.
Warum ist Gott Mensch geworden?
 
Die größte Brücke, die jemals gebaut worden ist,
ist die Brücke zwischen Himmel und Erde.
Jesus Christus hat sie gebaut, um uns zu retten,
um uns in sein himmlisches Reich heimzuholen!


Warum Gott Mensch geworden ist?
Bild unten: aus dem Haussegen-Kalender 2011, Mediarix-Verlag, m. fr. Gen. v. hw. H. Pfr. Stocker
Antwort: Gott ist Mensch geworden:
a) Um als ewiger Hoherpriester sich selbst auf dem Altar des Kreuzes als makelloses Opfer seinem Vater darzubringen und dadurch die Erlösung der Menschheit zu bewirken. „Um als barmherziger Hoherpriester für die Sünden des Volkes Sühne zu leisten." Hebr 2, 17
b) Jesus Christus ist gekommen, „um der Wahrheit Zeugnis zu geben" Jo 12, 46 18,37
Im Dienst der Wahrheit „nicht den Frieden zu bringen, sondern das Schwert". Mt 10,34
c) Das ewige Wort ist Mensch geworden, „den Fürst dieser Welt (den Teufel) hinauszuwerfen". Jo 12,31
Jesus ist gekommen, „die Werke des Teufels zu zerstören", 1 Jo 3, 8
„um am Holz des Kreuzes den zu besiegen, der am Holz gesiegt hat"
„Der Herr der Herrlichkeit hat sich ans Kreuz schlagen lassen", 1 Kor 2, 8, damit wir in seine Herrlichkeit gelangen
„um den Widersacher, der sich über Gott und alles Heilige erhebt; sich sogar in den Tempel setzt und sich als Gott ausgibt, mit dem Hauch seines Mundes zu vernichten". 2 Thes 2, 3-8
d) Gott Sohn ist Mensch geworden, „um die Sünder zu retten", 1 Tim 1, 15
„Durch ihn haben wir die Erlösung, durch sein Blut die Vergebung der Sünden." Kol l, 13
„Seht das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt!"
e) Gott Sohn ist Mensch geworden, „damit wir das Leben haben und es in Fülle haben". Jo 10, 10 (Unter Leben ist hier die Vereinigung mit Gott, der das Leben ist, gemeint.)
„Der Reiche ist arm geworden, damit wir durch seine Armut reich werden." 2 Kor 8, 9
Jesus, der menschgewordene Sohn Gottes, möchte in uns Wohnung nehmen - Jo 14, 23
f) Gott Sohn ist Mensch geworden, der Grund- und Eckstein zu sein, auf dem die eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche von Jesus Christus erbaut ist. Mit allen, die an ihn glauben, seine Gebote halten und seine Herzenswünsche erfüllen, will Jesus Christus ein Reich aufbauen, das zwar nicht von dieser Welt, aber doch in dieser Welt ist: „Ein Reich der Wahrheit und des Lebens, ein Reich der Heiligkeit und der Gnade, ein Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens".
g) Als Gott und Mensch ist Jesus Christus das Haupt des geheimnisvollen Leibes der Kirche.
h) Gott Sohn ist Mensch geworden, „damit der Mensch erkenne, wie sehr ihn Gott liebt" (Gott hat von Ewigkeit her an mich, an dich gedacht, hat mich zuvorkommend geliebt und uns mit unzählbaren Wohltaten überhäuft.)
„Und damit der Mensch den innig wieder liebe, von dem er zuerst geliebt worden ist" Jo 4, 10-19
„Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer mich nicht liebt, hält meine Gebote nicht." (Sünde ist eine wissentliche und freiwillige Übertretung eines göttlichen Gebotes: Zurückweisung der Liebe Gottes.)
i) Gott Sohn ist Mensch geworden, um „aus seinem geöffneten Herzen, dem Heiligtum göttlicher Großmut, Ströme des Erbarmens und der Gnade fließen zu lassen: Dieses Herz, in dem die Liebe nie erlischt, sollte den Frommen ein Ort der Ruhe werden, dem Büßenden aber als rettende Zuflucht offenstehen."
j) Gott Sohn ist Mensch geworden, um der Weinstock zu sein, an dem wir Reben sein und aus dem wir göttliches Leben empfangen können. In besonderer Weise durch die heiligen Sakramente (Taufe, Firmung, Sakrament des Altares, Buße, heilige Ölung, Priesterweihe, Ehe).
(Quelle: "Dienst am Glauben" Heft 1, 2004, S. 24f.,Höttinger Gasse 15a, A-6020 Innsbruck)


 
Heute ist euch der Heiland geboren

(„Aus den Schriften des heiligen Antonius")

„Wir sagen Dir Dank, heiliger Vater, daß Du mitten im kalten Winter uns den Frühling geschenkt hast.
Denn durch die Geburt Deines geliebten Sohnes hast Du uns den Frühling mit seiner ganzen Kraft geschenkt:
Heute hat das begnadete Land, das der Herr gesegnet, die Allerseligste Jungfrau, frisches Grün hervorgebracht den Sohn Gottes, die Stärkung der Christen.
Heute singen die Engel:
Ehre sei Gott in der Höhe!
Heute ward der Erde der ersehnte Friede wiedergegeben -
alles ist heiter!
alles ist Freude!
Daher sprach der Engel zu den Hirten:
Siehe,
ich verkünde Euch eine große Freude!
Heute ist Euch in der Stadt Davids der Heiland geboren Christus der Herr! Lk 2, 10
(Clasen, Lehrer des Evangeliums Schriften des heiligen Antonius von Padua, 98)


 
Vom Himmelsthron herabgestiegen

Papst Leo der Große:

„Als nun die Zeit ankam, die für die Erlösung der Menschen bestimmt war, trat das Wort in diese Niederung ein.
Vom Himmelsthron herabgestiegen ohne sich jedoch von der Herrlichkeit beim Vater zu entfernen erhielt Gott Sohn auf eine neue Art und auf Grund einer noch nie da gewesenen Geburt ein Leben.
Auf eine neue Art weil Er, in seinem Wesen unsichtbar, sichtbar geworden ist in unserer Natur; weil Er, unbegrenzt, sich begrenzen lassen wollte;
weil Er, vor den Zeiten lebend, anfing, ein zeitliches Leben zu führen;
weil Er, als Herr des Alls die Gestalt eines Knechtes annahm;
weil Er, der leidensunfähige Gott, sich herabgelassen hat, ein leidensfähiger Mensch zu werden, um als Unsterblicher sich den Gesetzen des Todes zu unterwerfen."


 
Der Herr ist da!
Bild unten: aus dem Haussegen-Kalender 2011, Mediarix-Verlag, m. fr. Gen. v. hw. H. Pfr. Stocker
Der Herr ist da!
Ist Jesus Christus vom Himmel gekommen, dann ist er da!
„Der Herr ist da!" - Jubelruf der ersten Christen!
(Alexios von Maltzew, Die Sakramente der Orthodox-Katholischen Kirche des Morgenlandes, Bd. VIEL-CL XVIII)

„Welch ein Reichtum von Herrlichkeit!
Daß derjenige
der über alles erhaben
der über alle Mächte gebietet
vom Himmel auf die Erde herabgestiegen!"
Johannes Chrysostomus

Wir staunen:    „Daß Jesus Christus jetzt auf dem Altar ist!
Daß Heerscharen der Engel den Altar umringen.
Daß Engel und Erzengel erbeben und alle himmlischen Mächte erstaunen!"

Wir sind beglückt:
„Daß Christus auf dem Altare thront.
Daß wir ihm nahen
daß wir ihn schauen
daß wir ihn empfangen!
Wer diesen Glauben nicht hat, der ist
fern der Hilfe Gottes
fern von der Gnade des Geistes
fern von Vergebung der Sünden
und fern vom ewigen Leben!"

Hocherfreut:    „Daß die Kirche - jetzt der Himmel auf Erden.
Daß der Altar durch das Sakrament der Thron der Herrlichkeit."
„Unter himmlischen Mächten weilst Du!
Mit den Engeln lobpreisest Du!
Christus schaust Du!
Christus empfängst Du -
Erfüllt wirst Du mit dem Heiligen Geist!
Mit Gottes Gnade verklärt." Johannes Mandakuni

„Was da Brot und Wein zu sein scheint ist nicht bloß Bild oder Zeichen des Leibes und Blutes Christi, sondern der gotterfüllte Leib des Herrn selbst!
Denn der Herr sagt: ,Wer mich ißt, wird durch mich leben."
Johannes von Damaskus

„Das, was Brot zu sein scheint; und den Geschmack von Brot hat, ist nicht mehr Brot, sondern der Leib des Herrn!" Cyrill von Jerusalem

Aus der Koptischen Liturgie:
„Wahrhaft und wirklich!"
„Der heilige Leib und das Kostbare Blut unseres Herrn Jesus Christus des Sohnes Gottes! -Amen!
Hier ist wahrhaft und wirklich der Leib und das Blut unseres Erlösers, Jesus Christus! -Amen!
Ich glaube - ich glaube - ich glaube und bekenne bis zu meinem letzten Atemzug:
Daß dies der lebendige und lebendigmachende Leib Deines eingeborenen Sohnes und unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, empfangen von der Herrin aller, von der erhabenen und heiligen Gottesgebärerin Maria!
Vereinigt mit der Gottheit, ohne Vermischung und Veränderung.
Ich glaube und bekenne Jesus Christus hier als den, der sich wahrhaft bekannt hat vor Pontius Pilatus.
Der sich selbst hingegeben hat für uns am Holz des Kreuzes.
Ganz freiwillig für uns alle.
Ich glaube auch und bekenne seine Gottheit, die nie - keinen Augenblick - von seiner Menschheit getrennt war und ist.
Er hat sich für unser Heil hingegeben zur Vergebung der Sünden zu unserem ewigen Leben.
Ich glaube, daß das in Wahrheit so ist!" Maximilian, Fürst von Saxen

Aus der Syrischen Liturgie:
Priester: „Ich trage Dich in Händen, der Du die Enden des Erdkreises hältst!
Dich trage ich in Händen, der Du herrschest über die Tiefen!
Dich, o Gott, empfange ich in meinen Mund, auf daß ich durch Dich von dem Feuer (das nie erlischt) erlöst und der Vergebung der Sünden würdig werde!"
Maltzew

Gemeinsam mit dem Diakon betet der Priester:
„Ich glaube, Herr, und bekenne
daß Du in Wahrheit Christus bist
der Sohn des lebendigen Gottes
der in die Welt gekommen ist
die Sünder selig zu machen.
Auch glaube ich, daß dies Dein allerreinster Leib
und daß dies Dein Kostbares Blut selber ist!"

Ambrosius von Mailand:
„Der Leib Christi, den wir täglich in den heiligen Geheimnissen anbeten, ist derselbe, den die Apostel im Herrn Jesus Christus angebetet haben."

Der hl. Justin (f 166):
„Wir sind belehrt worden, daß diese gesegnete Speise das Fleisch und das Blut des menschgewordenen Gottessohnes ist."

Johannes von Damascenus (t 780):
„Die Gestalten des Brotes und des Weines sind nicht nur Zeichen des Leibes und Blutes Christi. Es ist der mit der Gottheit vereinte Leib des Herrn selbst. Wie er selbst gesagt hat: Das ist mein Leib. Das ist mein Blut! - Es ist der Leib, den uns die Jungfrau geboren hat."

Papst Paul VI.:
„Damit aber niemand diese Weise der Gegenwart, die über die Naturgesetze hinausgeht und das größte aller Wunder in ihrer Art bewirkt, falsch verstehe, müssen wir mit aufnahmebereitem Geist die Stimme der lehrenden und betenden Kirche hören.
Nun sagt uns diese Stimme, Echo der Stimme Christi, daß Christus in diesem Sakrament nicht anders gegenwärtig wird als durch die Wesenswandlung der ganzen Gestalt des Brotes in seinen Leib und der ganzen Gestalt des Weines in sein Blut. Eine ganz wunderbare und einzigartige Verwandlung.
Es ist so, daß nach der Wandlung der wahre Leib Christi gegenwärtig ist, der aus der Jungfrau geboren; der für das Heil der Welt geopfert am Kreuze hing und der zur Rechten des Vaters thront.
Das ist die unerschütterliche Lehre der Konzilien vom Lateran, Konstanz, Florenz und endlich von Trient über das Geheimnis der eucharistischen Wandlung durch Erklärung der Lehre der Kirche und durch die Verurteilung der Irrtümer."

Das Konzil von Trient
erklärte in der dreizehnten Sitzung am 11. Oktober 1551:
„Vor allem lehrt die heilige Synode und bekennt offen und schlicht:
Im heiligen Sakrament voll Kraft und Gnade ist nach der Wandlung von Brot und Wein unser Herr Jesus Christus als wahrer Gott und Mensch wahrhaft wirklich und wesentlich unter der Gestalt von Brot und Wein zugegen."

Gewonnene Erkenntnisse:
Aus den vorausgehenden Zeugnissen wird klar und deutlich:
Daß Brot und Wein, vom Priester konsekriert, in den heiligsten Leib und das heiligste Blut unseres Herrn Jesus Christus verwandelt werden: In den Leib des glorreich im Himmel gegenwärtigen Christus.
Nach der heiligen Wandlung bleiben nur mehr die Gestalten von Brot und Wein, unter denen Jesus Christus als Gott und Mensch wahrhaft und wirklich gegenwärtig ist.
Brot und Wein erhalten durch die Wesenswandlung also nicht nur eine neue Bedeutung und einen neuen Sinn; sie werden in ihrem Wesen verwandelt.
Und nur auf Grund dieser Wesenswandlung erhalten Brot und Wein auch eine neue Bedeutung und einen neuen Sinn: Sie sind nicht mehr Speise für den Leib, sondern für die Seele.
Es gibt verschiedene Weisen der Gegenwart Christi:
Als Gott ist Jesus Christus (wie Gott Vater und Heiliger Geist) allgegenwärtig.
Als Gott und Mensch aber nur dort, wo konsekrierte eucharistische Gestalten sind.
Nicht nur vorübergehend wie in den anderen Sakramenten, sondern ständig fortdauernd in persönlicher Gegenwart.
Das ist der wesentliche Unterschied zwischen dem Sakrament der heiligen Eucharistie und den übrigen Sakramenten.
„Die eucharistische Gegenwart und die Gegenwart Christi im Wort des Evangeliums sind nicht von gleicher Art und Dichte."
Alle morgenländischen Kirchen glauben an die wirkliche Gegenwart Christi im heiligen Sakrament.
Öffnen wir uns also in Demut und Frömmigkeit diesem Licht, das uns vom Ursprung von den Aposteln und ihren Schülern her entgegenstrahlt.
Lassen auch wir uns belehren, wie sich Paulus von Petrus, Jakobus, Johannes und die Apostelschüler von den Aposteln belehren ließen.



Gebete
Segne Du, Maria, unsern Priesterstand!
Segne Du, Maria, unsern Priesterstand,
Reichen Segen spende jeder Priesterhand.
Segne alle Priester, die auf Erden sind,
Segne sie, Maria, mit dem lieben Kind!

Segne Du, Maria, jedes Priesterwort,
daß es Früchte trage in die Herzen fort.
Segne Du ihr Wirken für das Gottesreich,
mach durch Deinen Segen all' dem Heiland gleich.

Segne Du, Maria, jedes Priesterherz,
segne seine Freuden, segne seinen Schmerz.
Segne all sein Ringen, bis sein Auge bricht,
stehe ihm zur Seite auf dem Weg zum Licht.

Segne Du, Maria, jedes Priesterherz,
laß sie Jesum folgen treu in Freud und Schmerz.
Stärke ihren Glauben, mehr' der Hoffnung Licht,
segne ihre Liebe, laß' sie wanken nicht.

Segne Du, Maria, unsre Nation
und die Heidenkinder, bring' sie Deinem Sohn.
Segne alle Sünder, die auf Erden sind,
segne sie, Maria, mit dem lieben Kind!

Weihe-Litanei zu Unserer Lieben Frau
|: VS. und A. Mutter Gottes, wir huldigen Dir! :|
VS. Wir preisen Dich, Herrin, Du süße.
A. Maria, wir huldigen Dir.
VS. Dir jubeln wir unsere Grüße.
Du Jungfrau, die Gott hat gefallen
Bist gütigste Mutter uns allen.
Wir singen Dir innige Lieder,
Dein Ruhm klingt vom Himmel hernieder.
O Königin, schönste der Frauen,
Wir schenken Dir heil'ges Vertrauen.
A. Maria, wir huldigen Dir!
VS. Mutter Gottes, wir flehen zu Dir!
A. Mutter Gottes, wir flehen zu Dir!
VS. Sieh, Mutter, auf uns, Deine Kinder,
So schwach sind wir alle und Sünder.
Nimm hin uns're liebenden Herzen,
Wir gehen Dir nach auch in Schmerzen.
Wenn Wetter und Feinde uns schrecken,
Du mußt mit dem Mantel uns decken.
In Nacht und auf dornigen Wegen
Führ', Mutter, uns Jesus entgegen!
Maria, wir flehen zu Dir!
Mutter Gottes, erhör' uns und hilf!
Mutter Gottes, erhör' uns und hilf!
Hilf, Mutter, o hilf auch den andern,
Bewahr', die zur Ewigkeit wandern.
Gib Liebe, die hilft und verzeihet,
Gib Lieb', die dem Opfer sich weihet.
O Mutter, beschütze die Kleinen,
Hilf allen, die krank sind und weinen.
Laß nie uns den Glauben verderben,
Mach treu uns im Leben und Sterben.
A. Erhör' uns, Maria, und hilf!
VS. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
A. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
VS. Ach, Mutter, die Welt brennt in Sünden,
Der Feind will sie ganz an sich binden.
Die Stolzen sich höhnend erheben,
Sie reißen vom Weinstock die Reben.
Zum Kampf leihe uns Deine Waffen,
Laß Kräfte und Mut nicht erschlaffen.
Halt stets über uns Deine Hände,
Daß mutig wir sind bis zum Ende.
A. Laß Deine Apostel uns sein!
VS. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
A. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
V. O Maria, ohne Sünde empfangen,
A. Bitt für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!
A. O meine Gebieterin, / o meine Mutter! / Dir bringe ich mich ganz dar, / und um Dir meine Hingabe zu bezeigen, / weihe ich Dir heute meine Augen, / meine Ohren, / meinen Mund, / mein Herz, / mich selber ganz und gar. / Weil ich also Dir gehöre, / o gute Mutter, / so bewahre mich / und beschütze mich / als Dein Gut und Eigentum! / Amen.
O Maria, hilf! / O Maria, hilf! / O Maria, hilf doch mir! / Ein armer Sünder kommt zu Dir. / Im Leben und im Sterben / laß uns nicht verderben! / Laß uns in keiner Todsünd' sterben! / Steh' uns bei im letzten Streit, / o Mutter der Barmherzigkeit!

Immaculata-Lied
Immaculata, Du Lilienblüte,
der ewigen Reinheit geliebteste Braut!
Höre das innige Fleh'n Deines Kindes,
das Dir den Leib und die Seele vertraut.

|: O Jungfrau, o Mutter, ohn' Schatten der Sünd'
Immaculata, schütze Dein Kind! :|

Dir hab' ich jetzt mich auf ewig geweihet,
und alles, mein Sinnen und Minnen, sei Dein.
Dir geb' ich's, reinste der Jungfrau'n, zum Pfande,
laß mich doch stets ein Marienkind sein,
laß mich doch stets ein Marienkind sein,

|: bis einstens dort oben vereinigt wir sind,
Immaculata, schütze Dein Kind! :|

Geht alle zu Josef

1. Geht alle zu Josef, dem Vater der Armen; er stillet den Kummer, er heilet den Schmerz. Sein Vaterherz glühet von Lieb und Erbarmen, |: fleht innig und öffnet ihm kindlich das Herz. :|
2. Ihm gleichet kein Engel an Hoheit und Würde, weil Gott ihm sein Liebstes zur Pflege vertraut. Wohl groß ist der Auftrag, doch leicht wird die Bürde; |: es steht ihm zur Seite die göttliche Braut. :|
3. Seht Josef, Maria, das Kind in der Mitte, welch hehres, welch himmlisch entzückendes Bild. Das Kindlein gewähret ihm huldvoll die Bitte; |: denn Josef fleht liebend und väterlich mild. :|
4. Drum eilet zu Josef; er wird euch erretten; in Gott ist er mächtig, voll Güte und reich. O sprenget der Sünde satanische Ketten, |: und seid dem Gerechten, dem Heiligen gleich. :|
5. Wenn gut ihr gekämpfet im Erdengetümmel, dann Heil euch, die Kron' ist dem Sieger bereit; ihr scheidet von hinnen und schwingt euch zum Himmel, |: von irdischen Sorgen und Kämpfen befreit. : |

Bild: gemalt nach Angaben der Seherkinder von Mettenbuch
Katholisch bin und bleibe ich
Katholisch bin und bleibe ich,
nichts soll mich von der Kirche reißen.
Sie ist mir Mutter, liebet mich,
ich freue mich, ihr Kind zu heißen.
Sie zeigt den sichern Himmelspfad,
sie stärket mich durch Gottes Gnad'.
|: Sie läßt mich nicht verderben,
katholisch ist gut sterben. :|

Der wahre Glaube kommt von Gott,
Er sendet die so ihn verkünden.
Der Glaube ist nur Trug und Spott,
den Menschen ohne Sendung gründen.
Die Irrenden verlaßt sie nicht,
gibt ihnen Gottes Glaubenslicht,
|: damit sie nicht verderben,
katholisch ist gut sterben. :|

Die Kirche ist, wie Jesus sagt,
auf einem Felsen fest gegründet.
Er gab ein Haupt ihr voller Macht,
das nie die Hölle überwindet.
An diesen Felsen halt ich mich,
Gott schützt ihn immer gnädiglich,
|: auf daß wir nicht verderben,
katholisch ist gut sterben. :|

Die Kirche, von Gott selbst belehrt,
will, daß wir Jesu Mutter lieben.
Wer nicht die Mutter herzlich ehrt,
der muß des Sohnes Herz betrüben.
Maria, reich uns Deine Hand,
führ uns durch dieses Tränenland,
|: daß wir den Himmel erben,
katholisch ist gut sterben. :|

Das Erdenglück ist leerer Schein,
das Weinen endet und das Lachen.
Der Tod wird alle, groß und klein,
zu wenig Staub und Asche machen.
Darum lebt Gottes Diener recht,
mit Freuden geht er ins Gericht;
|: denn er wird nicht verderben,
katholisch ist gut sterben. :|

Gott Dank, daß ich katholisch bin
und stets geschützt von falschen
Lehren; katholisch sein ist mein Gewinn,
nie soll der Irrtum mich betören.
Katholisch bin und heiße ich,
katholisch leb' und sterbe ich;
|: so werd' ich nicht verderben,
katholisch ist gut sterben. :|

Die Heilige Messe

Gedanken aus der Meßerklärung von P. Martin von Cochem, Kap.
Wenn du die heilige Messe andächtig mitfeierst, erweisest du dem Heiland die größte Ehre.
Er verzeiht dir alle jene läßlichen Sünden, die du nach Kräften zu meiden entschlossen bist.
In der heiligen Messe leistet Christus Sühne für alle deine Fehler und Nachlässigkeiten.
Je andächtiger du an der heiligen Messe teilnimmst, desto mehr zeitliche Sündenstrafen kannst du dadurch abbüßen.
Die heiligen Messen, welche du andächtig mitgefeiert hast, werden in deiner Todesstunde dein größter Trost und vor dem Richterstuhle Gottes deine beste Hilfe sein.
Durch die Teilnahme an der heiligen Messe kannst du den Seelen im Fegfeuer helfen, die Zeit ihrer Reinigung abzukürzen.
Durch jede heilige Messe verkürzest du dein eigenes Fegfeuer.
Eine einzige heilige Messe, die du im Leben fromm mitgefeiert hast, wird dir von größerem Nutzen sein als viele, die für dich nach dem Tode aufgeopfert werden.
Der Segen des Priesters, den du in der heiligen Messe empfängst, wird von Gott selbst bestätigt.
Deine irdischen Angelegenheiten werden vom Himmel besonders gesegnet sein.
Du wirst vor vielen Gefahren und vor vielem Unglück bewahrt, dem du sonst erlegen wärest.
Bei der heiligen Messe umgeben dich viele heilige Engel, die dem anbetungswürdigen Opfer mit Andacht beiwohnen.
Wenn du die heilige Messe zu Ehren eines Heiligen aufopferst, danke Gott für die Gnaden, die er ihm erteilt hat. Du vermehrst dadurch seine Freude im Himmel, und er wird dich besonders schützen.
Wollt ihr euch einen Begriff machen von der Größe des Wertes der heiligen Messe? Es genügt, wenn ich euch mit dem heiligen Johannes Chrysostomus sage, daß die heilige Messe den ganzen himmlischen Hof erfreut, alle Armen Seelen des Fegfeuers erquickt, alle Segnungen auf die Erde herabzieht und Gott mehr Ehre erweist als die Leiden aller Märtyrer, als die Bußübungen aller Einsiedler, als alle Tränen, die sie seit Anbeginn der Welt vergossen haben, und als alles, was sie noch bis zum Ende der Welt tun werden. Und warum? Der Grund dafür ist ganz klar: alle die Handlungen werden von mehr oder weniger schuldigen Sündern verrichtet; während es im heiligen Meßopfer ein Seinem Vater ebenbürtiger Gottmensch ist, der IHM das Verdienst Seines Todes und Leidens aufopfert. Alle obigen Werke sind Werke der Menschen, und die heilige Messe ist das Werk GOTTES. Das Martyrium ist das Opfer, das der Mensch GOTT mit Seinem Leben darbringt. Die heilige Messe ist das Opfer, das GOTT für den Menschen mit Seinem Leib und Blut darbringt. Der heilige Pfarrer von Ars

Immerwährende Aufopferung der heiligen Messe

Die heilige Messe ist das Gott wohlgefälligste Opfer. So viele Augenblicke ich gelebt habe und noch leben werde, so oft bringe ich Dir, o Allerseligste Dreifaltigkeit, in Vereinigung mit Jesus und Seiner unendlichen Liebe, mit Maria und durch Maria, mit allen Engeln und Heiligen und im Namen aller Geschöpfe alle heiligen Meßopfer der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dar. Als Anbetungsopfer, um Dir zu Deiner inneren und äußeren Glorie zu dienen, und als Dankopfer für jede einzelne Wohltat der Natur, der Gnade und der Glorie, welche Du Maria, allen Engeln und Heiligen sowie mir und allen meinen Mitmenschen erwiesen hast und noch erweisen wirst, und als Sühnopfer für jede einzelne Sünde von Adam bis ans Weltende und als Bittopfer, um alles, was Dir gefällt, für mich und alle Seelen, die sind und noch sein werden, für die Armen Seelen im Fegfeuer und nach der Meinung des Heiligen Vaters und der Heiligen Kirche.
Impressum

zurück zur Hauptseite