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Barmherzigkeit: Gottes Gnadengeschenk für unsere jetzige Zeit! 

Groß ist der Segen, der von diesen Bildern ausgeht..

Eines der erschütterndsten Beispiele opfernder und sühnender Liebe ist das Leben der heiligen Faustine Kowalska. Schwester Faustine ist eine der bemerkenswertesten Begnadeten in der Geschichte der katholischen Mystik. Keine Mystikerin der katholischen Kirche hat ein so großes visionäres Werk hinterlassen wie Schwester Faustine. Unzählige Menschen lernten durch diese begnadete Ordensfrau den spirituellen Reichtum der Kirche kennen. Unzähligen öffnete sie damit den Zugang zu Gott, zu einer unsichtbaren Welt. Aus einer einfachen, aber tieffrommen Familie stammend, wurde sie von Christus in die Tiefen Seiner unendlichen Barmherzigkeit eingeführt, um den suchenden Menschen Mut zu machen, aus diesen wunderbaren Quellen der Gnade Heil und Erbarmen zu schöpfen...

Anschließend bringen wir Auszüge aus dem Tagebuch der heiligen Schwester Faustine über die beiden Gnadenbilder.
Die „Skapulier-Bruderschaft des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit" möchte die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit verbreiten anhand der Weisungen des Evangeliums (geistige und leibliche Werke der Barmherzigkeit), der Kirchenväter, Kirchenlehrer und Heiligen und aufgrund der kirchlichen Lehre.
Unser besonders Vorbild dafür ist die heilige Faustina Kowalska, die Gott auf einzigartige Weise dazu auserwählte, die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit neu zu beleben. Mitglied der Bruderschaft kann werden, wer bereit ist, das Skapuher des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit zu tragen. Die Skapulier-Bruderschaft wurde in einer ukrainischen Diözese kirchlich errichtet.
 

Vorteile der Skapulier-Bruderschaft des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit:
1. Aufgrund der Offenbarungen Jesu an die heilige Schwester Faustina Kowalska wissen wir, daß Jesus besonders die Verehrung des von ihm geoffenbarten Bildes zur Verehrung seiner Barmherzigkeit wünscht.
„Ich verspreche, daß jene Seele die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Ich verspreche auch, hier schon auf Erden den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen, wie Meine Ehre." (TB. 48)
Durch das Skapuher haben Sie die Möglichkeit, das Gnadenbild des Barmherzigen Jesus zu verehren, indem Sie es auch zu Ihrem Schutz ständig bei sich tragen.
2. Die Vermittlerin aller Gnaden der Göttlichen Barmherzigkeit ist die „Muttergottes der Barmherzigkeit". Sie ist es, die uns diese Gnaden erbittet. Die Gottesmutter hat einen einzigartigen Anteil am Werk der Göttlichen Barmherzigkeit, denn sie hat Jesus Christus, unseren Barmherzigen Erlöser geboren. Jesus ist unser Mittler beim Vater. Durch Sein Kostbares Blut sind wir erlöst und durch die heiligen Sakramente erlangen wir Anteil an den unendlichen Verdiensten, die uns Jesus durch Sein Leiden und Sterben erworben hat. Das Bild der „Muttergottes der Barmherzigkeit" wurde gemalt nach einer Vision der heiligen Schwester Faustina (TB. 33). Die heilige Faustina war eine große Verehrerin der Muttergottes der Barmherzigkeit. Die Kongregation, der sie angehörte, wurde zu Ehren der „Muttergottes der Barmherzigkeit" gegründet.
3. Die Mitglieder der Skapulier-Bruderschaft erhalten Anteil an den Heiligen Messen, die zu Ehren des Barmherzigen Jesus, der Muttergottes der Barmherzigkeit und der heiligen Faustina Kowalska gefeiert werden. Die Namen der Mitglieder werden beim Reliquiar der heiligen Faustina Kowalska aufbewahrt.
Patrone der Bruderschaft sind die Muttergottes der Barmherzigkeit, die heilige Faustina, der heilige Josef und der heilige Erzengel Michael. Ganz besonders setzen wir uns für die Verehrung der Muttergottes der Barmherzigkeit ein.
Bildnachweis: Die Bilder des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit wurden vom bekannten Ikonenmaler Heinrich Salmannsperger, Roßbach 20, D-84494 Niedertaufkirchen gemalt (Tel. 0 87 24/91 14 61). Bei Herrn Salmannsperger können Sie schöne Original-Ikonen, Ölgemälde und hochwertige Drucke bestellen. Es sind auch Ölgemälde des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit erhältlich.

Beschreibung des „Skapuliers vom Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit"
Das Skapulier besteht aus zwei rechteckigen Stoffstücken, die auf Brust und Rücken an zwei Bändern getragen werden. Das vordere rote Stück zeigt das Bild des Barmherzigen Jesus und das hintere weiße Stück das Bild der „Muttergottes der Barmherzigkeit". Das rote Band des Skapuliers wird über der rechten Schulter getragen und bedeutet den roten Strahl des Blutes, der das Leben der Seele ist. (Auf dem Bild des Barmherzigen Jesus ist er vom Betrachter aus links zu sehen). Das weiße Band des Skapuliers wird über der linken Schulter getragen und bedeutet den weißen Strahl des Wassers, der die Seelen rechtfertigt (auf dem Bild des Barmherzigen Jesus ist er vom Betrachter aus rechts zu sehen). Das Skapulier selbst ist ein Sinnbild für das Schutzkleid des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit. Die Farben des Skapuliers sind jene, die Symbole der Göttlichen Barmherzigkeit sind, rot und weiß.
Das „Skapulier des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit" wird auch an Gläubige abgegeben, die nicht Mitglied der Bruderschaft werden möchten. Nur wer es wünscht, kann sich eintragen lassen.
Als die heilige Faustina den Herrn nach der Bedeutung der Strahlen auf seinem Bild (des Barmherzigen Jesus) fragte, so sagte Jesus, daß jene glücklich sind, die im Schatten seiner Strahlen leben. „Glücklich wer in ihrem Schatten leben wird, denn der gerechte Arm Gottes wird ihn nicht erreichen." (TB. 299)
Die Träger des Skapuliers können auf besondere Weise im Schatten der Strahlen des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit leben, da sie diese Bilder ständig durch das Skapulier bei sich tragen.

Beschreibung des Gnadenbildes des „Barmherzigen Jesus"
Am 22. Februar 1931 erschien unser Herr der heiligen Faustina in einer Vision. Sie sah Jesus in einem weißen Gewand. Eine Hand war zum Segnen erhoben, die andere berührte das Gewand auf der Brust. Von der Öffnung des Gewandes an der Brust gingen zwei große Strahlen aus, ein roter und ein blasser. „Schweigend betrachtete ich den Herrn; meine Seele war von Furcht, aber auch von großer Freude durchdrungen. Nach einer Weile sagte Jesus zu mir: "Male ein Bild, nach dem, das du siehst, mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich wünsche, daß dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt. Ich verspreche, daß jene Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Ich verspreche auch, hier schon auf Erden den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen, wie meine Ehre.'" (TB Nr. 47,48)
„Ich überreiche den Menschen ein Gefäß, mit dem sie zur Quelle der Barmherzigkeit um Gnaden kommen sollen. Das Gefäß ist dieses Bild mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich." (TB Nr. 327)
Auf Wunsch ihres geistlichen Vaters fragte die hl. Faustina den Herrn wegen der Bedeutung der zwei Strahlen auf dem Bild. Sie hörte folgende Worte des Herrn: „Die zwei Strahlen bedeuten Blut und Wasser. Der blasse Strahl bedeutet Wasser, das die Seelen rechtfertigt, der rote Strahl bedeutet Blut, welches das Leben der Seelen ist... Diese zwei Strahlen drangen aus den Tiefen meiner Barmherzigkeit, damals als Mein sterbendes Herz am Kreuz mit der Lanze geöffnet wurde. Diese Strahlen schützen die Seelen vor dem Zorn Meines Vaters. Glücklich, wer in ihrem Schatten leben wird, denn der gerechte Arm Gottes wird ihn nicht erreichen. Ich wünsche, daß der erste Sonntag nach Ostern zum Fest der Barmherzigkeit wird." (TB Nr. 299)
„Durch das Bild werde Ich den Seelen viele Gnaden verleihen; es soll an die Forderungen Meiner Barmherzigkeit erinnern, denn auch der stärkste Glaube hilft nichts ohne Taten." (TB Nr. 742)
Als die heilige Faustina betrübt war darüber, daß das Bild des Barmherzigen Jesus nicht so schön war, wie sie Jesus sah, tröstete sie der Herr mit den Worten: „Nicht in der Schönheit der Farben oder des Pinselstrichs liegt die Größe dieses Bildes, sondern in Meiner Gnade. " (TB Nr. 313)
Jesus wünschte, daß unterhalb des Bildes die Worte:, Jesus, ich vertraue auf Dich!" zu lesen sind. Über das Vertrauen sagte er zur heiligen Faustina:
„Seelen, die nach Vollkommenheit streben, sollten Meine Barmherzigkeit besonders preisen, denn die Fülle der Gnaden, die Ich ihnen erteile, fließt aus Meiner Barmherzigkeit. Ich wünsche, daß diese Seelen sich mit unbegrenztem Vertrauen auf Meine Barmherzigkeit auszeichnen. Ich Selbst befasse Mich mit der Heiligung solcher Seelen; Ich lasse ihnen alles zukommen, was sie zu ihrer Heiligkeit benötigen. Aus Meiner Barmherzigkeit schöpft man Gnaden mit nur einem Gefäß - und das ist das Vertrauen. Je mehr eine Seele vertraut, um so mehr bekommt sie. Seelen, die unbegrenzt vertrauen, sind Mir eine große Freude, denn in solche Seelen gieße Ich alle Meine Gnadenschätze. Es freut Mich, daß sie viel verlangen, denn es ist Mein Wunsch, viel zu geben, und zwar sehr viel. Es betrübt Mich dagegen, wenn die Seelen wenig verlangen und ihr Herz verengen." (TB Nr. 1578)

Der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes
1935 hatte die heilige Faustina eine Vision von einem Engel, der zur Züchtigung einer Stadt ausgesandt worden war. Der Engel konnte diese Züchtigung nicht mehr ausführen, als die heilige Faustina zu Gott um Barmherzigkeit flehte mit den Worten, die sie innerlich hörte. Diese Worte sind der Inhalt des Rosenkranzes. In den darauffolgenden Offenbarungen erklärte Jesus der heiligen Faustina, daß dieser Rosenkranz nicht nur für sie bestimmt war, sondern für die ganze Welt. Jesus gab große Verheißungen für das Verrichten des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes.
28.1. (1938) Heute sagte mir der Herr: „Tochter, schreibe diese Worte auf: Alle Seelen, die Meine Barmherzigkeit rühmen, ihre Ehre ausbreiten und andere Seelen ermuntern, Meiner Barmherzigkeit zu vertrauen, erfahren in ihrer Todesstunde kein Entsetzen. Meine Barmherzigkeit wird sie in diesem letzten Kampf beschirmen..."
Meine Tochter, rege die Seelen an, das Rosenkranzgebet zur Barmherzigkeit zu beten, das Ich dir gegeben habe. Mir gefällt es, ihnen durch dieses Gebet alles zu schenken, worum sie Mich bitten. Die Seelen verstockter Sünder werde Ich mit Frieden erfüllen, wenn sie dieses Gebet beten werden, und die Stunde ihres Todes wird glücklich sein.
Schreibe für die betrübten Seelen: Wenn die Seele die Schwere ihrer Sünden sieht und erkennt, wenn sich vor ihren Augen der ganze Abgrund ihres Elends, in das sie sich gestürzt hat, ausbreitet, soll sie nicht verzweifeln, sondern sich mit Vertrauen in die Arme Meiner Barmherzigkeit werfen, wie ein Kind in die Arme seiner liebenden Mutler. Diese Seelen (TB. 125) haben ein Vorzugsrecht auf Mein mitleidiges Herz, sie haben ein Vorrecht auf Meine Barmherzigkeit. Sage Ihnen, daß keine einzige Seele, die Meine Barmherzigkeit anrief, enttäuscht oder beschämt worden ist. An einer Seele, die Meiner Güte vertraut, habe Ich besonders Wohlgefallen. Schreibe, wenn dieses Rosenkranzgebet zur Barmherzigkeit bei Sterbenden gebetet wird, werde Ich zwischen Meinem Vater und dem Sterbenden nicht als gerechter Richter stehen, sondern als Barmherziger Erlöser." (TB. 1540,1541)
Einmal, als ich durch den Korridor zur Küche ging, hörte ich in meiner Seele die Worte: „Bete unablässig den Rosenkranz (zur Göttlichen Barmherzigkeit), den Ich dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, erfährt in seiner Todesstunde meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein - falls  er  nur  einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade Meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Ich wünsche, daß die ganze Welt Meine Barmherzigkeit erkennt. Unbegreifliche Gnaden will ich jenen Seelen erteilen, die Meiner Barmherzigkeit Vertrauen schenken. " (TB Nr. 687)
Es empfiehlt sich also besonders den „Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes" für Sterbende, bei Sterbenden und für die Bekehrung der Sünder zu beten. „Seelen, die dieses Rosenkranzgebet beten, werden von Meiner Barmherzigkeit im Leben umfangen und besonders in der Stunde des Todes ". (TB 754)

Heute wurde ich von einem gewaltigen Gewitter geweckt. Der Wind tobte und der Regen fiel wie bei einem Wolkenbruch, fortwährend schlugen Blitze ein. Ich begann zu beten, daß das Gewitter keinen Schaden anrichtet. Da hörte ich die Worte: „Bete das Gebet zur Barmherzigkeit, das Ich dir beigebracht habe, und das Gewitter wird vergehen." Ich fing sofort an zu beten und hatte noch nicht geendet, da hörte das Gewitter plötzlich auf. Ich hörte die Worte: „Durch das Gebet erbittest du alles, wenn das, worum du bittest, mit Meinem Willen übereinstimmt." (TB. 1731)

- „Ich erinnere dich daran, Meine Tochter, daß du, so oft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in Meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichst und sie preist. Ruf ihre Allmacht herab für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn jetzt steht sie für jede Seele weit geöffnet. (145) In dieser Stunde kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten. In dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt. Barmherzigkeit besiegte die Gerechtigkeit. Meine Tochter, bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten. Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre Mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Altarsakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, im Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist. Ich verlange für Meine Barmherzigkeit Ehre von jedem Geschöpf, aber zuallererst von dir, denn dir gab Ich dieses Geheimnis am tiefsten zu erkennen. " (TB 1572)
Aus diesen genauen Anweisungen ergibt sich, daß unser Herr wünscht, daß wir unsere Aufmerksamkeit in Liebe auf Seine Passion um drei Uhr richten (besonders für die Bekehrung der armen Sünder), wie es unsere Pflichten erlauben, und ihn um seine Barmherzigkeit anrufen und sie preisen.

Der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes
Zur Einleitung:    Vater Unser...  Gegrüßet seist Du Maria... Glaubensbekenntnis...
Auf den großen Perlen: „Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt."
Auf den zehn kleinen Perlen: „Durch Sein schmerzhaftes Leiden habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Am Ende dreimal: „Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."
Unser Herr ließ die heilige Faustina wissen, daß der „Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes" vor dem „Fest der Göttlichen Barmherzigkeit" (der erste Sonntag nach Ostern) an neun aufeinanderfolgenden Tagen (ab Karfreitag) gebetet werden sollte. Dann fügte er hinzu: „In dieser Novene werde Ich den Seelen alle Gnaden erteilen. " (TB 796)
Es ist ganz besonders angebracht, diesen Rosenkranz während der „Stunde der großen Barmherzigkeit" um drei Uhr nachmittags zu beten. In seinen Offenbarungen an die heilige Faustina bat der Herr um ein besonderes Gedächtnis an sein bitteres Leiden zu dieser Stunde.

Die Stunde der großen Barmherzigkeit
„Um drei Uhr flehe Meine Barmherzigkeit an, besonders für die Sünder. Vertiefe dich wenigstens kurz in Mein Leiden, vor allem in meine Verlassenheit während des Sterbens. Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt. Ich erlaube dir, in meine Todestrauer einzudringen. In dieser Stunde versage Ich nichts der Seele, die Mich durch Mein Leiden bittet." (TB 1320)

Beschreibung des Bildes der „Muttergottes der Barmherzigkeit"
Einmal hörte ich die Worte: „Gehe zur Oberin und bitte um Erlaubnis, neun Tage lang eine stündliche Anbetung abhalten zu dürfen. Während dieser bemühe dich, dein Gebet mit dem Gebet Meiner Mutter zu vereinen. Bete von Herzen in Vereinigung mit Maria; bemühe dich auch in dieser Zeit, den Kreuzweg abzuhalten." Ich erhielt die Erlaubnis, jedoch nicht für eine ganze Stunde, sondern wie es meine Pflichten gerade zuließen. Ich sollte diese Novene für das Vaterland abhalten. Am siebten Tag der Novene erblickte ich zwischen Himmel und Erde die Gottesmutter in einem hellen Gewand. Sie betete, die Hände auf der Brust gekreuzt, und zum Himmel emporschauend. Aus ihrem Herzen kamen feurige Strahlen, einige gingen zum Himmel, andere bedeckten unsere Erde. (TB 32-33)
Anhand dieser Vision der heiligen Faustina wurde das Bild der „Muttergottes der Barmherzigkeit" gemalt. Dieses Bild wird aus mehreren Gründen unter dem Titel „Muttergottes der Barmherzigkeit" verehrt:
1. Das Bild zeigt die gleiche Haltung der Hände wie die „Mutter der Barmherzigkeit" in Ostra Brama (Wilna).
2. Im Heiligtum der Mutter der Barmherzigkeit von Ostra Brama wurde das Bild des Barmherzigen Jesus zum ersten Mal ausgestellt (April 1935). Es ist sicherlich eine Fügung der göttlichen Vorsehung, daß das Bild des Barmherzigen Jesus im Heiligtum der Mutter der Barmherzigkeit ausgestellt wurde. Der Barmherzige Jesus und die Muttergottes der Barmherzigkeit sind untrennbar miteinander verbunden.
3. Das Heiligtum der Mutter der Barmherzigkeit in Ostra Brama befindet sich über einem Torbogen. Die Muttergottes wird schon seit alters her von den Gläubigen angerufen, daß sie ihnen das Tor der Barmherzigkeit öffnen möge. Die heiligste Jungfrau Maria ist die lebendige Pforte, um durch ihre Fürsprache als Muttergottes der Barmherzigkeit in das Reich
des himmlischen Vaters zu gelangen. Aus diesem Grund steht auch unter dem Bild der Muttergottes der Barmherzigkeit auf einem Band geschrieben: „O Maria, öffne uns das Tor der Barmherzigkeit!" Die himmlische Mutter öffnet durch ihre Fürbitte ihren Kindern die Tür zum Herzen des Sohnes. Ihre Fürbitte erlangt uns die Gnaden, um durch das „Tor des Erbarmens" in das Reich des himmlischen Vaters Einlaß zu finden.
4. Auf dem Bild der Muttergottes der Barmherzigkeit, das anhand der Vision der heiligen Faustina gemalt wurde, ist die Muttergottes als die Vermittlerin aller Gnaden der Göttlichen Barmherzigkeit dargestellt. Die Muttergottes erbittet von Gott durch ihr Gebet diese Gnaden (siehe Gebetshaltung auf dem Bild: gekreuzte Hände) und durch ihr Unbeflecktes Herz fließen die von der Gottesmutter erbetenen Gnaden zu ihren Kindern. Auf dem Bild sind die Gnaden in Form von Lichtstrahlen dargestellt.
5. Das Bild der Muttergottes der Barmherzigkeit steht in einer engen Verbindung mit dem Bild des Barmherzigen Jesus. Der Barmherzige Jesus ist unser Erlöser durch das Vergießen Seines Blutes (dargestellt als roter Strahl auf dem Bild des Barmherzigen Jesus). Aus Seiner durchbohrten Seite entströmen die Sakramente. Der weiße Strahl auf dem Bild kann auch als ein Sinnbild der Taufe gesehen werden. Diese Gnaden der Erlösung erhalten wir durch die Vermittlung der Gottesmutter, die sie von ihrem Sohn erbittet (dargestellt als Lichtstrahlen auf dem Bild der Muttergottes der Barmherzigkeit.)

Rosenkranz zur Muttergottes der Barmherzigkeit (zum Privatgebrauch)
Zur Einleitung:   Vater unser... Gegrüßet seist Du Maria... Glaubensbekenntnis...
Auf den großen Perlen: „Öffne uns, gebenedeite Gottesgebärerin, das Tor der Barmherzigkeit, daß wir, in der Hoffnung auf Dich, nicht verlorengehen, sondern durch Dich befreit werden aus aller Not, denn Du bist das Heil der Christenheit!"
Auf den zehn kleinen Perlen: „Durch Deine Teilnahme am Leiden und Sterben unseres Erlösers Jesus Christus, erbitte der Welt Sein großes Erbarmen."
Am Ende dreimal: „Quelle des Erbarmens, Gottesgebärerin, würdige uns Deines Mitleids und rette Dein Volk!"

Anmerkung: Dieser Rosenkranz ist ein neues Gebet, um die Muttergottes der Barmherzigkeit zu verehren. Er wurde zum Dank an die Muttergottes der Barmherzigkeit für die Einführung des Textes der Göttlichen Barmherzigkeit und die Heiligsprechung der Schwester Faustina verfaßt. Er soll dazu dienen, durch einen Gebetssturm die Muttergottes der Barmherzigkeit täglich inständig um die Vermittlung der Göttlichen Barmherzigkeit anzurufen. Es ist auch eine neu verfaßte Novene zur Muttergottes der Barmherzigkeit erhältlich (siehe Bestellkarte auf Seite 30). Diese Novene kann während des ganzen Jahres, aber auch besonders ab dem 7. November als Vorbereitung auf das Fest der Muttergottes der Barmherzigkeit gebetet werden, das in Polen am 16. November gefeiert wird.

Die Muttergottes der Barmherzigkeit
In seiner Enzyklika „Dives in Misericordia" (1980) stellt uns Papst Johannes Paul II. besonders die einzigartige Stellung und Auserwählung Mariens als Mutter des Erbarmens vor Augen. „Maria hat auch auf besondere und außerordentliche Weise - wie sonst niemand - das Erbarmen Gottes erfahren und ebenso auf außerordentliche Weise mit dem Opfer des Herzens ihr Teilnehmen an der Offenbarung des Göttlichen Erbarmens möglich gemacht. Dieses Opfer lebt ganz aus der Kraft des Kreuzes, unter das sie als Mutter gestellt war; es ist eine einzigartige Teilnahme an der Selbstoffenbarung des Erbarmens, das heißt an der absoluten Treue Gottes zu seiner Liebe, zu seinem Bund mit den Menschen, dem Volk und der Menschheit, den er von Ewigkeit her wollte und den er in der Zeit geschlossen hat; es ist die Teilnahme an jener Offenbarung, die im Kreuz ihren Höhepunkt gefunden hat."
„Maria also kennt am tiefsten das Geheimnis des Göttlichen Erbarmens. Sie kennt seinen Preis und weiß, wie hoch er ist. In diesem Sinn nennen wir sie auch Mutter der Barmherzigkeit, Unsere Liebe Frau vom Erbarmen oder Mutter des Göttlichen Erbarmens. Diese Namen haben einen tiefen theologischen Gehalt; denn Maria besaß die besondere Fähigkeit der Seele und der ganzen Persönlichkeit, in den verworrenen Ereignissen der Geschichte Israels und dann des Menschen und der ganzen Menschheit jenes Erbarmen wahrzunehmen, das uns nach dem ewigen Plan der heiligsten Dreifaltigkeit ,von Geschlecht zu Geschlecht' geschenkt wird.
Vor allem aber meinen die genannten Namen Maria als die Mutter des Gekreuzigten und Auferstandenen; denn nachdem sie in außergewöhnlicher Weise das Erbarmen erfahren hatte, ist sie in gleicher Weise ,erbarmenswürdig' geworden - während ihres ganzen irdischen Lebens und vor allem unter dem Kreuz ihres Sohnes; und sie wurde schließlich durch die verborgene und zugleich einzigartige Teilnahme an der messianischen Aufgabe ihres Sohnes ganz besonders dazu berufen, den Menschen die Liebe nahezubringen, die zu offenbaren er gekommen war und die am konkretesten den Leidenden, den Armen, den Unfreien, den Blinden, den Unterdrückten und den Sündern gegenüber sichtbar wird - wie sie von Jesus mit der Prophezeiung Jesajas beschrieben hat, in der Synagoge von Nazareth zuerst und dann als Antwort auf die Frage der Abgesandten Johannes des Täufers."
Das Geheimnis der Auserwählung Mariens als Mutter der Barmherzigkeit ist auf besonders schöne Weise auf dem Bild der Muttergottes der Barmherzigkeit dargestellt. Im Mittelpunkt des Bildes steht das Unbefleckte Herz Mariens, jenes Herz, das nach den Worten des Heiligen Vaters mit dem „Opfer des Herzens" die Teilnahme an der Offenbarung des Göttlichen Erbarmens möglich gemacht hat. Die Muttergottes wird auf dem Bild verherrlicht als die Gebenedeite, die das Erbarmen Gottes wie sonst niemand erfahren hat und die dieses Erbarmen Gottes durch ihre Fürbitte für die Menschheit erfleht. Sie hat das Erbarmen auf so einzigartige Weise erfahren, denn ihr Unbeflecktes Herz ist voller Barmherzigkeit und dem Herzen ihres Göttlichen Sohnes am ähnlichsten. Sie ist Mutter der Barmherzigkeit, denn durch dieses reinste Herz fließen die Ströme der Gnaden Göttlicher Barmherzigkeit, die sie von ihrem Sohn erbittet. Niemand versteht tiefer das Geheimnis der Göttlichen Barmherzigkeit als die Muttergottes der Barmherzigkeit. Aus diesem Grunde ist es notwendig, daß gerade die Muttergottes der Barmherzigkeit unablässig angerufen wird, von ihrem göttlichen Sohn diese Gnaden für die Gläubigen zu erbitten. Denn sie ist es, die auf besondere Weise die Mission
ihres Sohnes teilt, seine Barmherzigkeit zu erweisen, wobei sie seine Barmherzigkeit erbittet „von Generation zu Generation".
Die heilige Schwester Faustina ist unser großes Vorbild für die Verehrung der Muttergottes der Barmherzigkeit. Für sie war Maria eine beständige Quelle des Göttlichen Erbarmens, als Mutter, Lehrerin und Fürbitterin. Von Maria erhielt die heilige Faustina die Gnade einer besonderen Reinheit, die Muttergottes half ihr und tröstete sie und stärkte sie im Leiden und gab ihr viele Unterweisungen über das geistliche Leben. Aus diesem Grunde schreibt die heilige Faustina in ihrem Tagebuch: „Maria ist meine Meisterin, die mich allzeit lehrt, wie ich für Gott leben soll. Mein Geist erstrahlt durch deine Stille und Demut, o Maria. " (TB. 620) An einer anderen Stelle schreibt sie: „Heute, während der heiligen Messe, war ich ganz besonders mit Gott und seiner Unbefleckten Mutter vereint. Die Demut und Liebe der Unbefleckten Jungfrau durchdrang meine Seele. Je mehr ich der Muttergottes nacheifere, desto tiefer erkenne ich Gott." (TB. 843)
Die heilige Jungfrau war es auch, die nach den Worten der heiligen Faustina ihr eine der größten Gnaden, nämlich die einer tiefen Reinheit erbeten hatte. In ihrem Tagebuch schreibt die heilige Faustina darüber: „Während der heiligen Messe, vor der heiligen Kommunion, fand die Gelübdeerneuerung statt. Als wir aus den Kniebänken herausgingen und die Formeln der Gelübde aufzusagen begannen, stand plötzlich Jesus neben mir, in weißem Gewand mit goldenem Gürtel. Er sagte zu mir: „Ich erteile dir die ewige Liebe, damit deine Reinheit unbefleckt bleibt und als Beweis, daß du niemals unreinen Versuchungen ausgesetzt sein wirst." -Jesus nahm seinen goldenen Gürtel ab und legte ihn um meine Hüften. Von da an verspürte ich keine Erregung mehr, die gegen die Keuschheit ist, weder im Herzen noch im Verstand. Später habe ich begriffen, daß dies eine der größten Gnaden ist, die mir die heiligste Jungfrau Maria erbeten hat, denn um diese Gnade hatte ich sie über viele Jahre angefleht. Seitdem habe ich eine größere Andacht zur Gottesmutter. Sie lehrte mich, Gott innerlich zu lieben und in allem seinen heiligen Willen zu tun. Freude bist du, Maria, denn durch dich stieg Gott zur Erde herab in mein Herz." (TB. 40)

Gebet der heiligen Faustina zur Muttergottes
„Maria, meine Mutter und meine Gebieterin, ich überlasse dir meine Seele und meinen Leib, mein Leben und meinen Tod und was danach folgt. Alles lege ich in deine Hände, o meine Mutter. Bedecke mit deinem jungfräulichen Mantel meine Seele und schenke mir die Gnade der Reinheit des Herzens, der Seele und des Leibes. Verteidige mich mit deiner Macht vor allen Feinden, vor allem vor denen, die ihre Bosheit mit der Maske der Tugend verdecken. O wunderschöne Lilie, du bist mein Spiegel, o meine Mutter." (TB. 79)

Die Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit durch das Gebet und die Werke der Barmherzigkeit
Es gibt die leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit. Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit sind:
1. Die Hungrigen speisen
2. Die Durstigen tränken
3. Die Nackten bekleiden
4. Die Fremden beherbergen
5. Die Gefangenen besuchen
6. Die Kranken besuchen
7. Die Toten begraben

Die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit sind:
1. Die Sünder ermahnen
2. Die Unwissenden belehren
3. Die Zweifelnden beraten
4. Die Betrübten trösten
5. Die Ungerechten ertragen
6. Den Beleidigern verzeihen
7. Für die Lebendigen und Verstorbenen beten
„Denn ohne Erbarmen wird das Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit übt. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht (Jakobusbrief 2,13)." Unser Herr selber sagte: Selig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen (Mt 5,7). Diese Anweisung des Evangeliums findet sich auch in den Worten Jesu an die heilige Faustina, die er wegen der Ausübung der Barmherzigkeit an sie richtete: „Meine Tochter, wenn Ich durch dich von den Menschen die Verehrung meiner Barmherzigkeit verlange, mußt du dich als erste durch Vertrauen auf Meine Barmherzigkeit auszeichnen. Ich verlange von dir Taten der Barmherzigkeit, die aus deiner Liebe zu Mir hervorgehen sollen. Barmherzigkeit sollst du immer und überall deinen Nächsten erweisen, du kannst dich davor weder drücken, noch ausreden oder entschuldigen. Ich gebe dir drei Möglichkeiten, dem Nächsten Barmherzigkeit zu erweisen: Erstens - die Tat; zweitens - das Wort; drittens - das Gebet. In diesen drei Stufen ist die Fülle der Barmherzigkeit enthalten; sie ist ein unumstößlicher Beweis der Liebe zu Mir. So preist und verehrt die Seele Meine Barmherzigkeit." (TB. 742)
Der heiligen Faustina wurden von Gott verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, die Göttliche Barmherzigkeit zu verehren. Dazu gehören: Das Bild des Barmherzigen Jesus; das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit; der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes und die Novene als Vorbereitung für das Fest der Barmherzigkeit Gottes (bestehend aus neun Rosenkränzen), die Stunde der Barmherzigkeit und die Ausbreitung der Ehre der Göttlichen Barmherzigkeit, die auch verbunden ist mit der Übung der Werke der Barmherzigkeit.

Die Verbreitung der Ehre der Göttlichen Barmherzigkeit
Hierfür gab Jesus der heiligen Faustina zwei wunderbare Verheißungen, die uns sehr ermutigen können, die Ehre von Gottes Barmherzigkeit zu verbreiten. „Seelen, die den Ruhm Meiner Barmherzigkeit verbreiten, beschütze Ich ihr Leben lang, wie eine zärtliche Mutter ihren Säugling beschützt, und in der Stunde des Todes werde Ich ihnen nicht Richter sondern barmherziger Erlöser sein. In dieser letzten Stunde hat die Seele nichts zu ihrer eigenen Verteidigung als Meine Barmherzigkeit. Glücklich die Seele, die sich im Leben in die Quelle der Barmherzigkeit versenkte, denn die Gerechtigkeit wird sie nicht erreichen. " (TB. 1075)

Die beiden Verheißungen sagen folgendes aus:
1. Jene, welche den Ruhm der Göttlichen Barmherzigkeit verbreiten, werden von Jesus während der Dauer ihres Lebens beschützt und zwar auf eine besonders zärtliche Weise.
2. Sie werden vor dem Entsetzen in der Todesstunde bewahrt und die Barmherzigkeit Gottes beschirmt sie in diesem letzten Kampf. Vor dem Entsetzen der Todesstunde bewahrt bleiben ist eine ganz einzigartige Verheißung und ein Ansporn, solange jeder von uns lebt, die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit zu verbreiten. Eine ganz besondere Verheißung gibt unser Herr Jesus noch für die Priester. Er liebt es, wenn sie über seine Barmherzigkeit sprechen und predigen. Zur heiligen Faustina sagte er: „Meine Tochter, lasse nicht nach im Künden Meiner Barmherzigkeit. Dadurch bringst du Linderung meinem Herzen, das im Feuer des Erbarmens für die Sünder brennt. Sage meinen Priestern, daß verhärtete Sünder durch ihre Worte reumütig werden, wenn sie von Meiner unergründlichen Barmherzigkeit sprechen, vom Erbarmen, das Ich für sie im Herzen habe. Jenen Priestern, die Meine Barmherzigkeit künden und rühmen, werde ich sonderbare Macht geben, ihre Worte salben und die Herzen, zu denen sie sprechen, werde ich bewegen." (TB. 1521)

Heilige Faustina Kowalska, Du Vorbild der Verehrer der Göttlichen Barmherzigkeit, bitte für uns!

Kurzbiographie der hl. Faustina: Sie wird am 25. August 1905 in Glogowiec (Polen) geboren. Am 1. August 1925 wird die hl. Faustina in die Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit aufgenommen. Am 22. Februar 1931 hat Schwester Faustina eine Vision von Jesus und er gibt ihr die Weisung, Sein Bild nach dem von ihm vorgegebenen Muster malen zu lassen. Im November 1932 legt die Heilige die ewigen Gelübde ab. In den Jahren 1934 bis 1938 schreibt die heilige Faustina ihr Tagebuch. Dieses Buch ist ein wunderbarer Lobpreis der Größe und Unendlichkeit von Gottes Barmherzigkeit. Nach einem Leben als vorbildliche Ordensfrau und einer schmerzlichen Todeskrankheit stirbt die heilige Faustina, ganz ergeben in den Willen Gottes, am 5. Oktober 1938 mit 33 Jahren. Ihre Seligsprechung erfolgte in Rom am 18. April 1993 und die Heiligsprechung am 30. April 2000.

Novenengebet zur heiligen Faustina Kowalska
Heilige Faustina Kowalska, Du hast die Muttergottes der Barmherzigkeit in Treue und kindlicher Liebe verehrt. Wie Maria hast du die geistigen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit geübt, um die Weisungen des Evangeliums zu erfüllen. Du treueste Tochter der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit, führe mich an Deiner Hand zu Maria, die für uns die
große Vermittlerin der göttlichen Barmherzigkeit ist. Erbitte mir, vereint mit der Muttergottes der Barmherzigkeit, beim Throne Gottes die Gnade..., wenn sie mit dem heiligen Willen Gottes übereinstimmt. Erbitte mir diese Gnade, um der unendlichen Verdienste des bitteren Leidens Jesu und der Schmerzen Seiner Mutter willen, zur Verherrlichung der Göttlichen Barmherzigkeit. Amen.
(Es empfiehlt sich, Werke der Barmherzigkeit zu tun und dieses Gebet neun Tage hintereinander zu verrichten.)

Das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit
Jesus selber tat Schwester Faustina seinen Willen kund, daß er ein Fest der Göttlichen Barmherzigkeit wünscht, das offiziell in der Kirche eingesetzt werden soll. Das Tagebuch der Heiligen enthält mindestens 14 Stellen, in denen berichtet wird, daß Jesus dieses Fest wünscht. Zum ersten Mal spricht Jesus in Zusammenhang mit dem Bild über das Fest. Und zwar in Plock im Jahre 1931. Als ich vom Beichtstuhl wegging, hörte ich wiederum folgende Worte: „In deiner Seele besteht Mein Bild. Ich wünsche ein Fest der Barmherzigkeit. Ich wünsche, daß das Bild, welches du mit dem Pinsel malen wirst, am ersten Sonntag nach Ostern feierlich geweiht wird. Dieser Sonntag soll das Fest der Barmherzigkeit sein. Ich wünsche, daß die Priester meine große Barmherzigkeit gegenüber sündigen Seelen verkünden sollen. Die Sünder sollen keine Angst haben, sich Mir zu nähern. Die Strahlen der Barmherzigkeit verzehren Mich, Ich will sie auf die Seelen der Menschen ergießen." Jesus beklagte sich bei mir mit den Worten: „Das Mißtrauen der Seelen zerreißt Mein Inneres. Mehr noch tut Mir das Mißtrauen einer auserwählten Seele weh; trotz Meiner unerschöpflichen Liebe trauen sie Mir nicht; sogar Mein Tod reicht ihnen nicht aus. Wehe der Seele, die Meine Liebe mißbraucht." (TB. 49,50)
Und an anderer Stelle ist im Tagebuch der heiligen Faustina zu lesen: „Dieses Fest kommt aus dem Inneren Meiner Barmherzigkeit und ist in den Tiefen Meines Erbarmens bestätigt. Jeder gläubigen und Meiner Barmherzigkeit vertrauenden Seele, wird Barmherzigkeit zuteil." (TB. 420)
Die Erhabenheit und Einzigartigkeit des Festes der Göttlichen Barmherzigkeit zeigt sich an den wunderbaren Verheißungen, die Jesus für dieses Fest gibt: „Wer an diesem Tag zur Quelle des Lebens kommt, erfährt einen vollkommenen Nachlaß seiner Schuld und Strafe. Die Menschheit wird keinen Frieden finden, so lange sie sich nicht mit Vertrauen an Meine Barmherzigkeit wendet." (TB. 300)
Jesus schenkt den Seelen also an diesem Tag eine ganz einmalige Gnade, nämlich die Erneuerung der Taufunschuld (vollständiger Nachlaß von Schuld und Strafe). Einmal hörte ich die Worte: „Meine Tochter, künde der ganzen Welt von meiner unbegreiflichen Barmherzigkeit. Ich wünsche, daß das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders für die armen Sünder. An diesem Tag ist das Innere Meiner Barmherzigkeit geöffnet; Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle meiner Barmherzigkeit nähern. Jene Seele, die beichtet und die Heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommenen Nachlaß der Schuld und der Strafen; an diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch die Gnaden fließen. Keine Seele soll Angst haben, sich Mir zu nähern, auch wenn ihre Sünden rot wie Scharlach wären. Meine Barmherzigkeit ist so groß, daß sie in der ganzen Ewigkeit durch keinen Verstand, weder von Menschen noch von Engeln, ergründet werden kann. Alles, was besteht, kam aus dem Inneren Meiner Barmherzigkeit. Jede Seele wird die ganze Ewigkeit über Meine Liebe und über meine Barmherzigkeit nachsinnen. Das Fest der Barmherzigkeit ging aus Meinem Inneren hervor; Ich wünsche, daß es am ersten Sonntag nach Ostern feierlich begangen wird. Die Menschheit wird keinen Frieden finden, so lange sie sich nicht zur Quelle Meiner Barmherzigkeit hinwendet. " (TB. 699)
Um dieser großen Gnaden teilhaftig zu werden, muß man die entsprechenden Bedingungen erfüllen. Dazu gehört die Heilige Beichte (Stand der heiligmachenden Gnade; wichtig ist, keine Bindung an die Sünde zu haben) und auch der würdige Empfang der Heiligen Kommunion. Außerdem wünscht Jesus eine Rosenkranznovene zur Barmherzigkeit Gottes, die als Vorbereitung (ab Karfreitag) für das Fest dient. Von den Priestern wünscht sich Jesus, daß sie an diesem Tag den Seelen seine große und unergründliche Barmherzigkeit künden. Nötig sind auch noch das Vertrauen auf die Güte, auf die Barmherzigkeit Gottes und die Übung der Barmherzigkeit. Jesus wünschte eine besondere Verehrung für sein Bild an diesem Tag: „Deswegen will ich, daß dieses Bild am ersten Sonntag nach Ostern feierlich geweiht und öffentlich verehrt wird, damit jede Seele es (daß es ein Fest der Barmherzigkeit gibt) erfahren kann." (TB. 341)
Ganz erhebend ist, daß Jesus sogar zur heiligen Faustina davon spricht, daß er an diesem Tag ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen ergießt, die sich seiner Barmherzigkeit nähern. Damit hat dieses Fest auch eine besondere Bedeutung für Menschen, die vom Glauben entfernt waren und sich bekehren möchten. Das Barmherzigkeitsfest wurde zuerst 1985 vom polnischen Episkopat in einigen Diözesen eingeführt und am 15. Februar 1995 setzte der Vatikan dieses Fest für ganz Polen ein und am 11. April 1999 erfolgte die Einsetzung für Italien. Die Einsetzung des Festes der Göttlichen Barmherzigkeit für die Gesamtkirche gab der Heilige Vater während der Heiligsprechung der Schwester Faustina am 30. April 2000 bekannt. Er bezeichnete diese Heiligsprechung als außerordentlich bedeutsam. Bei seiner Predigt anläßlich der Heiligsprechung sagte der Heilige Vater: „Daher ist es wichtig, daß wir am heutigen zweiten Sonntag in der Osterzeit, der von nun an in der ganzen Kirche den Namen ..Barmherzigkeitssonntag" haben wird, die Botschaft des Wortes Gottes in ihrer Gesamtheit erfassen. Die Wahl des ersten Sonntags nach Ostern hat eine tiefe theologische Bedeutung. Sie zeigt die enge Verbindung zwischen dem Werk der Erlösung und dem Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes.

Die Novene zur Barmherzigkeit Gottes
Wie schon ausgeführt, wünscht Jesus, daß vor dem Fest der Barmherzigkeit Gottes eine neuntägige Vorbereitung stattfindet. Der Herr sagte mir, daß das Rosenkranzgebet neun Tage lang vor dem Fest der Barmherzigkeit gebetet werden soll. Am Karfreitag soll es begonnen werden. „In dieser Novene werde ich den Seelen alle Gnaden erteilen." Es handelt sich also um eine Novene von Rosenkränzen.

Stoßgebet zu Ehren des Barmherzigen Jesus
Heute sagte Jesus zu mir: - „Ich möchte, daß du Meine Liebe, in der Mein Herz zu den Seelen entflammt ist, tiefer kennenlernst. Du wirst das verstehen, wenn du Mein Leiden betrachtest. Rufe Meine Barmherzigkeit für die Sünder an. Mich verlangt es nach ihrer Erlösung. Wenn du für einen Sünder folgendes Gebet mit zerknirschtem Herzen und im Glauben verrichtest, schenke Ich ihm die Gnade der Umkehr. Das Gebet ist: O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, - ich vertraue auf dich." (TB. 186)

Die heilige Faustina, eine große Verehrerin des heiligen Josef
In ihrem Tagebuch schreibt die heilige Faustina: Der heilige Josef verlangte, ich solle mich ununterbrochen zu ihm hingezogen fühlen. Er sagte mir selbst, daß ich täglich drei Gebete und einmal das „Gedenke" beten solle. Er schaute voller Güte und gab mir zu erkennen, wie sehr er das Werk befürwortet. Er versprach mir seine besondere Hilfe und Obhut. Jeden Tag verrichte ich die von ihm geforderten Gebete und ich spüre seinen besonderen Schutz.

Nachfolgend das Gebet des „Gedenke" (Memorare zum heiligen Josef):
Gedenke du reinster Bräutigam der seligsten Jungfrau Maria, daß es noch niemals gehört wurde, daß du jemand verlassen hättest, der zu dir seine Zuflucht nahm, deine Hilfe anrief und um deine Fürbitte flehte. Von diesem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, du Pflegevater des Göttlichen Heilandes, verschmähe meine Worte nicht, sondern höre und erhöre mich huldreich. Amen.

Die heilige Faustina verehrte auch besonders den heiligen Erzengel Michael und schreibt darüber in ihrem Tagebuch: „Ich verehre den heiligen Erzengel Michael sehr, weil er kein Vorbild im Ausüben von Gottes Willen hatte und trotzdem in Treue Gottes Wünsche erfüllte." (TB. 667)
Anmerkung: Die ganze Botschaft der Göttlichen Barmherzigkeit, wie sie uns von der heiligen Schwester Maria Faustina Kowalska überliefert wurde, können Sie nachlesen in ihrem Tagebuch, das Sie bei uns bestellen können.
Empfehlung: Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie die Möglichkeit haben, täglich den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes zu verrichten, am besten zur Stunde der Barmherzigkeit um drei Uhr. Außerdem die Bilder des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit zu verehren, sowie das Fest der Barmherzigkeit feierlich zu begehen mit Beichte und würdiger Kommunion und sich ab Karfreitag mit der neuntägigen Rosenkranznovene darauf vorzubereiten. Wichtig ist auch, die Botschaft und Andacht zur Barmherzigkeit Gottes zu verbreiten, denn Jesus hat ja dafür einmalige Verheißungen gegeben.

Zur Mitgliedschaft in der Skapulierbruderschaft des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit ist nur nötig, daß Sie die Bilder des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes verehren und das Skapulier tragen. Das Skapulier selbst wird auch an Gläubige abgegeben, die nicht Mitglieder der Bruderschaft sind.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich in die Bruderschaft einschreiben lassen.
Die Skapulier-Bruderschaft des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit hat den Apostolischen Segen erhalten:
„Der Heilige Vater Papst Johannes Paul II. erteilt der Skapulier-Bruderschaft des Barmherzigen Jesus und der Muttergottes der Barmherzigkeit von Herzen den Apostolischen Segen und erbittet die Fülle der göttlichen Gnaden (Rom 2. VIII. 2000)."

Heilige Messen zu Ehren der Göttlichen Barmherzigkeit
Beim Verein „Heilig-Blut-Gemeinschaft vom Erlöser der Welt" e. V. haben Sie die Möglichkeit Heilige Messen zu Ehren des Barmherzigen Jesus, der Muttergottes der Barmherzigkeit und der heiligen Faustina zu bestellen. Die Heiligen Messen werden von den ukrainisch-katholischen Basilianermönchen gefeiert. Durch Ihr Stipendium unterstützen Sie auch die Ausbildung vom Ordensnachwuchs. Der Orden hat derzeit 300 Patres und 110 Novizen. Die Patres sind auch in der Armenfürsorge tätig.

Die Barmherzigkeit Gottes im Leben des heiligen Dismas
Im römischen Martyrologium ist am 25. März das Gedächtnis des heiligen Schächers aufgezeichnet, der am Kreuz die Bitte an Jesus richtete: „Herr, gedenke meiner, wenn Du in Dein Reich kommst!" Als großes Geschenk der göttlichen Barmherzigkeit und Ermutigung für uns alle, erhielt der gute Schächer vom sterbenden Herrn die Antwort: „Wahrlich, ich sage Dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!" (Lk 23,43). Die Überlieferung sagt, daß dieser Schächer Dismas hieß, während man den linken Schächer Gesmas nennt.
Es wird angenommen, daß Dismas ein Räuberleben geführt hat und sein Leben mit dem Rauben verbrachte, wobei er sogar gemordet haben soll. Der heilige Dismas bekehrte sich auf dem Kalvarienberg.
Der heilige Bekenner und Prediger Bernardin von Siena nennt des heiligen Schächers Liebe eine sehr eifrige und ganz brennende. Er hält dafür, daß Dismas unter die größten Himmelsfürsten zu setzen und einer der größten und vortrefflichsten Heiligen sei.
Hinweis: In der Kleinschrift „Sankt Dismas - der gute Schächer" können Sie ausführlicher über die Bekehrung des heiligen Dismas lesen, Sie finden darin Zitate der Heiligen über ihn, viele schöne Gebete und interessante Gebetserhörungen. Der heilige Dismas ist Patron gegen Diebe und Einbrecher und ein großer Helfer gegen Verzweiflung und Depression.

(Quelle: "Der Gefährte", Heft Nr. 6. Nov./dez. 2000, S. 12-30,  St. Andrä)   - Mediatrix-Verlag  -  LINK

Hier erhalten Sie auch das "Tagebuch der Schwester Faustina" oder beim Parvis-Verlag - LINK.



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