.
Heiligenlegenden, das Leben der Heiligen, besonders interessant für Jugendliche! 

"Wie wichtig sind die Heiligen!" Die hl. Jungfrau Maria weiß, dass die heute fast vergessen sind. Die Muttergottes stellt klar: "Gott Vater und Sohn dürfen angebetet werden. Die Heiligen sollen verehrt werden." Ein fundamentaler Unterschied! Das Verb "dürfen" wird verwendet. Anbetung ist also einerseits eine vom allmächtigen Gott gewährte Gunst, andererseits lässt uns Gott die Freiheit der Entscheidung. Die Gottesmutter verdeutlicht, was sie meint: "Das Evangelium ist die Karte, die uns den Weg zum Heil, zum Vaterhaus", zum Zuhause unserer Seele zeigt - also die Theorie. Für die Praxis, den Alltag, sind die Heiligen "Wegweiser" und "Helfer". Sie haben auch ein irdisches Leben gelebt. Früher oder später haben sie vorbildhafte Entscheidungen getroffen, die in die richtige Richtung - zu Gott- geführt haben. Gott hat ihnen dafür besondere Fähigkeiten geschenkt. Die Kirche hat sie für ihre Wunder heiliggesprochen. Jetzt sind sie Gott nahe und sind unsere Freunde im Jenseits, die für unsere Anliegen bitten und flehen. Gibt es besseren Beistand? Warum verzichtet man freiwillig auf solch´ himmlische Hilfe? (Quelle: Aus "Sievernich - Nachrichten Febr. 2016)

Hl. Anna. Mutter aller Christen
Anna ist die Mutter Marias und Joachim ihr Vater. Sie zählt zu den leuchtenden Gestalten des Glaubens. So sind nach dem Protoevangelium des Jakobus aus der 2. Hälfte des Jahrhunderts die Namen der Eltern Marias genannt.
Kindersegen galt auch in frühen Zeiten als Huld Gottes, Unfruchtbarkeit jedoch wurde als Strafe Gottes angesehen. Dennoch waren Joachim und Anna unerschütterlich in ihrem Glauben und Vertrauen auf Gott. Jahr für Jahr pilgerten sie zum Tempel nach Jerusalem, opferten und beteten um ein Kind. Nach zwanzigjähriger kinderloser Ehe, dieser Zustand betrübte beide Eheleute sehr, gebar Anna ihre Tochter Maria. Nach der Lehre der römisch-katholischen Kirche geschah die Empfängnis Marias als unbefleckte Empfängnis, das heißt, sie wurde zwar auf natürliche Weise von ihrem leiblichen Vater gezeugt und von Anna empfangen und geboren, aber durch einen Akt göttlicher Gnade vor der Erbsünde bewahrt.
Die vorangegangenen Verheißungen des Engels sind Hinweis auf die besondere Erwählung Mariens von Anfang an. Demnach war Anna königlicher Abstammung und aus dem Geschlecht Davids.
Nach der Überlieferung brachten Anna und Joachim, in Erfüllung eines Gelübdes, Maria im Alter von etwa drei Jahren zur Erziehung in den Tempel nach Jerusalem. Maria wurde so, gerade erst dreijährig, zur Tempeljungfrau. Über das weitere Leben von Anna schweigt die Bibel, die heilige Anna wird als „die Mutter der Mutter aller Christen" verehrt.
Im 5. und 6. Jahrhundert im Zusammenhang mit der wachsenden Marienverehrung im Spätmittelalter, förderten besonders die Orden der Karmeliten und Kapuziner die Verehrung von Joachim und Anna. In der christlichen Kunst des Spätmittelalters erscheinen sie auf Darstellungen des Marienlebens und der »heiligen Sippe«. Zahlreich sind auch Plastiken und Gemälde der »Anna Selbdritt« (Anna, Maria, Jesuskind). Das Haupt Annas wird seit 1501 in Düren/Rheinland verehrt.
Anna ist die Patronin der Mütter, Witwen, Armen; Arbeiterinnen; und Hausfrauen; der Hausangestellten, Müller, Krämer, Kunsttischler, Drechsler, Weber, Schiffer, Bergleute; der Feuerwehr, gefeiert wird der Namenstag, der Annentag, seit 1584 am 26. Juli. Dieser Ehrentag wurde von Papst Gregor XIII. festgelegt.
Mutter Anna wird angerufen für eine glückliche Heirat, eine gute Ehe; um Kindersegen, glückliche Geburt; gegen Gewitter. Es gibt das Anna-Wasser gegen Fieber, Kopf-, Brust- und Bauchweh. (Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr.  4-2015,  S. 8f.,  St. Andrä)   - Mediatrix-Verlag  -  LINK

Am 26. Juli gedenken wir der heiligen Mutter Anna
Anna ist ein alter, gebräuchlicher Name, der wieder immer mehr in den Vordergrund tritt und heute zu den beliebtesten Namen für Mädchen zählt. Er ist für jede Trägerin eine Auszeichnung, und hat eine hohe Bedeutung: Anna war die Mutter der jungfräulichen Gottesmutter Maria. Der Name Anna bedeutet im Hebräischen „die Begnadete".
Der 8. Dezember ist der große Feiertag, an dem wir die Unbefleckte Empfängnis begehen. Nach der Lehre der Römisch-Katholischen Kirche geschah die Empfängnis Marias als Unbefleckte Empfängnis. Die Verheißungen des Engels sind Hinweis auf die besondere Erwählung Mariens von Anfang an.
Dank ihrer Stellung als Mutter Mariens ist Anna aus der Kirchengeschichte nicht wegzudenken.
Man malte sie im Mittelalter gern als ältere Frau, die auf ihrem Schoß oder Arm ihre Tochter Maria trägt, zugleich wird auch das kleine Jesuskind abgebildet. Solche Statuen oder Bilder werden Anna selbdritt' genannt. Sankt-Anna-Heiligtümer gibt es viele, zum Beispiel die Sankt-Anna-Basilika in Altötting.
Seit 1501 befindet sich eine angebliche Kopf-Reliquie der hl. Anna, das Annahaupt, in Düren. Weitere Reliquien befinden sich in Wien und anderen Städten.
Anna hat ihren Glauben gelebt, und sie hat ihn an ihre Tochter, die hl. Gottesmut­ter Maria, von früher Kindheit an weitergegeben. Denken wir daran, dass unser Glaube das größte und kostbarste Erbe ist, das wir unseren Kindern hinterlassen können.
Wie ein Glied einer wertvollen Kette möge jede Generation das Glaubensgut an die nächste weiterreichen, sagte Papst Franziskus bei einer feierlichen Messe im Vatikan, wo er anschließend 26 Kindern das Taufsakrament spendete.
(Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr. 4-2016, S. 7, St. Andrä)   - Mediatrix-Verlag  -  LINK



Anna Henle
Aichstetten, 1925 -1950
Am 4. Oktober 1925 erschien der seit ihrem 16. Lebensjahr stigmatisierten Anna Henle, Maria als Unsere Liebe Frau von Salette und sagte: „Bete, bete, bete! Leide, leide, leide! Höre nicht auf zu beten! Das Geheimnis liegt schwer über der Welt. Die Sonne des Lichtes wird hervorgehen aus den Wolken des Kampfes und aufleuchten zum Angesicht Gottes..!
Am Tage ihrer Erstkommunion hatte sie die Dornenkrone gewählt und damit die Berufung als Sühneseele angenommen. Sie wurde gelähmt und hatte große Schmerzen zu erleiden. Zahlreiche Visionen und andere mystische Erlebnisse bereicherten ihr Leben.

Sie sah auch die dreitägige Finsternis:
„Drei Tage Nacht werden noch kommen. Wenn dann die Irrlehren und Sekten verschwinden, wenn sie mit der Geißel der Strafrute geläutert werden und verstummen, dann wird es herrlich und Friede werden. Die Strafe trifft die ganze Welt. Die drei Tage der Finsternis sind zu vergleichen mit den drei Stunden Jesu am Kreuze - und sie kommen schnell. Es wird plötzlich Nacht werden und die Erde wird zittern und beben wie noch nie. Große „Umwälzung" der Erde in den drei dunklen Tagen. Die Erde wird nachher nicht mehr so sein wie heute. Durch eine Verkantung (Umwälzung) der Erdachse werden sich die Klimazonen verschieben. Afrika wird milderes Klima bekommen, Europa wärmeres. Das wird allgemein gedeutet als Zeichen der Gerechtigkeit Gottes. Die übriggebliebenen Europäer werden dann auch Hitze zu ertragen haben."
(Offb 6,12-17; 8, 12-13; 9, 2)
(Quelle: "Der Gefährte" 3/2014, S. 24, Wien)



Hl. Antonius von Padua
Der hl. Antonius zählt zu den beliebtesten Heiligen, Papst Leo XIII. nannte ihn „den Heiligen der ganzen Welt". Überall sind Kirchen und Kapellen nach ihm geweiht, jeder kennt die Legenden um den großen heiligen, begnadeten Franziskaner-Prediger. Am 13. Juni ist der Gedenktag dieses großen Heiligen, dessen Name bedeutet: der vorne Stehende.
Unzählige Berichte Gläubiger zeigen, dass der hl. Antonius hilft. Zahlreich sind die Überlieferungen großer Wunder.
Der angesehene Kirchenlehrer wurde um 1195 in Lissabon in Portugal geboren und starb am 13. Juni 1231 in Arcella, heute ein Stadtteil von Padua, Italien.
Ferdinand Martim de Bulhöes e Taveira: So lautete sein Geburtsname, wuchs als Sohn einer Adelsfamilie in Wohlstand auf. Er wurde an der Schule der Augustiner im Kloster an Sao Vicente de Fora in Lissabon und ab 1212 im Kloster S. Cruz in Coimbra ausgebildet. Nach seinem Studium wurde er 1212 in Coimbra zum Priester geweiht. Erschüttert durch das Erlebnis der Bestattung der Gebeine der fünf marokkanischen Märtyrer reifte sein Entschluss, sich den Franziskanern anzuschließen; 1220 trat er in Coimbra ins Kloster Santo Antonio Olivares ein und nahm den Ordensnamen Antonius an.
1220 ging Antonius nach Marokko, wurde aber durch eine schwere Krankheit zur Heimkehr gezwungen, wobei ihn ein Sturm nach Sizilien verschlug. Er ging nach Assisi und nahm 1221 am Generalkapitel seines Ordens teil; dabei erlebte er die Versammlung mit 3000 Ordensbrüdern und Franziskus persönlich. Die Brüder erkannten seine Begabung als Redner; Antonius lebte dann längere Zeit in der Einsiedelei auf dem Monte Paulo bei Forli. Seine franziskanische Armut verlieh seinen Reden Glaubwürdigkeit, seine enorme Bibelvertrautheit verschaffte ihm Bewunderung und er wirkte überzeugend. Keine Kirche war groß genug, wenn Antonius predigte. Und seine Rede, die Klarheit seines Glaubens überzeugte alle Zuhörer. Viele bekehrten sich, wenn sie ihm einmal zugehört hatten, und er schaffte es mit seinen Worten, dass sich Menschen versöhnten und zerstrittene Familien und Dorfgemeinschaften einander wieder die Hand reichten. Papst Gregor IX. nannte ihn, als er ihm zuhörte, „Schatztruhe der Heiligen Schrift".
Die Geschichte berichtet von seiner ans Wunderbare grenzende Begabung, sich fremden Völkern bei einem Konzil in Rom nur durch den Klang und Ausdruck seiner Rede verständlich zu machen. Zu den bekanntesten der Legenden gehört die Predigt am Ufer von Rimini: die Einwohner wollten ihn nicht hören, aber die Fische versammelten sich und streckten ihre Köpfe aus dem Wasser; dieses Wunder führte dazu, dass sich fast die ganze Bevölkerung der Stadt bekehrte. Als jemand die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie bezweifelte, ließ Antonius einen Maulesel herbei bringen, der drei Tage nichts zu Fressen bekommen hatte; das Tier fiel, ohne das gereichte Futter zu berühren, vor Antonius nieder, weil dieser ihm mit der Hostie entgegentrat.
Den Schlüssel verlegt, ein Kleinod verloren? Wer etwas sucht, betet zum Hl. Antonius. Sein Patronat für verlorene Sachen geht zurück auf die Überlieferung, dass ein junger Mönch den Psalter des Antonius ohne dessen Erlaubnis mitnahm. Daraufhin wurde er von Erscheinungen heimgesucht, so dass er das Buch schleunigst zurückbrachte. Das Jesuskind auf Antonius Armen ist auf vielen Gemälden zu sehen und geht auf eine Begebenheit zurück, nach der ein Graf als Gastgeber des Heiligen diesen nachts aufsuchte, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Aus der Kammer des Heiligen drang ein so heller Lichtschein, dass der Graf einen Brand vermutete und erschrocken die Tür aufriss. Er fand Antonius lächelnd vor, in seinen Armen das strahlende Jesuskind haltend. Der Augenzeuge durfte erst nach dem Tode des Heiligen von diesem Geschehnis berichten.
Auch in Österreich sind dem heiligen Antonius viele Kirchen und Kapellen geweiht. Verbreitet ist im deutschsprachigen Raum das Gebet zum hl. Antonius als Helfer zum Wiederfinden verlorener Sachen: „Heiliger Antonius, du kreuzbraver Mann, führ' mich dahin, wo das Verlorene sein kann!"
Der große Redner Antonius wurde an einem Dienstag bestattet, dabei sind nach der Überlieferung die ersten Wunder geschehen. Deshalb sind seit dem 17. Jahrhundert die Antonius-Dienstage beliebt und es werden spezielle Andachten abgehalten. Bitten, die an neun Dienstagen hintereinander vorgetragen werden, sollen größere Aussicht auf Erfolg haben; der Brauch geht auf die Legende zurück, nach der eine kinderlos gebliebene Adelige sich in Bologna an den hl. Antonius wandte, indem sie vor seinem Bild betete. In der folgenden Nacht erschien er ihr im Traum und wies sie an: „Besuche an neun Dienstagen mein Bild in der Franziskanerkirche, dann findest du Erhörung." Nach den neun Dienstagen war die Frau schwanger, gebar aber schließlich ein völlig missgestaltetes Kind. Enttäuscht legte sie es auf den Antonius-Altar. Und während sie den Heiligen anflehte, verwandelte es sich in einen gesunden Säugling.
Antonius wird als Patron der Armen und Sozialarbeiter, der Liebenden und der Ehe, der Frauen und Kinder, der Bäcker, Bergleute, Schweinehirten und Reisenden verehrt. Bei Krankheiten der Pferde und Esel; gegen Unfruchtbarkeit, teuflische Mächte, Fieber, Pest und Viehkrankheiten wird er angerufen; bei Schiffbruch und in Kriegsnöten und für das Wiederauffinden verlorener Gegenstände bittet man den hl. Antonius um Hilfe: „O Herr, verlasse jene nicht, die du erlöst hast. Verlasse sie nicht, die nur dich besitzen", betete der heilige Antonius und predigte: "Beten bedeutet sein Herz offenhalten für Gott; beten ist Gespräch mit Gott, ein Ausruhen des Geistes, der, von oben erleuchtet, sich in Gott gefällt. Im Bittgebet dürfen wir Gott auch um zeitliche Güter bitten, die uns in diesem Leben nützen; aber wer Gott in wirklich christlichem Geist um etwas bittet, stellt den eigenen Willen immer hinter den Seinen zurück, selbst dann, wenn das Gebet von der Notwendigkeit eingegeben ist. Denn einzig der himmlische Vater weiß, was für uns wahrhaft unerlässlich ist. Gebet ist Danksagung. Das bedeutet: wir erkennen, dass alles Gute von Gott kommt und opfern ihm dafür all unser Wirken auf. So wird unser ganzes Leben zum Gebet.
Der Herr zeigt sich denen, die im Frieden und in der Demut des Herzens leben. Trübes oder bewegtes Wasser spiegelt nicht das Antlitz dessen, der sich darüber beugt. Wenn du daher willst, dass das Antlitz Christi in deinem Antlitz sichtbar werde und du so ein wahrer Christ bist, dann sammle dich in Schweigen und verschließe die Tore deiner Seele vor dem Lärm der äußerlichen Dinge.
Das Grußwort der Engel und der Segen Gottes sind nicht für jene bestimmt, die mitten unter Marktschreiern leben, ständig erregt und zerstreut. Das "Ave" des Engels erreichte die Gottesmutter, als sie in der Stille ihrer Kammer zum Gebet sich sammelte. ... Wenn Gott zu einem Menschen sprechen und ihn mit seiner Liebe erfüllen will, führt er ihn weg von irdischer Geschäftigkeit, in die Einsamkeit. Er beugt sich zum Ohr dessen, der schweigt, und teilt ihm seine Geheimnisse mit." (Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr.  4-2015,  S. 5f.,  St. Andrä)   - Mediatrix-Verlag  -  LINK


hl Benediktus von Nursia: Am 21. März feiern wir seinen Geburtstag
Der hl. Benedikt von Nursia war nicht nur der Gründervater des abendländischen Mönchtums, dessen Regeln bis heute für die Gemeinschaft wichtig und wertvoll sind. Vor ca. 1500 Jahren entstand im Kloster Montecassino jene wertvolle Schrift, die bis heute die beste Anleitung für alle Gläubigen für ein erfülltes Leben ist: die Regel des hl. Benedikt. Der weise Mönch zählt auch zu den großen Wundertätern der Kirchengeschichte. Er vollbrachte viele Wunder an Kranken und Verzweifelten. (Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr. 2-2016,  S. 4,  St. Andrä)   - Mediatrix-Verlag  -  LINK


Hl. Bruder Konrad von Altötting
Vor hundert Jahren starb Bruder Konrad von Parzham im Ruf der Heiligkeit. Einundvierzig Jahre versah er den Pfortendienst des St. Anna-Klosters in Altötting in aufopfernder Liebe und einem solchen Gebetseifer, daß er den Schlaf in den ersten dreißig Ordensjahren auf zwei bis drei Stunden beschränkte. Der Weg ins Kloster war für Bruder Konrad, der vor sechzig Jahren heiliggesprochen wurde, nicht leicht.
„Der liebe Gott verläßt mich nicht; er hat schon einen Platz für mich aufbewahrt." Damit tröstete sich der Jungbauer Johannes Birndorfer, der spätere Bruder Konrad, wenn wieder ein Gesuch um Aufnahme in ein Kloster abschlägig beschieden war. Kurze Zeit hat der Zwanzigjährige sich mit dem Gedanken getragen, noch Priester zu werden. Jeder andere wäre da an seiner Stelle auf das Zureden seiner Geschwister eingegangen und hätte den elterlichen Hof übernommen. Dieser gehörte mit seinen 125 Tagwerk, seinem reichen Viehbestand und seinen sechs Bediensteten zu den stattlichsten im Rottal. Doch viel zu deutlich vernahm Johannes in sich eine Stimme, daß Gott ihn ganz für sich haben wolle.
Dieser Platz, den Gottes Vorsehung für ihn „aufbewahrt" hatte, sollte die viel besuchte Klosterpforte des St. Anna-Klosters in Altötting sein. Daß der Dreißigjährige noch Aufnahme bei den Kapuzinern fand, hatte er der Fürsprache seines Seelenführers zu verdanken.
Schon den Knaben zog es zu Gott hin. Am liebsten war es ihm, wenn er beten konnte. So betete er auf dem Weg zur Schule den Rosenkranz und wußte auch andere Kinder dafür zu gewinnen. Je älter er wurde, umso mehr wuchs auch seine Liebe zum Gebet. Wo er nun ging und stand, ständig waren die Gedanken des jungen Mannes bei dem allgegenwärtigen Gott, dem immer mehr die Liebe seines Herzens gehörte. War am Abend die Kammertür hinter ihm geschlossen, so war meist alle Müdigkeit verflogen, und die Stunden eilten in der Zwiesprache mit Gott nur so dahin. Der Morgen brach oft an, ohne daß er sich einen Augenblick zur Ruhe niedergelegt hatte...
Der Sonntag des Bauern gehörte ganz Gott. Um noch eine zweite Messe besuchen zu können, war er bei Tagesanbruch bereits unterwegs zur Frühmesse nach Griesbach, das Amt feierte er in der Pfarrkirche zu Weng mit und fand sich häufig noch zur Vesper in Birnbach ein, wo er danach noch zwei Stunden in Anbetung vor dem Tabernakel verharrte. Daß damit ein vier- oder fünfstündiger Weg in Kauf genommen werden mußte, beachtete er nicht weiter.
Bei einer Wallfahrt nach dem fünf Stunden entfernten Aigen lernte der Zweiundzwanzigjährige in Benefiziat Dullinger seinen Seelenführer kennen. Alle acht oder vierzehn Tage zog er nun dorthin, um zu beichten, dem Gottesdienst beizuwohnen, zu kommunizieren und seinen Rat zu erbitten. Bereits um ein Uhr nachts brach er auf. Auch strömender Regen, hoher Schnee oder Glatteis konnten ihn nicht davon abhalten. Wenn er nach zehnstündigem Marsch, auf dem er ständig betete, am Spätnachmittag nach Hause kam, war er noch nüchtern. Nach einer kleinen Stärkung zog er sich auf seine Kammer zurück, um zu beten oder ein geistliches Buch zur Hand zu nehmen. An diesem Gang nach Aigen hielt er neun Jahre fest, bis er ins Kloster eintrat.
Die Wertschätzungen der heiligen Messe verdankte er dem Volksbuch des Martin von Cochem. Er hat es eifrig gelesen, betrachtet und sich zum geistigen Eigentum gemacht. Der sonst so in sich Gekehrte konnte begeistert reden, wenn man von der Eucharistie sprach. Das Geheimnis der Eucharistie bildete die Mitte und Quelle seiner Frömmigkeit . Hier holte er sich die Kraft zur Nachfolge seines gekreuzigten Herrn.
In seinem Leben gab es viele mystische Ereignisse und außergewöhnliche Begebenheiten. So gab es beispielsweise mehrere Zeugen, die erzählten, sie hätten aus seinem Mund goldene Kugeln aufsteigen sehen, wenn er am Altar der Gnadenkapelle betete...
Was aber am meisten auf die Menschen ausstrahlte, das war seine Liebe, vor allem zu den Armen, Bedürftigen und Kranken, zu den Handwerksburschen, die nie ohne ein Stück Brot oder einen frischen Trunk von der Pforte gingen.
Er starb vor hundert Jahren und wurde vor sechzig Jahren heiliggesprochen. Eröffnet wurde das Jubiläumsjahr in Altötting mit dem Triduum vom 21. bis 24. April.
Heiliger Bruder Konrad, bitte für uns!
(Quelle: "Ave-Kurier" Sept./Okt. 1994, S. 18f., St. Andrä)

hl. Christina  -   LINK: zenit.org

Dismas. der reuige Schächer
Dismas hieß der der reuige Schächer zur Rechten Christi, dessen Reue bewirkte, dass ihm bei der Kreuzigung die Verheißung Christi zuteil wurde:
"Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst", war die aufrichtige Bitte des reuigen Verbrechers in seiner Todesstunde, die der Heiland erfüllte: "Heute wirst du mit mir im Paradiese sein." (Lukasevangelium 23,43). Seinen Gedenktag feiern wir am 25. März.
Die Bibel beschreibt ihn als jenen Räuber, der der Heiligen Familie bei der Flucht nach Ägypten (Matthäusevangelium 2,13-15) den Weg zeigte und sie in das Räuberhaus aufnahm; deshalb, und wegen der Reue über seine schlechten Taten, hat er als Belohnung die Gnade der Bekehrung am Kreuz erhalten.
So wurde der gute Schächer Dismas zum Vorbild vollkommener Reue. Er ist der Patron der Fuhrleute und aller Todgeweihten und zum Tode Verurteilten und er wird für einen guten Tod angerufen. Er wurde erst im Mittelalter und besonders im Franziskanerorden verehrt. Das Martyrologium Romanum von 1962 nennt ihn, aber ohne Namen. Außer in den Kreuzigungsdarstellungen erscheint Dismas unter den ersten Erlösten der Vorhölle neben Johannes dem Täufer, Adam und Eva. Sein Kreuz soll nach Zypern gelangt sein, wo er besonders verehrt wird. Ein Partikel seines Kreuzes und andere Reliquien wurden in Bologna verehrt.
Die im Rufe der Heiligkeit verstorbene Äbtissin Maria von Agreda schreibt über Dismas:
„Der eine der beiden Räuber, mit Namen Dismas, erkannte etwas von dem Geheimnis der Erlösung; und weil zu gleicher Zeit auch die Fürsprache und das Gebet Unserer Lieben Frau wirkte, so wurde derselbe innerlich erleuchtet, um seinen Erretter und Lehrmeister an diesem ersten Worte, das derselbe am Kreuze sprach, zu erkennen. Von wahrem Reueschmerz über seine Sünden ergriffen, wandte er sich zu seinem Leidensgefährten und sprach zu ihm: „Auch du fürchtest Gott nicht, da du doch dieselbe Strafe erleidest? Wir leiden, was wir verdient haben; dieser aber, der für uns leidet, hat nichts Böses getan." Dann redete er unseren Heiland an und sprach zu ihm: „Herr! gedenke meiner, wenn Du in Dein Reich kommst!"
An diesem so überaus glücklichen Räuber, sowie am Hauptmann und an den übrigen, welche Christus am Kreuze bekannten, begann die Erlösung ihre ersten Wirkungen zu äußern. Der Allerglücklichste aber war Dismas, welcher das zweite Wort des Herrn zu vernehmen gewürdigt wurde: „Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!" 0 glückseliger Räuber, der du allein der Gnade teilhaftig wurdest, ein solches Wort zu vernehmen, nach welchem alle Gerechten und Heiligen der Erde sich sehnen! Den alten Patriarchen und Propheten war es nicht gegönnt, dasselbe zu vernehmen; ja sie schätzten sich schon glücklich weil sie in die Vorhölle hinabsteigen und dort viele Jahrhunderte lang auf das Paradies warten durften, das du in jenem einen Augenblick gewonnen hast, indem du glücklicherweise dein bisheriges Geschäft vertauscht hast. Soeben hast du aufgehört, fremdes und irdisches Gut an dich zu reißen, und nun hast du den Himmel aus der Hand seines Herrn an doch gerissen. Du reißt ihn aber an dich nach der Gerechtigkeit, und der Herr gibt ihn dir aus Gnade, denn du bist der letzte Schüler gewesen, der während seines Lebens seine Lehre gehört, aber der erste, der sie, nachdem er sie vernommen, im Werke ausgeübt hat. Du hast deinen Mitbruder geliebt und zurechtgewiesen, deinen Schöpfer bekannt, seine Lästerer getadelt, den Heiland durch geduldiges Leiden nachgeahmt und als den Erlöser in Demut angefleht, dass er sich in Zukunft dieses Elends erinnern möge. Er aber hat als der Verleiher der Herrlichkeit auf der Stelle deine Wünsche belohnt, ohne die Vergeltung hinauszuschieben, welche Er für dich und alle Sterblichen verdient hat."
(Aus: „Die Mystische Stadt Gottes", 22. Hauptstück)
Meß-Novene zu Ehren des heiligen Dismas
1. Die erste Heilige Messe zu Ehren des Schmerzes und der Liebestreue, die der heilige Dismas über seine Sünden hatte.
2. Die zweite Heilige Messe zu Ehren des heiligen Dismas als Advokat und Bekenner Jesu Christi. (Er verteidigt Christus gegen die Lästerer)
3. Die dritte heilige Messe zu Ehren des öffentlichen Bekenntnisses seiner Sünden vor Christus auf Golgotha und die völlige Vergebung, die der heilige Dismas erhielt.
4. Die vierte Heilige Messe zu Ehren der Gnade, dass der heilige Dismas Zeuge des blutigen Sühneopfers Jesu Christi auf Golgotha war.
5. Die fünfte Heilige Messe zu Ehren der großen Buße, die der heilige Dismas erbrachte, das geduldige Ertragen der furchtbaren Qualen der Kreuzigung, das langsame Sterben und Zerschlagen der Gebeine.
6. Die sechste Heilige Messe zu Ehren der brennenden und eifrigen Liebe des heiligen Dismas und seiner Verherrlichung der unendlichen Barmherzigkeit Gottes.
7. Die siebte Heilige Messe zu Ehren der Verherrlichung des Kostbaren Blutes Jesu Christi durch die Bekehrung des Dismas, das letzte und größte Wunder Christi während seines Erdenlebens, erbetet durch die Fürsprache der Schmerzensmutter unter dem Kreuz.
8. Die achte Heilige Messe zu Ehren der Bitte des heiligen Dismas: „Herr, gedenke meiner, wenn Du in Dein Reich kommst!" und des zweiten Wortes Jesu am Kreuze, mit der wunderbaren Verheißung an ihn: „Wahrlich ich sage Dir, noch heute wirst Du mit mir im Paradiese sein!"
9. Die neunte Heilige Messe zu Ehren der Heiligsprechung des Dismas durch Jesus Christus selbst, vom Kreuze herab.
(Quelle: "Der Gefährte" 3/2014, S. 10-12, Wien)



Hl. Crescentia von Kaufbeuren
Anna Höß wurde am 20. Oktober 1682 als sechstes von acht Kindern des Webers Mathias und Lizia Höß in Kaufbeuren geboren. Mithilfe des evangelischen Bürgermeisters (die Stadt war zu zwei Drittel evangelisch) konnte Anna 1703 in das Kaufbeurer Franziskanerinnenkloster eintreten. Sie erhielt den Namen Crescentia (die Wachsende). 1710 arbeitete sie an der Pforte und später als Krankenschwester, ab 1717 war sie Novizenmeisterin und 1741 Oberin.
Sie setzte sich für die Verwirklichung des göttlichen Willens im Dienst am Nächsten ein. Wichtig waren ihr die Verehrung des Heiligen Geistes und die Nachfolge Christi durch bewußte Annahme des Leidens. Ihr Gebet mündete häufig in Visionen, für sie ein „Schauen mit den Augen der Seele durch den Glauben". Rasch wurde sie zur vielgesuchten Beraterin und Helferin und zur einflußreichen Seelenführerin. Die hl. Crecentia starb am 5. April 1744 im Ruf der Heiligkeit.
Papst Leo XIII. sprach sie am 7. Oktober 1900 selig, Papst Johannes Paul II. am 25. November 2001 dann heilig.
GEBET
Heilige Crescentia, mit großem Vertrauen rufen wir dich an und flehen um deine Hilfe.
Wir glauben fest an die Macht deiner Fürbitte. Du weißt um unsere Sorgen und Anliegen.
Bitte bei Gott für uns und alle, die wir seiner Barmherzigkeit empfehlen. Lass uns deine
mütterliche Hilfe erfahren, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

hl. Florian
Der heilige Florian, dessen Namenstag wir am 4. Mai feiern, gehört zu den großen Märtyrern der Katholischen Kirche. Sein Leben und Sterben ist bis heute als ein Vorbild für alle mutigen Menschen, die sich für die Nöte der Anderen einsetzen, auch unter Lebensgefahr. Der hl. Florian wird in Feuer- und Wassernot gerufen und ist der Patron der Feuerwehr und der Rauchfangkehrer. Für seine Weigerung, den Göttern zu opfern, wurde er hart bestraft: er wurde mit einem um den Hals gehängten Stein beschwert und von der Brücke in die Enns gestürzt. Dies geschah am 4. Mai 304.
(Quelle: "Der Gefährte" 3/2014, S. 13, Wien)

Die Rosenheilige Germaine
Die heilige Germaine oder Germana Cousin lebte im 16. Jahrhundert in Pibrac nahe Toulouse, in Frankreich als einfache Hirtin. Sie lebte asketisch und demütig und war sehr fromm. So wohnte sie täglich der heiligen Messe bei und fand bei ihrer Rückkehr die Herde jeweils am gleichen Orte wie vorher. Bekannt geworden ist das Blumenwunder: Eines Tages wurde sie von ihrer hartherzigen Stiefmutter verfolgt, weil sie immer wieder mit den Armen ihr dürftiges Essen teilte. Als die Stiefmutter sie verfolgte, zur Rede stellte und den vollen Rockinhalt sehen wollte, sah sie zu ihrem Erstaunen einige Rosen statt Brot. Germaine starb am 15. Juni 1601 in Pibrac. Im Jahre 1644 wurde ihr unverwester Leib wunderbar aufgefunden. Wunderbare Vorkommnisse begleiten die Geschichte der hl. Germana seit ihrem Tod. (Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr.  4-2015,  S. 2,  St. Andrä)   -
Mediatrix-Verlag  -  LINK


Die selige Gertrud
Am 7. September wird des Todestages der seligen Gertrud gedacht. Die selige Gertrud von Altenburg war die Tochter der hl. Elisabeth von Thüringen. Einem Gelübde ihrer noch schwangeren Mutter gehorchend, trat das Kind dem Prämonstratenserinnen-Stift Altenberg bei, wo sie später auch Äbtissin wurde. Elisabeth starb wenige Jahre nach der Geburt Gertruds. Mit acht Jahren konnte Gertrud im Mai 1235 die Heiligsprechung ihrer Mutter in Marburg mitfeiern; mit 24 Jahren wurde sie 1248 die dritte Magistra von Altenberg. Von ihrem Erbe errichtete sie die Stiftskirche sowie Häuser für Arme und Kranke, in denen sie tatkräftig mitarbeitete.
Gertrud von Altenberg war eine große Anhängerin der Kreuzzugsbewegung. Besonders lag ihr die Einführung des Fronleichnamsfestes, das bereits 1270 in Altenberg gefeiert wurde, am Herzen. Sie besaß die Gabe, verfeindete Menschen zu versöhnen. Gertrud starb 69-jährig nach 50 Jahren als Oberin am 13. August 1297 an einer schweren Krankheit.
(Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr.  4-2015,  S.  2, Wien)   - Mediatrix-Verlag  -  LINK


Hl. Edith Stein
„Gott kennt jede Menschenseele von Ewigkeit her, mit allen Geheimnissen ihres Wesens und jedem Wellenschlag ihres Lebens", davon war die Konvertitin und große Märtyrerin Edith Stein überzeugt.
Nüchterne Fakten können nicht die Größe dieser Seele beschreiben, diesen menschgewordenen Aufruf zur Entschiedenheit, dennoch seien sie hier kurz angeführt: Edith Stein kommt am 12. Oktober 1891 als Kind jüdischer Eltern in Breslau zur Welt und wird im jüdischen Glauben erzogen. Als junge, aufgeweckte und hinterfragende Frau verliert sie ihren Glauben und wird Atheistin. Sie studiert Philosophie und wird Schülerin des Philosophen Edmund Husserl. Sie wird als ernst, gewissenhaft und fleißig beschrieben. Während ihrer Studien setzt sich die junge Frau intensiv mit Frauenrechten, dem Person-Sein des Menschen, mit seiner Wesensbestimmung und mit seiner religiösen Dimension auseinander. Sie promoviert und arbeitet als wissenschaftliche Assistentin. Für ihre Umgebung überraschend, konvertiert sie 1922 zum katholischen Glauben. Bis zum Berufsverbot 1933 arbeitet sie als Gymnasiallehrerin und wissenschaftliche Dozentin in Münster. 1933 tritt sie als Schwester Teresia Benedicta a Cruce in den Kölner Karmel ein, flieht später aus politischen Gründen in den holländischen Karmel von Echt. Anfang August 1942 - nach einem holländischen Hirtenwort zur Judenverfolgung - wird Edith Stein von der Gestapo abgeholt, zusammen mit Frauen und Kindern inhaftiert. Am 7. August 1942 wird sie nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie zwei Tage später in einer Gaskammer ermordet wird. Edith Stein, die Karmelitin, die ein einzigartiges Lebens- und Glaubenszeugnis hinterlassen hat, wurde am 1. Mai 1987 in Köln seliggesprochen, am 11. Oktober 1998 fand in Rom ihre Heiligsprechung statt.

Buchempfehlung:
Neues Hörbuch über Edith Stein!
Die hl. Edith Stein, als Kind in eine jüdische Familie hineingeboren, konvertierte zum katholischen Glauben. Dieses Buch beschreibt ihre Zeit als Lehrerin in Speyer. Zeitzeugen und Schülerinnen lassen ihre menschliche Größe, ihre Spiritualität und ihre Mystik deutlich werden. Ein ergreifender Lebensbericht mit vielen Fotos. 188 Seiten, Bestell-Nr. 1986, € 18,50, sFr. 25,90.  Mediatrix-Verlag  -  LINK

Die katholische Kirche verehrt Edith Stein als Heilige und Patronin Europas. Das Hörbuch zeichnet einige Stationen ihres bewegenden Lebensweges nach und lädt ein, die große Gläubige und Philosophin Edith Stein, Teresia Benedicta a Cruce wie ihr Ordensname lautet, näher kennenzulernen. Hörbuch , 1 Audio-CD, mit 24seitigem Booklet, Bestell-Nr. CD-275, € 15,90, sFr. 21,20.
(Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr.  4-2015,  S. 9, S. 11,  Wien)   - Mediatrix-Verlag  -  LINK



Hl. Elisabeth
Die hl. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, ist eine der beeindruckendsten Frauengestalten der Kirchengeschichte. Bis heute ist ihre konsequente Frömmigkeit herausfordernd und ein Vorbild für viele Menschen. Die 1207 geborene Tochter von König Andreas II. von Ungarn (1205-35) und Gertrud von Kärnten-Andechs-Meran kam im Alter von vier Jahren zur Erziehung „in deutscher Umgebung" an den thüringischenLandgrafenhof. 1221 heiratete Elisabeth in der Eisenacher Georgenkirche Ludwig IV. Als Überflutung, Hunger und Pest Thüringen heimsuchten und ihr Gemahl in Italien weilte, handelte Elisabeth ent­schlossen. Sie verteilte Güter und Getreide aus der Kornkammer unter den Armen. Unterhalb der Wartburg richtet sie ein Hospital (Siechenhaus) ein. Sie half täglich mehr als neunhundert Armen.
Nach nur sechs Ehejahren starb Ludwig IV. 1227 auf dem Kreuzzug vor der Küste von Otranto (Italien) an Pest, als sie kurz vor der Geburt ihres dritten Kindes stand. Ihr Onkel Eckbert, Bischof von Bamberg, beabsichtigte eine neuerliche Heirat für sie zu arrangieren, was Elisabeth aber ablehnte.
Stattdessen legte Elisabeth am Karfreitag 1128 im Franziskanischen Haus von Eisenach ihre Gelübde ab, verteilte einen Teil ihrer Güter unter den Armen und ließ im Sommer das franziskanische Hospital in Marburg errichten, wo sie sich aufopferungsvoll und ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit um die Kranken kümmerte.
Am 17. November 1231, im Alter von nur 24 Jahren, starb dieser „Engel der Armen" in Marburg. Und schon am ersten Tag nach ihrer Bestattung in der Hospitalkirche wird von ersten Wundern, vor allem Heilungswundern, auf ihre Fürsprache hin berichtet. Die Heiligsprechung Elisabeths erfolgte am Pfingstfest 1235.

Das Rosenwunder
In der Legende des Rosenwunders wird die Nächstenliebe und Mildtätigkeit Elisabeths und ihre Zuwendung zu den Armen und zur Armut dargestellt. Elisabeth geht eines Tages in die Stadt, um den Armen Brot zu bringen. Ihre Schwiegermutter beobachtet sie und schickt Ludwig nach, um sie zurechtzuweisen. Sie würde noch den ganzen Hof arm machen, wenn er weiter zulasse, dass sie alles verschenkt. Daraufhin geht er ihr nach und bittet sie, die Schürze zu öffnen und ihm zu zeigen, was sie da verborgen hält. Elisabeth öffnet die Schürze und zum Vorschein kommen lauter Rosen. Ludwig erkennt dadurch den Willen Gottes und steht noch mehr zu seiner Frau und ihrem Wirken.
(Quelle: "Fatima ruft", 1/2014, S. 15, Kisslegg)



Hl. Johannes von Gott (1495-1550)
Heilig. Kaum ein anderes Wort schafft es, so viel zu sagen und doch so unbestimmt zu sein, wie der Begriff der Heiligkeit. Heilig - das kann ganz profan etwas sein, was uns sehr am Herzen liegt, auf das wir großen Wert legen, etwas oder jemand, auf den wir Acht geben oder der uns ein Vorbild ist. Im religiösen Sprachgebrauch sind es die Sakramente als Vollzüge der Kirche, dann die Heiligen, die uns auf unserem Weg begleiten und die wir als Fürsprecher anrufen - und natürlich Gott selbst. Noch im Alten Testament war die Heiligkeit etwas, das einzig Gott zukommt. Gott ist heilig, ja Gott ist die Heiligkeit in sich. Wenn wir also heute den Begriff „heilig" verwenden, dann für etwas, das ganz und gar von Gott herkommt und in besonderer Weise mit ihm verbunden ist.
Jeden Monat stellen wir eine Heilige oder einen Heiligen der Kirche vor. Heilig gesprochen wurden diese Männer und Frauen, weil sich in ihrem Wirken zeigte, welch enge Gottesbeziehung ihr Leben prägte. Vor Gott haben ihr Glaube und ihre liebende Zuwendung ewige Gültigkeit gewonnen.
Ein Mann, der Ende des 14. Jahrhunderts in Portugal geboren wurde, hieß Johannes. Er war ein Mensch, dessen besonderen Wert und Einsatz schon seine Zeitgenossen erkannt hatten. Ahnten sie etwas von seiner Heiligkeit? Wegen seines herausragenden Dienstes am Mitmenschen gaben sie ihm den Beinamen „von Gott". Gemeint ist damit eine besondere Berufung durch Gott, die Johannes in seinem Leben, besonders im Dienst an
den Kranken, erkannte und verwirklichte. Bekannt ist er vor allem als der Schöpfer des neuzeitlichen Krankenhauses. Der Männerorden der Barmherzigen Brüder, der sich noch heute auf der ganzen Welt um die Krankenpflege sorgt, ging hervor aus einem von Johannes gegründeten Verein, der nach der Regel der Augustiner lebte. Johannes selbst gilt deshalb als Patron der Kranken und Sterbenden, aber auch der Pflegekräfte. Er ist 1690 heilig gesprochen worden. Die Kirche gedenkt seiner am 8. März.
Barmherziger Gott, die Liebe zu dir hat den heiligen Johannes gedrängt, an den Leiden der Kranken Anteil zu nehmen und ihnen zu helfen. Dränge auch uns zu Werken der Barmherzigkeit und lass uns zu denen gehören, die dein Reich besitzen. Dadurch bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Jede Zeit hat ihre eigenen Heiligen hervorgebracht. Nun liegt es an uns, die Augen zu öffnen, für mögliche große Glaubenszeugen unserer Gegenwart.
„Liebe unseren Herren Jesus Christus über alles in der Welt. Je mehr du ihn liebst, desto mehr wird er auch dich lieben. Übe stets Nächstenliebe — so diese Jehlt, da fehlt auch Gott..." (Johannes von Gott)
(Quelle: Julia Wächter in: "Bote von Fatima" Nr. 3-2016, S. 28, Regensburg)


Hl. Kaspar del Bufalo
war ein leidenschaftlicher Missionar des Kostbaren Blutes Jesu Christi.


Hl. Maria de Mattias (1805 - 1866)
Heilige Maria De Mattias, starke und mutige Frau, Anbeterin, Apostelin des Blutes Christi. In tiefer Einheit mit Gott und grenzenloser Liebe für den Nächsten bist du den Spuren Jesu des Herrn gefolgt. Deiner Fürbitte vertrauen wir uns an. Erbitte vom Vater durch Christus im Heiligen Geist, dass sich in uns sein Wille erfülle, dass unsere Gebete Erhörung finden und dass allen durch die Macht des Kostbaren Blutes Jesu Frieden, Freiheit und Liebe geschenkt werde. Amen
Maria De Mattias wurde am 4. Februar 1805 in Vallecorsa, Italien, geboren. Mit 17 Jahren begegnete sie bei einer Volksmission in ihrem Heimatort dem hl. Kaspar del Bufalo, dem Gründer der Missionare vom Kostbaren Blut. Auf seine Anregung hin gründete sie 1834 die „Anbeterinnen des Blutes Christi".
Sie gab ihrer Gemeinschaft den Auftrag, Zeugnis für die barmherzige Liebe Gottes zu geben und sich für die Menschen einzusetzen, die im Blut Christi erlöst sind. Am 20. August 1866 starb sie im Alter von 61 Jahren. Ihr Werk aber lebt weiter. Heute wirken die Schwestern ihrer Gemeinschaft auf allen Kontinenten in 26 Nationen. Am 18. Mai 2003 wurde Maria De Mattias von Papst Johannes Paul II. in Rom heiliggesprochen.
Nihil obstat: 1.7.2003, P. Ferdinand Zech C.PP.S., Provinzial


Hl. Sr. Faustina Kowalska
Die heilige Schwester Faustine erweist sich immer mehr als wunderbare Helferin und Fürsprecherin. Eine Kleinschrift, die kürzlich erschienen ist, berichtet von auffallenden Gebetserhörungen und wunderbaren Krankenheilungen, die der im Ruf der Heiligkeit verstorbenen Ordensfrau zugeschrieben werden... Diese Mystikerin, die im Kloster die einfachsten Arbeiten verrichtete, besaß eine Ausstrahlkraft, die auf das Jenseitige hinwies. Das Leuchten von innen ließ ihre Gottesnähe spüren. In ihren Augen strahlte etwas auf, das wie ein Leuchten aus einer anderen Welt kam... Schwester Faustine hatte die Gabe der Seelenschau und die Gabe der Prophetie. In ihren Visionen schaute sie Christus und empfing wunderbare Offenbarungen. Christus hat sie zur Botin der Barmherzigkeit Gottes berufen und ihr aufgetragen, ein Bild von ihm malen zu lassen. Dieses wunderwirkende Gnadenbild mit der Aufschrift „Jesus, ich vertraue auf Dich!" ist seit 1953 in der ganzen Welt verbreitet... Schwester Faustine, die vorausgesagt hatte, daß ihr Leben ebensolange dauern werde wie das unseres Herrn und Heilandes, starb mit dreiunddreißig Jahren, am 5. Oktober 1938, und wurde am 18. April 1993 von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Die Aufzeichnungen dieser großen Mystikerin und Sühneopferseele zählen zum Ergreifendsten, was Menschen je geschaut und empfangen haben. Sie geben einen tiefen Einblick in die Seele einer außergewöhnlichen Ordensfrau und zählen zu den beeindruckendsten Quellen christlicher Mystik. Näheres darüber in der Kurzbiographie „Schwester Faustine -Mystikerin, Sühneseele, Botin der Barmherzigkeit Gottes", Bestell-Nummer 1938.
Von dem neuen Bücherl „Offenbarungen Jesu an Schwester Faustine" mit der wunderwirkenden Gnadennovene geht ein besonderer Segen aus. Diese Kleinschrift ist nun in neuer, erweiterter Auflage erschienen. Eine Licht-, Kraft- und Gnadenquelle. Ein Segen für unsere glaubensarme Zeit. Bestell-Nummer 1150.   -   Mediatrix-Verlag  -  LINK
(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 6,  Sept./Okt. 1994, S. 10f., Wien)


John Henry Newman
Er liebte die Kirche, kämpfte, betete und litt für sie...
Die Kirche feiert heuer den zweihundert­fünfzehnten Geburtstag des berühmten englischen Konvertiten John Henry Newman. Er liebte die Kirche, kämpfte, betete, opferte und litt für sie.
Mit dem Propheten Jeremia (20,9) durfte auch er ausrufen: "Dein Wort, o Herr, brennt in mir wie Feuer! Du hast zu mir gesprochen, und ich habe auf dich gehört. Ich bin ganz dein, o Herr, allmächtiger, ewiger Gott, und mein Herz ist voll Freude." Newmans Botschaft dringt herauf in unsere Zeit der Technik, der virtuellen Welten und der atomaren Bedrohung. Kardinal Newman, der am 11. August 1890 in Birmingham starb, rät auch uns: Lass dich von der Liebe Gottes ergreifen! Lass dich von der Liebe Gottes führen! Lass an dir geschehen, was sich die ewige Liebe für dich ausgedacht hat...
Mit Kardinal Newman, der Großes für Gott und die Kirche wirkte, bitten auch wir: "Bleib bei mir, Herr, dann werde ich leuchten, wie du geleuchtet hast, und werde anderen ein Licht sein. Lehre mich, dein Lob, deine Wahrheit und deinen heiligen Willen kundzutun. Gib, dass ich dich verkünde auch ohne zu predigen: nicht durch Worte, sondern durch mein Beispiel, durch die weiterwirkende Kraft und den gewinnenden Einfluss dessen, was ich tue, durch die Fülle der Liebe, die mein Herz für dich, o Gott, bewegt..." 64 Seiten, Bestell-Nr. 2487, € 9,20, sFr. 13,50.
(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 1,  Jan./Febr. 2016, S. 15, Wien)   -   Mediatrix-Verlag  -  LINK


Buchvorstellung:
hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort
Das Goldene Buch des hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort über die vollkommene Andacht zu Maria ist ein Klassiker der
Marienfrömmigkeit, das viele Generationen geprägt hat. Grignion von Montfort ist auch ein Prophet, denn er weist hin auf unsere Zeit, welche das marianische Zeitalter genannt werden kann, wo die schwer geprüfte Menschheit durch Maria zu Christus geführt wird. Der Heilige zeigt - basierend auf der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirche - dass der kürzeste, sicherste und leichteste Weg, Christus zu finden, Maria ist. Das Buch enthält die Grignion-Werke: Die wahre Andacht zu Maria, das Geheimnis Mariens und den Brief an die Freunde des Kreuzes. Zusätzlich findet man darin einen reichen Gebetsanhang und die Anleitung zur Vollkommenen Hingabe an Jesus durch Maria. Dies ist ein Buch, das man nicht nur lesen, sondern betrachten kann, weil es die Herzen anspricht. 354 Seiten, Bestell-Nr. 1395, € 16,50, sFr. 21,90.
(Quelle: "Der Gefährte" 3/2014, S. 17, Wien)


Hl. Pater Pio - der Priester mit den den Wundmalen Christi...
P. Pio, der erste stigmatisierte Priester der Katholischen Kirche, zählt zu den großen Mystikern unseres Jahrhunderts. Er starb am 23. September 1968. 47 Jahre nach seinem Tod ist sein Ruhm nicht kleiner geworden. Unzählige Menschen besuchen sein Grab und verehren ihn. ... Gott wirkte Großes durch P. Pio. Er war ein Mann des Gebetes und des Leidens. Die ihm erwiesenen Gnaden waren in jeder Beziehung außergewöhnlich: sichtbare Wundmale, Mitleiden der Passion Christi, Seelenschau, wunderbare Heilungen an Leib und Seele, geistige Vaterschaft für Millionen Menschen, Bilokation, die gleichzeitige Anwesenheit einer Person an zwei verschiedenen Orten. Es handelt sich hier um eine im Leben vieler Heiliger bezeugte Erscheinung mystischer Natur. Gott hat P. Pio tausendfach bezeugt. Viele Seiten könnte man füllen, würde man alle wunderbaren Heilungen beschreiben, die Gott durch P. Pio wirkte...
Diese außergewöhnlichen Gnaden waren weitgehend die Folge einer Totalhingabe im Sühneleiden, ähnlich wie bei seinem großen Vorbild, dem heiligen Franziskus. Es genügt, wenn man sein Leben betrachtet, seine Briefe und Aufzeichnungen liest, um zu verstehen, daß wir vor einem außergewöhnlichen Menschen stehen.
Schon Papst Benedikt XV., über den stigmatisierten Kapuziner befragt, sagte: „P. Pio ist ein außergewöhnlicher Mensch, einer von jenen, die der Herrgott ab und zu auf die Erde schickt, um die Menschen zu bekehren..." Bei P. Pio stand die Feier der heiligen Eucharistie im Mittelpunkt. Geheimnisvoll durfte er das Leiden und Sterben Jesu bei jeder heiligen Messe miterleben. Unzählige Menschen haben in tiefer Erschütterung das heilige Meßopfer P. Pios mitgefeiert, sein Weinen und Bluten gesehen und dabei etwas verspürt von dem ungeheuren Drama, das sich bei dem immerwährenden Erlösungsopfer Christi vollzieht. P. Pio war mit Christus Priester und Opferlamm zugleich. Das spürten alle, die ihn am Altar erlebten...
Der stigmatisierte Kapuziner war ein Mann des Gebetes und des Leidens. Auch P. Pio sind die qualvollen Prüfungen, die Gott allen jenen vorbehält, die ihn am meisten lieben, nicht erspart geblieben: die dunkle Nacht der Seele, das tiefe Schweigen Gottes, die Zeit der Finsternis und der scheinbaren Gottverlassenheit, in der das Gnadenlicht erlischt und der Glaube dunkel und schwer wird... Was an P. Pio beeindruckt, ist vor allem seine tiefe Glaubenserfahrung, seine Gottesnähe. Er lebte in Gott und Gott lebte in ihm. Alle, die ihm näherkommen durften, bekennen einmütig, daß sie durch P. Pio hindurch Gott begegnet sind. Aus Erfahrung wußte er, was Prüfung und Leiden bedeuten. Er riet immer, sich nie durch die Prüfungen erschüttern zu lassen: „Sie werden nur eine Weile dauern", sage er und erklärte, daß man nie Angst haben solle, wenn der Sturm tobe... Nach dem Hinscheiden P. Pios schrieb der „Osservatore Romano", die Zeitung des Vatikans: „P. Pio hat unzählige Seelen getröstet und zum Herrn zurückgeführt, er hat Menschen, die sich vom Glauben und vom christlichen Leben entfernt hatten, mit Gott versöhnt, manchmal sogar solche, die Feinde und Gegner der Religion waren. Sein Beichtstuhl war ein Gericht des Erbarmens und der Entschlossenheit zugleich..." Über fünfzig Jahre ist P. Pio ein von Gott Gezeichneter gewesen, aus dessen Wunden das Blut geflossen ist. Über fünfzig Jahre hat sich dieser stigmatisierte Kapuziner dem Herrn als Sühneopfer angeboten. Er starb vor 47 Jahren, am 23. September 1968. In der Dunkelheit einer schlichten Klosterzelle erlosch das Licht seines Lebens in dieser Welt, um in österlichem Glanz neu zu erstrahlen. P. Pio hat das Schwere, Schmerzliche und Leidvolle in seinem Leben aus der Kraft des Glaubens bewältigt. Und was ihn vor allem auszeichnete, was seine heroische Gottes- und Nächstenliebe, seine Treue zur Kirche. Sein Leben ist ein leuchtendes Zeichen der Fruchtbarkeit des Evangeliums. Ergebnis: 50 Jahre Ordensleben, 50 Jahre ans Kreuz des Heilands geschlagen, 50 Jahre verzehrendes Feuer für den Herrn und für seine Erlösten. Der Beweis für das heiligmäßige Leben von P. Pio ist in 54 großen Bänden niedergelegt, die der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen vorgelegt wurden. Was viele Leser noch nicht wissen: P. Pio sagte das Pontifikat Johannes Pauls II. voraus und auch das Attentat vom 13. Mai 1981. Näheres über den stigmatisierten Kapuziner in dem Buch „Pater Pio - durchsichtig auf Gott hin". Best.-Nr. 5267.


Hl. P. Pio: „Wie weh tut es mir, Jesus weinen zu sehen..."
Wir veröffentlichen hier zwei Briefe, die P. Pio in seinen ersten Priesterjahren geschrieben hat und die uns teilhaben lassen an dem Einblick, den der Herr ihm gewährt hat in das Geheimnis von Liebe und Sünde. Die beiden Briefe stammen aus dem Jahre 1913 und sind an P. Augustin, den Seelenführer P. Pios, gerichtet. Aus dem Brief vom 12. März 1913: „Hören Sie, mein Vater, die gerechten Klagerufe Jesu: 'Mit welcher Undankbarkeit wird von den Menschen meine Liebe heimgezahlt! Ich wäre weniger beleidigt von jenen, wenn ich sie weniger geliebt hätte. Mein Vater will sie nicht mehr ertragen. Ich möchte aufhören, sie zu lieben, aber (...) ach, mein Herz ist da zum Lieben. Die feigen und trägen Menschen tun sich keine Gewalt an, um sich in den Versuchungen zu überwinden, sie erfreuen sich sogar in ihren Bosheiten. Die von mir mit Vorzug geliebten Seelen versagen in der Prüfung, die Schwachen überlassen sich der Verwirrung und der Verzweiflung, die Starken erschlaffen nach und nach... Sie kümmern sich nicht mehr um das Altarsakrament. Man redet nie von diesem Sakrament der Liebe und auch jene, die davon reden, ach, mit welcher Gleichgültigkeit, mit welcher Kälte! Mein Herz ist vergessen. Niemand kümmert sich um meine Liebe. Ich bin immer betrübt. Mein Haus ist für viele zum Unterhaltungstheater geworden. Auch meine Diener, die ich immer mit besonderer Liebe betrachtet und geliebt habe wie die Pupille meines Auges, sie, die mein Herz voller Bitterkeit trösten müßten, sie, die mir beim Werk der Seelenrettung helfen müßten, wer würde es hingegen glauben, daß ich gerade von ihnen Undankbarkeiten und Unaufmerksamkeiten empfangen muß. Ich sehe, mein Sohn, viele unter ihnen (...), die unter heuchlerischem Schein mich verraten durch gotteslästerliche Kommunionen, indem sie die Erleuchtungen und Stärkungen, die ich ihnen fortwährend gebe, mit Füßen treten...' Mein Vater, wie weh tut es mir, Jesus weinen zu sehen!
Dann fügte der Herr hinzu: 'Mein Sohn, ich brauche Opferseelen, um den gerechten und göttlichen Zorn meines Vaters zu besänftigen. ( Erneuere mir das Ganzopfer deiner selbst und mache es ohne jeden Vorbehalt!). Das Ganzopfer meines Lebens habe ich erneut dargebracht, mein Vater... Wenn es Ihnen gelingt, versuchen Sie Seelen zu finden, die sich dem Herrn als Opfer für die Sünder darbringen. ( Jesus wird Ihnen helfen..." Aus dem Brief vom 7. April 1913: „Am Freitagmorgen befand ich mich in meiner Zelle, als Jesus mir erschien. Er war übel zugerichtet und entstellt. Er zeigte mir eine große Zahl von Ordens- und Weltpriestern, darunter verschiedene kirchliche Würdenträger. Die einen zelebrierten gerade, die anderen bereiteten sich auf die hl. Messe vor, wieder andere zogen gerade die heiligen Gewänder aus. Jesus so in Ängsten zu sehen, bereitete mir große Qual. Ich wollte ihn deshalb fragen, warum er so leide. Doch bekam ich keine Antwort. Sein Blick richtete sich jedoch auf jene Priester; aber ein wenig später, gleichsam entsetzt und des Schauens müde, zog er seinen Blick zurück und wandte sich mir zu, was mir großen Schrecken verursachte. Dabei bemerkte ich, wie ihm Tränen über die Wangen rollten. Er enfernte sich von dieser großen Schar der Priester mit einem starken Ausdruck des Mißfallens auf seinem Antlitz. Dann wandte er sich wieder an mich und sagte: Mein Sohn, glaube nicht, daß meine Todesangst nur drei Stunden gedauert hat, nein. Durch diese von mir mit Wohltaten überhäuften Seelen werde ich bis zum Ende der Welt in Todesangst sein. Während der Zeit meiner Todesangst darf man nicht schlafen. Meine Seele geht auf die Suche nach ein paar Tropfen Mitleid; aber ach, sie lassen mich allein unter dem Gewicht der Gleichgültigkeit. Die Undankbarkeit und der Schlaf meiner Diener machen mir die Todesangst noch drückender...
Ach, wie schlecht erwidern sie meine Liebe! Was mich noch mehr betrübt, ist, daß sie zu ihrer Gleichgültigkeit noch die Verachtung und den Unglauben hinzufügen. Schreibe deinem Seelenführer und berichte ihm, was du von mir an diesem Morgen gesehen und gehört hast..!' Jesus fuhr noch weiter fort. Aber was er sagte, werde ich niemals einem Geschöpf dieser Welt offenbaren können. Diese Erscheinung verursachte mir solche Schmerzen, daß ich den ganzen Tag darniederlag und glaubte, daran sterben zu müssen...
Jesus hat recht, wenn er sich über unsere Undankbarkeit beklagt. Wieviele von unseren unglückseligen Brüdern beantworten die Liebe Jesu damit, daß sie sich mit fliegenden Fahnen der infamen Sekte der Freimaurerei in die Hände werfen. Beten wir für sie, daß der Herr ihren Geist erleuchte und ihr Herz berühre..."
Mediatrix-Verlag  -  LINK
(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 6,  Sept./Okt. 1994, S. 14-16., Wien   -   mit kleinen Anpassungen durch den Webm.)


sel. Paul Josef Nardini, ein Seliger für unsere Zeit...
Papst Benedikt XVI. gab am 26. Juni ein Dekret der Heiligsprechungskongregation frei. In diesem wird ein Wunder anerkannt, das auf die Fürsprache Nardinis hin gesche­hen ist. Es handelt sich bei diesem Wunder um eine medizinisch nicht erklärbare Genesung einer Ordensschwester von Magenkrebs. Seit der Seligsprechung im Jahr 2006 hat Deutschland einen neuen Heiligen aus der Pfalz: den Priester Paul Josef Nardini. Nardinis Leben zeigt, wie Gott Großes wirkt, wenn man sich in guten und schlechten Zeiten auf ihn verlässt. Kaplan Stephan Messner möchte im Büchlein "Ein Seliger für unsere Zeit" den sympathischen Geistlichen weiten Kreisen vorstellen, denn sein selbstloses, großherziges Wirken und Charisma ist auch für unsere Zeit sehr bedeutsam. Im Buch stellt auch eine Novene Nardinis Spiritualität vor und macht Mut, seine Fürbitte anzurufen. 94 Seiten, Bestell-Nr. 3727, € 6,-, sFr. 7,90.
(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 1,  Jan./Febr. 2016, S. 14, Wien)   -   Mediatrix-Verlag  -  LINK


Hl. Pfarrer von Ars
Johannes Maria Vianney, der als heiliger Pfarrer von Ars in die Geschichte einging, zählt zu den herausragendsten und leuchtendsten Gestalten der Kirche. Er wurde am 8. Mai 1786 in Dardilly bei Lyon geboren, empfing am 13. August 1815 in Grenoble die Priesterweihe. Was in seinem Leben in erster Linie auffällt, sind außerordentliche, jedoch sehr gut bezeugte Phänomene...
Er öffnete den Menschen den Zugang zu einer unsichtbaren Welt, die dem gewöhnlichen Auge verborgen bleibt. Unzählige fanden durch in den Weg zu Gott, lernten durch ihn den spirituellen Reichtum der Kirche kennen. Der Pfarrer von Ars war ein Priester nach dem Herzen Jesu, ein Mystiker, ein begnadeter Beichtvater. Er aß wenig und schlief kaum. Mehr als dreißig Jahre saß er täglich zehn, zwölf Stunden, manchmal fünfzehn bis sechzehn Stunden, im Beichtstuhl. Bis zu seinem Tod blieb seine gesalbte Priesterhand zur Lossprechung erhoben...
Er war so von Gott ergriffen, dass seine Gottesliebe zum Motor seines Lebens wurde. Er hatte die Gabe der Seelenschau und die Gabe der Prophethie. In seinem Leben hatte es, wie Francis Trochu, sein Biograph, schreibt, viele außergewöhnliche Ereignisse gegeben. Die Vereinigung mit dem eucharistischen Heiland beim heiligen Messopfer ergriff ihn so sehr, dass die Gläubigen ihn nicht selten weinen sahen...
Groß war die Innerlichkeit, die die Menschen in der Begegnung mit dem Pfarrer von Ars gespürt haben, die Nähe zu Jesus, die Liebe zum eucharistischen Heiland. Er verstarb am 4. August 1859, völlig verbraucht, ausgezehrt und erschöpft.
Die vorliegende Biographie des hl. Pfarrers von Ars, wurde in viele Sprachen übersetzt. Hier wurden nicht nur alle Akten des Selig- und Heiligsprechungsprozesses verarbeitet, sondern dazu noch die gesammelten Predigten des Pfarrers, die kostbare Schätze enthalten. Johannes-Maria-Baptist Vianneys glühender Wille, die Menschen zu Christus zu führen, gab ihm Kraft, sich durch Fasten und Beten in einer besonderen Weise für seine Mitmenschen zur Ehre und zum Lob Gottes hinzugeben. Er verbrachte viele Stunden im Beichtstuhl, dies hatte Folgen: plötzlich ist Ars in aller Munde. Es kommen viele Leute, die den Pfarrer selbst erleben und sehen wollen. Der Pfarrer des kleinsten Dorfes hatte eine große Gemeinde: 80 000 Seelen.
508 Seiten, Bestell-Nr. 2724, € 17,80, sFr. 25,90.
(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 1,  Jan./Febr. 2016, S. 16, Wien)   -   Mediatrix-Verlag  -  LINK

Hier ist noch eine der letzten Antworten, die er einem Beichtkind gab, das ihn fragte, wie man sich den Himmel erwerben könne. Wir glauben, dass in diesen Worten die Kompromisslosigkeit und Originalität seines Lehrens wie in einem Brennpunkt aufleuchten: „Sich den Himmel erwerben? Mein Freund, dazu braucht es die Gnade und das Kreuz.". In den aufgezeichneten Gedanken des Pfarrers von Ars bewundern wir immer wieder seine Harmonie zwischen Göttlichem und Menschlichem, Erhabenem und Niedrigem: „Der liebe Gott ist nicht grausam, aber er ist gerecht. Es gibt sowohl für die Gnade als auch für die Sünde ein Maß. Ist dieses voll, dann zieht Gott sich zurück".
Himmel und Hölle gelten den heutigen „Aufklärern" als überholt, höchstens als Bezeichnung für glückliche, bzw. leidvolle Ausdrücke irdischer Zustände werden sie toleriert. Um das ewige Leben glaubwürdig verkünden zu können, müssen wir selbst zuerst vom Glauben an die himmlische Heimat erfüllt sein (Phil 3,20), so wie der hl. Paulus "alles Irdische als Kehricht betrachten und nach dem streben, was vor uns liegt" (Phil 3,8.14). Um irdische, vergängliche Güter rackern wir uns ab, für das ewige Leben ist uns schon die geringste Anstrengung zuviel. Hören wir dazu den hl. Pfarrer von Ars: „Welch schöne und große Sache ist es doch, Gott zu erkennen, zu lieben und zu dienen. Nur das haben wir auf der Welt zu tun. Alles, was wir sonst tun, ist verlorene Zeit... In der Welt verbirgt man Himmel und Hölle. Den Himmel, weil man ihm um jeden Preis zustreben würde, wenn man einmal seine Schönheit erkannt hat. Die Hölle, weil man alles tun würde, um ihr zu entrinnen, wenn man einmal die ewigen Qualen erkannt hat... Auf Erden muss man arbeiten und kämpfen. Zum Ausruhen ist genug Zeit in der Ewigkeit.
Wer gut informiert ist, hat immer zwei Führer, die ihm vorhergehen: den guten Rat und den Gehorsam. Ich bin überzeugt, wer dem Wort Gottes nicht das nötige Gehör schenkt, wird sich nicht retten. Er wird nicht wissen, was er für seine Rettung tun muss".
(Quelle: "Erneuerung in Christus" Nr. 9/10-2009, S. 7, Gaming)



Hl. Philipp Neri. Ordensgründer, Mystiker
Geboren am 21. Juli 1515 in Florenz in Italien, war Philipp Romolo de Neri Sohn eines Notars. Er verlor schon früh seine Mutter und wurde von der Stiefmutter erzogen. Er besuchte die Dominikanerschule an San Marco in seiner Heimatstadt Florenz, wo ihn deren Leiter, der später auf dem Scheiterhaufen verbrannte Savonarola, faszinierte. Bei einem Onkel absolvierte er eine dreijährige kaufmännische Lehre in der Nähe des Klosters Montecassino, wo er viel Zeit im Mutterkloster des Benediktinerordens verbrachte und vom klassischen Ideal des Einsiedlerlebens angesteckt wurde; ungefähr zu dieser Zeit erlebte er seine Bekehrung, die er als Gabe der Inbrunst schildert.
Arm und mittellos ging er 1533 nach Rom, dort war er 16 Jahre lang als Erzieher in einer Familie tätig und besuchte 1534 bis 1537 Vorlesungen in Theologie und Philosophie an der päpstlichen Universität und bei den Augustinern. Dort lernte Philipp Ignatius, den Gründer des Jesuitenordens, kennen. Beeindruckt von seinem Wesen, kümmerte auch er sich um Arme und Kranke. Noch während seines Studiums verkaufte er alle seine Bücher außer der Bibel, gab den Erlös den Armen und widmete sich der religiösen Unterweisung des Volkes auf der Straße. Entsprechend seinem heiteren Naturell führte er witzige und schlagfertige Gespräche mit einfachen Leuten, aber auch mit Kaufleuten und Künstlern, was ihm den Beinamen der lachende Heilige eintrug. Zunehmend wurden ihm mystische Gnadenbeweise zuteil, so in den Katakomben des Sebastian, wo sich zwei Rippen über seinem Herzen stark wölbten, ohne Schmerzen zu verursachen. Ohne Unterlass betete er, manchmal schlief er in einer Kirche, um auch im Schlaf Gott nahe zu sein. Sein Leben kam dem eines Narren um Christi willen nahe.
1548 gründete Philipp gemeinsam mit seinem Beichtvater die Confraternitä di SS. Trinitä, die Bruderschaft der Heiligsten Dreieinigkeit, eine Gesellschaft von Laien zur Betreuung von bedürftigen Rompilgern, Kranken und Armen.
1551 empfing Philipp die Priesterweihe. Seine Versammlungen und Gottesdienste mit Lobliedern und Gebeten in der Volkssprache wurden so beliebt, dass 1552 über dem Kirchenschiff ein zusätzlicher Raum eingerichtet werden musste, um die wachsende Zuhörerschaft unterzubringen. In diesem Raum, dem Oratorium, entstand eine Wohngemeinschaft Gleichgesinnter des Dritten Weges neben Laien und Orden, innerlich zusammengehalten von gemeinsamem Glaubensgespräch, von Beten und Bibelbetrachtung. Das Oratorium wurde zum Mittelpunkt der Tätigkeit Philipp Neris, die auch geistliche Lieder umfasste, wovon sich der Begriff Oratorium als musikalische Gattung ableitet. 1552 gründete er seine Weltpriester-Kongregation der Oratorianer, die 1575 vom Papst bestätigt wurde. Ihre Aufgabe war, dass die Priester durch tägliches Gebet, geistliche Diskussionen und unermüdliche Abnahme der Beichte das Heil förderten.
Wegen seiner Heiterkeit - in einer Zeit, in der es einem eher nicht zum Lachen war - bekam Philipp den Beinamen der lachende Heilige. Eine Anekdote verrät viel über seinen Humor und seine Denkweise:
Einmal sollte der Priester Philipp prüfen, ob eine bestimmte Schwester, die im Ruf der Heiligkeit stand, wirklich heilig sei. Die Aufgabe löste er so: Er wartete einen Tag ab, an dem es stark regnete. Dann ging er durch Schmutz und Schlamm stapfend zu ihrem Kloster und ließ die betreffende Schwester rufen. Als sie kam, bat er sie, ihm seine Schuhe zu säubern. Die Heilige lehnte aber empört ab. Lächelnd ging Philipp wieder nach Hause, - für ihn war sie keine Heilige!
Im Mittelpunkt von Philipps Frömmigkeit stand das Pfingstwunder und besonders die Verehrung der Gottesmutter Maria. Er war demütig, tat für sich nicht viel, - aber viel für andere. Bekam ein Kranker keinen Besuch, dann hat ihn Philipp besucht, ihn etwas aufgemuntert und ihn getröstet, las ihm aus der Bibel vor oder machte ein Späßchen mit ihm. Er hatte auch stets ein offenes Ohr für junge Menschen und kümmerte sich rührend um arme und verwahrloste Kinder.
Philipp tat alles, um nicht als Heiliger zu wirken; so erschien er mal mit halbrasiertem Bart, mal mit Pelzmantel im Sommer, mal mit rosa Filzpantoffeln. Er tat nichts Ungewöhnliches, aber das immer ungewöhnlich gut nach seinem Motto: Das Gewöhnliche ungewöhnlich gut tun und dabei fröhlich bleiben. Johann Wolfgang von Goethe erklärte Philipp in seiner Italienischen Reise daher zu seinem Lieblingsheiligen.
Philipp starb am Fronleichnamstag, am 26. Mai 1595 in Rom, an Blutsturz. Zu seiner Beisetzung kam eine unübersehbare Menschenmenge; dass er beim Volk Pippo buone, der gute Philipp genannt wurde, zeigt seine Beliebtheit; er gilt als der zweite Apostel Roms; zu seinem 500. Geburtstag erschien das Buch „Das Leben des heiligen Philipp Neri in Anekdoten", 271 Seiten, Bestell-Nr. 1905.
Mediatrix-Verlag  -  LINK
(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 5-2015 Sept/Okt.,  S. 10-12., Wien)

Hl. Walburga
Walburga kam mit ihren zwei Brüdern Willibald und Wunibald vom Süden Englands nach Germanien und sie unterstanden dem Bischof Bonifatius. Zu ihrer Zeit entstanden zwei Klöster in Heidenheim, eines für Schwestern, das andere für Brüder. Nach dem Tode ihres Bruders Wunibald leitete Walburga beide Klöster in vorbildlicher Weise. Im Jahre 779 starb die hl. Walburga. Bischof Otkar ließ im 9. Jahrhundert die Gebeine der hl. Walburga nach Eichstätt überführen. Das bedeutete soviel wie ihre Heiligsprechung. Dabei wurde berichtet, daß die Gebeine der hl. Walburga von klarem Wasser benetzt waren. Ab dem jahre 1042 sammelte man das wunderwirkende Wasser, das sich zu ganz bestimmten Zeiten, nämlich von Anfang Oktober bis Ende Februar eines jeden Jahres, bis zum heutigen Tag bildet, in einem darunterliegenden Auffangbecken. Dieses wunderwirkende Wasser wird als sog. "Walburgisöl" im Kloster zu Eichstätt gegen Spende abgegeben. Bereits im Jahre 893 wurde von 54 ganz außergewöhnlichen Heilungen berichtet. Wissenschaftler können sich dieses Phänomen der Wasserbildung zu ganz bestimmten Zeiten bis heute nicht erklären. Es ist ein außerordentlich großes Wunder, das jedes Jahr zur selben Zeit stattfindet und auch wieder zur selben Zeit endet. Aufzeichnungen belegen, daß dieses Wunder schon mehr als 1000 Jahre anhält. Seit dem Jahr 1615 haben sich im Walburgiskloster zu Eichstätt mehr als 1200 Votivtafeln angesammelt, die von Danksagungen für Wunder bezeugen, die von der hl. Walburga erfleht wurden.



Impressum
zurück zur Hauptseite