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 Informationsblatt der Blauen Gebetsoase Sievernich
Februar 2007

Auszug aus: „Mein höchstes Ideal – Jesus - Mariens Sohn“
Nach der Lehre des P. Chaminade

Betrachte und bewundere

Jesus:

1. Betrachte jetzt, was Mir Meine Kindesliebe zu Meiner Mutter alles eingegeben hat!

Von Ewigkeit her dachte Ich an sie und liebte sie; denn von Ewigkeit her sah Ich in ihr Meine künftige Mutter.

Ich dachte an sie, als Ich den Himmel mit den Engeln erschuf; Ich dachte an sie, als Ich die Erde und die Menschen bildete.

Ich dachte an sie, als Ich das Urteil über deine Stamm­eltern aussprach; Ich dachte an sie, als Ich Mich den Patriarchen und den Propheten offenbarte.

2. Die Liebe zu ihr bewog Mich, sie mit Vorzügen auszustatten, von denen jeder einzelne das Größte übertrifft, das Ich je für alle anderen Geschöpfe getan. Sie und nur sie allein war durch Mich unbefleckt in ihrer Empfängnis, frei von jeder Begierde und Unvollkommenheit, voll der Gnade mehr als alle Engel und Heiligen, Mutter Gottes und allzeit Jungfrau, mit Leib und Seele schon vor der allgemeinen Auferstehung verherrlicht.

3. Ich kam auf die Welt, die Menschen zu erlösen; und da widmete Ich dreißig Jahre Meines Lebens Meiner Mutter allein, nur drei Jahre den anderen Menschen.

4. Es war Mir nicht genug, sie an Meinen Vorzügen und an Meinem Innenleben teilnehmen zu lassen und in innigster Vertrautheit mit ihr zu leben: Ich wollte, dass sie auch an der Sendung, die Mir Mein Vater anvertraut hat, teilhabe. Wie Ich der Erlöser bin, wollte Ich, dass sie Miterlöserin sei, und dass sie alles, was Ich für das Heil der Welt verdiente, in voller Teilnahme mitverdiene.

5. Sogar im Himmel wollte Ich, dass sie Fürbitterin bei Mir sei, wie Ich Fürbitter beim Vater bin, um den Menschen alle Gnaden auszuteilen, die zu erwerben sie hienieden mitgewirkt hat. Im Himmel nämlich bin Ich noch immer ihr Sohn, wie Ich es auf Erden war. Unendlich glücklich bin Ich, ihr durch Meine Freigiebigkeit das zu vergelten, was sie einst aus Liebe zu Mir getan und gelitten hat.

6. Höre weiter: Ich setze Mein Leben in der Kirche fort, in Meinem mystischen Leib, der von Meinem Geist geleitet wird. Alles, was Meine Kirche tut, das tue Ich: Was die Kirche für Meine Mutter tut, Ich bin's, der es für sie tut. Denke nur an all das, was die Kirche getan, um ihr Verehrung und Liebe zu bezeugen; wie sie Mariens Vorzüge verteidigte und feierlich verkündete, neue Feste ihr zu Ehren einsetzte, die Andachten zu ihr förderte, Bruderschaften und Ordensgesellschaften bestätigte, die sich ihrem Dienst weihten. Dann betrachte die Frömmigkeit der Kinder dieser Kirche: ihre Heiligen, die Meiner Mutter so ergeben sind, die eifrigen Seelen, die mit außerordentlicher und stets wachsender Verehrung Maria dienen, und selbst die einfachsten Gläubigen, die so eifersüchtig über Mariens Ehre wachen, so scharfsichtig sind für ihre Vorzüge - oft scharfsichtiger als die Gelehrten -, so von Begeisterung entflammt, wenn es sich darum handelt, ihr ein Zeichen besonderer Anhänglichkeit zu geben! Was ist das anderes als eine großartige und doch noch recht schwache Offenbarung Meiner unvergleichlich großen Kindesliebe zu Meiner Mutter?

Füge ferner zu dem, was die streitende Kirche für Maria getan hat und bis zum Ende der Welt tun wird, das hinzu, was die triumphierende Kirche die ganze Ewigkeit hindurch für sie tut! Denn in den Heiligen des Himmels lebe Ich in weit höherem Grade als in den Gläubigen auf Erden. Stelle dir die Gesinnungen der Dankbarkeit, Ehrfurcht und Liebe vor, die die Seligen ihrer Königin und Mutter immerfort bezeugen, der sie ihre ewige Seligkeit verdanken! Immer bin Ich es, der in ihnen und durch sie Meine Mutter ehrt und liebt!

7. Lasse vor deiner Seele alle diese Beweise Meiner kindlichen Liebe vorüberziehen! Betrachte sie, dringe tief in sie ein, verstehe, was du davon verstehen kannst, und dann wisse, dass das, was du nicht zu begreifen vermagst, alles das, was du je davon verstehen wirst, unendlich übertrifft... und dann sage dir, dass Ich dich an dieser unendlichen Liebe teilnehmen lassen will.

Die Seele:

O Jesus, wie wunderbar! Wie aber könnte ich Maria auch nur annähernd mit solcher Liebe lieben?

Meine Mutter, deine Mutter

Jesus:
1. Mein Bruder, nur dann kannst du Meine kindliche Liebe zu Maria wirklich nachahmen, wenn du gleich Mir ihr Kind wirst. Weißt du, bis zu welchem Grad du Kind Mariens bist?
Alle Gläubigen meinen es zu wissen, weil sie alle Maria ihre Mutter nennen. Die meisten jedoch haben eine recht unvollkommene Idee von Mariens Mutterschaft ihnen gegenüber.
Manche lieben Maria, wie wenn sie ihre Mutter wäre. Was aber würde dir wohl deine irdische Mutter antworten, wenn du ihr sagtest: „Ich liebe dich, wie wenn du Meine Mutter wärest!?“
Du bist Mein Bruder, Mein teuerster Bruder, weil Mein Vater dein Vater und Meine Mutter die deine ist!
Viele meinen, Maria sei ihre Mutter einzig und allein kraft jener Worte, die Ich vor Meinem Tode sprach, als Ich damals Meine Mutter und Meinen Lieblingsjünger am Fuß des Kreuzes stehen sah und zu Maria sagte: „Frau, siehe da, deinen Sohn!“ und zu Johannes: „Siehe da, deine Mutter!“ Diese Meine Worte hätten Maria mit der Aufgabe einer Mutter betrauen und in ihr Gesinnungen einer Mutter schaffen können; wäre aber ihre Mutterschaft nur von diesen Worten abhängig gewesen, besäße sie bloß eine Adoptivmutterschaft. Suche also zu verstehen, dass Maria in der übernatürlichen Ordnung deine wahre Mutter ist, ähnlich wie jene, die dich gebar, deine wahre Mutter ist in der Ordnung der Natur.
2. Eine Mutter ist eine Frau, die das Leben gibt. Maria hat dir das Leben gegeben, das wertvollste Leben.
Sie gab es dir in Nazareth, auf Kalvaria und bei deiner Taufe.

Als sie Mich in Nazareth empfing, hat sie zugleich auch dich empfangen.

Sie wusste, dass sie mit einem Ja oder Nein an Gabriel dir das Leben schenken oder dich im Tode lassen würde. Sie antwortete mit einem Ja, damit du das Leben habest. Sie war bereit, Mir das Leben zu geben und dadurch auch dir. Indem sie Meine Mutter wurde, wurde sie auch die deine. Von dieser Stunde an gehörtest du nach den Absichten Gottes und auch nach den ihrigen - weil sie Gottes Absichten erkannte und mit ganzer Seele zustimmte - Meinem mystischen Leib an. Ich war das Haupt dieses Leibes, du ein Glied desselben. Und beide trug Maria in ihrem Mutterschoß (wenn auch auf verschiedene Weise), denn Haupt und Glieder sind voneinander nicht getrennt.

3. Auf dem Kalvarienberg gebar sie dich, indem sie Mich für dich zum Opfer brachte.

Auf Golgotha erst wurde deine gänzliche Befreiung von Sünde und Tod bewirkt. Da vollendete Ich „die Vernichtung dessen, der das Reich des Todes beherrscht“. Auf Golgotha verdiente Ich dir durch Meinen Tod die Gnade, Mein Leben zu leben. Es war aber in Vereinigung mit ihr, Maria, dass Ich dieses Werk vollbrachte. Als Opferlamm hat sie Mich empfangen; im Hinblick auf Meine Opferung hat sie Mich ernährt, erzogen; in Meiner Todesstunde brachte sie Mich zu deinem Heil dem Vater dar und verzichtete zu deinen Gunsten auf alle ihre Mutterrechte über Mich. Sie, die allzeit Jungfrau geblieben, die ihren Erstgeborenen in Freude geboren hatte, gebar dich und deine Brüder in den furchtbarsten Schmerzen.

4. In diesem Augenblick kam ihre Mutterschaft über dich zur Vollendung. Das ist der Grund, weshalb Ich in diesem Augenblick diese ihre Mutterschaft laut verkünden wollte, indem Ich Maria Johannes anvertraute und Johannes Maria anempfahl. Meine Worte bewirkten nicht diese Mutterschaft, sondern bezeugten, bekräftigten und vollendeten sie in der feierlichsten Stunde Meines Lebens, in jener Stunde, in der Meine Mutter die deine ward im wahrsten Sinne des Wortes, und in der sie am besten ihre mütterliche Sendung zu begreifen imstande war.

5. In der Taufe gab dir Maria das Leben selbst, nicht nur das Recht darauf, wie auf Kalvaria. Deine irdische Mutter brachte bloß ein totes Kind zur Welt. Die heilig machende Gnade musste dir in der Taufe eingegossen werden, und erst dann kamst du zum Leben.

Maria war es, die dir diese heilig machende Gnade erwirkte, sie, ohne die nie eine Gnade gewährt wird. Als du aus einem Kinde des Zornes ein Kind Gottes wurdest, da war es Maria, die dich zum neuen Leben gebar.

6. Verstehst du jetzt, wie Maria dadurch, dass sie dich am Leben Gottes teilnehmen ließ, wahrhaft deine Mutter in der übernatürlichen Ordnung ist, gleichwie jene in der natürlichen Ordnung deine Mutter ist, die dir das leibliche Leben geschenkt? Doch nein! Maria ist es noch in viel höherem Grade!

Sie ist es viel mehr wegen der Art und Weise, in der sie dir das Leben gab.

Um dich zu gebären, opferte sie unvergleichlich mehr als deine irdische Mutter; sie opferte in bitterstem Leid das Leben, das ihr unendlich teurer war als ihr eigenes Leben.

Sie sorgt für dich dein ganzes Leben lang, während die irdischen Mütter dies nur so lange für ihre Kinder tun, bis sie erwachsen sind. Immer bleibst du Mariens Kindlein, das sie immer von neuem gebiert, bis Christus in dir gebildet ist. Wenn du aber das Unglück hättest, dein übernatürliches Leben zu verlieren, so könnte sie dir jedes Mal dieses Leben wieder erlangen und müsste nicht, wie eine irdische Mutter, hilflos an der Leiche ihres Kindes weinen.

Sie liebt dich, so unvollkommen und undankbar du auch bist. Sie liebt dich mit einer Liebe, die an Innigkeit und Reinheit jede Mutterliebe übertrifft!

7. Maria ist deine Mutter in viel höherem Maß vor allem wegen der Natur jenes Lebens, das sie dir schenkte.

Nicht ein vergängliches war es, wie dein irdisches beschaffen ist, sondern ein ewiges, ein Leben ohne Ende; nicht ein mit Befürchtungen und Unvollkommenheit durchsetztes, sondern ein unendlich glückliches; nicht ein geschaffenes, menschliches Leben oder das der Engel, sondern - verstehe es wohl! - ein Leben, das Teilnahme am ungeschaffenen Leben Gottes, am Leben der Heiligen Dreifaltigkeit selbst ist. Darum wird dieses Leben kein Ende nehmen und unendlich glücklich sein, weil es dich teilnehmen lässt an der Ewigkeit und Seligkeit Gottes. Welche irdische Mutterschaft könnte den Vergleich mit einer solchen Mutterschaft bestehen?

Nun aber ist Maria deine wahre Mutter, sie ist eine so vollkommene Mutter, weil sie Meine Mutter ist.

Die Seele:

Nein, Jesus, ich verstand nicht, inwieweit Maria meine Mutter ist. Wie nahe Du sie mir doch gebracht hast! Dank, lieber Jesus, für diese Gabe über alle Gaben!

Das Buch „Mein höchstes Ideal - Jesus, Mariens Sohn“ kann bezogen werden bei: KSA Kath. Schriften-Apostolat, Postfach 1247, D-88412 Ochsenhausen oder WKS-Sekretariat, Postfach 92, A-6060 Hall i.T.
 
 

Johannes Chrysostomus (344/54-407):
Homilien zum 1. Korintherbrief 28,1

„Es prüfe sich der Mensch selbst“, spricht Paulus, „und dann erst esse er von diesem Brote und trinke aus diesem Kelch.“ (1 Kor 11, 28) Nicht so, wie wir es jetzt machen, indem wir uns mehr durch die Zeit als durch frommen Sinn bestimmen lassen, die heilige Kommunion zu empfangen. Denn wir sind nicht darauf bedacht, wohl vorbereitet, von unseren Sünden gereinigt und mit zerknirschtem Herzen zu nahen, sondern wir begnügen uns, es nur an Festtagen zu tun, wenn alle hingehen. So lautet nicht des Paulus Befehl; er kennt nur eine gelegene Zeit, zur Kommunion hinzutreten: wenn man ein reines Gewissen hat. Wenn wir mit Fieber und bösen Säften behaftet sind, nehmen wir an keinem Gastmahl teil, um nicht eine Beute des Todes zu werden. Ein um so größerer Frevel ist es, dieses heilige Mahl zu berühren, wenn wir voll böser Gelüste sind, die gefährlicher sind als Fieber. Wenn Ich von bösen Gelüsten rede, so Meine Ich Fleischeslust, Geldsucht, Zornwut, Rachsucht, kurz alles Schlechte. Wer das heilige Opfer zu berühren gedenkt, muss all das abgetan haben; er darf nicht nachlässig und elend sich durch einen Festtag bestimmen lassen, hinzutreten, doch auch, wenn er reumütig und vorbereitet ist, sich nicht fernhalten, mag auch kein Festtag sein. Denn das Fest besteht in der Ausübung guter Werke, in der Frömmigkeit der Seele, in der Reinheit des Wandelns. Besitzest du dies, so kannst du immer Festtag haben und hinzutreten. Darum heißt es: Jeder prüfe sich selbst und dann erst trete er hinzu. Paulus will nicht, dass einer den andern, sondern dass jeder sich selbst prüfe und insgeheim sich richte und ohne Zeugen erforsche.
 
 

Geistliche Sprüche und Grundsätze,
die man sich einprägen soll

Aus „Lebensordnung eines Christen“
vom hl. Alfons Maria von Liguori

Alles, was man tut, um seinem eigenen Willen zu genügen, ist für die Ewigkeit verloren.

Die Sünde ist das einzige Übel, das wir fürchten sollen. Was Gott will, ist immer gut, und darum müssen wir immer wollen, was Er will.

Unser einziges Gut besteht darin: dass wir Gott lieben, und alle Liebe zu Gott besteht darin: dass wir seinen Willen tun.

Ob wir arm oder reich sein wollen, hängt vom Gebet ab. Wer betet, erlangt alles, was er sich wünscht.

Den Tag soll man für verloren halten, an welchem man das betrachtende Gebet unterlassen hat. Wer das Gebet aufgibt, sagt die heilige Theresia, verschließt sich selbst den Himmel und schließt sich die Hölle auf.
 
 

Die hl. Theresia von Avila

Die hl. Theresia von Avila sagt: „Die einzige Absicht dessen, der sich dem Gebet hingibt, muss die sein, mutig daran zu arbeiten, seinen Willen dem Willen Gottes gleichförmig zu machen. Seien wir überzeugt, dass darin die höchste Vollkommenheit besteht, die man im geistlichen Leben erreichen kann. Wer sich in dieser Übung mehr hervortut, wird von Gott größere Gunsterweise empfangen und wird in seinem inneren Leben schneller vorwärts kommen.“

„Solange man noch in diesem Leben ist“, sagte die hl. Theresia, „besteht der geistliche Nutzen nicht darin, Gott zu genießen, sondern mehr darin, Seinen Willen zu tun.“ Und sie sagt weiter: „Und übrigens besteht die Liebe zu Gott nicht in zärtlichen Gefühlen, sondern darin, mit der Kraft der Seele und in Demut Ihm zu dienen.“ Und weiter: „Durch die Trockenheiten und die Versuchungen prüft Gott Seine Freunde.“



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