.
Wie man durch kurze Gebete oder Handlungen große Gnaden erlangen kann. 
(Worte Jesu an die hl. Gertrud)

Jedesmal wenn wir mit Liebe das Allerheiligste SAKRAMENT des Altares anschauen, wird unser Platz im Himmel für immer erhöht. Sooft der Mensch an GOTT denkt, stellt er vor der Herrlichkeit GOTTES gleichsam einen Spiegel auf, worin GOTT Seine eigene Herrlichkeit erblickt. Und je mehr der Mensch sich damit abmüht, seine Gedanken auf IHN zu richten, desto klarer und herrlicher wird dieses Spiegelbild der HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT. Und dies wird ewig bleiben, zur Ehre GOTTES und zum ständigen Jubel dieses Menschen.
Wenn ein Mensch das Verlangen hat, dem HERRN alles zu ersetzen an Glaube, Anbetung und Liebe, was IHM von Menschen vorenthalten wird, nimmt ER das sehr wohlgefällig an. Und wenn er im Gebet dem HERRN voll Liebe freundlich zuredet, versöhnt er IHN so sehr, daß ER manchmal die ganze Welt verschont.

+    +   +
Wenn jemand zu GOTT mit inniger Andacht sagt: Mein LIEBSTER oder ähnliches, empfängt er häufig eine solche Antwort von IHM, wodurch er im Himmel den Vorzug einer besonderen Gnade besitzen wird, so wie Johannes der Evangelist Ehre auf Erden dadurch genießt, daß er 'der Jünger, den JESUS heb hatte' genannt wird.

Der HERR gab der hl. Gertrud zu verstehen, wie wertvoll es ist, von Zeit zu Zeit den Blick auf den Gekreuzigten zu richten. Denn wenn IHM jemand so mit inniger Aufmerksamkeit anblickt, wird ER dessen Blick mit großer Liebe erwidern.

Das Leuchten dieser Liebe des HERRN wird sich in seinem Herzen spiegeln und alle Heiligen im Himmel werden sich über ihn freuen. Und weil jedes, auch das kleinste Liebeszeichen, das Liebeszeichen, das man CHRISTUS schenkt, von IHM ewig vergolten wird, so wird auch dieser Blick auf den Gekreuzigten die Seligkeit des Menschen vermehren. Und das im selben Maß, als er es auf Erden oft und ehrfurchtsvoll getan hat.
Wenn wir GOTT für die Gnaden danken, die ER irgendeinem Heiligen gegeben hat, dann ist es so als würden wir mit den Verdiensten dieses Heiligen bekleidet werden. Und diese Verdienste sind uns mit solcher Liebe gegeben, daß sie in alle Ewigkeit ein Grund von überaus großer Freude für uns sein werden.
Ein einziger lebender Mensch vermag beim HERRN mehr als viele Tausende, die die Liebe nicht haben. JESUS wünscht, daß wir jeden Tag Seine heiligste Mutter mit den Worten "O du unsere Beschützerin" und "Wende deine Barmherzigen Augen uns zu" anrufen; dann werden wir ganz gewiß in unserer Todesstunde Trost erfahren.
JESUS wünscht, daß wir zu Ehren des Tagesheiligen ein VATER unser beten.
Wenn jemand ein noch so geringes Werk tut oder ein Gebet für die Hl. Kirche verrichtet, nimmt CHRISTUS es gütig auf als eine Frucht Seiner heiligen Menschheit und segnet es. Durch diesen Segen wird es gleichsam vervielfacht und der ganzen Kirche zur Vermehrung ihrer Gnaden mitgeteilt. Obwohl GOTT alles, was man zu Seiner Ehre tut, gnädig anblickt - wie Gebete, Fasten und Nachtwachen - so ist ER doch mit größerer Innigkeit den Seinen gegenwärtig, wenn sie, von ihrer Schwachheit dazu gedrängt, sich in Sein Erbarmen flüchten. Einmal erkannte die hl. Gertrud, wie die Engel und Heiligen sich freuen, wenn ein Mensch mit dem anderen Mitleid hat und seine Not zu lindern versucht.

+   +   +
(Quelle: Text von der ehrw. Schwester Franziska S., Brasilien: herzliches Vergelt's Gott!)

Der heilige Kreuzweg



Impressum
zurück zur Hauptseite