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Er
hat keine Bücher geschrieben, keine Kriege geführt, weder hat
er Kontinente erobert, noch Rekorde aufgestellt: Und doch ist er der größte
Mann der Geschichte. Der heilige Josef - Sohn Davids, Mann Mariens, Vater
Jesu. Was wir von ihm wissen, ist nicht eben viel - kein einziges Wort
ist von ihm überliefert. Aber seine Haltung, sein Charakter und sein
Handeln, über das uns die Heilige Schrift berichtet, zeugen von wahrer
Größe. Und seine Auserwählung, Nährvater des Gottessohnes
auf Erden zu sein, die er freiwillig und gläubig annimmt, im festen
Vertrauen, dass Gott es immer gut mit uns meint, lassen ihn teilhaben am
„Geheimnis der Menschwerdung Gottes".
Jeder kennt die Geschichte dieses Mannes: „Maria, die Mutter Jesu,
war mit ihm verlobt, als sich - noch bevor sie zusammengekommen waren -
zeigte, dass sie ein Kind erwartete durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war, und nicht gewillt war, sie bloßzustellen,
beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch
darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und
sagte: "Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht,
Maria als deine Frau zu dir zu nehmen, denn: das Kind, das sie erwartet,
ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst
ihm den Namen Jesus geben, das heißt: Gott rettet, denn er wird sein
Volk von den Sünden erlösen." (Mt 1,18-21) Josef gehorcht.
Er hört auf den Engel, und tut wie es Gottes Wille ist - auch wenn
er vieles noch nicht versteht. So lehrt uns der heilige Josef die Grundhaltung
des Glaubens überhaupt: Auf Gott zu vertrauen, auf ihn zu hören
und ihm zu folgen, auch wenn viele Fragen offen bleiben. Josef übernimmt
die Aufgabe des irdischen Vaters für den Gottessohn und wird Bräutigam
der Jungfrau Maria. Damit wird er auch zum Hüter des Geheimnisses
Gottes und zum Oberhaupt der Heiligen Familie. „Während Adam und Eva
Quelle des Bösen waren, das die Welt überschwemmt hat, stellen
Josef und Maria den Höhepunkt dar, von dem aus sich die Heiligkeit
über die ganze Erde verbreitet", schreibt Papst Johannes Paul II.
und nennt die heilige Familie „Urbild und Beispiel für alle christlichen
Familien". Indem der heilige Josef, auf den Ruf Gottes hörend, mutig
und liebend, Jesus und Maria beschützte, ist er auch zum Beschützer
für die ganze Kirche geworden, für jeden Einzelnen von uns. Wer
den Gottessohn beschützen durfte, wer für den Lebensunterhalt
der heiligen Familie einstand, der - so dürfen wir glauben - wird
auch uns beschützen und für uns eintreten, wenn wir in Not sind.
Gerade weil Josef von Gott als Vater, Beschützer und Lehrmeister Jesu
auserwählt wurde und diesen Dienst an der Erlösung treu verrichtete,
ist er nach Maria zum größten Heiligen des Himmels geworden,
dem Gott viel Fürbittmacht geschenkt hat. „Ich erinnere mich nicht,
den heiligen Josef je um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt
hätte", ist etwa die Erfahrung der heiligen Teresia von Avila. Ganze
Bücher voller Zeugnisse von Menschen, die nach Anrufung des heiligen
Josef Hilfe erfahren haben, sind erschienen. Und täglich gibt es neue
Wunder durch den Nährvater Jesu.
Aber auch für die Bewältigung unseres persönlichen
Alltags mit all seinen Mühen und Plagen stellt der heilige Josef ein
unvergleichliches Vorbild dar. Er erfährt das Schicksal des Heimatlosen,
als er mit Jesus und Maria nach Ägypten fliehen muss. Doch er vertraut
Gott und lässt sich auch in der Not durch ihn führen. Nach der
Rückkehr aus dem ägyptischen Exil muss er in Nazareth mit harter
Arbeit das Auskommen der Familie bestreiten. So wird er zum Vorbild für
alle arbeitenden Menschen. Seine Arbeit ist Ausdruck der Liebe zu seiner
Familie, sie wird anderen zur Hilfe und zum Segen. Josef lehrt uns die
Heiligung des Alltags. „Dank seiner Werkbank, an welcher er sein Handwerk
zusammen mit Jesus ausübte, brachte Josef die menschliche Arbeit dem
Geheimnis der Erlösung näher" (Papst Johannes Paul II.). Der
1. Mai wird seit 1955, als Papst Pius XII. den heiligen Josef zum Patron
der Arbeiter erhob, als besonderer Tag des heiligen Josefs gefeiert.
Aber auch zum Patron der Sterbenden hat ihn die Tradition erhoben.
Besonders im 19. Jahrhundert kamen spezielle Andachten und Gebete zum heiligen
Josef zur Erlangung eines guten Todes auf. Ihn, der vermutlich im Beisein
Jesu und der Muttergottes und noch vor dem öffentlichen Auftreten
Christi starb, dürfen wir zurecht um eine gute Sterbestunde für
uns und andere Menschen anrufen. So zu sterben wie er, im Beisein Jesu
und Mariens, mit Blick auf die Ewigkeit, das ist eine Gnade, die jedem
zu wünschen ist. Treffend schreibt der Benediktinerpater Martin Uhlenbrock,
Autor verschiedener Schriften über den heiligen Josef, dazu: „Josef
starb, bevor sich etwas von den großen Verheißungen erfüllte.
Nicht ein einziges Wunder Jesu durfte er erleben. Josef ist der Freund
aller Menschen, die sterben ohne die Erfüllung erlebt zu haben; er
ist der Freund aller, die glauben, ohne zu verzweifeln; er ist der Freund
aller, die säen, damit andere ernten können. Das Bild dieses
Mannes ist gerade für unsere Zeit äußerst aktuell!" In
Gn 41,55 steht „Gehet zu Josef!" - Ein prophetischer Anruf an uns alle.
Denn wer sich an den heiligen Josef wendet, dem Jesus doch so nahe war,
der wird die Liebe und Demut, die Reinheit und Hilfsbereitschaft dieses
großen Heiligen erfahren. Der heilige Josef wirkt weiter vom Himmel
her wie schon zur Zeit Jesu: schweigsam hörend, beschützend,
sorgend und helfend. Wo wären unsere Anliegen und Nöte besser
aufgehoben als bei ihm?
Sankt Josef hatte das Feuer gelöscht
Sankt Josef ist der Patron der Handwerker. Darum steht schon seit
1937 eine kleine Sankt-Josef-Statue in einer Ecke meiner Schreiner-Werkstatt.
Täglich grüße ich vor dem Arbeitsbeginn den heiligen Josef
und seine heiligste Braut. Dafür durfte ich schon oft ihre auffallende
Hilfe erfahren.
Es war im Jahre 1945, als ich noch nicht zu Hause war, sondern als
Soldat schwerverwundet im Lazarett lag. Eines Nachts gegen drei Uhr wachten
mein Vater und ein Nachbar auf und wurden, wie sie erzählten, auf
unerklärliche Weise fast gleichzeitig gedrängt, aufzustehen.
Da gewahrten beide einen Feuerschein und dicke Rauchschwaden, die aus meiner
Werkstatt kamen... Bis die Feuerwehr eintraf, hatte der Brand im Dachgeschoß
aufgehört und zwar - wie mit einer Schnur abgeschnitten - genau über
der Statue des heiligen Josef. Ich bin heute noch fest davon überzeugt,
dass es der heilige Josef war, der die beiden Männer geweckt und das
Feuer bis zum Eintreffen der Feuerwehr schon weitgehend gelöscht hatte.
A. A. in G.
Plötzlich wurden die Herztöne
des Kindes schwach
Letztes Jahr kam unser jüngstes Kind zur Welt: nach drei Buben
endlich ein Mädchen. Da ich schon im 41. Lebensjahr stand, stellten
sich schon in der Schwangerschaft verschiedene Beschwerden ein. Ich übergab
sie alle dem heiligen Josef. So begann am 19. November, einem Mittwoch,
die Geburt. Sie zog sich über den ganzen Tag hin. Dabei wurden plötzlich
die Herztöne des Kindes schwach und langsam. Das Kind war in Lebensgefahr.
In meiner Not flehte ich alle Heiligen und besonders unsere himmlische
Gottesmutter und den heiligen Josef an. Bald darauf war unser Mädchen
geboren. Es sah gesund und kräftig aus. Aber es stimmte mit dem Rhesusfaktor
etwas nicht. Der Arzt meinte, dass dem Kind das Blut ausgetauscht werden
müsse. In den nächsten drei Tagen würde es sich entscheiden.
Wieder bestürmte ich den heiligen Josef und alles wendete sich zum
Guten. Tausend- und tausendmal Dank! E. Sch. in W.
In Existenzsorgen geholfen
Wir haben ein kleines Einzelhandelsgeschäft. Die Existenzsorgen
werden täglich drückender, weil Billigstpreise und die Verkaufsbedingungen
der großen Kaufhäuser uns mehr und mehr ruinieren. Es ist ein
regelrechter Kampf ums Überleben. Wir haben ein Bild des heiligen
Josef in unserem Geschäft angebracht und ihn gebeten, uns in allen
Nöten und Sorgen zu helfen. Und er hat uns nicht im Stich gelassen.
In letzter Zeit geht unser Geschäft wieder besser; das hat der heilige
Josef bewirkt. Tausendfacher Dank unserem lieben väterlichen Helfer!
W.S. in H.
„Nun habe ich wieder eine Arbeit!"
Ich bin 51 Jahre alt und ledig. Neunzehn Jahre war ich in einer
Näherei beschäftigt. Als die Filiale geschlossen wurde, übernahm
diese ein Herr, der sich selbstständig machen wollte. Aber schon nach
einem halben Jahr machte er Konkurs. Dann war ich drei Monate arbeitslos.
Was man da (besonders in meiner Lage) auch seelisch durchmacht, weiß
nur jemand, der es selbst erlebt hat. Nun habe ich wieder eine Arbeit,
die mir auch Freude macht. Das habe ich ganz besonders dem heiligen Josef
zu verdanken, zu dem ich meine Zuflucht genommen hatte. M. B. in E.
Ein Riesenauftrag für zehn
Jahre
Die Firma meiner Freundin rang monatelang um ihre Existenz. Hunderte
von Arbeitern mussten entlassen und vielen Arbeitern mit der Kündigung
eine Abfindung von je 25.000 Mark gezahlt werden. Dafür mussten viele
Millionen hochverzinsliches Geld aufgenommen werden. Es kamen einfach keine
Auslandsaufträge mehr. Man war vollkommen ratlos.
Meine gute, so sehr wohltätige Freundin übergab mir das
Anliegen zum Beten; sie selber konnte vor lauter Sorgen kaum beten. Ich
bestürmte Sankt Josef und bat um Fürsprache bei der Göttlichen
Vorsehung. Dazu schenkte ich dem heiligen Josef täglich die heilige
Kommunion in diesem Anliegen. Und siehe: Das Wunder geschah. Nach kurzer
Zeit kam ein Riesenarbeitsauftrag aus dem Ausland für zehn Jahre.
Mit der dabei geleisteten Anzahlung konnten erhebliche Schuldenlöcher
gestopft, und so mit einem Schlag die finanziellen Belastungen verkleinert
werden. Ewiges Vergelt's Gott, lieber heiliger Josef, für deine wunderbare
Hilfe in schwerster Bedrängnis. Sr. G. in BK.
(Quelle: PUR spezial
"Der heilige Josef", S. 4 - 9, Kisslegg)
Wer glaubt, dass Jesus Christus der wahre Sohn
Gottes ist, der wird nicht umhin können, den heiligen Josef, den Nährvater
Jesu, als ganz besonderen Menschen zu verehren. Denn wen Gott auserwählte,
ihm „Vater" auf Erden zu sein, der ist groß genug, auch uns Vater,
Vorbild, Helfer und Beschützer zu sein. Seit vielen Jahrhunderten
schon wenden sich die Menschen daher vertrauensvoll an den heiligen Josef.
Die Kirche erhob ihn gar zu ihrem Schutzpatron. Ein Blick auf diesen großen
Heiligen kann uns die Augen öffnen für das Heilsgeschehen, das
Gott auch mit jedem von uns vorhat.
(Quelle: PUR spezial
"Der heilige Josef", S. 2, S. 4, Kisslegg)
Jesus, der Du den heiligen Josef zum Bräutigam
der reinsten Jungfrau Maria erwählt hast.
Jesus, der Du den heiligen Josef als Nährvater
geliebt hast.
Jesus, der Du dem heiligen Josef gehorsam
gewesen bist.
Jesus, der Du mit dem heiligen Josef gebetet
und gearbeitet hast.
Jesus, der Du den heiligen Josef zum Schutzpatron
der Kirche bestellt hast.
Gebet des hl. Franz von Sales
Heiliger Josef, dessen Macht sich auf all
unsere Nöte erstreckt, der du möglich zu machen weißt,
was unmöglich zu sein scheint, schaue mit deinen väterlichen
Augen auf die Anliegen deiner Kinder. Amen.
Zu dir, heiliger Josef
Zu dir, heiliger Josef, fliehen wir in unserer
Not. Nachdem wir deine heiligste Braut um ihre Hilfe angerufen haben, bitten
wir voll Vertrauen auch um deinen Schutz. Um der Liebe willen, die dich
mit der Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verband und um der väterlichen
Liebe, mit der du das Jesuskind umarmt hast, flehen wir inständig
zu dir: schau gütig herab auf die Kirche, die Jesus Christus durch
sein Kostbares Blut erworben hat, und komm uns mit deiner Macht zu Hilfe.
Nimm, o fürsorglicher Beschützer der Heiligen Familie, die auserwählten
Kinder Jesu Christi in deine Obhut! Liebreicher Vater, halte fern von uns
jede Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis ! Du mächtiger Helfer,
stehe uns vom Himmel aus bei im Kampf mit den Mächtigen der Finsternis.
Und wie du ehedem das Jesuskind aus höchster Lebensgefahr errettet
hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche gegen alle Nachstellungen
ihrer Feinde. Nimm uns alle unter deinen ständigen Schutz, damit wir
nach deinem Beispiel und mit deiner Hilfe heilig leben, selig sterben und
zu den ewigen Freuden des Himmels gelangen. Amen.
Papst Leo XIII.
Litanei zum heiligen Josef
Herr, erbarme Dich unser - Christus, erbarme
Dich unser - Herr, erbarme Dich unser
Christus, höre uns - Christus, erhöre
uns
Gott Vater im Himmel - erbarme Dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt - erbarme
Dich unser
Gott Heiliger Geist - erbarme Dich unser
Heiliger dreifaltiger Gott - erbarme Dich
unser
Heilige Maria - bitte für
uns
Heiliger Josef - bitte für
uns
Du erhabener Sproß Davids
Du Licht der Patriarchen
Du Bräutigam der Gottesmutter
Du keuscher Beschützer der Jungfrau
Du Nährvater des Sohnes Gottes
Du sorgsamer Schützer Christi
Du Haupt der heiligen Familie
Du gerechter Josef
Du weiser Josef
Du starkmütiger Josef
Du gehorsamer Josef
Du treuer Josef
Du Spiegel der Geduld
Du Freund der Armut
Du Vorbild der Arbeiter
Du Zierde des häuslichen Lebens
Du Beschützer der jungfräulichen
Seelen
Du Stütze der Familien
Du Trost der Bedrängten
Du Hoffnung der Kranken
Du Patron der Sterbenden
Du Schrecken der bösen Geister
Du Schutzpatron der heiligen Kirche
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden
der Welt - verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden
der Welt - erhöre uns, o Herr
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden
der Welt - erbarme Dich unser!
Lasset uns beten: O Gott, in weiser Vorsehung
hast du den heiligen Josef zum Bräutigam der Mutter Deines Sohnes
erwählt. Wir bitten Dich, ihn, den wir auf Erden als Beschützer
verehren, im Himmel zum Fürsprecher zu haben. Der Du lebst und herrschest
in Ewigkeit. Amen
Gebet zum heiligen Joseph, dem
Schutzpatron der Hl. Kirche Gottes
Josef, dem die höchsten Güter Gott
der Vater anvertraut, des Erlösers treuer Hüter, Bräutigam
der Gottesbraut.
Du Beschirmer frommer Seelen, die ihr Heil
dir anbefehlen, du, der Kirche Schutzpatron, fleh' für uns an Gottes
Thron!
Josef, sieh, von allen Seiten wird die Kirch'
des Herrn bedroht; Satan und sein Anhang streiten wider Gott und sein Gebot!
Blick, o Schutzpatron hernieder, schirm der
Kirche Haupt und Glieder: nimmst du sie in deine Hut, tobt umsonst der
Feinde Wut.
Josef, führe die Verirrten wieder auf
den rechten Pfad. O beschütze Herd und Hirten, wenn Gefahr und Drangsal
naht.
Schirm der Unschuld zarte Blüten, wenn
ringsrum die Stürme wüten, reich uns deine Vaterhand, wenn wir
gehn ins Heimatland.