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Schon im Paradiese hatte Gott den Stammeltern einen Erlöser
versprochen. Später ließ er das Bild des Heilandes durch die
Propheten immer deutlicher zeichnen. Diese
weissagten:
1. seine menschliche Abstammung:
„Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen
deiner Nachkommenschaft und ihrer Nachkommenschaft; sie wird dir den Kopf
zertreten, und du wirst ihrer Ferse nachstellen." 1 Mos. 3,15. (S. 11.)
„Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems! Kanaan soll sein Knecht
sein! Gott breite Japhet aus und lasse ihn wohnen in den Zelten Sems! Kanaan
soll sein Knecht sein!" 1 Mos. 9,26.27. (s. 17.)
Zu Abraham sprach Gott: „Ich will dich segnen und deine Nachkommen
so zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und den Sand am Meeresufer.
Und in einem deiner Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet
werden." 1 Mos.22,17.18. (S.86.)
Zu Isaak sprach Gott: „Ich werde mit dir sein und dich segnen. Deine
Nachkommen werde ich zahlreich machen wie die Sterne des Himmels. Ich werde
ihnen dieses ganze Land geben. Und in einem deiner Nachkommen sollen alle
Völker der Erde gesegnet werden." 1 Mos. 26,3—4. (s. 28.) Zu Jakob
sprach Gott: ,,Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub der
Erde. Und in einem deiner Nachkommen sollen alle Völker der Erde gesegnet
werden." 1 Mos.28, u. (S.so.)
,,Einen Propheten wie mich wird der Herr, dein Gott, aus deinem
Volke und aus deinen Brüdern erwecken; diesen sollst du hören!"
5 Mos. 18,15. (s. 76.)
„Ich sehe ihn, jedoch nicht jetzt; ich schaue ihn, jedoch nicht
nahe. Ein Stern geht auf aus Jakob; ein Zepter erhebt sich aus Israel und
wird zerschmettern die Fürsten Moabs." 4 Mos. 24,
17. (S. 75.)
f) ,,Siehe, es kommt die Zeit, da ich dem David einen gerechten
Sproß erwecke. Er wird als König herrschen, weise sein und Recht
und Gerechtigkeit im Lande üben. Sein Name ist der Herr, unser Gerechter."
Jer. 23,5.6. (S.131.)
2. seine Gottheit:
„Es sprach der Herr zu mir: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich
gezeugt." Ps.2,7. (S. 98.)
„Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn
ist uns geschenkt. Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt ihn:
Wunderbarer, Ratgeber, starker Held, Vater der Ewigkeit, Friedensfürst."
is. 9, 6. (s. 126.)
„Ich will mich freuen in dem Herrn; ich will frohlocken in Gott,
meinem Heilande." Hab.3,18. (S.125.)
„Zu Sion wird man sagen: Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte."
Soph. 3,15. (S. 125.)
„Dieser ist unser Gott. Kein anderer ist mit ihm zu vergleichen.
Er erschien auf Erden und ist unter den Menschen gewandelt."
Bar. 3, 36. 38. (S. 131.)
3. Zeit und Ort seiner Geburt:
a) „Das Zepter wird nicht von Juda weichen, bis der kommt, der gesandt
werden soll, auf den die Völker harren." 1 Mos. 49,10.
(s. 47.)
„Siebzig Wochen (Jahreswochen) sind bestimmt für dein Volk
und für deine heilige Stadt, damit die Übertretung verziehen,
die Sünde beendet, der Frevel getilgt, die Gerechtigkeit für
immer herbeigeführt, Gesicht und Weissagung erfüllt und der Allerheiligste
gesalbt werde. Wisse also und merke: Von der Zeit an, da der Befehl ergeht,
Jerusalem wieder aufzubauen, bis auf Christus, den Fürsten, sind sieben
Wochen und 62 Wochen. Und Straßen und Mauern werden wieder aufgebaut
in bedrängter Zeit. Nach den 62 Wochen wird Christus getötet
werden, und sein Volk, das ihn verleugnet, wird nicht mehr sein. Und ein
Volk mit einem kommenden Fürsten wird Stadt und Heiligtum zerstören,
und ihr Ende wird Verwüstung sein. In einer (der siebzigsten) Woche
aber wird er mit vielen einen festen Bund schließen, und in der Mitte
der Woche werden Schlacht-und Speiseopfer aufhören. Im Tempel wird
der Greuel der Verwüstung sein, und die Verwüstung wird bis zum
Ende dauern." Dan. 9,24—27. (S. 141.)
„Nur noch eine kleine Weile, und es wird kommen der, nach dem sich
alle Völker sehnen . . . Die Herrlichkeit dieses letzten Hauses wird
größer sein als die des ersten, und an dieser Stätte werde
ich den Frieden geben, spricht der Herr." Agg. 2, 7.8.10. (8.1440
b) „Du, Bethlehem im Lande Juda, bist keineswegs die geringste unter
Judas Fürstenstädten; denn aus dir wird der Fürst hervorgehen,
der mein Volk Israel regieren soll." Mich. 5, 2.
(S. 125.)
4. die Umstände seines Lebens,
Leidens und Sterbens:
„Siehe, ich sende meinen Engel, daß er mir den Weg bereite,
und alsbald wird in seinen Tempel kommen der Herrscher, den ihr sucht,
und der Engel des Bundes, nach dem ihr verlangt." Mai. 3,1.
(S. 145.)
„Siehe, die Jungfrau wird empfangen
und einen Sohn gebären; man wird ihn
nennen Emmanuel (d.h. Mit uns ist Gott)."
Is. 7,14. (s. 126.)
„Saget den Kleinmütigen: Siehe, Gott
selbst kommt und erlöst euch. Dann öffnen sich der Blinden Augen,
der Tauben Ohren tun sich auf; dann springt wie ein Hirsch der Lahme, und
die Zunge der Stummen löst sich." 13.35,4—6. (S.126.)
„Ich will wieder aufrichten die verfallene Hütte Davids; vermauern
will ich ihre Risse, aufbauen, was in ihr zerstört ist."
Am. 9, 11. (S. 109.)
„Nahe ist der Tag des Herrn über alle Völker. Doch auf
dem Sionsberge wird Rettung sein; er wird ein Heiligtum."
Abd. v. 15.17. (S.125.)
„Juble laut, Tochter Sion; jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein
König kommt zu dir, gerecht und als Heiland!
Er ist arm; er reitet auf einer Eselin, auf einem Füllen, dem Jungen
eines Lasttieres." Zach. 9,9. 10. (S. 144.)
„Sie wogen mir meinen Lohn dar: 30 Silberlinge.
Und der Herr sprach zu mir: Wirf dem Töpfer hin den herrlichen Preis,
dessen ich bei ihnen wert geachtet ward! Da nahm ich die 30
Silberlinge und warf sie in das Haus des Herrn dem Töpfer zu."
Zach. 11,12.13. (S. 144.)
„Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen ?"
Ps. 21, 2. (S. 98.)
„Ich bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott und des Volkes
Hohn. Alle, die mich sehen, lachen über mich; sie höhnen mit
den Lippen und schütteln den Kopf: Er hoffte auf den Herrn; der rette
ihn!"
Ps. 21, 7—9. (S. 98.)
„Wie Wasser bin ich ausgegossen, und ausgerenkt
sind alle meine Gebeine." p§.21,10. (S.98.)
„Sie haben meine Hände und Füße
durchbohrt und alle meine Gebeine gezählt. Sie haben meine Kleider
unter sich geteilt und über meinen Rock das Los geworfen."
Ps. 21, 17—19. (S. 98.)
„Sie gaben mir Galle zur Speise und tränkten mich in meinem
Durst mit Essig." Ps. 68,22. (s. 98.)
„Er ward verachtet, der Letzte der Menschen,
ein Mann der Schmerzen. Aber wahrlich, unsere Krankheiten hat er getragen,
unsere Schmerzen hat er auf sich geladen. Wir hielten ihn für
einen Aussätzigen, von Gott geschlagen und gedemütigt. Er
ist verwundet worden wegen unserer Missetaten, zerschlagen wegen unserer
Sünden. Unseres Friedens wegen liegt die Züchtigung auf ihm,
und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Er ward geopfert, weil
er selbst wollte, und tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Schaf,
das man zur Schlachtbank führt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer
verstummt, so öffnet er nicht den Mund." Is. 53, 3—7. (S. 126.)
„Und schauen werden sie auf mich, den sie durchbohrten."
Zach. 12, 10. (S. 144.)
5. seine Auferstehung, Himmelfahrt
und Sendung des Heiligen Geistes:
a) „Mein Fleisch wird ruhen in Zuversicht; denn du wirst meine Seele
nicht in der Hölle lassen, und du wirst deinen Heiligen nicht schauen
lassen die Verwesung." Ps. 15, 9—10. (S. 98.)
„0 Tod, ich will dein Tod sein! Dein Biß will ich sein, 0
Hölle!" Os. 13, 14. (S. 109.)
„Die Nationen werden zu ihm beten. Sein Grab wird glorreich sein."
Is. 11, 10. (S, 127.)
„Erhöhet, Fürsten, eure Tore, erhöhet euch, ihr ewigen
Pforten, daß Einzug halte der König der Herrlichkeit! Wer ist
denn der König der Herrlichkeit ? Der Herr, der Mächtige, der
Held, der Herr, ein Held im Streit, der Herr der Heerscharen, er ist der
König der Herrlichkeit." Ps. 23, 7. 8. 10. (S. 98.)
„Nach diesen Tagen will ich meinen Geist ausgießen
über alles Fleisch." Joel 2, 28. (S. 125.)
„Meinen Geist will ich euch geben, damit ihr auflebet und erkennet,
daß ich der Herr bin." Ez.37,14. (S. 135)
6. die Stiftung und ewige Dauer
seiner Kirche:
„Einst wird die Zahl der Kinder Israels dem Sand am Meere gleich,
der sich nicht messen und nicht zählen läßt. Und während
es jetzt von ihnen heißt: Ihr seid nicht mein Volk, wird man sie
Kinder des lebendigen Gottes nennen." os. 1.10. (S. 109.)
„Siehe, ich habe dich zum Lichte der Heiden
gemacht, auf daß du mein Heil seist bis an
die Grenzen der Erde."
Is. 49, 6. (S. 127.)
„Steh auf, werde Licht, Jerusalem; denn es kommt dein Licht, und
die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Siehe, Finsternis bedeckt
die Erde und Dunkel die Völker; über dir aber geht der Herr auf,
und seine Herrlichkeit erscheint in dir. Und
es wandeln die Völker in deinem Lichte und die Könige in deinem
Strahlenglanze. Erhebe ringsum deine Augen und schaue: Sie alle versammeln
sich und kommen zu dir; deine Söhne kommen von ferne, und deine Töchter
erheben sich von allen Seiten. Dann wirst du schauen die Fülle, und
dein Herz wird staunen und sich erweitern, wenn des Meeres Menge sich zu
dir bekehrt und die Macht der Heiden zu dir kommt. Eine Flut von Kamelen
wird dich bedecken, Dromedare aus Madian und Epha. Die aus Saba kommen
alle; sie opfern Gold und Weihrauch und verkünden
das Lob des Herrn." is. eo, 1—6.
„Siehe, ich selbst will meinen Schafen nachgehen und sie suchen.
Wie ein Hirt seine Herde heimsucht, so werde ich auch meine Schafe heimsuchen
und sie erretten; auf sehr reiche Weiden will ich sie führen auf den
Bergen Israels. Einen einzigen Hirten will ich über sie setzen, der
sie weiden soll; der soll sie weiden, der soll ihr Hirt sein." Ez. 34,
11. 14. 23. (S. 133.)
„Reines Wasser will ich über euch sprengen,
daß ihr rein werdet. Ich gebe euch ein neues Herz und lege
einen neuen Geist in euer Inneres. Entfernen werde ich das Herz von Stein
aus eurem Leibe, und ich gebe euch ein Herz von Fleisch." Ez.
36,25.26. (s. 133.)
„Dann werde ich den Völkern reine Lippen schaffen, daß
sie alle den Namen des Herrn anrufen und einmütig ihm dienen."
Soph.3,9.(S. 125.)
„Ich habe kein Wohlgefallen an euch, spricht der Herr der Heerscharen,
und ich nehme kein Opfer mehr an aus eurer Hand. Vom Aufgange der Sonne
bis zu ihrem Untergänge wird mein Name groß sein unter den Völkern;
denn an allen Orten wird meinem Namen geopfert und ein
reines Speiseopfer dargebracht werden." Mal. 1. 10. 11. (S. 145.)
7. sein Priestertum und seine
ewige Herrschaft:
„Geschworen hat der Herr, und nicht gereut es ihn: Du bist Priester
ewiglich nach der Ordnung des Melchise-dech." Ps. 109, 4. (s. 98.)
„Es sprach der Herr zu meinem Herrn:
Setze dich zu meiner Hechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße
mache." Ps. 109,1. (s. 98.)
„Er wird herrschen von einem Meere bis zum andern und vom Flusse
bis an die Grenzen der Erde. Es werden ihn anbeten alle Könige der
Erde, und alle Völker werden ihm dienen. In ihm werden gesegnet sein
alle Geschlechter der Erde; alle Völker werden ihn preisen."
Ps. 71, 8. 11. 17. (S. 99.)
(Quelle: "Katholische
Schulbibel" von Dr. Jakob Erker, Imprimatur 1929 Monasterii die 22. Aprilis
1929, Trier, S. 167-172