zu nennen, aus dessen Feder als Dogmatik-Professor in München die Artikel „Gottesmutter", „Heilige und Maria" sowie „Hypostatische Union" und „Mittlerin der Gnade" stammen. Auch IMR-Vorstandsmitglied Prälat Prof. DDr. Anton Ziegenaus (Augsburg), der bedeutende Mariologe Prof. Dr. Manfred Hauke (Lugano), der Liturgiewissenschaftler Msgr. Dr. Klaus Gamber (1919-1989) und die Philosophin Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (Heiligenkreuz) zählen u. a. zu den Autoren des Lexikons.

M
wie Marienerscheinungen Bei zahlreichen Marienwallfahrtsorten weltweit ist es ein spezielles Gnadenbild der Muttergottes, das die Pilger anzieht. Andere Gnadenorte verdanken ihren Ursprung einer Erscheinung der Gottesmutter. Bei der Anerkennung dieser Erscheinungen legt die Kirche strenge Maßstäbe an, die die Hl. Kongregation für die Glaubenslehre am 25. Februar 1978 in den „Normen für das Verfahren zur Beurteilung mutmaßlicher Erscheinungen und Offenbarungen" festgelegt hat. Dabei trug man auch dem technischen Fortschritt Rechnung: „Dank der Kommunikationsmittel (Massenmedien) verbreiten sich heute Nachrichten über solche Erscheinungen schneller unter den Gläubigen als in früheren Zeiten. Darüber hinaus begünstigt und vervielfacht die heutige Mobilität Pilgerfahrten, so dass die kirchliche Autorität sich zur genannten Sache äußern muss." Zu den ältesten Marienerscheinungen zählen jene von Guadalupe, heute ein Stadtteil von Mexiko-Stadt, vom 9. bis 12. Dezember 1531. Als der Indio Juan Diego Cuauhtlatoatzin (1474-1548) dies seinem Ortsbischof mitteilte und dieser seinen Worten keinen Glauben schenkte, erschien auf Juan Diegos Mantel das Bildnis Mariens, das spätere Gnadenbild. Groß ist die Bedeutung der Wallfahrt für die Christianisierung Lateinamerikas auch deswegen, weil die Gottesmutter auf dem Gnadenbild indigene Züge trägt. Unsere Lieben Frau von Guadalupe ist die Patronin Mexikos und von ganz Nord- und Südamerika, ihr Gedenktag ist der 12. Dezem­ber.    Neben dem
weltbekannten Wallfahrtsort Lourdes in Südfrankreich [Erscheinungen vom 11. Februar bis 16. Juli 1858 - hl. Bernadette Soubirous (1844-1879) -kirchliche Anerkennung 1862] erschien die Gottes­mutter in Frankreich auch noch in Notre-Dame du Laus (1664-1718), Paris in der Rue du Bac [1830 - hl. Sr. Catherine Laboure (1806-1876)] und La Salette (1846). Im kommenden Jahr feiert der portugiesische Wallfahrtsort Fatima den 100. Jahrestag der Erscheinungen vom 13. Mai bis 13. Oktober 1917. So wie in Fatima, wo Maria den Hirtenkindern Lucia dos Santos (1907-2005), der sei. Jacinta Marto (1910-1920) und dem sei. Francisco Marto (1908-1919) erschien, waren es auch an zahlreichen anderen Orten Kinder, denen diese Gnade zuteil wurde. In unseren Tagen können Marienerscheinungen im japanischen Akita [6. Juli bis 13. Oktober 1973 - Sr. Agnes Katsuko Sasagawa (*1930) - anerkannt 1988] und im afrikanischen Kibeho in Ruanda (1981 bis 1989, anerkannt 2001) verzeichnet werden. Bei all den genannten Erscheinungen ist die Übernatürlichkeit festgestellt worden. Hingegen konnte bei den Erscheinungen von Heroldsbach im Erzbistum Bamberg (1949 bis zum Herbst 1952), Marpingen im Bistum Trier (1876 bis 1877), Medugorje in Bosnien-Herzegowina (seit 1981) und Sievernich im Bistum Aachen (2000 bis 2005), um nur einige Orte zu nennen, die Übernatürlichkeit der Ereignisse entweder widerlegt oder als zweifelhaft bezeichnet werden.

N
wie Name der Gottesmutter Der Name der Gottesmutter lautet Maria, die lateinische  Form  des  griechischen Mariam oder des hebräischen und aramäischen Mirjam. Das Alte Testament kennt Mirjam, die Schwester des Mose und Aarons. Im Neuen Testament treffen wir neben der Mutter Jesu auch noch Maria von Magdala (Maria Magdalena), Maria von Betanien, die Schwester der Marta und des Lazarus, Maria die Mutter des Jakobus und eine weitere Christin dieses Namens in Rom. So häufig der Name auftritt, so schwierig ist auch die Klärung dessen Bedeutung. Die Interpretationen stellen fast „eine Wissenschaft für sich" dar. Drei Deutungsmöglichkeiten (s. M. Görg, Lexikon der Marienkunde, IV, S. 467) stehen gegenwärtig im Raum: 1. „Gottesgeschenk", 2. „fruchtbar sein" oder 3. „die Geliebte". Für das Problem der Wortherkunft ist derzeit keine Lösung in Sicht. Es gibt sogar einen eigenen Festtag, „Maria Namen". Dieser wurde bereits im 16. Jahrhundert in Spanien gefeiert und später von Papst Innozenz XI. (1676-1689) für die gesamte Kirche verbindlich festgesetzt. Anlass dafür war der Sieg der vereinigten christlichen Heere unter dem Oberbefehl von König Jan III. Sobieski von Polen am 12. September 1683 bei der Schlacht am Kahlenberg vor Wien. Damit war die Zweite Wiener Türkenbelagerung siegreich beendet worden. Man führte den Sieg auf die Fürsprache der Gottesmutter zurück, deren Bildnis als Schutzmantelmadonna dem Heer auf dem Banner vorangetragen wurde. Unter dem hl. Papst Pius X. (1835-1914) wurde das Fest vom Sonntag nach Maria Geburt (8. September) auf den 12. September, den eigentlichen Siegestag, verlegt. Im Allgemeinen Römischen Kalender von 1970 wurde Maria Namen wegen der inhaltlichen Dopplung zum Fest Maria Geburt gestrichen, aber im deutschsprachigen Regionalkalender u. a. wegen der Verwurzelung im Volk als nichtgebotener Gedenktag erhalten. Im Generalkalender findet sich das Fest seit 2002 als nichtgebotener Gedenktag wieder. Die Bauernregel sagt zum 12. September: «An Maria Namen / sagt der Sommer Amen» oder «An Maria Namen / kommen die Schwalben zusammen".

O
wie Orden. In der Katholischen Kirche gibt es zahlreiche Orden und Ordensgemeinschaften, die die Gottesmutter Maria in ihrem Namen fuhren und damit auch zu deren Verehrung beitragen. Der älteste wurde im Jahre 1190 als Krankenpflegeorden von deutschen Kaufleuten im Heiligen Land vor den Toren Akkons gegründet, der „Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem" - kurz: „Deutscher Orden". Bald darauf war er ein schwertfuhrender Ritterorden, der sich seit der Reform von 1929 wieder seiner ursprünglichen Aufgabe widmet und sich in drei Zweige aufteilt: Patres und Brüder, Schwestern sowie Familiare, auch bekannt als Marianer. Eine ähnliche Geschichte hat der Mercedarierorden, der „Orden Unserer Lieben Frau vom Loskauf der christlichen Gefangenen". Er wurde 1218 in Spanien als königlicher, militärischer und religiöser Orden gegründet und besteht heute noch in drei Zweigen. Unter den rein geistlichen Orden und Ordensgemeinschaften sind u. a. bei den Männerorden zu nennen: die „Regularkleriker Mariens von der Unbefleckten Empfängnis", kurz „Marianer" (1673), die „Gesellschaft Maria", kurz „Marianisten" (1817) oder die „Gesellschaft Mariens", auch „Maristen-Patres" genannt (1824), die, Augustiner-Chorherren von Maria, der Mutter des Erlösers" (1971). Es gibt mehr als 40 Gemeinschaften mit marianischem Hinweis. Unter den Frauenorden nehmen rund 60 Gemeinschaften in ihrem Namen Bezug auf die Gottesmutter Maria, so z. B. die „Schwestern vom Orden der Heimsuchung Mariens", kurz „Salesianerinnen" (1610), die „Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern von der Allerseligsten Jungfrau und Schmerzhaften Mutter Maria", auch bekannt als „Clemensschwestern" (1808), die „Schwesterngemeinschaft der Dienerinnen der unbefleckten Gottesmutter Jungfrau Maria" (1850), die „Franziskanerinnen von der Allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln", besser bekannt als „Waldbreitbacher Franziskanerinnen" (1863) und das „Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern" (1926). Der Wallfahrtsort La Salette in den französischen Alpen, in dem Maria 1846 den Hirtenkindern Melanie Calvat (15 Jahre) und Maximin Giraud (11 Jahre) erschien, ist gleich Gründungsort je eines Männer- und Frauenordens. Philibert de Bruillard, Bischof von Grenoble, gründete dort 1852 die „Missionare Unserer Lieben Frau von La Salette", auch als „Salettiner" bekannt. Die 1872 von Henriette Deluy-Fabry gegründeten „Sceurs de Notre-Dame de La Salette" fusionierten in späteren Jahren mit zwei weiteren gleichnamigen Gemeinschaften zu den „Schwestern Unserer Lieben Frau von La Salette", die überwiegend in der Mission weltweit tätig sind.

P
wie Päpste. Unter den 266 Päpsten, die seit dem hl. Petrus der Kirche vorgestanden haben, waren zahlreiche große Verehrer der Gottesmutter. Ihre Verehrung für Maria brachten sie in unterschiedlicher Weise zum Ausdruck. Sehr augenfällig tat dies der hl. Papst Johannes Paul II. (Pontifikat 1978-2005) und Papst Franziskus (seit 2013), indem sie marianische Symbole in ihr Wappen aufnahmen: das goldene M beim polnischen Papst und der Meerstern (Stella Maris) beim Pontifex aus Argentinien. Wie groß seine Liebe zur Gottesmutter war, zeigte Papst Johannes Paul II. auch durch seine zahlreichen Pastoralbesuche in Marienwallfahrtsorten: Tschenstochau (1979, 1983, 1987, 1991, 1997 und 1999), Fatima (1998, 1991, 2000), Lourdes (1983, 2004) sowie Altötting (1980), Kevelaer (1987) und Mariazell (1983). Auch die Päpste seien zu nennen, in deren Pontifikaten Glaubensaussagen über Maria dogmatisiert wurden: am 8. Dezember 1854 das „Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens" vom sel. Papst Pius IX. (1846-1878) und am 1. November 1950 das „Dogma von der Leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel" vom Ehrwürdigen Diener Gottes, Papst Pius XII. (1939-1958). Besonders Papst Leo XIII. (1878-1903) verfasste in seinem 25-jährigen Pontifikat mehr als 100 Lehramtsschreiben (Enzykliken, Konstitutionen, Dekrete etc.), von denen sich alleine 15 mit marianischen Themen beschäftigten. Auch in der Ausrufung „Marianischer Jahre" haben zwei Päpste die Bedeutung Mariens für die Kirche zum Ausdruck gebracht: Papst Pius XII. - 1953/1954 aus Anlass des Jubiläums „ 100 Jahre Dogma von der Unbefleckten Empfängnis" und Papst Johannes Paul II. - 1987/1988 aus Anlass des Jubiläums „70 Jahre Erscheinungen von Fatima". Unter den sechs Päpstlichen Basiliken (Basilica maior), die die Kirche kennt, tragen auch zwei ein marianisches Patronat: Santa Maria Maggiore in Rom und Santa Maria degli Angeli in Assisi. Fünf Päpsten wurde die Verehrung der Gottesmutter sozusagen schon in die Wiege gelegt, denn sie trugen im Taufnamen auch den Namen der Mutter Jesu, so z. B. Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli - Papst Pius XII. (1939-1958) - und Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini - se. Papst Paul VI. (1963-1978).

Q
wie Quinn, Edel Mary. Sie war eine Missionarin der Legion Mariens und selbst Gründerin zahlreicher Niederlassungen der Legion in Afrika. Edel Mary Quinn wurde 1907 in Irland geboren und wollte eigentlich in einen Orden eintreten. Im Jahre 1927 fand sie in Dublin zur Legion Mariens und kümmerte sich in den dortigen Elendsvierteln aufopferungsvoll um Arme, Alte und Kranke. Im Jahre 1936 trat sie ihre erste Afrikareise an und 1939 sollte eine weitere folgen. „Mit Ausdauer und apostolischem Eifer richtet sie in Kenia, Uganda, Tanganika und Nyassaland unter den einheimischen Christen die Legio ein" (Horst Rzepkowski, Lexikon der Marienkunde, V, S. 391). In Nairobi starb sie am 14. Mai 1944 an den Folgen einer Tuberkulose und wurde auf dem Friedhof der Missionsstation S. Augustinus beigesetzt. Bereits 1956 wurde ihr Seligsprechungsprozess eröffnet und Edel Mary Quinn am 15. Dezember 1994 offi­ziell der „heroische Tugendgrad" durch Papst Johan­nes Paul II. zuerkannt; nun darf man sie als „Ehr­würdige Dienerin Gottes" bezeichnen. Die Legion Mariens (Legio Mariae) ist eine internationale katholische Laienbewegung, die 1921 unter Leitung von Francis Michael Duff (1889-1980 ) in Dublin (Irland) gegründet wurde. Mit Niederlassungen in über 170 Ländern und rund drei Millionen aktiven und über zehn Millionen betenden Mitgliedern ist sie die weltweit größte katholische Laienbewegung. Sie hat es sich zur Aufgabe gestellt, den Glauben zu verkünden. Dies tut sie im täglichen Gebet und im aktiven Apostolat. Die Gemeinschaft kam 1944 durch den Einsatz der jüdischen Konvertitin Hilde Firrel (1910-1991) auch nach Deutschland.

R
wie Rosenkranzgebet und -fest, „...das für die Volksfrömmigkeit wichtigste Werkzeug", so nannte der Regensburger Weihbischof Dr. Josef Graf den Rosenkranz beim diesjährigen Rosenkranzgebet mit Lichterprozession, das am „Gedenktag Unserer lieben Frau vom Rosenkranz" in Regensburg im Dom, in der Innenstadt und der traditionsreichen Dominikanerkirche am 7. Oktober gefeiert wurde. Papst Pius V. (Pontifikat 1566-1572) hatte das Rosenkranzfest im Jahre 1571 gestiftet, als Dank der Kirche für den Sieg der christlichen Flotte bei der Seeschlacht von Lepanto, die Don Juan d'Austria angeführt hatte. Es waren die inbrünstigen Gebete der Rosenkranzbruderschaften - deren Anfänge ins 15. Jahrhundert und auf den Dominikanerpater Ala-nus de Rupe (t 1475) zurückgingen - denen man den Sieg über die übermächtige osmanische Flotte zusprach. Dieser Sieg bildete auch den entscheidenden Durchbruch für die Rosenkranzfrömmigkeit in der ganzen Kirche. Papst Gregor XIII. (1572-1585) gab 1573 dem Fest den Namen „Gedenktag Unserer lieben Frau vom Rosenkranz" -„Memoria Beatae Mariae Virginis a Rosario". Nach einem weiteren militärischen Sieg über das osma-nische Heer im Jahre 1716 in der Schlacht von Pe-terwardein (Petrovaradin) unter Prinz Eugen von Savoyen wurde das Fest durch Papst Clemens XI. (1700-1721) mit dem Dekret „Cum alias" in den Römischen Kalender aufgenommen. Das Rosenkranzfest steht am Anfang des sogenannten Rosenkranzmonats Oktober, der erst im Jahre 1883 von Papst Leo XIII. (1878-1903 ) eingeführt und bewusst in Zusammenhang mit dem Rosenkranzfest gestellt worden ist. Papst Leo XIII. war ein glühender Verehrer der Gottesmutter und großer För­derer der Marienfrömmigkeit. Er veröffentlichte fünfzehn Enzykliken und Apostolische Schreiben zum Rosenkranz. Papst Leo XIII. war es auch, der am Heiligabend 1883 mit dem Apostolischen Schreiben „Salutaris ille" verkündete, dass die Bitte: „Königin des Heiligen Rosenkranzes, bitte für uns!" in die Lauretanische Litanei aufgenommen wird. In der Enzyklika „Augustissimae Virginis Mariae" (1897) hob er die Bedeutung der Rosenkranzbruderschaften noch einmal eigens hervor und wies ihnen einen überragenden Platz in der Gesellschaft zu. Sie erzeugten ein Zusammengehörigkeitsgefühl, ließen Solidarität erwachsen. In einer jeden Gemeinde solle eine solche Bruderschaft gegründet werden. In der Tradition der Rosenkranzbruderschaften steht auch der 1947 von Pater Petrus Pavlicek OFM (t 1982) gegründete „Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt", dessen rund 700.000 Mitglieder sich weltweit durch das tägliche Gebete des Rosenkranzes in einer lebendigen Gebetsbewegung zusammenschlossen. Auch seine Nachfolger im 20. Jahrhundert betonten in verschiedenen Enzykliken immer wieder die gnadenreiche Bedeutung des Rosenkranzgebetes. Papst Johannes XXIII. (1958-1963) erklärte in der Enzyklika „Grata recordatio" (1959) den Rosenkranzmonat als Vorbereitung auf das Zweite Vatikanische Konzil und Papst Paul VI. (1963-1978) empfahl im Schreiben „Marialis Cultus" (1974) das Rosenkranzgebet als Familiengebet und nennt den Rosenkranz die „Kurzfassung des ganzen Evangeliums". Der große Marienverehrer auf dem Stuhle Petri, der hl. Papst Johannes Paul II. (1978-2005), führte mit dem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae" (2002) den
„lichtreichen Rosenkranz" ein und erweiterte damit die drei Geheimnisse des gnadenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes. Er gab diesem zentralen Gebet der Katholischen Kirche sogar ein eigenes „Jahr des Rosenkranzes", von Oktober 2002 bis zum Oktober 2003. Papst Benedikt XVI. lud am Rosenkranzfest 2010 nach der Generalaudienz besonders auch die Jugendlichen ein, „den Rosenkranz zum täglichen Gebet zu machen." Den Kranken rief er zu: „Ich ermutige euch, liebe Kranke, zu glauben und euch dank der Rezitation des Rosenkranzes vertrauensvoll in die Hände Gottes zu begeben."
Eine Rosenkranz-Demonstration unserer Tage, fand am 7. Oktober 1938 in Wien statt, als Kardinal-Erzbischof Theodor Innitzer die Katholische Jugend Österreichs zu einer Rosenkranzfeier in den Stephansdom einlud. Die anschließende Kundgebung von rund 7.000 jungen Menschen wurde zum katholischen Bekenntnistag gegen die Nationalsozialistische Lehre. Am folgenden Tag stürmten Mitglieder der Hitlerjugend das Erzbischöfliche Palais, zertrümmerten Mobiliar und gingen gewalttätig gegen die Mitarbeiter des Erzbischofs vor. Der in Osterreich ins Leben gerufene und bereits erwähnte „Rosenkranz-Sühnekreuzzug" hatte die Befreiung des Landes von der russischen Besatzungsmacht zum Gebetsanliegen; unter den zigtausenden Betern waren auch der Außenminister Leopold Figl und der spätere Bundeskanzler Julius Raab. Als nach langwierigen Verhandlungen 1955 endlich der Staatsvertrag unterzeichnet werden konnte und der letzte russisehe Soldat Österreich verlies, da bemerkte Bundeskanzler Raab öffentlich: „Wenn nicht so viel gebetet worden wäre, so viele Hände in Österreich sich zum Gebet gefaltet hätten, so hätten wir es wohl nicht geschafft". Von Schwester Lucia (t 2005), einem der Seherkinder von Fatima, ist der Satz überliefert: "Es gibt kein Problem, sei es auf persönlicher, nationaler oder internationaler Ebene, das nicht durch Beten des Rosenkranzes gelöst werden kann."

S
wie Shrines of Europe. Diesen Zusammenschluss von insgesamt sechs der bedeutendsten Marienwallfahrsorte Europas könnte man mit „heilige Stätten" oder „Heiligtümer Europas" übersetzen. In der 1996 gegründeten Arbeitsgemeinschaft schlossen sich die Bürgermeister der Wallfahrtsorte Altötting (Deutschland), Fatima (Portugal), Loreto (Italien), Lourdes (Frankreich), Mariazell (Osterreich) und Tschenstochau (Polen) zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch zusammen. Dabei steht auch die Planung der Weiterentwicklung der einzelnen Wallfahrtsorte im Vordergrund. Jedes Jahr trifft man sich an einem anderen Mitgliedsort zum Austausch.

T
wie Tschenstochau. Der Wallfahrtsort mit dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna ist das Nationalheiligtum der Polen. Wer die Anfänge dieses Gnadenbildes ergründen möchte, der bekommt gleich zwei Antworten, eine legendäre und eine kunsthistorische. Der frommen Legende nach soll der Evangelist Lukas das Bildnis der Gottesmutter mit dem Jesusknaben auf deren Tischplatte gemalt haben. Vom Heiligen Land aus sei es dann über Byzanz und später als Mitgift einer byzantinischen Prinzessin nach Osteuropa gekommen. Der Kunsthistoriker sieht im Gnadenbild eine byzantinische Ikone, die im 6. bis 9. Jahrhundert entstanden ist, und Maria als die „Hodigetria", die Wegweiserin darstellt. Die Gottesmutter zeigt auf den Jesusknaben, der als "fleischgewordenes Wort Gottes" das Evangelium in der linken Hand hält und mit der rechten den Betrachter segnet. Das blaue Gewand der Mutter Gottes trägt zahlreiche goldene Lilien, Symbol für die Jungfräulichkeit Mariens. Ob nun vom Evangelisten oder von einem namenlosen byzantinischen Ikonenmaler gemalt, im Jahre 1382 wurde das Bild von Prinz Ladislaus von Oppeln in Tschenstochau in die Obhut von Pauliner-Mönchen gegeben, die er eigens für diesen Auftrag von Ungarn nach Polen gerufen hatte. Auf dem hellen Berg, dem 293 m hohen Jasna Góra, fanden sie eine kleine Kirche vor. In den folgenden Jahrhunderten entstand dort ein monumentaler Klosterkomplex, der Mitte des 17. Jahrhunderts durch den polnischen König mit einer Verteidigungsanlage umgeben wurde. So wurde das Heiligtum zu einer „Festung Mariens". Mehrfach wurde das Kloster überfallen; im Jahre 1430 ist das Gnadenbild bei dem Uberfall einer Diebesbande so stark beschädigt worden, dass trotz der Restaurationsversuche die Hiebe im Gesicht der Gottesmutter noch heute zu sehen sind. Mit dem Gelöbnis des polnischen Königs im Jahre 1656, in dem er alle Länder seines Königreiches unter den Schutz der Gottesmutter stellte, bekamen Kloster und Gnadenbild nicht nur eine große religiöse, sondern auch eine beachtliche politische Bedeutung. Beide wurden zum Symbol der Freiheit Polens. Gerade in den Zeiten der sogenannten polnischen Teilung, als ein eigenständiger polnischer Staat für über 120 Jahre von der Landkarte verschwunden war, hatte Jasna Góra eine stark einigende Kraft für die Polen. Seine große Bedeutung wurde auch dadurch deutlich, dass das Gnadenbild zweimal gekrönt wurde und der polnische Episkopat im Jahre 1920 Maria zur Königin Polens proklamierte. Mit zahlreichen Votivgaben der Gläubigen wird das Gnadenbild reich geschmückt. Im Kloster Jasna Góra tagen heutzutage nicht nur die polnische Bischofskonferenzen, sondern auch nationale und internationale kirchliche Kongresse. Bei den neun Reisen in seine polnische Heimat besuchte Papst Johannes Paul II. jedes Mal auch die Schwarze Madonna von Tschenstochau. Beim ersten Besuch im Jahre 1979 sagte er: „Der Wille Mariens geht in Erfüllung: ich bin da! " Auch sein Nachfolger, Papst Benedikt XVI., stattete dem Marienheiligtum bei seiner apostolischen Reise im Mai 2006 einen Besuch ab. Heute leben rund 100 Patres und Brüder des Paulinerordens im Kloster auf Jasna Góra, rund drei bis vier Millionen Pilger besuchen jährlich den Wallfahrtsort.

U
wie Unierte Ukrainer und Ungarn. Die Verehrung der Gottesmutter ist immer auch geprägt von der Mentalität eines Volkes; spezielles Brauchtum und historische Entwick­lungen prägen immer auch dessen Marienverehrung. So auch bei den mit Rom unierten griechisch-katholischen Ungarn und Ukrainern: Unter den rund 2.000 Votivtafeln, die im Rundgang um die Gnadenkapelle in Altötting hängen, sticht eine Tafel besonders heraus: „Hilf uns o Jungfrau Maria in dieser schweren Lebenszeit" heißt es da auf der mit Blumenmuster umrahmten Steintafel. Während die meisten anderen Tafeln Danksagungen beinhalten, steht auf dieser ein Bittruf. Und noch etwas fällt auf - über dem deutschen Text sind unbekannte Buchstaben zu sehen. Dieser Hilferuf an die Muttergottes wurde am 14. Oktober 1946 von den in der Emigration lebenden katholischen Ukrainern in Stein gemeißelt. Im Jahre 1946 pilgerten sie auch zum ersten Mal nach Altötting. Alleine in Bayern lebten zu dieser Zeit mehr als 56.000 Ukrainer. Viele von ihnen waren Arbeitsdienstverpflichtete, Kriegsgefangene oder auch KZ-Häftlinge sowie Flüchtlinge, die vor dem Sowjet-Terror in den Westen geflohen waren, um ihr Leben zu retten. Die meisten von ihnen gehörten der Ukrainisch-Katholischen Kirche an, die mit dem Papst in Rom in Glaubenseinheit lebt, die Messe und das Stundengebet aber nach byzantinischem, ostkirchlichem Ritus feiert. Sozusagen der Vater der Ukrainer-Wallfahrt nach Altötting war der ukrainische Priester, Prälat Petro Holynskyj (1892-1974). Sein Fluchtweg hatte ihn von der Ukraine über das Burgenland nach Altötting geführt, wo er im Herbst des Jahres 1946 die Wallfahrt seiner Landsleute zur Schwarzen Madonna ins Leben rief. Von dort zog er 1946 weiter nach München, wo er kurze Zeit später zum Generalvikar der Katholischen Ukrainer ernannt wurde und bis zu seinem Tode im Jahre 1974 äußerst segensreich wirken sollte. Seit dieser Zeit pilgern die katholischen Ukrainer aus Süddeutschland, dem Salzburger Land und Tirol jeden September nach Altötting. So wie alle Pilgergruppen, tragen sie ihre Bitten aber auch ihren Dank vor die Gottesmutter. Die Marienverehrung hat in der gesamten Ostkirche einen großen Stellenwert. Wallfahrten zu Marienikonen oder -heiligtümern, wunderschöne Lobgesänge auf die Gottesmutter und eine innige, kindliche Liebe zu ihr sind wichtige Bestandteile der Verehrung Mariens. Immer am letzten Sonntag im September feiert Bischof Petro Kryk, der Apostolische Exarch der Katholischen Ukrainer, mit Priestern und einem Diakon die Göttliche Liturgie. Die Gläubigen aus ganz Süddeutschland waren gekommen, auch der Kathedralchor aus München. Im Anschluss an die Liturgie zogen alle, die ukrainischen Kirchenfahnen voran, zur Gnadenkapelle, um dort der Gottesmutter mit Gebeten und Gesängen einen besonderen Gruß zu entbieten. Mit dem alten Lied „Mnogaja leta - Auf viele Jahre!" war auch der Wunsch verbunden, noch viele Jahre nach Altötting pilgern zu können, so wie einst die Landsleute im Jahre 1946.
Zentrum der Marienverehrung in der Ungarischen Griechisch-Katholischen Kirche (Magyar görögkatolikus egyhäz) mit ihren rund 400.000 Gläubigen in Ungarn ist der Wallfahrtsort Mariapócs mit den Gnadenbild der Madonna von Pötsch. Am 4. November 1696 beobachteten Gläubige in der griechisch-katholischen Pfarrkirche in Pötsch (Poes), wie die Ikone der Gottesmutter mit dem Jesusknaben zu weinen begann. Viele Zeugen, auch nichtkatholische Soldaten, bestätigten dieses Tränenwunder und eine Wallfahrt setzte ein. Auf Wunsch Kaiser Leopold I. kam das Gnadenbild am 1. Dezember 1697 in den Wiener Stephansdom, wo es sich noch heute unter dem sogenannten Öchsel-Baldachin befindet. Für das ungarische Pötsch/ Poes - seither Mariapócs genannt - wurde 1707 eine Kopie geschaffen, für die dann selbst 1715 bzw. 1905 erneut ein Tränenwunder verzeichnet wurde. Das Gnadenbild in Wien weinte nicht mehr. Während der Zeit des Kommunismus musste die Wallfahrt ruhen, heute kommen jährlich bis zu 800.000 Pilger in das Karpaten-Städtchen, dessen Wallfahrtskirche 1948 von Papst Pius XII. zur Basilika minor erhoben wurde. Berühmte Pilger waren im Jahre 1991 Papst Johannes Paul II. und 2015 am Maria Himmelfahrtstag Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, das Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (weltweit rund 4,3 Mio. Gläubige), der zur Glockenweihe nach Mariapócs gekommen war. Das ursprüngliche Gnadenbild wurde von Laszló Csigri in Auftrag gegeben, der als Kind im Rahmen des osmanischen Knabenlese-Systems nach Konstantinopel kommen sollte, um dort als muslimischer Kämpfer erzogen zu werden. Er konnte entkommen und aus Dank stiftete er das Marienbild. Geschaffen wurde es von dem örtlichen, aber in Italien ausgebildeten Maler Ist-ván Papp. Weitere Kopien des Bildes finden sich in Gnigl bei Salzburg (seit 1697/98) und in der pfälzischen Ortschaft Kindsbach (seit 1704). Der Gnadenort hat auch viele geistliche Berufungen gefördert, so z. B. die Brüder Dr. Miklös Dudas OSBM (1902-1972), griechisch­katholischer Bischof von Hajdúdorog und Provinzial Pater Bertalan László Dudás OSBM (1909-2004).
(wird fortgesetzt)



Spricht jemand von geistlichen Dingen, so höre in Demut zu wie ein Schüler und nimm das Gute, das einer sagt, zu deiner Belehrung hin!
(Ermahnungen der hl. Theresia von Avila)

(Quelle: "Bote von Fatima", Jgg. 74, April, Mai 2016 und ff., S. 36f., S. 48f., S. 127f., und Jgg. 75, 1/2-2017, S. 9-11, IMR Regensburg)



Bete täglich den Rosenkranz!

Bete täglich den wundertätigen Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit!   -   doc zum Ausdrucken



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