Von Medjugorje begeistert: Kardinal Schönborn
"Erscheinung des Herrn“ – Epiphanie – bedeutet so viel wie das Offenbarwerden der Herrlichkeit Gottes im Kind von Bethlehem
Newsletter von Radio Vatikan – 04.01.2010
Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

THEMEN DES TAGES:

Österreich: „Medjugorje in normale Pastoral integrieren“
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn plädiert für eine Integration des „Phänomens Medjugorje“ in die normale Pastoral. Das sagte der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz am Sonntag im Gespräch mit dem „Pressedienst der Erzdiözese Wien“ Schönborn hatte sich über die Jahreswende zu einem als privat deklarierten Besuch und einer Begegnung mit der Gemeinschaft „Cenacolo“ in dem herzegowinischen Marienort aufgehalten. Kardinal Schönborn wollte den Ort sehen, in dem angeblich seit 1981 Maria erscheint und von dem nach seinem Eindruck „viele positive Früchte“ ausgegangen sind.
Er halte es für nötig, das Phänomen Medjugorje zu „entdramatisieren“, meinte der Wiener Erzbischof. Zweifellos sei der Anfangsimpuls von den „Seherinnen und Sehern“ ausgegangen, die 1981 – als es zu den ersten angeblichen „Erscheinungen“ kam - noch Kinder waren. Inzwischen spielten diese außergewöhnlichen Vorgänge aber nur noch eine untergeordnete Rolle. Faszinierend habe er gefunden, dass Medjugorje etwas wie eine „Schule des normalen christlichen Lebens“ sei: „Es geht dort um den Glauben an Christus, um das Gebet, um die Eucharistie, um gelebte Nächstenliebe, um das Wesentliche im Christentum, um die Stärkung im christlichen Alltagsleben“. Kardinal Schönborn ist im übrigen dafür, das „Phänomen Medjugorje“ im Licht des Zweiten Vatikanischen Konzils zu studieren: Der „sensus fidelium“, der Glaubenssinn der Getauften, spiele in den Vorgängen um Medjugorje eine wichtige Rolle. (kap)


Botschaft an Mirjana vom 2. Jänner 2010

Liebe Kinder,
heute lade ich euch ein, euch mit vollständigem Vertrauen und vollkommener Liebe mit mir auf den Weg zu machen, weil ich euch mit meinem Sohn bekannt machen möchte. Habt keine Angst, meine Kinder! Ich bin hier mit euch, bei euch. Ich zeige euch den Weg: euch selbst zu verzeihen, den anderen zu verzeihen und, mit aufrichtiger Reue im Herzen, vor dem Vater niederzuknien. Laßt alles in euch absterben, was euch daran hindert zu lieben und gerettet zu werden(*), damit ihr bei Ihm und in Ihm sein könnt. Entscheidet euch für einen Neubeginn, den Beginn einer aufrichtigen Liebe, Liebe zu Gott Selbst. Ich danke euch.


Unterwegs zum Jesuskind
Predigt am Hochfest der Erscheinung des Herrn
6. Januar 2010, Lesejahr C

L 1: Jes 60,1-6; L 2: Eph Eph 3,2-3a.5-6; Mt 2,1-12
Die liturgischen Texte finden Sie im Schott-Meßbuch.
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
„Erscheinung des Herrn“ – Epiphanie – bedeutet so viel wie das Offenbarwerden der Herrlichkeit Gottes im Kind von Bethlehem. Gott hat sich uns gezeigt, er ist Mensch geworden, und so beten wir an den wahren Gott und Menschen, Jesus Christus, der als Kind in der Krippe liegt.
Der heutige Festtag zeigt uns, daß neben den Hirten aus der Nähe auch Menschen aus der Ferne – eben die „Heiligen Drei Könige“ – sich aufgemacht haben, um das Jesuskind zu suchen. Sie stehen in der Geschichte des Christentums für die unübersehbare Zahl von Glaubenden aus allen Völkern und Nationen, die den Messias gefunden und ihn angebetet haben.
Weil Gott auf das Herz der Menschen sieht, war es ihm wohlbekannt, daß jene weisen und reichen Männer aus dem Osten in Sehnsucht auf den Erlöser warteten. Als schließlich ein wunderbares Himmelslicht erschien (der Stern von Bethlehem), da sahen sie dies als göttliches Zeichen an, um aufzubrechen in ein fernes, ihnen noch unbekanntes Land. Bereitwillig überließen sie sich der göttlichen Führung; es war ihnen wert, das Königskind zu suchen, auch wenn sie vieles dafür aufgeben und entbehren mußten.
Aber o Wunder! Nicht im Palast von Jerusalem ließ sich der neugeborene König der Juden finden, dort wo der grausame König Herodes lebte, sondern in ärmlicher Umgebung. Mit Jesus Christus beginnt ein neues Königtum; und von ihm war vorausgesagt, daß er in Bethlehem geboren werden würde. Es zeigt die Demut und den Glauben der drei Weisen aus dem Morgenland, daß sie angesichts des Kindes nicht zweifelten, sondern niederfielen und es anbeteten. Ihr Herz sah tiefer als auf äußeren Glanz. Sie erkannten, daß im Kind von Bethlehem der Welt der wahre Retter geschenkt war. Ihm wollten sie fortan ihr ganzes Leben weihen, und zum Ausdruck dieser inneren Bereitschaft brachten sie ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe dar.
Wir freuen uns, daß Gott der Herr zu allen Zeiten Menschen ruft und ihnen den Weg zum Erlöser Jesus Christus zeigt. Es mag mitunter schwierig sein aufzubrechen und materielle und geistige Sicherheiten aufzugeben, um Gott zu finden. Doch der Weg lohnt sich jedenfalls. Auch wer das Glück hatte, in einer christlichen bzw. sogar katholischen Familie aufzuwachsen und den Glauben durch seine Eltern kennen zu lernen, ist früher oder später herausgefordert, ein bewußtes Ja zum Glauben zu sagen. Der Glaube als solcher ist freilich immer ein Geschenk der Liebe Gottes, eine Gnade also. Weil uns Gott aber als Menschen ernst nimmt, bezieht er unsere Freiheit mit ein, soweit wir eben in der Lage sind, diese einzusetzen.
So sind auch wir aufgerufen, vor dem Kind im Stall von Bethlehem niederzuknien und es anzubeten. Gott selbst begegnet uns in diesem Kind, weil er einer von uns geworden ist. Was können wir dem Jesuskind schenken? Das einzige Geschenk, das es von uns erwartet, ist unser liebendes Herz. Wenn wir unser Leben ganz Gott anvertrauen, wird es im Guten Bestand haben. Dann werden wir auch unsere Mitmenschen zu Gott hin führen können.
Amen.



Medjugorjebesuch: "Wir sollten uns in der Kirche mehr von diesem Pastoralkonzept Mariens inspirieren lassen!"         Neu: 26.1.2010
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