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Himmlisches Jerusalem: Die Tore zum Himmel stehen für jeden weit offen 
Die große Bedeutung Mariens für das ewige Heil eines jeden Menschen


Der Evangelist Johannes führt im einundzwanzigsten Kapitel der geheimen Offenbarung wörtlich folgendes aus: «Und es kam einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen halten, voll von den letzten sieben Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Braut des Lammes! Und er führte mich im Geiste auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, welche von Gott aus dem Himmel herabstieg. Sie hatte die Klarheit Gottes, und ihr Licht war gleich einem köstlichen Steine, wie Jaspisstein, wie Kristall. Sie hatte eine große, hohe Mauer mit zwölf Toren, auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, welches die Namen der zwölf Stämme der Kinder Israels sind. Von Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, von Mittag drei Tore, von Abend drei Tore. Die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine, und darauf waren die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. Und der mit mir sprach, hatte ein goldenes Meßrohr, daß er die Stadt und ihre Tore und die Mauer messe. Und die Stadt war im Geviert gebaut, ihre Länge so groß als ihre Breite, und er maß die Stadt mit dem goldenen Maßstabe zu zwölftausend Stadien; und ihre Länge und Höhe und Breite sind gleich. Und er maß ihre Mauer zu hundertvierundvierzig Ellen nach Menschenmaß, nach welchem der Engel sich richtete. Und der Bau ihrer Mauer war aus Jaspis; die Stadt selbst aber war reines Gold gleich reinem Glase» (Offb 21, 9-19). (264)

Welche Aufgabe hat dieser Engel?
Die Engel, von denen der Evangelist hier redet, ist einer von jenen 7 besonderen Engeln, die vor dem Throne Gottes stehen und den Auftrag haben, einzelne Sünden der Menschheit zu züchtigen. Die hier benannte Züchtigung wird der Allerhöchste in Seinem Zorne in den letzten Weltzeiten vornehmen. Es wird eine Züchtigung sein, wie es sie nie zuvor gab, also noch schlimmer als die Sintflut, und wie es sie nie wieder geben wird! (vgl. Offb 15,1).
 
Die heilige und ehrwürdige Maria von Agreda war von Gott begnadet, in vielen Schauungen und Eingebungen tiefe Einlicke in das Leben und Wirken und in die Gnadenfülle der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu erhalten. Der spanischen Mystikerin Maria von Agreda wurde gezeigt, daß dieser im obigen Evangeliumstext in Offb 21, 9-19 erwähnte Engel die Aufgabe hat, die gegenüber der Gottesmutter begangenen Sünden zu züchtigen und diese Strafe wird sehr fürchterlich sein!

In wahnsinniger Verachtung weisen die Menschen die heilige Jungfrau Maria zurück, sie mißachten sie, sie verhöhnen sie sogar. Das hat den Zorn Gottes herausgefordert. Gott wird Rache dafür nehmen, daß die Menschen diesen lebendigen Tabernakel der Allerheiligsten Dreifaltigkeit nicht erkannt, nicht verehrt und sich diese unaussprechliche Barmherzigkeit nicht zunutzegemacht haben! Gott hat die heilige Jungfrau Maria über alle Engel und Menschen gestellt und sie zu einem Spiegel der Gottheit gemacht und zur einzigen Mittlerin zu Gott. Die Allerheiligste Jungfrau Maria ist das reinste Geschöpf, das die Erde jemals betreten hat! Von der Empfängnis an war sie frei von jeder Sünde, auch von der Erbsünde! Deshalb nennt man sie auch "Unbefleckt empfangene Jungfrau". Wehe jenen Menschen, die von den Strafgerichten dieses Engels betroffen sein werden, weil sie diese Wahrheiten mißachtet und nicht zu ihrem Wohl und zu ihren Gunsten benutzt, sondern sogar über sie gelästert und gespottet haben! (265)

Was ist unter der "heiligen Stadt Jerusalem" bzw. dem "himmlischen Jerusalem" zu verstehen? (vgl. Offb 21, 9-19)
"die heilige Stadt Jerusalem"
In ihrem Werk "Die geistliche Stadt Gottes" führt uns die Mystikerin und Dienerin Gottes, die hl. Maria von Agreda, in die geheimnisvolle Welt Gottes ein, sie sagt:
Der Engel sprach zum hl. Evangelisten, dem Apostel Johannes: "Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Braut des Lammes!" Und der Engel erklärt, daß die heilige Stadt Jerusalem, die er dem Evangelisten Johannes zeigte, die Braut des Lammes sei, und daß er unter dem Bild der heiligen Stadt die heilige Jungfrau Maia gemeint habe. Der Evangelist Johannes sah Maria sowohl als Mutter wie auch als Braut des Lammes, mit dem ja Jesus Christus selbst gemeint ist. Die Allerheiligste Jungfrau Maria war die vom Himmel geschaffene Braut des einzigen Gottes, sie war auch Mutter des menschgewordenen Gottes, indem sie Jesus Christus ernährt, belehrt und gepflegt hat.
Um aber diese Geheimnisse Gottes in ihrer Tiefe zu schauen und zu verstehen, wurde der Evangelist im Geiste auf einen hohen Berg der Heiligkeit und des Lichts erhoben. Sodann zeigte der Engel ihm die "heilige Stadt Jerusalem, welche von Gott aus dem Himmel herabstieg." Diese Stadt war nicht auf Erden gebaut, sondern sie wurde im Himmel mit einer solch vollkommenen Gott-Ebenbildlichkeit erbaut, wie nur Gott selbst eine solche zu geben vermochte. (266)

"Sie hatte die Klarheit Gottes":
Großes und Lobwürdiges ist in der Katholischen Kirche schon über diese Stadt Gottes in Psalm 86,3 gesagt worden. Jedoch findet man keine menschlichen Ausdrücke, um die göttlichen Vollkommenheiten und Eigenschaften der Seele der heiligen Jungfrau Maria zu beschreiben. Nur Gott selbst kann sie verstehen. Die Seele Mariens empfing Vollkommenheiten, die das treueste Abbild jener Vollkommenheiten sind, welche der unendlich große und gütige und barmherzige und liebende Gott in sich schließt. (267)

".. ihr Licht war gleich einem köstlichen Steine, wie Jaspisstein, wie Kristall."
Der Jaspis hat viele Farben und Schattierungen; der Kristall hingegen ist sehr klar, hell, rein, durchaus einförmig. Beide zusammen bilden eine seltene, liebliche Vielfältigkeit und Abwechslung. So besaß die reinste Jungfrau Maria im Augenblick ihrer Erschaffung die vielfältigsten Vollkommenheiten und Tugenden, mit denen sie der Herr geschmückt hatte. Ihre ganze heiligste Seele gleicht in ihrer makellosen Reinheit und vollkommensten Sündelosigkeit dem reinsten Kristall. In ihrer Klarheit und Reinheit sendet sie Strahlen aus, ähnlich den Strahlen der Gottheit, so daß man meinen möchte, man schaue die Gottheit selbst! Denn der von der Sonne beschienene Kristall ist ein Abbild der Sonne und wirft Strahlen zurück, so daß man meinen könnte, der Kristall schließe die Sonne in sich ein.
Mit dem Wort Jaspis wird angedeutet, daß die hl. Jungfrau Maria eine Tochter Adams ist, denn der Jaspis hat auch Schattierungen. Gott schuf sie, den vollkommen reinsten Menschen, um Mutter Gottes zu werden! (268)

"(Die Stadt) ... hatte eine große, hohe Mauer mit zwölf Toren":
Die Geheimnisse der Allerheiligsten Jungfrau Maria, die durch die Mauer und die Tore der geistlichen Stadt Jerusalem angedeutet werden, sind derart tief und ebenso erhaben, daß man kaum in Worte zu fassen vermag, was Gott der Maria von Agreda gezeigt hat! Im Augenblick ihrer Empfängnis wurden von Gott die ewigen Ratschlüsse ihrer Erschaffung und Verherrlichung erneuert und mit ihr gleichsam ein Vertrag geschlossen. Es war, als sprächen die drei göttlichen Personen in gegenseitiger Einvernahme und Beratung folgendes zueinander: (269)

heilige Jungfrau Maria = Königin und Herrin der gesamten Schöpfung:
"Da Wir diesem reinsten Geschöpf die Würde verleihen, Unsere Braut und zugleich die Mutter des ewigen Wortes zu sein, folglich ist es notwendig und angemessen, daß Wir sie zur Königin und Herrin der gesamten Schöpfung erheben. Wir statten sie mit den Gaben und Reichtümern unserer Gottheit aus und verleihen ihr die weitere Vergünstigung, über die Schätze Unserer unendlichen Erbarmungen volle Gewalt zu besitzen, so daß sie nach ihrem eigenen reinen Wohlgefallen den Menschen jene Gnaden und Gaben verleihen und austeilen kann, deren sie zu ihrem ewigen Heile bedürfen. Insbesonders soll es ihr freistehen, jene zu bereichern, die wie treu ergebene Kinder sie andächtig anrufen. In ihrer Macht soll es stehen, die Armen zu bereichern, die Sünder zu retten, die Gerechten zu erheben und ein Zufluchtsort für alle zu sein! Damit aber alle Geschöpfe sie als ihre Königin und Gebieterin anerkennen und auch wissen, daß sie die Schatzmeisterin aller unserer Gnaden ist und volle Gewalt besitzt, von Unseren unendlichen Reichtümern auszuteilen, darum übergeben Wir ihr den Schlüssel Unseres Herzens: Durch sie wollen Wir alles ausführen, was Wir nach Unserem Wohlgefallen an den übrigen Geschöpfen tun werden. Ferner werden Wir ihr die volle Herrschaft und Gewalt über den Drachen, Unseren Feind, und über alle mit ihm verbündeten bösen Geister verleihen. Diese sollen ihre bloße Gegenwart und ihren Namen fürchten. In ihrem Namen sollen die Anschläge der bösen Geister vereitelt und zuschanden werden, und alle jene Menschen, die in dieser Stadt der Zuflucht Schutz suchen, sollen ihn finden, und zwar so sicher und gewiß, daß sie die Teufel und ihre Fallstricke nicht zu fürchten brauchen." (270)

Der Herr befahl ihr schon damals, daß sie für alle Seelen aufs Innigste bete und sich bemühe, ihnen das ewige Heil zu erflehen. Insbesonders sollte sie diesen Dienst jenen erweisen, die sich im Laufe ihres Lebens ihr anempfehlen würden. Die Heiligste Dreifaltigkeit machte ihr gegenüber die Zusage, daß vor Ihrem gerechten Richterstuhle ihr keine Bitte abgeschlagen werde, sie möge dem Satan befehlen und ihn durch die Kraft ihres Befehls von den Seelen abhalten, denn der Arm des Allmächtigen werde ihr in allem helfen. Der Grund, warum sie all diese Gnaden empfing, wurde ihr damals noch nicht geoffenbart. Dieser Grund war aber der, daß sie zur Mutter des ewigen Wortes auserwählt war. Der hl. Evangelist Johannes deutet mit den Worten, daß die Stadt "eine große, hohe Mauer" habe, genau diese Gnadenauszeichnung an, die Gott Seiner Mutter verlieh, indem Er sie zu der geheiligten Zufluchtsstätte machte, in welcher alle Menschen wie in einer befestigten, von sicheren Mauern umschlossenen Stadt Schutz und Hilfe gegen die Feinde finden sollten. Zu ihr, als der mächtigen Königin und Herrin alles Erschaffenen, zu ihr, als der Ausspenderin aller Gnadenschätze des Himmels, sollten alle Kinder Adams ihre Zuflucht nehmen! Im hl. Evangelium wird ausgesagt, die Mauer sei sehr hoch gewesen. Die Macht der Allerreinsten Jungfrau Maria, den Satan zu überwinden und die Seelen in den Stand der Gnade (zurück) zu erheben, ist nämlich so groß und gewaltig, daß nur die Allmacht Gottes sie übertrifft! Diese heilige Stadt ist sowohl für sich als auch für alle, die in ihr Schutz suchen, so gut befestigt, geschützt und gesichert, daß keine erschaffene Macht imstande ist, ihre Mauern zu erstürmen oder zu ersteigern - und das, obwohl alle Tore stets weit offenstehen! (271)

"zwölf Tore":
Diese Mauer der heiligen Stadt hatte  "zwölf Tore": Der Zutritt zu ihr steht allen Völkern und allen Geschlechtern offen. Niemand ist ausgeschlossen! Vielmehr sind alle eingeladen (Spr 9,3f.), durch Vermittlung der Königin und Mutter der Barmherzigkeit sich der göttlichen Gnadengeschenke und der ewigen Seligkeit teilhaftig zu machen und nicht durch eigene Schuld sich davon auszuschließen.
"auf den zwölf Toren waren zwölf Engel": Das sind jene zwölf heiligen Himmelsfürsten, welche ich weiter oben unter den tausend Engeln genannt habe, die zum Schutze der Mutter des menschgewordenen Wortes bestimmt wurden. Die Aufgabe der zwölf Engel besteht außer dem Beistand, den sie ihrer Königin zu leisten haben, darin, daß sie all jenen Seelen, die die heilige Jungfrau Maria andächtig um ihre Hilfe anrufen und durch Andacht, Ehrfurcht und Liebe zu ihr sich besonders auszeichnen, im Auftrage Mariä durch gute Einsprechungen und durch besonderen Schutz zu Hilfe zu kommen. Darum sagt der Evangelist, daß er sie auf den Toren der Stadt gesehen hat. Sie sollen als Diener und Boten die Menschen ermuntern, unterstützen und leiten., daß sie durch die Pforten der Barmherzigkeit Mariä in die ewige Seligkeit eingehen. Sehr oft sendet die Allerheiligste Jungfrau Maria dieselben aus, damit sie durch Einsprechungen und sonstigen Beistand ihre andächtigen Verehrer, die sie demütig anrufen, aus Gefahren des Leibes und der Seele erretten und vor vielerlei Unglück und Leiden bewahren. (272)

"Namen waren darauf geschrieben, welches die Namen der zwölf Stämme der Kinder Israels sind." - Die Engel erhalten nämlich ihre Namen nach dem Dienst oder dem Amt, zu dem sie auf die Erde gesandt werden. Diese zwölf Himmelsfürsten waren der himmlischen Königin besonders deshalb zu Diensten, um in ihrem Namen und Auftrag den Menschen zur ewigen Seligkeit zu verhelfen. Die Auserwählten werden in ihrer Gesamtheit als die "zwölf Stämme Israels" bezeichnet, weil diese das heilige Volk Gottes ausmachen, und deshalb sagt der hl. Evangelist Johannes, daß die Engel die zwölf Namen der zwölf Stämme Israels tragen. Jeder von ihnen ist einem besonderen Stamme zugewiesen, und alle zusammen haben die Aufgabe, denen ihren Schutz und ihre Sorge zuzuwenden, die aus allen Nationen und Geschlechtern der Erde auserwählt und vorherbestimmt sind, durch die Pforten der Vermittlung Mariä in das himmlische Jerusalem einzugehen. (273)
Diese hohe Stelluing Mariens entsprach ihrem Amte, das sie als Mutter Christi bekleidete sowie den Diensten, die sie als Mutter ihrem Allerheiligsten Sohne und damit auch allen Menschen geleistet hat. Aus ihrem reinsten Blute hat sie dem Sohn Gottes den menschlichen Leib gegeben, in welchem Er für die Menschen leiden und ihre Erlösung wirken sollte. Darum hat sie durch diese Einheit des Fleisches und Blutes in Christus mitgelitten und ist sozusagen mit Ihm gestorben. Überdies war sie dem Erlöser bei Seinem bitteren Leiden und qualvollen Sterben stets zur Seite und hat auf ihre Weise mit unaussprechlicher Demut und übernatürlichem Starkmut Sein ganzes Leiden wirklich freiwillig mitgelitten. Eben deswegen hat ihr der Herr auch die hohe Würde einer Mit-Erlöserin verliehen und hat ihr die Verdienste und Früchte der Erlösung übergeben, daß sie diese verteile und daß nur allein durch ihre Hand diese Früchte den Erlösten zufließen. O wunderbare Schatzmeisterin Gottes, wie sicher sind in deinen heiligsten Händen die Reichtümer des Allmächtigen Gottes aufgehoben, wie reichlich fließen sie den Sterblichen zu!

Der hl. Evangelist schreibt weiter: "Diese Stadt hat von Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, von Mittag drei Tore, von Abend drei Tore." Drein Tore sind nach jeder der vier Himmelsrichtungen und zu allen Zeiten. Die Dreizahl deutet an, daß durch diese Tore uns Sterblichen der freie Zutritt zu allem jederzeit offensteht, was Himmel und Erde in sich schließen, selbst zu Dem, der alles Erschaffene ins Dasein gerufen hat, d.h. zu den drei göttlichen Personen, dem Vater, dem Sohne und dem Hl. Geist. ... Jede der drei göttlichen Personen gewährt eigens für sich der reinsten Königin freien, ungehinderten Zutritt zum Throne der unwandelbaren Wesenheit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, damit sie für alle Verehrer auf der ganzen Welt, die sie suchen und ihr dienen, Fürbitte einlege und ihnen die Gnadengeschenke des Himmels zuwende. Darum hat auch kein Mensch der ganzen Welt wo auch immer er sich befinden, welchem Volke, welchem Geschlechte er immer angehören mag, eine gerechte Entschuldigung, wenn er es versäumt, der Gnaden Gottes sich teilhaftig zu machen, denn nach jeder Seite hin sind nicht nur ein, sondern sogar drei offene Tore. In eine Stadt, deren Tore offenstehen, ist der Eintritt sehr leicht. Wenn jemand das Eintreten versäumt, so liegt die Schuld nicht an den stets offenen Toren, sondern an dem, der freiwillig zögert und sich nicht in Sicherheit stellen will. Was werden darum die Ungläubigen, die Ketzer und Heiden einst sagen? Womit werden sich die schlechten Christen und die verstockten Sünder entschuldigen? Die Schätze des Himmels sind in die Hände unserer Mutter und Königin gelegt. Sie selbst ruft uns und treibt uns an durch die hl. Engel. Sie ist die Pforte des Himmels, ja sie eröffnet viele Pforten zum Himmel. Warum gibt es aber doch so viele, die draußen stehenbleiben, und so wenige, die durch diese Pforten eingehen? (274)

"Die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine, und darauf waren die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes":
Die unerschütterlich festen Grundsteine, auf welche Gott diese heilige Stadt, Seine Mutter Maria, schon vom ersten Augenblick ihrer Unbefleckten Empfängnis auferbaute, waren alle Tugenden sowie eine ganz besondere Leitung des Heiligen Geistes, die der Fülle jener Tugend entsprechend war. Die zwölf weist hin auf die heiligen zwölf Apostel. So war diese Stadt aufgebaut auf der höchsten Heiligkeit der Apostel, denn die Apostel sind nach dem Spruche Davids die größten Heiligen, indem die Grundfesten der Stadt Gottes auf den heiligen Bergen gelegt sind (Ps 86, 1). Zweitens: Die Heiligkeit und Weisheit Mariä war nach dem Tode und der Himmelfahrt Jesu Christi gleichsam das Fundament und die festeste Stütze der hl. Apostel und der jungen Kirche. (275)

"Und der mit mir sprach, hatte ein goldenes Meßrohr, daß er die Stadt und ihre Tore und die Mauer messe. Und die Stadt war im Geviert gebaut, ihre Länge so groß als ihre Breite, und er maß die Stadt mit dem goldenen Maßstabe zu zwölftausend Stadien."
Mit diesem Bilde der Messung deutet der hl. Evangelist große Geheimnisse an in Bezug auf die erhabene Würde, die enorme Gnadenfülle und die unermeßlichen Verdienste der Mutter Gottes.

"und ihre Länge und Höhe und Breite sind gleich":
Es war kein Mangel, keine Ungleichheit, kein Mißverhältnis bei der heiligen Jungfrau Maria zu entdecken. (276) ...

"Und der Bau ihrer Mauer war aus Jaspis":
Obwohl ganz rein und ganz heilig und ganz makellos, so zeigte sich die Muttergottes dennoch den Augen der Menschen als Schuldnerin und handelte so, als stünde auch sie im Schatten des allgemeinen Gesetzes, das für alle übrigen Menschen Geltung hat; außerdem unterwarf sie sich allen Mühsalen und Arbeiten, die das gewöhnliche Leben unabweichlich mit sich bringt.

Vom Innern der heiligen Jungfrau Maria bezeugte der hl. Evangelist: «die Stadt selbst aber war reines Gold gleich reinem Glase»:
Weder bei ihrer Unbefleckten Empfängnis noch im Verlaufe ihres unschuldigen Lebens hat sich die Allerheiligste Jungfrau Maria irgendeinen Makel zugezogen, durch den ihre kristallklare Reinheit getrübt worden wäre. So kann sie mit dem reinsten durchscheinenden Glase verglichen werden und mit reinem Gold, dem edelsten und wertvollsten Metall. (281)

(Quelle: Mara von Agreda "Das Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria", Kap. 264 - 281)


Wie kann ein Ungläubiger angesichts dieser Tatsachen, im guten Glauben auf seiner Ungläubigkeit beharren?
Eine Gruppe ostdeutscher, lutherischer Theologen, hat 1971 ein Manifest veröffentlicht, das Zeilen einer ergreifenden Ehrlichkeit beinhaltet:

„In Lourdes, Fatima und anderen Marienheiligtümern, stehen unparteiische Überprüfer übernatürlichen Tatsachen gegenüber, die eine innige Beziehung zur Hl. Jungfrau Maria besitzen, sei es auf Grund von Erscheinungen oder auf Grund wunderbarer Gnaden, die von ihr erbeten und durch ihre Fürsprache erhalten wurden. Es sind dies Tatsachen, die jeder natürlichen Erklärung Trotz bieten. Bis heute wurden 1.200 in Lourdes stattgefundene Heilungen, von Ärzten als wissenschaftlich unerklärbar anerkannt. Die Katholische Kirche hat davon aber nur 44 als Wunder erklärt. Dreissig Jahre lang, haben 11.000 Ärzte aller Religionen und wissenschaftlichen Meinungen, freien Zugang zum Büro der medizinischen Befunde gehabt. Eine als Wunder anerkannte Heilung besitzt aus diesem Grund die grösstmöglichste Gewähr.“
 

Reise und Mission Nr. 113 von FJE
Berichtet in der „Marianischen Sammlung 1991“ von Fr. Albert Pfleger



Beten Sie täglich den Rosenkranz!


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