Ich brauche Veronika-Seelen, die Mein göttliches Antlitz, das so wenige Anbeter hat, 
abtrocknen und verehren 
Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
(Betrachtung über die sechste Kreuzwegstation) von P. Manfred Joekel, Maria Alm
Im Alten Testament wird berichtet, daß Josef von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft worden ist.
Um ihre Tat zu beschönigen, zogen sie ihm seinen bunten Leibrock aus, schlachteten einen Ziegenbock, tauchten den Rock des Josef in das Blut
und sandten den blutigen Rock dem Vater zurück, indem sie ihm sagen ließen: „Das haben wir gefunden; besieh es doch, ob es der Rock deines Sohnes ist oder nicht." Und Jakob sprach: „Es ist der Rock meines Sohnes, ein böses Tier hat ihn verzehrt, zerrissen ist Josef."
So betrauerte und beweinte er seinen Sohn viele Tage.

I. Der blutdurchtränkte Rock Josefs - Bild für die heilige Menschheit des leidenden Heilandes

In besonderer Weise Bild für das blutüberströmte Antlitz Jesu in dem Schweißtuch der heiligen Veronika.
Der Liebling des himmlischen Vaters, Jesus, unser Herr, ist von seinen eigenen Brüdern verraten und verkauft worden. Er ward von ihnen mißhandelt und geschlagen; sein heiliges Antlitz ist mit Blut und Speichel bedeckt.
Der „Rock" des göttlichen Sohnes, das heißt, seine heilige Menschheit, ist in das Blut getaucht; und höhnend
und spottend sprachen gleichsam die treulosen Brüder zum Vater: „Sieh, ob das der Rock, ob das die Gestalt und das Bild deines Sohnes ist."
Dieses Marterbild des Herrn ist uns dargestellt und aufbewahrt im Schweißtuch der heiligen Veronika.
Achtzig Schritte von dem Ort, wo Simon von Cyrene zum Kreuztragen gezwungen wurde, stand das Haus der heiligen Veronika.
Der Leidenszug kommt an ihrem Haus vorbei, sie sieht Jesus unter dem Kreuz wanken,
seine Kraft ist gebrochen,
Blut und Schweiß vermischen sich auf seinem Antlitz und fallen in schweren Tropfen zur Erde herab. Welch ein Anblick!
Veronika, ganz außer sich vor Schmerz und Mitleid, drängt sich furchtlos durch die Soldaten, löst ihr Tuch vom Haupt und hält es dem Heiland als Schweißtuch entgegen. Jesus nimmt das Tuch aus den Händen der mitleidigen Frau und trocknet sein bluttriefendes Angesicht damit ab, dann gibt er es ihr mit einem Blick des Dankes zurück, hat er doch eine Seele gefunden, die ihm Linderung schaffen will. Aber welch eine Belohnung!
Als die Frau das Tuch ansieht, erblickt sie darin das leidende Antlitz Jesu abgedrückt.

Das war ein kostbares Geschenk der Liebe.
Der Heiland gibt sein Bild einer Frau, weil sie ihm auf dem Leidensweg beistand. Für diesen Dienst leistet Jesus einen Gegendienst; er läßt nichts unbelohnt. Die edle Frau, die Gattin des Sirach, eines angesehenen Mannes aus dem Tempelrat, die sich des kreuztragenden Herrn erbarmte, hieß eigentlich Seraphia. Auch sie harrte auf das Heil Israels und glaubte an Jesus von Nazareth, sie hörte wohl öfters sein beseligendes Wort, sah sein majestätisches Antlitz und vernahm den Ruf von seinen Taten. Jetzt aber sah sie ihn mit der Dornenkrone, von allen verlassen, nur die Mutter geht hinter dem Kreuz.
Der Glaube Veronikas wird nicht erschüttert! Vielmehr steigert er sich zu rührendem Mitleid, zu werktätiger Liebe.
Diese edle Frau tut, was sie kann; sie gibt, was sie geben kann.
Die Liebe zu Jesus ist in ihr so mächtig und stark, daß sie die Verspottungen und Verschmähungen der wütenden Feinde nicht scheut.
Das Mitleid drängt sie, zu Jesus zu kommen und ihm Linderung zu verschaffen.
So ist die heilige Veronika für uns ein hervorragendes Vorbild. Wir können Jesus auch
das Schweißtuch reichen, indem wir Kranke trösten,
Armen helfen,
Unwissende belehren.
Der Herr selbst sagt: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder tut, das habt ihr mir getan."
Folgendes Beispiel veranschaulicht dieses Wort:
Der heiligen Katharina von Siena stellte sich einmal in der Dominikanerkirche ihrer Vaterstadt ein Bettler vor und bat so dringend um ein Almosen, daß Katharina, da sie nichts anderes bei sich hatte, das silberne Kreuzlein von ihrem Rosenkranz löste und es ihm überreichte.
In der kommenden Nacht erschien ihr der Heiland mit demselben Kreuzlein, das aber jetzt von Diamanten strahlte. Er sprach zu Katharina: „Kennst du dieses Kreuzlein?"
Katharina: „O ja, Herr, aber es war bei mir nicht so schön." Der Herr: „Am Tage des Gerichtes werde ich es dir so schön, wie du es hier siehst, vor allen Engeln und Menschen überreichen."
So wunderbar wird all das vergolten, was wir dem Nächsten aus Liebe zu Gott tun. Das Antlitz Jesu ist für uns zu einem Bild des Jammers geworden, um uns zu zeigen, wie wir durch Sünden unsere Seelen entstellen.
Aber wir sollten nicht für immer ein solches Bild des Jammers bleiben. Im Buch der Weisheit heißt es: „Kehret um auf meine Warnung, kehret um von euren verkehrten Wegen, von eurem Leichtsinn und blicket auf mich." Wenn wir das Antlitz auf dem Schweißtuch der heiligen Veronika betrachten, so sehen wir die Liebe des Herrn zu uns und sein furchtbares Leiden für uns!

II. Durch Liebe und Mitleid können auch wir mithelfen, das (in sündhaften Seelen) entstellte Antlitz Gottes wiederherzustellen
Durch Schwester Marie de St. Pierre offenbarte Jesus, daß die Verehrung seines heiligen Antlitzes ein wirksames Mittel sei für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden.
An dieser Stelle wollen wir auf das Leben und die von der Kirche beglaubigten Offenbarungen an Sr. Marie de St. Pierre etwas eingehen.
Sie wurde am 4. Oktober 1816 zu Rennes geboren. Ihre Eltern waren fromme Bretonen, die ihre zehn Kinder in der Furcht des Herrn erzogen.
Perrine (Abkürzung von Saint Pierre) war von sehr zarter Gesundheit wie ihre allzu früh verstorbene Mutter.
Nach damaligem Brauch besuchte das sehr begabte Kind die Elementarschule nur zwei Jahre lang und konnte gerade zur Genüge lesen, schreiben und rechnen. Aber um so größer waren ihre Kenntnisse in Religion, da sie von Haus aus eine tiefreligiöse Erziehung erhalten hatte, und noch in ihrer Jugend regelmäßig dem Katechismusunterricht beiwohnte.
Auch führte der liebe Gott diese Seele ganz bevorzugte Wege.
Mit zehneinhalb Jahren empfing sie zum ersten Male den Heiland in der heiligen Kommunion und wurde auch am selben Tage vom Bischof gefirmt. Später erlernte Perrine bei ihren Tanten das Nähen und übte sich in diesem Handwerk bis zu ihrem Eintritt ins Kloster. Ihr damaliger Seelenführer machte aus ihr eine ganz gediegene und erprobte Klosterkandidatin.
Kurze Zeit nach ihrem Eintritt ins Kloster machte der göttliche Heiland seiner bevorzugten Braut große und wichtige Mitteilungen über das Wesen und die Gründung eines neuen „Sühnewerkes", um Abbitte zu leisten für die vielen Gotteslästerungen und die Entheiligung des Sonntags.
Dieses „Sühnewerk" sollte später als Sühne-Erzbruderschaft ins Leben gerufen werden. Es geschah jedoch erst nach vielen Jahren des Wartens und nach Überwindung der größten Schwierigkeiten.
Der Anfang dieser Offenbarungen wird in den Monat Juni des Jahres 1944 zurückgelegt. Eines Tages, da Schwester Marie de Saint Pierre betete, hörte sie in ihrem Innern folgende Worte, die der göttliche Heiland zu ihr sprach: „Ich suche Seelen, die gleich Veronika mein göttliches Antlitz abtrocknen und verehren."
Die gute Schwester sah sich nun plötzlich im Geiste auf den Golgathaweg versetzt und war Zeuge, wie Veronika das hochheilige Antlitz, das mit Auswurf und Staub, Schweiß und Blut ganz bedeckt war, abtrocknete.
Der Heiland beklagte sich dann über die Art und Weise, wie die Sünder durch die Gotteslästerungen sein göttliches Antlitz gleichsam aufs neue verunehrten. Sie solle daher das Beispiel der mitleidsvollen Veronika, die sich mutig und ohne Menschenscheu durch die Soldaten hindurchdrängte, nachahmen und das entstellte Antlitz des Menschensohnes abtrocknen.
Die Sühne für die Gotteslästerungen leistet dem Heiland denselben Liebesdienst wie derjenige dieser heldenmütigen Frau von Jerusalem.
„Ich sah", schreibt Schwester Marie de Saint Pierre, „wie Jesus die tapfere Israelitin deswegen sehr bevorzugte
und wie Er von uns verlangt, wir sollten die heilige Veronika ganz besonders verehren."

Am 27. Oktober gab der göttliche Heiland seiner Braut zu erkennen, wie sein erhabenes und heiliges Antlitz der Spiegel der göttlichen Vollkommenheiten sei, die im anbetungswürdigen Namen Gottes sind, denn: „Gott ist das Haupt Christi." (1. Kor 11,3)
So wie das Hochheiligste Herz Jesu der fühlbare Gegenstand unserer Anbetungen einerseits und seiner unermeßlichen Liebe andererseits ist, ebenso ist das Heiligste Antlitz der fühlbare Gegenstand der Verehrung des „Sühnewerkes" Christi. Durch die Verehrung dieses anbetungswürdigen Antlitzes und die Aufopferung derselben an den himmlischen Vater können wir seinen Zorn besänftigen und die Bekehrung der Ungläubigen und der Gotteslästerer erwirken.
Dadurch wird das „genugtuende Opfern seines Sühnewerkes" nicht nur nicht beeinträchtigt, sondern im Gegenteil, es kann nur gefördert werden.
So stellt das heilige Antlitz die durch die Gotteslästerungen beleidigte Gottheit und das heiligste Herz die unermeßliche Liebe Jesu in der heiligen Eucharistie dar. Über diese Sühneaufgabe erhielt Schwester Marie de Saint Pierre folgende Erklärungen:
„Unser Heiland zeigte mir, daß die Kirche, seine Braut, sein mystischer Leib ist; und
daß die Religion das sichtbare Gesicht dieses Leibes ist.
Dieses Gesicht ist den Feinden seines heiligen Namens ausgesetzt.
Ich sah, wie die Gotteslästerer und Abtrünnigen dem heiligen Antlitz unseres Herrn
die ganze Schmach der Passion aufs neue zufügten.
Auch erkannte ich, wie die Ungläubigen durch die Gotteslästerungen und Verhöhnungen des Namens Gottes das Antlitz des Heilandes anspien und mit Kot bedeckten, wie alle Schläge, welche die Feinde der heiligen Kirche ihrer Lehre und der Religion zufügen, die Erneuerung der zahlreichen Backenstreiche sind, welche das Antlitz unseres Herrn zu erdulden hatte.
Ich sah, wie diese Unglücklichen durch den Kampf gegen die Kirche und die Vernichtung ihrer Werke schuld daran sind, daß das erhabene Antlitz so sehr in Schweiß gebadet war.
Jesus sprach weiter: „Ich brauche Veronika-Seelen, die Mein göttliches Antlitz, das so wenige Anbeter hat, abtrocknen und verehren."
Er fügte hinzu: „Ich gebe dir Mein heiliges Antlitz, um dich zu belohnen für die Dienste, die du Mir erwiesen hast.
Es ist wahr, du hast wenig getan, aber dein Herz hegte große Wünsche. Ich gebe dir dieses Antlitz in Gegenwart meines Vaters, in der Kraft des Heiligen Geistes und im Beisein der Engel und Heiligen. Ich übergebe dir dieses Geschenk durch die Hände Meiner heiligen Mutter und durch die heilige Veronika, welche dich lehren wird, wie du es verehren sollst. Durch dieses heilige Antlitz wirst du Wunder wirken." Schwester Marie de Saint Pierre erklärte, der göttliche Heiland hätte den weiteren Wunsch ausgesprochen, sein heiliges Antlitz möge von allen Mitgliedern des „Sühnewerkes" besonders verehrt werden, und man solle dasselbe zu diesem Zwecke bekannt machen. Es sei nach den heiligen Sakramenten eine der größten Gnaden, die Er erteilen könne.
„Diejenigen", fügte Jesus bei, „welche mein Werk nicht anerkennen, haben die Augen verschlossen und sind blind."
(aus „Das heilige Haupt Christi" von P. Schons OSB)

Nun können gerade wir zu diesem Werk der Sühne maßgeblich beitragen, indem wir uns ernsthaft bemühen, nach unserem heiligen katholischen Glauben zu leben und die tägliche Andacht zum heiligen Antlitz pflegen.
 (Quelle: "Dienst am Glauben", Heft 4, Okt. - Dez 1997, S: 118ff., Innsbruck)


Verehrung des Heiligsten Antlitzes Jesu

Gebet zum leidenden Heiland
Jesus, vor Deinem zermarterten, für uns hingeopferten Leibe knie ich in Ehrfurcht, Anbetung und Dankbarkeit. In Vereinigung mit Maria, der lieben Schmerzensmutter, opfere ich Dich immerwährend im Namen aller Geschöpfe und für alle Geschöpfe dem Ewigen Vater auf zu seiner Verherrlichung und zur Rettung der sündigen Menschheit.
Jesus, Dein verschwollenes und verblutetes Haupt und Antlitz ist “Sitz der göttlichen Weisheit”. Vertrauensvoll lege ich da hinein all mein Tun und Denken, alle Seelen, alle Sorgen, alle Not. Denke Du über alles nach, lenke Du alles, wie es des Vaters Wille ist.
Jesus, ehrfurchtsvoll erschauernd betrachte ich die erstarrten Brustmuskeln. Sie beweisen Deine furchtbare Atemnot und Dein Ersticken im Starrkrampf.
Jesus, ich bitte Dich innig, atme diesen letzten, schwersten Atemzug in mich aus, damit auch ich vollendet werde in meiner Sterbestunde nach des Vaters Willen durch diese Deine unermeßlichen Verdienste.
Jesus, ich küsse liebend Dein durchbohrtes Herz, das für uns verblutete. In maßlosem Vertrauen rufe ich unaufhörlich:
“Jesus, gib mir die ganze Flut Deines Kostbaren Blutes und die ganze Glut Deiner göttlichen Liebe. Lasse mich Blut und Liebe ausgießen über die ganze Schöpfung, über das ganze Fegfeuer. Jesus, sei immerdar dem Vater ein vollkommenes Opfer zur Genugtuung für alle Schuld der Seelen.”
Jesus, und nun lege ich meine gefalteten Hände zwischen Deine hohepriesterlichen Hände, grausam durchnagelt in der Pulsgegend. In Demut und Reue erkenne und bekenne ich meine ganze Lebensschuld. Ich will auch bereuen für alle, die nicht bereuen. Göttlicher Hoherpriester, sprich uns los von aller Schuld, segne und begnadige uns.
Jesus, losgesprochen und rein knie ich nun vor Deinen durchnagelten Füßen — vereint mit allen zerknirschten und liebenden Seelen. Im unerschütterlichen Glauben an Deine Liebe rufe ich im Namen aller Erlösten: “Veni Domine Jesu”!
“Komme, Herr Jesus, und bleibe bei uns!” Amen.
 

Begrüßung des Heiligsten Antlitzes zur Sühne für die Gotteslästerungen
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, Du würdevolles Spiegelbild der göttlichen Majestät.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das alle Engel und Heiligen mit himmlischer Seligkeit erfüllt.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, Du lieblichstes und schönstes unter allen Menschenkindern.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, Du Freude und Wonne aller, die an Dich glauben und Dich über alles lieben.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das die Liebe, Sanftmut und Barmherzigkeit Gottes in Vollkommenheit ausstrahlt.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das unter furchtbaren Seelenqualen unserer vielen Sünden willen Blut geschwitzt hat.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das durch den Judaskuß so schrecklich gelitten hat.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das unserer vielen Sünden willen bei der grausamen Geißelung und schmerzhaften Dornenkrönung mißhandelt, entstellt und jeder Schönheit beraubt wurde.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das schweigend alle Körper- und Seelenqualen, allen Spott und Hohn liebend über sich ergehen ließ.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das sich so barmherzig zum heiligen Petrus gewendet hat.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das den Zorn Gottes besänftigt.
Sei gegrüßt, o Heiligstes Antlitz Jesu, das ewig die Freude und Wonne aller Auserwählten sein wird.

O liebster Jesus mein,
präge Dein Bild meiner Seele ein,
sieh meine Seele ist Dir ganz nah,
wie einst auf dem Kreuzweg Veronika;
laß meine Seele Deine Züge tragen,
blutüberströmt von den Häschern zerschlagen,
und die Stirne mit Dornen gekrönt voll Wunden,
Dein Heiligstes Antlitz so ganz zerschunden,
doch voll Hoheit und Würde und heiliger Ruh;
sieh, hier ist meine Seele, mein liebster Jesus Du,
erbarme Dich meiner!
O Jesus mein, ich bin ganz Dein! All das Meinige ist Dein durch Maria, Deine geliebte Mutter.

Gebet der heiligen Theresia vom Kinde Jesu zu Ehren des heiligsten Antlitzes
In Deinem bitteren Leiden wurdest Du, lieber Jesus, der Spott der Menschen, der Mann der Schmerzen. Ich verehre Dein göttliches Antlitz. Einst strahlte daraus göttliche Schönheit und Anmut, jetzt gleicht es dem Antlitz eines Aussätzigen.
Doch auch in den entstellten Zügen erkenne ich Deine unendliche Liebe. Sehnlichst verlange ich danach, Dich zu lieben und mitzuwirken, daß alle Menschen Dich lieben. Die Tränen, die so reichlich Deinen Augen entströmen, sind mir wie Kostbare Perlen. Liebevoll möchte ich sie sammeln, um mit ihrem unendlichen Werte die Seelen der armen Sünder loszukaufen.
Jesus, Dein anbetungswürdiges Antlitz zieht mich an. Ich bitte Dich, präge meinem Herzen das Bild Deiner Gottheit ein und schenke mir eine glühende Liebe zu Dir, damit ich einst Dein Antlitz in seiner Verklärung schauen darf im Himmel. Amen.

Rosenkranz zum Heiligsten Antlitz Jesu
1. Gesätz: Heiligstes Antlitz Jesu, unserer vielen Sünden wegen Blut geschwitzt, erbarme Dich unser, wir rufen zu Dir!
2. Gesätz: Heiligstes Antlitz Jesu, mit Blut und Wunden bedeckt, erbarme Dich unser, wir rufen zu Dir!
3. Gesätz: Heiligstes Antlitz Jesu, unserer Treulosigkeit wegen in unendlicher Liebe bittere Tränen vergießend, erbarme Dich unser, wir rufen zu Dir!
4. Gesätz: Heiligstes Antlitz Jesu, unseres Hochmuts wegen allen Spott und alle Schmach erduldend, erbarme Dich unser, wir rufen zu Dir!
5. Gesätz: Heiligstes Antlitz Jesu, unserer vielen Zungensünden wegen bei allem Leid geschwiegen, erbarme Dich unser, wir rufen zu Dir!
Aufopferung (bei der großen Perle einzufügen):
Himmlischer Vater, durch das Unbefleckte Herz Mariens opfern wir Dir auf die unermeßlichen Verdienste des Heiligsten Antlitzes Jesu, sein heiliges Schweigen bei allen Verspottungen und Leiden, seine bitteren Tränen und Schmerzen, all seine Wunden und sein versöhnendes, für uns vergossenes Blut zu Deiner größten Ehre und zum Heile unserer Seelen. Amen.

Litanei zum Heiligsten Antlitz Jesu!
Herr, erbarme Dich unser
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme Dich unser!
Heiligstes Antlitz des Sohnes des lebendigen Gottes,
sieh uns an und erbarme Dich unser!
Heiligstes Antlitz Jesu Christi
Heiligstes Antlitz unseres Erlösers, der geboren ist aus der seligsten Jungfrau Maria
Heiligstes Antlitz, Spiegel der Majestät Gottes
Heiligstes Antlitz, das zu schauen die Engel stets verlangen
Heiligstes Antlitz, des schönsten unter allen Menschenkindern
Heiligstes Antlitz, glänzender als die Sonne
Heiligstes Antlitz, mit blutigem Schweiß bedeckt
Heiligstes Antlitz, durch den Kuß des Verräters entehrt
Heiligstes Antlitz, mit Backenstreichen geschlagen
Heiligstes Antlitz, von Dornenstichen zerrissen
Heiligstes Antlitz, mit Schmach bedeckt
Heiligstes Antlitz, mit einem Rohre geschlagen
Heiligstes Antlitz, schändlich verhüllt
Heiligstes Antlitz, mit Tränen benetzt
Heiligstes Antlitz, mit vielfacher Unbill geschmäht
Heiligstes Antlitz, vom Blut entstellt
Heiligstes Antlitz, auf vielfache Weise betrübt
Heiligstes Antlitz, dem Schleier der heiligen Veronika eingedrückt
Heiligstes Antlitz, im Tode Jesu am Kreuze niedergebeugt
Heiligstes Antlitz, vor unseren Augen wunderbar dargestellt
Heiligstes Antlitz, du Freude und Entzücken des himmlischen Hofes
Heiligstes Antlitz, du Erquickung der Gerechten auf Erden
Heiligstes Antlitz, du Trost der Betrübten
Heiligstes Antlitz, Vorbild aller Tugenden
Heiligstes Antlitz, Wonne der gerechten Seelen
Heiligstes Antlitz, Hoffnung aller Sünder
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; verschone uns, o Herr!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; erhöre uns, o Herr!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; erbarme Dich unser, o Herr!
V. Zeige uns Dein Angesicht, liebenswürdigster Erlöser,
R. Und wir sind gerettet!

GEBET: Heiland und Herr Jesus Christus, Ewiges Wort des Vaters! Wende Dein Angesicht nicht von uns ab, sondern laß es leuchten über uns voll Güte und Barmherzigkeit! Laß uns bei diesem Anblick lernen, Dich von ganzem Herzen zu lieben und Deinen heiligen Willen in allem getreu zu erfüllen. Verleihe uns, daß wir nach diesem Leben das große Glück erlangen, die Schönheit Deines anbetungswürdigen Angesichtes ewig im Himmel zu schauen!
Göttlicher Heiland! Würdige Dich, einen Blick des Erbarmens und der Gnade auf unsere Seelen zu werfen! Mögen Deine Augen unser Herz durchdringen und ihm Tränen tiefer Reue entlocken! Göttliches Angesicht! Sei der Gegenstand unserer innigsten Liebe und erweise uns Barmherzigkeit, jetzt und im Tode. Amen.
Heiligstes Angesicht meines Erlösers, ich verehre Dich und bete Dich an zum Ersatz für so viele Lästerungen und Unbilden, die Du durch die Sünden erfährst!

(Der göttliche Heiland versprach der heiligen Gertrud: “All denen, die in Liebe sich oft an mein Heiligstes Antlitz erinnern, will ich durch meine heiligste Menschheit den Abglanz meiner Gottheit einprägen, durch dessen Klarheit ihre Seelen hell umstrahlt vor allen anderen in hoher Ähnlichkeit mit meinem Antlitz ewig im Himmel leuchten werden.”)



Litanei von der christlichen Demut
Herr, erbarme Dich meiner!
Jesus, sanft und demütig von Herzen, höre mich!
Jesus, sanft und demütig von Herzen, erhöre mich!
Vom Verlangen, geschätzt zu werden, befreie mich, o Jesus!
Vom Verlangen, reich zu werden
Vom Verlangen, gesehen zu werden
Vom Verlangen, gelobt zu werden
Vom Verlangen, geehrt zu werden
Vom Verlangen, vorgezogen zu werden
Vom Verlangen, um Rat gefragt zu werden
Vom Verlangen, anerkannt zu werden
Vom Verlangen, geschont zu werden
Von der Furcht, gedemütigt zu werden
Von der Furcht, verachtet zu werden
Von der Furcht, zurückgesetzt zu werden
Von der Furcht, verleumdet zu werden
Von der Furcht, vergessen zu werden
Von der Furcht, verspottet zu werden
Von der Furcht, geschmäht zu werden
Von der Furcht, arm zu werden
O Maria, Du Mutter aller demütigen Herzen, bitte für mich!
Heiliger Josef, Beschützer der demütigen Seelen, bitte für mich!
Heiliger Erzengel Michael, der du zuerst die Hoffart niedergeworfen hast, bitte für mich!
Alle lieben Heiligen, Muster der Demut, bittet für mich!
GEBET: O Jesus, der Du als ersten Befehl gesagt hast: “Lernet von mir alle, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig”, lehre mich, nach Deinem Beispiel von Herzen demütig zu sein! Amen.

Anbetung vor dem Allerheiligsten Altarsakramente
Versprechungen des Heilandes für die Verehrer des Allerheiligsten Altarsakramentes
1. Jene, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Anbetungsstunde zu Ehren des Altarsakramentes halten (es kann auch zu Hause sein) werden nach Empfang der heiligen Kommunion sterben und so hinübergehen in die Ewigkeit.
2. Jene, die am Donnerstag bei Tag einen Besuch von einer halben Stunde in der Kirche machen und ganz vorne beim Tabernakel verweilen, werden einen hohen Grad der Erkenntnis des Glaubens, vom Geheimnis Meiner Allmacht und der Liebe zum Altarsakrament erhalten und dadurch auch eine wahre, selbstlose Liebe zum leidenden Mitmenschen ebenso ein gutes Verständnis für denselben erhalten.
3. Jene, die täglich einer heiligen Messe in tiefer Andacht beiwohnen, können für ihre Mitmenschen viele Gnaden und Hilfe in allen Anliegen erlangen und werden in der Ewigkeit ganz in meiner Nähe sein.
4. Jene, die vor dem Empfang der heiligen Kommunion immer eine Überwindung oder ein Opfer bringen zur Ehre des Altarsakramentes, werden ein solches Verlangen nach Mir und der heiligen Kommunion erlangen, daß sie nicht mehr ohne Mich leben können, und es wird ein jeder Empfang für sie von doppeltem Wert sein, wahrhaft würdig.
5. Jene, die sich Zeit nehmen, nach der heiligen Kommunion eine halbe Stunde Anbetung und Danksagung zu machen, werde ich immer tiefer in das Geheimnis Meiner Liebe einführen und ihnen Meine Liebe mitteilen, auf daß sie dadurch ein ganz reines Gewissen und ein klares und sicheres Erkennen ihrer Fehler und Schwachheiten erlangen.
6. Jene, die bei der heiligen Wandlung während der Aufhebung des Fleisches und Blutes immer in Demut um eine Gnadenhilfe und um Rat bitten, werden sie sofort erlangen, so wie es zum Heil notwendig ist.
7. Jene, die sich selber bei der Wandlung mit Mir in Verbindung mit den Wunden und dem Blute dem himmlischen Vater aufopfern als Sühne für die Sünden der Welt, werde Ich bis an ihr Ende mit Meiner Gnade führen, trösten und leiten, so daß sie keinen Trost mehr von Menschen brauchen.
8. Jene, die vor dem Ausgesetzten Allerheiligsten eine Anbetungsstunde halten und mit aufrichtiger Demut für ihre Sünden und für die Sünden der ganzen Welt Mein Kostbares Blut aufopfern, die können versichert sein, daß Ich an ihrer Anbetungsstunde Wohlgefallen habe und alle ihre Sünden verzeihe und sie dadurch mit vielen Gnaden ausstatte, vor allem mit der Gabe der Weisheit,
9. Jene, die mit besonderer Vorliebe der Segensmesse beiwohnen, währenddessen die Litanei vom Altarsakrament oder der Wundenrosenkranz gebetet wird, die werden einen besonderen Grad der Heiligkeit erlangen, und Ich werde mit besonderem Schutz alle ihre Unternehmungen mit Segen, Gnade und reichen Früchten begleiten.
10. Jene, die sich bemühen, auch andere zu Meinem Tabernakel zu führen, oder bei Anbetungsstunden einen Mitmenschen mitbringen, werden die große Gnade erlangen. Licht und Führer jener Mitmenschen zu sein, die von Mir noch entfernt sind, sie in den Himmel zu führen und dadurch mein Werkzeug für die Rettung der Menschheit zu sein.



Verehrung des Hl. Antlitzes Jesu Christi mit Novene, Litanei ...  -   PDF    ***
selige Mutter Pierina   -   LINK


 
Gebet der Muttergottes von Amsterdam, der Frau aller Völker:
O Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende JETZT Deinen Geist über die Erde. Laß den Heiligen Geist wohnen in den Herzen ALLER Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria, unsere Fürsprecherin sein. Amen.

WUNDENROSENKRANZ zum Ausdrucken



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