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Marienverehrung: heute notwendiger denn je! - Hochverehrung der Mutter Gottes

Bild: "Mutter Gottes vom Sieg" (Wigratzbad)
Maria ist ein hebräisches Wort und heißt "FRAU" oder "Herrscherin". Maria bedeutet auch die "Erleuchtete" oder "die Erleuchtende". Schon im Paradiese nach dem Sündenfall wurde die Mutter des Erlösers durch die Worte: "Dir FRAU wird dir den Kopf zertreten" (1. Mos 3,15) als die Besiegerin der höllischen Schlange bezeichnet und dadurch als die Hoffnung des Menschengeschlechtes (als "unsere Hoffnung") hingestellt. Auch wurde Maria im AT durch zahlreiche Vorbilder angekündigt. Solche waren: die ARCHE, die dazu beitrug, das Menschengeschlecht vor dem Untergange zu retten (in der Lauretanischen Litanei heißt Maria "Arche des Bundes"): die Bundeslade, die das Manna enthielt: der Tempel zu Jerusalem, der von außen blendend weiß und im Innern mit Gold bedeckt war (Maria war rein von jeder Sünde und im Innern voll der Gottesliebe, gleichsam ein "goldenes haus"): Judith, die den Holofernes, den Erzfeind ihres Volkes, tötete: Esther, die eine Königin war, auf die das für alle geltende Gesetz (bei Maria das Gesetz der Erbsünde) nicht Anwendung fand, und die ihr eigenes, in der Fremde befindliches Volk durch ihre Vermittlung vom Tode rettete: die Mutter der machabäischen Brüder, die die Marter ihrer 7 Kinder sah, und deren Herz dabei gleichsam (wie das Mairens) von einem siebenfachen Schwert durchbohrt wurde. Sinnbilder Mariens sind auch: Die Morgenröte und der Morgenstern, weil sie der aufgehenden Sonne, dem Heiland, voranging. Der Beistand, der sich das "Licht der Welt" nennt, verscheuchte durch sein Evangelium die geistigen Finsternisse des Heidentums.

Maria, die Mutter Christi, nennen wir gewöhnlich "Mutter Gottes" oder "seligste Jungfrau".

Schon Elisabeth nannte Maria "Mutter Gottes" (lk 1,43. Das Konzil von Ephesus im Jahre 431 billigte den Titel "Gottesgebärerin" gegen den Irrlehrer Nestorius. "Maria gebar denjenigen, der Gott und Mensch in einer Person ist. Das Kind hat die Seele nicht von der Mutter, sondern von Gott, und doch nennt man die Gebärerin des Kindes die Mutter; ebenso nennt man Maria mit Recht die "Mutter Gottes", obwohl sie Christus nicht die Gottheit gegeben hat. - Maria heißt auch die "seligste Jungfrau". Im Apostolischen Glaubensbekenntnis beten wir: "Geboren aus Maria der Jungfrau"; im Nizäischen Glaubensbekenntnis: "Der Mensch geworden durch den Heiligen Geist aus Maria der Jungfrau." Die Worte Mariens zum Engel bekunden den Vorsatz beständiger Jungfräulichkeit (Lk 1,34).  Schon der Prophet Isaias hat vorausgesagt, daß eine Jungfrau den Erlöser gebären wird (Is 7,14). "Maria hat Jesus als Jungfrau empfangen, als Jungfrau geboren und ist Jungfrau geblieben." (hl. Aug.) - So wie der Dornbusch nicht durch das Feuer verzehrt wurde, ebensowenig wurde durch die geburt Christi die Jungfrauschaft Mariens verletzt; so wie christus bei verschlossenen Türen in der Mitte der Apostel erschien, ebenso kam er zur Welt, ohne die Jungfrauschaft Mariens verletzt zu haben (hl. AUg.). Maria ist die Jungfrau der Jungfrauen (vgl. Lauretan. Litanei). Sie ist die "weiseste Jungfrau" (ebd.) und der "Sitz der Weisheit" (ebd.), da sie der Welt entsagte und nur für Gott lebte. Die Religionsfeinde möchten gern die Mutter Gottes als gewöhnliches Eheweib hinstellen und berufen sich auf die im Evangelium (Mt 13,55) erwähnten Brüder Jesu. Doch sind diese nur Blutsverwandte Christi. Die Juden pflegten Blutsverwandte "Brüder" zu nennen; so nannte Abraham seinen Neffen Loth Bruder (1 Mos 13,3).  - Christus wurde der "Erstgeborene" (Mt 1,25) genannt, das ist der nach dem jüdischen Gesetze (2 Mos 13,2) dem Dienste des Herrn Geweihte. Christus war tatsächlich der "Erstgeborene" unter seinen Brüdern, den Christen (Röm 8,29). - Maria vermählte sich infolge göttlicher Anordnung und nur deswegen mit Joseph, damit sie nach der Geburt Christi nicht gesteinigt würde, und damit jemand für sie nach der Geburt Christi nicht gesteinigt würde, und damit jemand für sie und das göttliche Kind sorge (hl. Hieron.). Der Reinigung im Tempel (2. Februar) unterzog sich Maria ebenso freiwillig wie christus der Beschneidung.

Die Seligste Jungfrau Maria wurde von ihrer Mutter, der hl. Anna, unbefleckt empfangen; daher nennt man Maria "die Unbefleckte".
Papst Pius IX. verkündete am 8. Dez. 1854 feierlich, daß Maria beim ersten Augenblicke ihrer Empfängnis von der Makel der Erbsünde bewahrt worden und daß ihr dieses Vorrecht vom Allmächtigen Gott mit Rücksicht auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers des Menschengeschlechtes, verliehen worden ist. 4 Jahre später bei ihrer Erscheinung in Lourdes 1858 sagte Maria: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis." Die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariens haben die Christen schon seit jeher geglaubt. Die heiligen Väter nannten Maria stets die "makellose" Jungfrau und die christen verrichteten seit jeher Gebete zur "unbefleckten" Himmelskönigin und errichteten Statuen zu Ehren der "Unbefleckten Empfängnis." Die gänzliche Makellosigkeit (Sündenlosigkeit) Mariens hat Gott schon im Paradiese verkündet (1 Mos 3,15) und dann durch den Erzengel Gabriel verkünden lassen (Lk 1,28). Gott sprach nämlich zur höllischen Schlange: "Sie wird dir den Kopf zertreten." (Sollte Maria aber die Besiegerin des teufels sein, so konnte sie unmöglich durch die Sünde unter die Herrschaft der Schlange kommen.) - Der Erzengel Gabriel nannte Maria "voll der Gnade". Wenn schon der Vorläufer Christi, der heilige Johannes der Täufer, vor seiner geburt von der Erbsünde gereinigt wurde, so mußte umsomehr der Vorzug der Sündenreinheit der Mutter des Erlösers zuteil werden. Schon die Würde Christi fordert die gänzliche Sündenlosigkeit Mariens. Der hl. Kirchenlehrer Ephrem der Syrer (+ 180) spricht zu Christus: "Du und Deine Mutter, ihr seid die einzigen, die in jeder Hinsicht ganz schön sind; denn an dir, o Herr, ist kein Fleck, und keine Makel an deiner Mutter." Maria ist die "unbefleckte Mutter" (Laur. Lit.). Maria ist der "Turm Davids" und der "elfenbeinerne Turm" (ebd.). Ein Turm galt in früheren Zeit als uneinnehmbar; Elfenbein ist schön weiß (rein), hart und fest. Durch diese Titel soll auf die Unbesiegbarkeit (Unabhängigkeit vom Teufel, Sündenlosigkeit) und reinheit (Jungfräulichkeit) Mariens, die aus dem Geschlechte Davids stammte, hingewiesen werden. "Das Fleisch Mariens, das sie von Adam annahm, hat die Makel des Adam nicht angenommen." (hl. Petr. Dam.). - Maria war auch ohne jede persönliche Sünde. Maria glich daher einer Zeder (Sir 24,17), deren Holz nie in Fäulnis übergeht; sie war eine Lilie unter Dornen, ein Spiegel ohne Makel (Weish 7,26). Maria ist die "reinste Mutter" (Laur. Lit.). Sie ist die "getreueste Jungfrau" (ebd.), da sie auch in den kleinsten Dingen den Weg der Gebote nie verließ.

Maria heißt mit Recht die "wunderbare Mutter."

Maria ist aus folgenden Gründen eine "wunderbare Mutter" (Laur. Lit.):
1.) Sie ist Mutter des Schöpfers und Mutter des Geschöpfes, nämlich auch der Mutter der Christen.  (Siehe Christi Worte am Kreuze!). Sie hat den geboren, der sie selbst erschaffen hat.
2.) Sie ist Mutter geworden und trotzdem Jungfrau geblieben.
3.) Sie allein hat ohne Schmerzen geboren, ist also die "ungeschwächte Mutter" (Laur. Lit.).
4.) Sie ist Gottesbraut und Mutter Gottes zugleich. "Maria ist das Wunder der Wunder, und nichts von allem, das besteht, Gott ausgenommen, ist herrlicher als sie." (hl. Offb.)

Mehr als alle anderen Heiligen verehren wir Maria, die Mutter Christi.
Maria wurde schon zu Lebzeiten ehr geehrt, so bei der Verkündigung der Geburt Christi vom hl. Erzengel Gabriel: dieser begrüßte sie (was sonst bei Erscheinung eines Engels nie vorkommt!) und nannte sie die "Gnadenvolle" ("Begnadete", d. Verf.) und die "Gebenedeite unter den Frauen." (Lk 1,26). Es ist schon eine große Ehre, wenn ein Engel dem Menschen erscheint, und der Mensch den Engel ehren kann; bei der Verkündigung der Menschwerdung erweist aber nicht der Mensch (Maria) dem Erzengel Gabriel, sondern der Engel dem Menschen die Ehre. Daraus folgt, daß Maria vornehmer sein muß als der Engel (hl. Thom. v. Aquin). Wie sehr wurde Maria von Elisabeth geehrt; diese pries Maria selig und nannte sie die Mutter Gottes (Lk 1,42). Maria, die "Königin der Propheten", selbst ahnte es und weissagte, daß sie ein Gegenstand des Lobes sein werde; denn, als sie vom Heiligen Geiste erleuchtet das Magnifikat anstimmte, sprach sie: "Von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter." (Lk 1,48). Die Kirche treibt uns an zu besonderer Verehrung der Mutter Gottes. Sie sagt zu jedem "Vater unser" das "Gegrüßet seist du Maria" hinzu; sie läßt täglich dreimal läuten, um uns an die Verkündung der Geburt Christi (an das Geheimnis der Menschwerdung) zu erinnern und zur Anrufung Mariens (zum Gebet: "Der Engel des Herrn") aufzufordern; sie hat mehrere Feste zu Ehren der Mutter Gottes eingesetzt; sie betet beim öffentlichen Gottesdienste oft die Lauretanische Litanei, worin sie der Mutter Gottes die schönsten titel beilegt; sie ehrt Maria im schönsten Monate des Jahres durch die Maiandachten; sie verrichtet besonders im Oktober die Rosenkranzandachten; sie hat sehr viele Kirchen zu Ehren der Mutter Gottes erbaut, unter denen viele als Wallfahrts- und Gnadenorte berühmt geworden sind. Auch gibt es zur Verehrung Mariens eine Menge herrlicher Kirchenlieder. - Maria ist die "lobwürdige Jungfrau" )Laur. Lit.).
Die Hochverehrung Mariens ist aber keine Anbetung. "Maria wird zwar von uns sehr geehrt, doch Vater, Sohn und Heiliger Geist nur allein angebetet." (hl. Epiph.)
Bild: Muttergottesstatue in Wigratzbad
Wir verehren Maria deswegen so sehr,
1.) weil sie die Mutter Gottes und auch unsere Mutter ist:
Maria ist die Mutter Christi und daher die Mutter Gottes. Sie ist das "Goldene Haus" (Laur. Lit.), das ist der Palast, worin der himmlische König gewohnt hat. Kein Engel, nicht einmal der vollkommenste, kann wie Maria zu Gott sagen: "Mein Sohn"! O welcher Vorzug Mariens! Wer also Gott wahrhaft liebt, wird sicher die Gottesmutter ehren und die Mutter mehr ehren als die Freunde Gottes, die Heiligen; denn die Gottesmutter hat eine höhere Würde als alle Heiligen. Die Ehre, die man der Mutter und Königin erweist, fällt eben auf den Sohn und König selbst zurück. Aus der Andacht zu Maria kann man also auf den Grad der Gottesliebe (der Vollkommenheit) eines christen schließen. Und in der Tat, je größer ein Heiliger war, desto inniger verehrte er Maria. - Maria ist auch unsere Mutter, denn Christus hat sie uns am Kreuze zur Mutter gegeben. Die Worte zu Johannes: "Sieh, deine Mutter!" (Joh 19,27) beziehen sich auf jeden Christen; denn Johannes vertrat auf dem Kalvarienberges unsere Stelle (hl. Aug.). Da der Sohn Gottes durch die Menschwerdung unser Bruder geworden ist, und Brüder die gleiche Mutter haben, so ist die Mutter Christi auch unsere Mutter.
Maria ist auch die zweite Eva, also die zweite Mutter des Menschengeschlechtes. So wie Eva durch ihren Ungehorsam das Menschengeschlecht unglücklich machte, hat es Maria durch ihren Gehorsam wieder glücklich gemacht (hl. Irenäus). Durch eine Frau ist der Tod in die Welt gekommen, durch eine andere (biblische, d. Verf.) FRAU ist das Leben in die Welt gebracht worden (hl. Bernh.). Daher ist Maria auch die Mutter der Kirche (vgl. 2. Vat. Konzil, d. Verf.). - Weil Maria unsere Mutter ist, so ist sie mehr als alle anderen Heiligen um unsere Seligkeit besorgt. "Nach Christus trägt niemand eine so große Sorge um uns als Maria." (hl. Germ.). - Die Heiligen sagen, es sei fast eine Beleidigung der Mutter Gottes, wenn man sie in der Not nicht um Hilfe anruft. Es liegt ja in der Natur des Kindes, sich an die Mutter zu wenden, wenn man vom Vater etwas erreichen will. Nicht ohne Grund verehren wir das Herz Mariens und nennen Maria die "liebliche / liebevolle  Mutter". (Laur. Lit.).

Wir verehren Maria deswegen so sehr,
2.) weil sie unter allen Heiligen wegen ihrer großen Heiligkeit und Tugenden Gott am angenehmsten ist.
Der wahre Wert eines Menschen vor Gott richtet sich nicht nach seinen leiblichen oder geistigen Anlagen, nach seinem Stand oder Besitztum und dgl., sondern danach, wie weit er es in seiner Ähnlichkeit mit dem Gottmenschen gebracht hat. Maria ist nun in Folge ihrer Tugenden unter allen Menschen ihrem Sohne am ähnlichsten geworden, daher ist sie unter allen Menschen Gott am angenehmsten. "Gott liebt Maria mehr als alle Heiligen zusammen." (Suarez). Maria war das heiligste und vollkommenste Geschöpf. Sie war in den ersten Augenblicken ihres Daseins heiliger als die größten Heiligen am Ende ihres Lebens. (Hl. Gr. Gr.). Wegen ihrer großen Heiligkeit wird Maria mit dem Turme Davids, der auf dem höchsten Berge Jerusalems majestätisch in die Höhe stieg, verglichen (Hohl 4,4). Weil Maria alle Engel und Heiligen an Heiligkeit übertrifft, heißt sie die "Königin der Engel" und die "Königin aller Heiligen" (Laur. Lit.). Sie ist der "Spiegel der Gerechtigkeit". (ebd.)
Maria hatte unter allen Geschöpfen die größte Gottesliebe und die geringste Anhänglichkeit an irdische Dinge. Der hl. Geist hatte Maria, wie das Feuer das Eisen, ganz durchglüht. Wegen ihrer überaus großen Gottesliebe wird Maria "Goldenes Haus" (Tempel der Liebe) genannt. - Maria zeichnete sich durch alle Tugenden aus. Maria ist die "geistliche Rose"; so wie die Rose durch die Schönheit der Farbe und Stärke des Wohlgeruches alle Blumen übertrifft, so übertrifft Maria alle Heiligen durch die Größe ihrer Gottesliebe und den Wohlgeruch ihrer Tugenden.
Sie wird daher verglichen mit einer "Königin im goldenen Kleide, im bunten Gewande", das ist dem Kleide der Liebe, das mit allen Tugenden geziert ist.   Maria nahm in der Vollkommenheit ununterbrochen und schnell zu. Sie glich dem Weinstocke (Sir 24,23), der fortwährend wächst, bis er die Höhe des Baumes erreicht hat, an den er gelehnt ist. Gleich wie der Mond schneller seinen Lauf vollendet als alle Planeten, so gelangte Maria auch schneller als alle Heiligen zur Vollkommenheit. (hl. Alph.)  Maria nahm schneller an Vollkommenheit zu, weil sie dem Ursprunge aller Gnaden so nahe war und daher mehr Gnaden empfing als alle anderen Menschen (hl. Th. Aq).                            Bild: Mutter Gottes von Pompej

Wir verehren Maria deswegen so sehr,
3.) Weil sie von Gott unter allen Menschen und Engeln am meisten ausgezeichnet worden ist, denn er hat sie vor der Makel der Erbsünde bewahrt, ihren Leib glorreich auferweckt und sie zur Königin des Himmels gemacht.
Könige schenken den Städten, wo sie geboren wurden oder den Thron bestiegen haben, Privilegien. Auch der König des Himmels hat seiner Mutter, die ihn geboren hat, besondere Privilegien verliehen. Ein solches Privilegium ist ihre Unbefleckte Empfängnis oder ihre Makellosigkeit von der Erbsünde. Maria ist ein Tempel Gottes, weil Gott in ihr gewohnt hat. Ein Tempel wird durch eine besondere Weihe geheiligt. Auch Maria hat eine besondere Weihe empfangen, wodurch sie zu einer würdigen Wohnung Gottes gemacht wurde. Diese Weihe hatte zur Folge, daß sie vor der Makel der Erbsünde bewahrt wurde. "Der Allerhöchste hat seine Wohnung geheiligt." - Eine weitere Auszeichnung Mariens war die, daß Gott ihren Leib glorreich auferweckt und in den Himmel aufgenommen hat. Vom heiligen Apostel Thomas wird berichtet, er sei zum Begräbnisse Mariens zu spät gekommen und habe den Leib Mariens im Grabe sehen wollen. Als ihn die Mitapostel zum Grabe geführt hatten, fand man  wohl die Umhüllung des Leichnams, keineswegs aber den Leib Mariens. In der ganzen Kirche wird das Fest Maria Himmelfahrt am 15. August gefeiert. Noch nie hat jemand eine Reliquie vom Leibe Mariens zeigen können. - Maria hat die größte Herrlichkeit im Himmel. Sie hat einen besonderen Vorrang vor allen Engeln und Heiligen. Sie steht im Himmel der hl. Dreifaltigkeit am nächsten. Sonne, Mond und Sterne sinnbilden uns: Christus, Maria und die Heiligen.
Wie der Mond alle Sterne an Glanz, so übertrifft Maria alle Heiligen an Herrlichkeit. Maria wird deshalb oft mit dem Monde verglichen. "Wenn der Sohn ein König ist, so muß auch dessen Mutter als Königin angesehen und geehrt werden." Maria ist die Königin der Engel, der Patriarchen, der Propheten, der Apostel, der Märtyrer, der Bekenner, der Jungfrauen und aller Heiligen. Sie ist die Himmelskönigin. Daher trägt sie auf Bildern eine Krone auf dem Haupte. Ihre Erhöhung zeigt uns insbesondere die unendliche Güte Gottes, der den armen Menschen aus dem Kote der Erde über alle Chöre des Himmels erhebt. Psalm 112,8.

Wir verehren Maria deswegen so sehr,
4.) Weil Maria durch ihre Fürbitte bei Gott unter allen Heiligen am meisten vermag.
Die Fürbitte Mariens hat eine große Kraft, weil Christus seiner Mutter nicht abschlägt. Schon auf Erden vermochte sie viel durch ihre Bitten bei Christus, so bei der Hochzeit zu Kana. Wie Christus auf Erden die Bitten seiner Mutter erhörte, so macht er es auch jetzt noch im Himmel. Wenn schon das Gebet der Heiligen, also der Diener Christi so mächtig ist, was wird erst die Fürbitte der Mutter Christi vermögen! Maria ist allmächtig durch ihre Fürbitte. Sie ist die fürbittende Allmacht. Maria ist die mächtige Jungfrau. Durch Maria können wir alles viel schneller erreichen.
"Wenn wir uns an die Mutter Gottes wenden, werden wir manchmal schneller erhört als wenn wir uns direkt an Jesus, unseren Erlöser, wenden."
Dies geschieht nicht etwa deswegen, als ob Maria vielleicht mächtiger wäre, sondern aus dem Grunde, weil Christus wünscht, daß seine Mutter geehrt werde. Das Gebet zur Mutter Gottes bleibt nie unerhört, wenn es überhaupt von Gott erhört werden kann. "Ohne Zweifel wird der Sohn seine Mutter erhören, ein solcher Sohn eine solche Mutter." Daher das Gebet Memorare und das Kirchenlied: Milde Königin gedenke, wer zur Mutter Gottes betet, betet nie vergebens. "Maria ist nicht so unfreundlich, daß sie den Grüßenden ohne Gegengruß von sich lassen würde. So oft du sie grüßtest, so oft grüßt sie dich wieder." Maria ist die gütige Jungfrau.
Maria wird von den Heiligen die Ausspenderin der göttlichen Gnaden genannt.
Der Erzengel sprach zu Maria: Fürchte dich nicht Maria! Du hast Gnade gefunden bei Gott." Finden kann man nur das, was jemand verloren hat.
Hat vielleicht Maria irgendwelche Gnaden verloren, die sie dann wieder gefunden hätte? Keineswegs! Sie hat jene Gnaden gefunden, die die ersten Eltern im Paradiese verloren hatten. Durch Maria können also die Menschen die ihnen verlorengegangenen Gnaden wiedererlangen. Maria ist die "Mutter der göttlichen Gnaden". Maria ist die Schatzmeisterin Gottes. "Alles Gute, das uns Gott zukommen lassen will, ist den Händen der seligsten Jungfrau anvertraut; ihr sind alle Gnadenschätze übergeben." Wie uns der Mond das Sonnenlicht mitteilt, ebenso teilt uns Maria die Gnaden der Sonne der Gerechtigkeit mit." Sie stand unter dem Kreuze, damit offenbar würde, daß man durch ihre Vermittlung der Schätze des Blutes Christi teilhaftig werde. Daß Maria die Ausspenderin der göttlichen Gnaden ist, ist keine Übertreibung, denn sonst hätten die Heiligen, die vom Heiligen Geiste, dem Geiste der Wahrheit, beseelt waren, nicht so gesprochen. Wie das Meer alle Gewässer in sich aufnimmt, so vereinigt Maria in sich alle Gnaden der Heiligen. Und wie das Meer diese Gewässer nicht etwa in irgendeinem Schlunde versinken läßt, sondern durch den Wolkendunst wieder abgibt, der dann als Regen die Länder befruchtet und die Bäche und Flüsse speist, so verhält es sich auch mit Maria. Auch sie spendet die von Gott empfangene Gnaden den Menschen wieder aus. Daher wird Maria von den Gottesgelehrten mit dem Hals der Kirche verglichen und Christus mit dem Haupte der Kirche. Wie vom Haupte das Blut durch den Hals in den Leib fließt, so fließen uns alle Gnaden von Christus durch Maria zu. Diese Ansicht teilt auch Papst Leo XIII. in seinem Rundschreiben über den Rosenkranz vom 8. Sept. 1894.

Seit jeher pflegten die Christen in der größten Not zu Maria ihre Zuflucht zu nehmen.

... Man betete in der ganzen Christenheit den Rosenkranz zur Mutter Gottes. In der größten Not kam die Hilfe, der glorreiche Sieg... Maria ist die "Helferin der Christenheit". Auch die einzelnen Christen wenden sich in ihren persönlichen Bedrängnissen gern an Maria, die heilige Jungfrau. Maria ist die "Trösterin der Betrübten" (vgl. Mettenbuch!). Auch in schweren Krankheiten rufen die Christen zu Maria. Oft erlangen sie an Wallfahrsorten Mariens, so zu Lourdes etc., wunderbare Heilung. Maria ist das "Heil der Kranken". - Mit Erfolg rufen die Christen zu Maria, wenn sie in schweren Sünden leben und sich bekehren wollen. Die Anrufung Mariens zieht mächtig den Heiligen Geist auf die Sünder herab. Christus läßt sich durch die Bitten Seiner Mutter, der heiligen Jungfrau Maria, leicht versöhnen. Alexander der Große soll einmal gesagt haben: "Eine einzige Träne meiner Mutter löscht viele Todesurteile aus." Was läßt sich erst von Christus erwarten! Maria ist also die "Zuflucht der Sünder". Maria ist die "Mutter der Barmherzigkeit." - Maria ist unsere Mittlerin. - Wir legen Maria verschiedene Bezeichnungen bei, um anzudeuten, warum wir Maria bitten, und warum sie uns helfen kann. Wir sagen: "Maria hilf, Maria von der immer währenden Hilfe, Maria vom guten Rate, schmerzhafte Mutter" usw.
Bild links: Darstellung der Lieben Muttergottes in Aufhausen bei Regensburg
Die Verehrung der Mutter Gottes ist ein vorzügliches Mittel, um jetzt zur Heiligkeit und einst zur ewigen Glückseligkeit zu gelangen.
Es ist auffallend, daß alle Heiligen die Mutter Gottes kindlich verehrt haben. Gerade durch diese Verehrung haben sie von Gott die größten Gnaden erlangt. Maria ist die "Pforte des Himmels". Maria ist die Himmelsleiter. Auf dieser Leiter ist Gott zu uns herabgestiegen und auf ihr können wir wieder zu Gott emporsteigen. Ich glaube nicht, daß die Hölle sich rühmen kann, einen einzigen zu haben, der eine rechte Andacht zur Mutter Gottes gehabt hat. (hl. Alph.) - Der hl. Bernhard meint, daß jene sicher selig werden, die Maria täglich verehren. Der hl. Franz Borgias fürchtet sogar um das Heil jener Menschen, die keine besondere Andacht zur Mutter Gottes haben.
Es ist sehr empfehlenswert, die Mutter Gottes recht oft am Tage durch ein kurzes Stoßgebet anzurufen.
Kardinal Bie von Poitiers sprach oft am Tage die Worte: "Dein bin ich o Mutter!" Er ließ sich diese Worte auch auf seinen Grabstein schreiben. Empfehlenswert sind kurze Ablaßgebete zur Mutter Gottes, z.B.: "O Mutter, unsere Hoffnung, erweise Dich uns gnädig!" (300 Tage Ablaß jedesmal). "Heilige Jungfrau Maria, bewahre uns vor den ewigen Strafen!" (jedesmal 100 Tage Ablaß) - "Mutter, du schmerzensreiche, du Mutter aller Christen, bitte für uns!" (jedesmal 300 Tage Ablaß). - "Mutter von der immerwährenden Hilfe, bitte für uns!" (jedesmal 300 Tage Ablaß). - "Mutter der Liebe, der Schmerzen und der Barmherzigkeit, bitte für uns!" (jedesmal 300 Tage Ablaß). - "Süßes Herz Mariens, sei meine Rettung!" (jedesmal 300 Tage Ablaß). - "Unsere Liebe Frau von Lourdes, bitte für uns!"  (jedesmal 300 Tage Ablaß). - "Du Königin des heiligen Rosenkranzes, bitte für uns!"  (jedesmal 100 Tage Ablaß). -
Es ist nützlich, die heilige Jungfrau Maria vor ihren Bildern, namentlich vor ihren Gnadenbildern, um ihre Fürsprache und Hilfe anzurufen.
Die Mutter Gottes wird gewöhnlich abgebildet als Maria-Hilf (freudenreiche Gottesmutter) mit dem Jesuskinde auf ihrem Arme; als schmerzhafte Mutter mit dem Leichnam Jesu Christi auf ihrem Schoße und (wegen der Worte Simeons bei Lk 2,35) mit einem oder 7 Schwertern in ihrer Brust, welches Bild auch Vesperbild heißt, da die Kreuzabnahme abends (= zur Vesperzeit) stattfand; als Himmelskönigin (glorreiche Gottesmutter, die mit ihrem Leibe bereits in den Himmel aufgenommen ist, um dort Fürsprecherin zu sein), ohne ihr Kind, angetan mit glänzendem Gewande, mit 12 Sternen um ihr Haupt und dem Monde unter ihren Füßen (Offb 12,1). Auch tritt Maria auf das Haupt der Schlange, weil sie der Schlange den Kopf zertreten sollte (1 Mos 3,15), d.h. weil sie frei von der Erbsünde, somit der Gewalt der Schlange nicht unterworfen war. Maria hat als Himmelskönigin auch eine Krone auf ihrem Haupte. Von ihren Händen pflegen Strahlen auszugehen, da sie die Ausspenderin der göttlichen Gnaden ist. Die 12 Sterne bedeuten, daß sie die Königin der 12 Apostel ist. Der Mond unter ihren Füßen bedeutet, daß Maria von jeder Sünde frei war; der Mond, der beständig seine Gestalt ändert, ist ein Sinnbild der Unbeständigkeit, also der Sünde. - Auch wird die heilige Jungfrau Maria als Unbefleckte Empfängnis wie sie 1858 in Lourdes erschienen ist, abgebildet. Sie ist ohne ihr Kind, hat ein weißes Gewand, weißen Schleier, blauen Gürtel und den Rosenkranz am rechten Arm. - Weil die Anrufung Mariens vor ihren Gnadenbildern große Gnaden und oft wunderbare Hilfe bringt, daher die vielen Prozessionen nach den vielen vielen Wallfahrtsorten auf der ganzen Welt.

(Quelle: Auszüge aus: "Katholischer Volkskatechismus" von Franz Spirago 1927,  S. 299ff., Hannover)



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Am 24. Mai 1862 berichtete Don Bosco in einer „Gute-Nacht"-Ansprache von den Muttergottes-Erscheinungen in Spoleto. Auf außergewöhnliche Zeichen hin ließ der Erzbischof von Spoleto am Erscheinungsort eine Kirche erbauen, der er den Titel „Maria, Hilfe der Christen" gab. Dieser Titel wurde als eine Provokation gegen die Einigung Italiens ausgelegt, er wurde deshalb inhaftiert. Die Behörden machten auch Don Bosco große Schwierigkeiten, als er seiner großen Marienkirche in Turin 1863 auch den Titel „Maria, Hilfe der Christen" geben wollte. Aber Don Bosco konnte die herrliche Maria-Hilf-Kathedrale erbauen. Ein großes Gemälde von Maria, der Hilfe der Christen, hatte der Heilige 1867 dem Maler Thomas Lorenzone in Auftrag gegeben. Dieser Künstler gestand, es sei ihm, während er das Antlitz der Muttergottes gemalt habe, vorgekommen, als führe eine unsichtbare Hand den Pinsel. Auf dem Gemälde tritt die heilige Jungfrau, wie in einer himmlischen Vision, aus einem Meer von Licht hervor, das Gott Vater und der Heilige Geist von oben herab über sie ausgießen als Zeichen der Würde und der Gnaden, die sie geschenkt bekommen hat. Mit der rechten Hand erhebt die hl. Jungfrau das Zepter, auf dem anderen Arm trägt sie das Jesuskind, das liebevoll die Arme ausbreitet.
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Betet täglich den Rosenkranz!

Beten Sie auch täglich den Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit!


28. Mai - Italien. Unsere Liebe Frau von Carmine 1663

Ihr müsst die Art, mich zu loben, sorgfältig wählen

Ich bin die Königin des Himmels. Ihr müsst die Art, mich zu loben, sorgfältig wählen. Seid gewiss, dass aller Lobpreis meines Sohnes auch mein Lobpreis ist und wer Ihn ehrt, ehrt auch mich. In der Tat haben wir uns gegenseitig mit einer solchen Inbrunst geliebt, dass es war, als hätten wir nur ein Herz; und Er hat mich so sehr geehrt, mich, die ich nur ein irdisches Gefäss war, dass Er mich über die Engel erhoben hat. Ihr sollt mich daher auf folgende Weise loben:

Gesegnet bist Du, oh Gott! Schöpfer aller Dinge, Du der sich gewürdigt hat, in den Schoss der Jungfrau Maria hinabzusteigen und der es würdig fand, von ihr menschliches Fleisch ohne Sünde anzunehmen! Gesegnet bist Du, oh Gott, der Du in die Heilige Jungfrau kamst, der Du aus ihr ohne Sünde geboren bist, indem Du ihre Seele und ihre Glieder mit dem Beben einer unaussprechlichen Freude erfüllt hast!
Gesegnet bist Du, oh Gott! Der Du die Jungfrau Maria, Deine Mutter, nach Deiner Himmelfahrt mit Freude erfüllt hast, ihr wunderbare Tröstungen zuteilwerden liessest, indem Du selbst zu ihr kamst, um ihr Deinen göttlichen Trost zu spenden!
Gesegnet bist Du, oh Gott! Der Du den Leib und die Seele der Jungfrau Maria, Deiner Mutter, in den Himmel erhoben und ihr, über allen Engeln, einen so ehrenvollen Platz neben der Heiligen Dreifaltigkeit gegeben hast!

Schenkt mir die Gnade dieses Gebetes der Liebe.


„Den Weltfrieden wird Gott nur durch Maria schenken!"
Fatima ganz aktuell: Entweder Weihe R.-lands an das Unbefleckte Herz Mariens oder WWIII!

Erhabene Königin des Himmels
Erhabene Königin des Himmels,
Höchste Herrin der Engel,
Du hast vom Anbeginn,
Von Gott die Macht
Und die Sendung erhalten,
Den Kopf der Schlange zu zertreten,
Wir bitten dich demütig,
Sende uns deine himmlischen Legionen,
Damit sie, unter deinem Befehl
Und deiner Macht,
Die Dämonen bekämpfen,
Ihrer Verwegenheit Einhalt gebieten
Und sie zurück in den Abgrund werfen.
Wer ist wie Gott?
O gute und liebevolle Mutter,
Du wirst immer unsere Liebe
Und unsere Hoffnung sein.
O himmlische Mutter,
Sende zu unserer Verteidigung
Und um den grausamen Feind zurückzustossen,
Die heiligen Engel.
Heilige Engel und Erzengel
Verteidigt und beschützt uns. Amen.

Authentischer Text, Pater Cestac am 13. Januar 1864 - von der Gottesmutter Maria selbst diktiert!


"Es gibt kein Gebet, das der jämmerlichste Sünder wirklich beten könnte:
Die Gebete zu Maria sind Gebete der letzten Zuflucht. Es sind dies die wahren Gebete in der höchsten Not. Es gibt kein einziges, hörst Du, in der ganzen Liturgie, das der jämmerlichste Sünder wirklich beten könnte. Im Heilsgeschehen ist das „Ave Maria“ das Gebet der letzten Zuflucht. Mit ihm kann man nicht verloren gehen."
Charles Péguy
 Unterhaltung mit Joseph Lotte - 27. September 1913



Mysterium der Mutter Gottes
Vor Dir, oh Mutter unseres Gottes, verstummen die geschwätzigen Redner wie Fische, unfähig zu erklären wie Du gebären und gleichzeitig Jungfrau bleiben konntest. Von Staunen erfüllt, betrachten wir in Dir das Mysterium des Glaubens.

Sei gegrüsst, du Gefäss der Weisheit Gottes;
Sei gegrüsst, du Gemach seiner Vorsehung.
Sei gegrüsst, Philosophen hast du an die Grenzen geführt,
Sei gegrüsst, Wissensforschern hast du das Unerforschliche gezeigt.
Sei gegrüsst, denn die gelehrten Streiter schwindelten;
Sei gegrüsst, denn die Mythendichter schwanden dahin.
Sei gegrüsst, spitzfindige Denkgeflechte hast Du aufgelöst,
Sei gegrüsst, denn du zeigst uns den, dessen Wort mit Macht regiert.
Sei gegrüsst, aus unbekanntem Abgrund hast du uns herausgeführt;
Sei gegrüsst, du rettendes Schiff derer, die erstreben das Heil;
Sei gegrüsst, du Hafen derer, die das Leben erfahren.
Sei gegrüsst, du jungfräuliche Mutter!

In seinem Willen, die ganze Schöpfung zu retten, hat der Schöpfer beschlossen, selbst in sein Universum zu kommen. Um uns nach seinem Ebenbild neu zu gestalten, ist er zum Lamm geworden, er unser Gott und unser Hirt.
Akathistos Hymnus zur Mutter Gottes
 Zugeschrieben Romanos dem Meloden (+ 560)


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