Buchempfehlung:
Fegefeuer - ein Reinigungs- und Läuterungsort 

Das Fegefeuer
Was kommt nach dem Tode? Wir wissen vom Jüngsten Gericht, vom Fegefeuer, Himmel und Hölle. Noch kein Lebender konnte das Fegefeuer erblicken, aber dennoch wissen wir von den Qualen, die die Armen Seelen erleiden müssen. Maria Simma und viele andere große Gestalten des Glaubens haben darüber berichtet, wie die Armen Seelen leiden, sühnen und was wir für sie tun können. Das Fegefeuer (lat. Purgatorium) ist ein Ort der Reinigung und Läuterung der Seele. Ins Fegefeuer kommt nach dem Erdentod, wer in der Gnade Gottes stirbt, aber noch nicht voll­kommen geläutert ist, die Heiligkeit noch nicht erlangt hat, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen und Gottes Herrlichkeit schauen zu können. Das Fegefeuer ist völlig verschieden von der Bestrafung der Verdammten in der Hölle. Die Armen Seelen sind nur zeitlich befristet im Fegefeuer. Sie werden durch die Gnade Gottes erlöst. Wenn wir Gott in Gebeten darum bitten und den Armen Seelen Heilige Messen und Ablässe zuwenden, können wir ihre Zeit ihrer Läuterung verkürzen.

Romano Guardini beschreibt das Fegefeuer anschaulich:
„Wie ist es aber mit dem Menschen, der zwar guten Willens war, dessen Wille aber nicht -oder noch nicht genug - das Sein ergriffen hat? Dessen gute Gesinnung nur um einiges unter die Oberfläche hinabgedrungen ist, während darunter die Auflehnung saß, und die Tiefen von Bösem und Unreinem voll waren? Dessen Leben überall die Lücken des Unvollbrachten um die Zerstörung des falsch Getanen in sich trug? ... Wenn ein solcher Mensch ins Licht Gottes tritt, sieht er sich mit dessen Augen. Er liebt Gottes Heiligkeit und hasst sich selbst, weil er ihr widerspricht. ... Er durchlebt sich als den, der er vor Gott ist, und das muss ein unausdenkbarer Schmerz sein. Er steht auf Seiten der Wahrheit gegen sich selber. Er ist bereit, seinem eigenen Leben, all dem Versäumten, Halben, Wirren darin standzuhalten. In einem geheimnisvollen Leiden stellt das Herz sich der Reue zur Verfügung und überliefert sich so der heiligen Macht des Schöpfergeistes. Daraus wird das Versäumte neu geschenkt. Das Falsche wird in Ordnung gerückt. Das Böse umgelebt und ins Gute herübergebracht. Nicht äußerlich verbessernd, sondern so, dass alles durch das in der Reue wirkende Geheimnis der umschaffenden Gnade hindurchgeht und neu ersteht."
Dazu empfehlen wir das Buch von Romano Guardini „Die letzten Dinge", 127 Seiten, Bestell-Nr. 2273, € 9,30, sFr. 13,50.

(Quelle: "Der Gefährte" Nr. 4, Juli/August 2015, St. Andrä)   -   Mediatrix-Verlag  -  LINK



Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit: Jesus sagt: "Wer auch nur 1mal dieses Gebet betet, der wird gerettet!"

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