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Der Wert des Kreuzes und angenommener Leiden

Unter dem Datum vom 18. Juni 1925 notiert die sel. Dina die
Erleuchtungen, die sie darüber empfängt:
"Ich würde gerne allen Seelen, besonders den auserwählten Seelen,
den Wert des Kreuzes verständlich machen. Der moralische oder phy-
sische Schmerz ist eine unermeßliche Goldgrube: er ist ein brennender
Pfeil, den die Liebe vom Herzen des Unendlichen abschießt, um das
menschliche Herz zu verzehren und es in die GOTTheit einzutauchen.
Das Kreuz! Es ist das blendende Szepter der inkarnierten Weisheit, der
miterlösende Juwel der Unbefleckten Jungfrau, die leuchtende Palme
der Seligen.
Wenn wir wüßten, was für ein Maß an göttlicher Liebe jedes unserer
Kreuze einschließt, würden wir diesen unendlichen Schatz so hoch-
schätzen, daß wir Tag und Nacht nicht aufhören würden, GOTT fle-
hentlich um diesen Schatz zu bitten und für ihn übersprudelnd zu
danken.
Wenn wir den Wert unserer Kreuze verständen, wären wir gelähmt vor
Freude und Glück, sie zu empfangen; die Prüfungen, die Bedräng-
nisse, die Ängste aller Art würden uns zu Liedern des Jubels und der
Begeisterung antreiben, und wir würden spontan das Te Deum an-
stimmen.
Der Herr wird nicht verstanden! Nein, das Herz dieses anbetungs-
würdigen Bräutigams, das so zart und gut ist, wird nicht erkannt!
JESUS hat das Kreuz erwählt als ein heiliges Gut. Er hat es mit
Leidenschaft umarmt. Er hat es geliebt bis zur Torheit und das für uns!
Und wenn Er uns ein Stückchen dieser geheimnisvollen Kostbarkeit
anbietet, dann zögern wir, die Hand auszustrecken, zumindest zögern
wir, es freudig zu tun.

Der Wert des Kreuzes und angenommener Leiden (S. 2)
Ach! Die gefallene menschliche Natur ist ein Abgrund vom Finsternis.
GOTT weiß es: deshalb hat seine Barmherzigkeit stets Mitleid mit
unserer Blindheit, und trotz unseres natürlichen Widerwillens bietet
sie uns an und verpflichtet sie uns sogar, die unschätzbare Wohltat des
Kreuzes anzunehmen.
Oh! Wie glücklich ist der göttliche Meister, ein anerkennendes Danke
zu hören, wenn Er uns eine Dorne seiner Krone oder einige Tropfen
seines bitteren Kelches anbietet!
Wie sehr freut sich Sein heiliges Herz, wenn eine verletzte und ge-
kreuzigte Seele mit Liebe die Geißel, die Lanze und die kostbaren
Nägel küßt! Oh! Wenn wir die Gabe GOTTES verstünden! Alle
Leiden, alle Qualen, alle Martern würden meiner Seele süß erscheinen
um der zarten Vorsehung für den leichtesten Kummer zu danken.
Wenn doch das Herz des Bräutigams wahrhaft erkannt würde!
Oh Geist der Wahrheit, durch die Verdienste JESU bitte ich Dich,
schenke den Seelen das Licht, lehre sie, die wahren Güter zu schätzen
und die unendliche Güte anzuerkennen in den Stunden der Prüfung
und der Demütigung.
+   +   +
(ein ewiges Vergelt's Gott an Schwester Franziska Sch.)



Der Segen des heiligen Antonius
Sehet das Kreuz des Herrn! Fliehet ihr feindlichen Mächte!
Er hat gesiegt, der Löwe von dem Stamme Juda, aus dem Geschlecht Davids.
Alleluja! Alleluja!


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