Licht und Finsternis
Jesus, du Gott meines Herzens, Deine Liebe zu uns hat Dir am Kreuz fünf Wunden geschlagen. Darum bitte ich Dich, komm' Deinen Dienern zu Hilfe, die Du um den Preis Deines Heiligen Kostbaren Blutes erlöst hast.
Komm' Heiliger Geist,
komm durch die mächtige
Fürsprache
des Unbefleckten Herzens Mariens,
Deiner so geliebten Braut.
Komm' o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
sende Deines Lichtes Strahl.
Mache unser Herz bereit,
lenke, was da irre geht,
führe uns den rechten Weg.
Der Heilige Geist, vermittelt durch die Braut des Heiligen Geistes, Maria, verhindert Einbahnstraßen, Sackgassen, sumpfige Wege, nebliges Gelände und trübes Gewässer ...
Durch das Heilige Kostbare Blut Jesu Christi
könnt ihr die Seele eurer Mitmenschen vor dem Untergang retten. Was
wäre aus uns geworden, wäre es nicht für uns geflossen,
weil nur das göttliche Blut das einzige Versöhnungsmittel ist.
Die Verehrung des machtvollen Kostbaren Gottesblutes
als mystische starke Waffe ist der Geist, der der Verweltlichung entgegengesetzt
ist. Durch die segensreiche Wallfahrt von Fulda nach Walldürn
wird das vom Feind des Heils bei den Menschen eroberte Gebiet entrissen
und eine große Anzahl von Seelen befreit, die sich Satan zu seinen
Sklaven und Gefangenen machen konnte. Der Drache wird in Ketten gelegt
und gefesselt. Jesus, der Friedenskönig, kann in den Herzen herrschen.
Dies
alles setzt den Meister allen Betruges in Wut.
Seine Strategie ist, sich überall einzuschleichen (vgl. Papst Paul
VI.: "Der Satan ist durch einen Spalt in die Kirche eingedrungen"), uns
den Himmel zu rauben und zu verleiten (versuchen irrezuführen, wo
es nur geht).
Der Antichrist ist der Pseudo-Christus. Er
tritt in der Maske Christi als raffinierter Scharlatan in Gottes Kirche
auf (Mt 7,15), um sie unter dem Schein des Guten zu täuschen. Der
unreine Geist versucht unaufhörlich, in das Vorstellungsvermögen
und in das Gedächtnis der Menschen einzudringen durch die fortschreitende
Unterwanderung der christlichen Offenbarungswahrheit, um den Verstand zu
verdunkeln durch falsche Symbole, falsche Begriffe und falsche Bilder.
Die Lüge vernichtet das geistige Leben (Selbstzerstörung von
Individuum und Gesellschaft). Er duldet keinen Thron über sich, weder
im Gottmenschen Jesus Christus noch weniger den Thron der geschöpflichen
biblischen FRAU Maria, der Mutter Jesu. Gott soll entthront, Satan will
auf den Thron und angebetet werden.
Viele Menschen nehmen leider den Geist der
Welt an und lassen sich mitreißen durch jede neue Strömung,
und sei sie noch so banal, um nichts zu versäumen. Begeistert vom
flüchtigen Zauber des vielen Neuen sättigen sie sich reichlich.
Sie glauben an die Schlagwörter: Reform, Fortschritt, Anpassung, Toleranz...,
oder gar an die freimaurerische Formel: Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit. Die Frage
nach WAHR und FALSCH wird ersetzt dahingehend, ob etwas heutzutage erfolgreich,
wirksam, dynamisch oder "modern" ist oder klingt. Wir werden abgestumpft
einerseits durch die Gewohnheit, andererseits durch die Tatsache, daß
die Verwüstung des Seins (Geist und Welt) fortschreitet und im Lichte
der fortgeschrittenen Verwüstungen das Frühere als harmlos erscheint.
Durch
Mangel an innerer Einkehr geht das hinterfragende kritische Denken, die
Tiefe der Urteilsfähigkeit, verloren. Die Wegwerf- und Spaßgesellschaft
verachtet die christliche Tradition und deren Werte. Sie vertraut leichtgläubig,
genügt sich selbst und hält Ausschau nach Spielen und Vergnügen.
"Allein, wer auf den Herrn vertraut, wird reichlich gesättigt" (Spr
28,25).
Hitler schrieb in seinem Buch "Mein Kampf":
"Man braucht nur etwas ständig wiederholen, und wenn es auch an sich
nicht wahr ist, so wird es doch am Ende für selbstverständlich
gehalten werden." - Nichts ist irriger als die Vorstellung, man muß
vieles sich austoben lassen und mit Geduld warten, bis es von selbst abflaut.
So wie Hitler wollen alle Führer der Welt aus der Kirche Jesu Christi
eine rein humanitäre Gemeinschaft machen (Man beachte: Humanismus
= Erhebung des Menschen an Gottes Statt; fünfzackiger Stern), sie
ihrem übernatürlichen Charakter berauben, sie säkularisieren
und entsakralisieren (Dietrich von Hildebrand).
Die niedrige Vernunft beurteilt alles vom
irdischen Standpunkt aus, die höhere Vernunft urteilt über alles
vom Standpunkt der Ewigkeit her.
Wenn Übel weit fortgeschritten sind,
ist es nie angenehm, sie zu beseitigen. Darum wehret den Anfängen.
Bewahre, was Dir anvertraut ist (1 Tim 6,20).
"Die Macht des Bösen lebt von der Feigheit
des Guten" (Don Bosco).
Was zieht eure Seele für einen Nutzen
von unbesonnenen verwegenen Wanderungen, begeistert bejubelten Unternehmungen,
die zur Folge "eitle Weitschweifigkeit", Uneinigkeit und Zersplitterung
hervorbringen?
Der böse Geist kann den Menschen betrügen,
indem er ihm ein falsches Bild vorhält, damit dieser auf dem rechten
Weg sich glaubt.
Daher: Lassen wir uns nicht vom Feind betören
durch Reize und Einbildung falscher Bilder, lassen wir uns nicht Lügen
unterjubeln und lassen wir uns nicht unterwandern vom Bösen. Wir wollen
nicht nach Flüchtigem, sondern nach Ewigem trachten.
Zum Beleg der Existenz der Anfechtungen und
Versuchungen durch den Widersacher Gottes und des Hauptfeindes der Gottesfreunde
nachfolgend eine
Betrachtung
zum Wallfahrtslied
"Möge die Straße uns zusammenführen..."
/ alias "Irische Segenswünsche" o.ä.
"Möge die Straße uns zusammenführen..."
Der Buchstabensinn dieses Liedes sagt offen
aus: Möge es dir leicht gut gehen und trotzdem Gott dich fest in seiner
Hand halten.
Wenn wir das, was wir lesen, dem Buchstaben
nach verstehen, was hat es dann Leuchtendes an sich, was Erhabenes ist
im Segen?
Der wörtliche Sinn (sittenfördernd)
soll ermahnend oder auch abschreckend auf den Leser wirken. Welch geheimnisvoller
geistiger Sinn (glaubensfördernd) steckt in diesem
irreführenden irischen
Bittlied?
Gott selbst hat uns gelockt, gerufen und eingeladen,
zu dieser Wallfahrt / zu diesem Gottesdienst. Auf der Straße gehen,
beten und singen wir gemeinsam. In Gottes Namen wallfahren wir, seine Gnade
begehren wir auf dem Weg zu Gott und Gott selbst soll mich auf diesem Weg
zum Himmel hinauf führen. Wir sind unterwegs zu einem höheren
Ziel! Gott allein als Ziel, Jesus als Modell, Maria als Führerin(!),
unter dem Schutz der himmlischen Engel, ich immer Opfer im mystischen Leib
der Kirche!
Das Zusammensein durch liebevolle Begegnungen
in der Gemeinschaft und in der Pfarrgemeinde bringen die Menschen einander
näher trotz unterschiedlicher sozialer Schichten. Die Formierung zu
einem Zug kennzeichnet die Gemeinschaft des Zieles und des Weges, die Bezogenheit
der einzelnen untereinander, durch die Gliedschaft am geheimnisvollen Leib
Christi: Die Glieder tragen einmütig füreinander Sorge. So wird
Gottes Volk sichtbar im Gang zum Heiligtum seiner wahren Heimat.
Begegnungen vollziehen sich innerhalb der
Welt in den verschiedensten Weisen und gipfeln in den großen Wagnissen
der Hingabe an einen Menschen, eine Idee oder ein Werk, in Beziehungen
der Freundschaft der Liebe, des Handelns und Schaffens. Die eigentliche
und letzte, richtiger gesagt, die dem Heilssinn entscheidendste Begegnung
aber geht über die Welt hinaus zu ihrem Schöpfer, zu Gott.
Gott berührt aber den Geist in völliger
Freiheit auf verschiedene Art und Weise: Haus der Reue, Palast der Betrachtung,
Tisch der übersüßen Speise.
Liedtext:
"Wir sind hier zusammen, Dich anzurufen, o
Herr."
Die Straße ist nicht das Ziel, sondern
das Ziel ist das Ziel: Die Mitte Jesu im Allerheiligsten Altarssakrament.
Die Menschheit Christi ist der Weg zu der Gottheit. Christus gab uns deswegen
seinen verklärten Leib zur Speise, damit er uns durch die Speise des
Fleisches zur Verkostung der Gottheit einlade.
Zahlreiche errichtete Straßen führen
nicht zum Ziel, sondern führen weg, in die Irre, in den Abgrund (Pantheismus,
Sektentum, -ismen...). Lassen wir uns nicht einfangen oder überwältigen,
uns das Ziel verrücken oder von der Strecke abbringen durch die List
unserer unbeugsamen geistigen Feinde. Glücklich, der beharrlich auf
Gottes Wegen wandelt, die zum Himmel hinauf führen.
Prozession heißt vorwärts schreiten.
Rechte Absicht ist der Strahl der Gottesliebe, die alle unsere Empfindungen
und Handlungen beherrscht und erleuchtet und die auch nicht bei einer unnützen
Bemühung (Weltlied), viele Male gesungen, sich aufhält und in
der oberflächlichen Zerstreuung das gesteckte Ziel aus den Augen verliert
(Unvereinbarkeit gewisser Richtungen).
Ich fühle mich in besonderer Weise frei,
wenn ich das Ziel schon vorher irgendwie erkenne, was ich zu tun habe,
richtig tue, das Ding, um was es sich handelt in seinem Wesen verstehe
und entsprechend mit ihm umgehe.
"und der Wind in deinem Rücken sein"
Nach anfänglichen gutgemeinten
allgemeinen Äußerungen kommt es nun knüppeldick:
Soll ich sein wie ein
Schilfrohr? (Lk 7,24).
'Passe deine Meinung dem Zeitgeist an, um den Zug nicht zu verpassen,'
flüstert der hinterhältige Feind ein! Der Mensch wird durch die
herrschende Geistesverwirrung von jedem Windhauch der Gelehrsamkeit angesteckt,
durch die Verführungskünste (Trugspiele) der Irrlehrer hin und
her gewiegt und geschaukelt wie ein unmündiges Kind. Gott
wird die Macht der Irreführung über sie kommen lassen, so daß
sie die Lüge glauben (2 Thes 2,11).
Der "Wind der Gunst" führt aufgrund der
"verdorbenen Hauptwurzeln" zu Stolz, Selbstüberhebung (der "feine
Wind des Selbstruhmes") und Erniedrigung des Nächsten.
Weil der Mensch sein fundamentales Ungestilltsein nicht bejaht und dessen
definitive Sättigung vom "Wind der Gunst" erwartet, findet er sich
erneut gespalten und leer vor, er leidet und weint. (Katharina von Siena)
Die Gleichschaltung von Gedanken
und Gefühle macht aus Menschen (Medienmassen) emotionalisierte, entindividualisierte
und zu hoher Verführung und Lenkbarkeit neigende Marionetten, die
mit der Zeit immer mehr ihr eigenes Denken aufgeben und immer mehr auf
die Einflüsterungen des Bösen hören: vgl. Besessenheit!
Diese Formulierung, daß
man immer den "bequemen Weg" gehen soll, ist also grundsätzlich immer
falsch! Jesus hat ausdrücklich gesagt: "Breit
ist der Weg des Verderbens, aber schmal und eng ist der Weg zum Himmel"
(sinngemäß).
Wir benötigen den Heiligen Geist. Er
bläst wo er will. Wir müssen rechtzeitig die Gefahren erkennen,
ja die Gefahr "wittern" (Wind bekommen). Windmacher und Windbeutel (Spreu)
sind in alle Winde zerstreut. Der Wind weht wo er will,
du hörst seine Stimme, aber du weißt nicht, woher er kommt und
wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geiste geboren ist (Joh 3,6).
- Jeder aber hat die
Aufgabe, die Stimmen zu überprüfen, seinen Geist und seinen Verstand
einzusetzen und zu fragen: Ist
es Gottes Stimme oder sind es die Einflüsterungen des Bösen,
der oft maskiert umhergeht und die Leute zu täuschen versucht?
"sanft falle Regen auf deine Felder und warm
auf Dein Gesicht der Sonnenschein"
Der Diabolos profitiert ebenfalls
von Regen und Sonne, wenn er über Nacht schlechten Samen (Unkraut)
in den Acker sät.
Durch die Gabe der Unterscheidung
der Geister erkennt man den Samen (die Worte) von falschen Propheten.
Die Sonne bringt es an den Tag, welchen Samen
wir aufgenommen haben. Die Kraft des Reiches Gottes steckt schon im Keim.
Bei den Menschen, bei denen der Same des Wortes auf den Weg gefallen ist,
interpretiert der Herr die innere Fehlhaltung auf folgende Weise: Immer
wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt
der Böse und nimmt alles weg, was diesen Menschen ins Herz gesät
wurde. Je weniger sich bestimmte Menschen mit dem religiösen
geistlichen Leben befaßt haben, um so selbstsicherer geben sie ihr
Urteil ab!
Mit der Lehre in den Schulen, daß es
keine Wahrheit gäbe, nur Meinungen, die Idee der Wahrheit sei Herrschaftsstruktur,
niemand kann die Wahrheit erkennen, mit diesen Thesen wird den Kindern
(Nachwuchs) der gute Same weggenommen. Der gute Same aber sind die Söhne
des Reiches Gottes (Mt 13,38). Wer kann den Schaden ermessen, der hier
bereits angerichtet worden ist?
Sobald einmal der Mensch um
die Hoffnung und Aussicht auf unvergängliche Güter geprellt worden
ist, stürzt er sich habgierig auf zeitlichen Besitz, wovon ein jeder
an sich zu raffen versucht, soviel er kann. Daraus entstehen Mißgunst,
Neid, Eifersucht und Haß.
"und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Dich
fest in Seiner Hand"
Fesseln und abbringen von unserem Weg mit
und zu Gott will uns der Widersacher. Das Geschenk der Freiheit, das größte
von Gott dem Menschen gegebene Geschenk, kann von keiner Macht je beeinträchtigt
werden.
Frei sind sie und doch gebunden Dir stets
zur Hand an Deine Wege und immer bereit, Dir ganz zu gehorchen. Hier
bin ich (1 Sam 3,16). Laß uns mit IHM gehen, um mit IHM zu sterben
(Joh 11,16).
Unser Wille nach verlangender Liebe und unvergänglichem
Heil besitzt einen eigenen Akt, nämlich den Akt des Festhaltens oder
des Umarmens und gleichsam des Besitzens, wenn der Mensch Gott in der Liebe
festhält und ihn umarmt und Gott in geistlicher Weise gegessen wird.
Die Geliebte im "Hohenlied": Ich habe ihn, ich lasse ihn nicht.
Von Gott sich abwenden bedeutet fallen, zu
ihm sich hinwenden heißt sich erheben und in ihm wohnen, leben.
Halte den Taufbund in unerschütterlicher
Zuversicht im Geiste am Haupt Christi fest. Das Herz fest in Gott verankern.
Dem brüllenden Löwen im Glauben fest widerstehen und seine feurigen
Geschosse mit dem Schild dieses Glaubens standhaft abwehren. Man
benötigt Standfestigkeit in der Versuchung, damit das Reich Gottes
sich festige und ausbreite. Ohne daß die meisten Leute es merken,
hat aber der Böse sie fest im Griff!
"Führe die Straße, die Du gehst,
immer nur zu Deinem Ziel bergab"
Das ist wohl eines der sinnentstellendsten
Sätze dieses Liedes überhaupt: Hier wird uns gesagt, wohin
die Straße führt: eben bergab anstatt hinauf in Himmelsregionen!
Zu dem, der sich zum Himmel erheben
sollte (Jesus), sagte der Versucher:
'Stürze dich hinab'. Der
andere Irrsinn liegt in dem Wort: "Deinem" (Ziel): Wir Gotteskinder müssen
uns nicht an unseren eigenen Zielen orientieren, sondern an den Zielen,
die uns Jesus in seinem Evangelium vorgegeben hat! Wir Christen sollen
nicht die breite Straße ins Reich des Verderbens, ins Reich der Welt
wählen, die hinab in den Tod und in die Verdammnis führt, sondern
den schmalen (steilen, steinigen, dornigen) Weg
hinauf ins Reich Gottes, ins Leben und in die Seligkeit steigen.
So sucht, was droben ist,
wo Christus ist (Kol 3,1).
Der teuflische Trick ist verführerisch,
er weist den leichten Weg für die Leichtgläubigen, um sie ewig
zu verderben durch Angleichung an die Welt.
Vernunft und Wille bedeuten die Füße
als ein Bild des geistlichen Gehens und Aufsteigens. Lehre
mich, Herr, Deinen Weg und laß mich wandeln auf Deinen Wegen!
Der Weg des Lebens führt für die
Einsichtigen nach oben (Spr 15,24). Wer darf hinaufsteigen auf den Berg
des Herrn? (Ps 24,3)
Der Herr wird auf diesem Berg ein Mahl bereiten
(Jes 25,6). Komm
und laßt uns hinaufziehen zum Berg unseres Herrn
(Psalm und Lied: die liebende Seele in glühender Andacht). Führe
mich, Herr, auf den Weg der Ewigkeit.
Unser Geist soll frei von allem irdischen
Verlangen nach ewigen Dingen begehren, unsere ganze Wachsamkeit auf das
Ewige heften, nach dem Ewigen trachten, aufmerksam anschauen, hineingehen,
verbleiben um des Ewigen willens. Wo es an
Führung fehlt, kommt ein Volk zu Fall (Spr 11,14). Sicherheit gibt
es für den, den Gott in seiner Hand führt (Hi 12,6).
Dabei vergißt man, daß man auf
dem Weg zu Gott zurückgeht, wenn man nicht vorwärts geht; nicht
hinaufsteigen heißt hinabsteigen. Jesus sagt: "Wer
nicht mit mir sammelt, der zerstreut."
Das Gesetz des Wanderers heißt: steigen,
vorwärts gehen und nicht unterwegs einschlafen.
"hab', wenn es kühl wird, warme
Gedanken"
Klare, wahre, lichte Gedanken wünsch'
ich mir. Jemanden warm halten heißt, auf gute Beziehungen bedacht
sein.
Satans Absicht ist: Die Gedankenwelt soll
von der sinnlichen Lust bestimmt sein, hat somit nichts geistliches mehr
im Sinn. Jemanden den Kopf heiß machen bedeutet unruhige Gedanken
geben z.B. Fleischeslust oder Geldgier. Kopf kalt und Füße warm,
das macht jeden Doktor arm (Sprichwort). Der Christ soll das Verlangen
(Sehnsucht) nach Gott speisen, Gedanken und Betrachtungen des Wortes Gottes
sind Geist und Leben. Behalte
einen kühlen Kopf! Es wird also auch hier wieder genau das Gegenteil
von dem gelehrt, was Jesus gelehrt hat.
"und den vollen Mond in dunkler
Nacht"
Die finsteren Mächte wollen,
daß wir im Dunkeln tappen, nicht Bescheid wissen, in hochmütigem
eigenen Bewußtsein die Wahrheiten und Mahnungen des kirchlichen Lehramtes
leichtfertig in Frage stellen, verdunkeln oder gar preisgeben
(vgl. Hans im Glück, Salami-Taktik). Dunkel war der Rede Sinn. Die
im Dunkel sieht man nicht.
Es
kommt die Nacht, da niemand wirken kann (Joh 9,4).
Meister, wir
haben uns die ganze Nacht bemüht.
Wer mir folgt,
wandelt nicht in Finsternis (nachtblau, indigo),
sondern wird das Licht des Lebens haben (gold,
Krone des Königs).
Wer mir nachfolgt,
wird nicht in Finsternis wandeln (Joh 8,12).
Das Mondlicht ist kalt, feucht, unfruchtbar,
zwielichtig, dieses Licht gebiert keine Frucht zum ewigen Leben.
Ich will nicht mondsüchtig
sein (Weltweisheit) und auch nicht mit und nach dem wechselhaften
Mond gehen (Astrologie, Kabbalah).
Unsere Sinne sollen stets auf Gott ausgerichtet sein. Gott ist unser Licht.
Jesus heilte Mondsüchtige, Besessene und Gelähmte.
Die mit der Sonne (Gnade, Glorie)
bekleidete biblische FRAU (Maria als achtstrahliger Meerstern; Meer ist
Gnade!), die den Mond (den Gehörnten) unter den Füßen hat,
ist ein Typos der Kirche. Sie wird
einmal alle luziferischen Gewalten, die uns zu schädigen versuchen,
überwunden haben. Maria
ist ja die Schlangenzertreterin (vgl. Genesis!).
Jesus Christus wird mit der
Sonne symbolisiert (Jesus Monogramm, "Sonne der Gerechtigkeit") oder mit
einem Stern (achtstrahliger wahrer Morgenstern), weil er das Leben und
Licht aus sich selbst hat, und nicht wie der Mond ein Ablicht der Sonne
ist.
Luzifer heißt "Lichtträger" (fünfzackiger
Stern des Abgrundes, Schwarze Sonne, Antisonne). Der Fürst der Welt
allein soll erleuchten und leiten, fordern die Weltlichen, obwohl sein
Licht nur ein blendendes vorgegaukeltes Irrlicht ist. Aber leider folgen
allzu viele diesem Irrlicht. Der Schein trügt, meidet allen bösen
Schein (1 Tim 5,22). Er, der Lügner und Täuscher von Anbeginn,
hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt (geschwärzt, Holzgeist,
Baumgeist, ungesegneter Erkenntnisbaum) (Joh 12,40). Das Evangelium
bleibt verhüllt denjenigen, bei denen der (falsche) "Gott dieser
Welt" den Sinn verblendet hat (2 Kor 4,4).
Ungezählte Menschen laufen heute solchem
Irrlicht nach. Die Bewohner des Dunkels und der Finsternis vgl. Papstbeiname
"de laboris solis" für den Papst Johannes Paul II.!!! - Die Welt urteilt
nach dem äußeren Schein) liegen
gefesselt im Elend (Ps 107,16), die menschliche,
von Gott gewollte und von Gott geschenkte Freiheit ist dahin, die Menschen
sind nicht mehr frei im Denken! Vgl. Um- und Besessenheit!) - Wache auf
und rette deine Seele!
Das große Tier versteht
es, im Trüben zu fischen, es kennt die Schwächen der einzelnen
Personen ganz genau; es versteht sich zu maskieren, um nicht entdeckt zu
werden. Es ist intelligent und besitzt alle Wissenschaften, seine Beute
sind die unvorsichtigen Seelen.
Die Mächte der Finsternis
sind weltweit rekrutiert und straffer organisiert als die Kräfte der
Kinder des Lichtes. Wir erleben im Moment den gewaltigen geistigen Endkampf
zwischen Licht und Finsternis: wo kämpfst Du? Kämpfst Du für
Jesus, mit Jesus, mit Maria, Seiner Mutter, die die Schlangenzertreterin
ist? Kämpfst Du gar gegen Gott?
Das Gebot dieser Stunde ist:
Im Glanze der Wahrheit (vgl. Papstenzyklika!) die trügerische Verführung
(Strategie des Bösen) erkennen und einsichtig handeln!
Das formt die Freiheit des Menschen. Klarheit,
Wahrheit und Gerechtigkeit haben auch ihr Recht, das gilt es durchzusetzen
und zu fördern, und zwar von jedermann. Gleicht euch nicht der Denkweise
dieser Welt an! (Röm 12,2).
Luzifer erschien in menschlicher
Gestalt als Engel des Lichts. Er ist jedoch der Blender, sein Licht ist
rauchverdunkelt, Quecksilber statt Silber. Quecksilber ist sehr giftig!
Silber und Gold werden dagegen als Heilmittel in vielen Arzneien verwendet!
"hab' unterm Kopf ein weiches Kissen, habe
Kleidung und das täglich' Brot"
Sich etwas durch den Kopf gehen lassen, heißt,
mit vermehrter Sorgfalt überdenken. Jesus
hat vor Beginn seiner Lehre 30 Jahre lang gebetet und 40 Tage lang in
der Wüste gefastet. Jesus hat nur 3 Jahre lang öffentlich
gewirkt!
Wir sehen hier, wie wichtig
es ist, zu fasten und zu beten:
Genau das wünscht die Muttergottes immer wieder von uns bei ihren
Erscheinungen auf der ganzen Welt! Das ist also kein neues Evangelium,
sondern Maria ruft uns nur den Sinn des Evangeliums wieder neu ins Gedächtnis!
Der Widersacher aber sagt genau das Gegenteil: Lasse es dir gut gehen.
Der Teufel sagt nicht: Beichte! Luzifer sagt nicht: Tue Buße! Satan
sagt nie: Gehe regelmäßig und jeden Sonntag zur hl. Messe! Der
Böse sagt nicht: Opfere dieses oder jenes Gott auf! Aber die Muttergottes
sagt all das sehr oft!
Wir geben uns dem Unglück preis, wenn
wir unser Glück an angenehme Dinge knüpfen und uns den Glauben
aus dem Herzen reißen lassen. In der Nachfolge Jesu soll man zeitliche
Dinge und Wohlbehagen vergessen. Wer seinen Geist auf Himmlisches richtet,
wird dort seinen Geist haben, daß der Mensch durch Heiligkeit zu
Gott geht. Radikaler Verzicht auf alle Selbstbehauptung (d.h. Selbstverwirklichung
im Gegensatz zur Gottesverwirklichung in uns gemäß Paulus: 'Jetzt
lebe nicht mehr ich (ego / Egoismus!), sondern nur noch Christus allein
lebt in mir', die Entäußerung seiner selbst. Das Erlösungsziel
des Aktivismus ist nur Wohlfahrt für alle, während dasjenige
des Christen heißt: Frieden und Freude für alle. Schon ist die
Zeit (Humanismus und Modernismus), wo das allgemeine Wohl der Maßstab
ist, nach dem die Tat beurteilt wird. Ziel des gegenwärtigen Zeitgeistes
ist, sich immer sicherer und bequemer im Erdenleben einzurichten (deswegen
gibt es täglich auch immer noch mehr Versicherungsarten!) und die
ewige Bestimmung des Menschen, nämlich sein Leben und seine Wandlung
in Gott immer mehr außer Acht zu lassen, zu leugnen und möglichst
zu vergessen. Jesus lehrte durch sein Beispiel der Welt das Gegenteil von
dem, was im Liedtext uns angeboten wird zu tun! - Am "besten" ist es ja
auch, den Teufel selbst zu leugnen (siehe Beitrag der Kirchenzeitung: "Abschied
vom Höllenteufel"), dann hat man alle "Probleme" mit einem Handstreich
beseitigt... - Das, und genau
das ist das Werk des Teufels selbst! In der Hl. Schrift ist an 40 Stellen
von der Hölle die Rede! Wird
heute noch darüber gepredigt?
Als Nur-Geist hat der Dämon Macht über
die niedere Welt der Materie und der Sinne. Deswegen sollen wir den Kopf
nicht hängen lassen, sondern oben behalten, den Mut nicht verlieren,
denn die Sterne (Tierkreiszeichen als Kräfte der Natur) machen geneigt,
aber sie zwingen nicht.
Himmlischer Vater, demütig flehen wir, Du wollest uns von jedem Fallstrick und Betrug der höllischen Geister befreien und uns unversehrt bewahren. Wir bitten Dich. Darum erhöre uns durch das Eucharistische Herz Jesu, Deines göttlichen Sohnes und durch die Schmerzen Seiner jungfräulichen Mutter, durch ihre Unbefleckte Empfängnis erhöre und rette uns! Amen!
Jesus hat uns Menschen erlöst vor dem ewigen Tod durch Sein Leiden und Sein Sterben, durch Sein heiliges Kostbares Blut, durch Seine heiligen Kostbaren Wunden, durch Seinen äußerst schmerzhaften Tod am Kreuz: Das ist die LIEBE GOTTES! So sehr hat Gott uns geliebt, daß er Seinen Sohn für uns dahingab: Jesus, nach dem wir leben müssen, hat bewußt diesen - nicht leichten Weg gewählt, AUS LIEBE ZU ALLEN MENSCHEN ALLER ZEITEN! Wir müssen Jesus nachfolgen, wir sollen nicht den leichten Weg wählen, der ins Verderben führt, wir wählen lieber den Kreuzweg, der steinig ist, voller Dornen, der aufwärts führt zum Himmel: Die meisten Kreuzwege führen bergan! Der Kreuzweg war für Jesus, der noch dazu ein schweres Kreuz selbst tragen mußte und davon eine schwere Schulterwunde davontrug, äußerst mühsam und beschwerlich. Im Lied wird uns also genau das Gegenteil von dem vorgeschlagen zu tun als Jesus gesagt hat!
"sei über vierzig Jahre im Himmel,
bevor der Teufel merkt, Du bist schon tot"
Das hört sich witzig an, ist es aber
nicht. Der Teufel streitet um jede Seele. Es ist ein Kampf
nach außen
und nach innen, in der Menschenseele selbst und auch außerhalb. Es
ist falsch, 40 Jahre zu glauben, du wärest schon im Himmel, du bräuchtest
nicht mehr beichten, nicht bereuen, nicht mehr beten, nichts mehr Gutes
tun, nicht mehr die heilige Messopfer mitzufeiern! Das wäre falsch
zu denken, ich käme automatisch in den Himmel! Gott ist barmherzig,
aber auch gerecht!
Die Seele ist unsterblich (Übergang bzw.
Reise und Einkehr ins Vaterhaus). Tot sind jene, die fern von Gott leben,
ohne das wahre Leben zu besitzen. Über
die geistig toten Menschen hat der Widersacher Macht (vgl. Besessenheit!).
Vierzig ist die mystische Zahl für Reue und Buße und für
das Vollkommene. Wer meint,
das ewige Leben ohne jede Anstrengung erlangen zu können, vollkommen
ohne Reue, Buße und Gnade, wiegt sich in falscher Sicherheit, er
stirbt hinein in die Gewalt des Todes, hinein in die Sünde, Sold und
Strafe, denn die vermessene Hoffnung ist selbst ein Ausfluß des Hochmuts.
Sie nimmt die heilsame Warnung und Mahnung für die Sünder, die
wir alle sind (Unschuldswahn). Der leichtfertige Glaube an den guten Ausgang
des göttlichen Gerichts ist die Quelle allen Übels. Niemand kann
aber ernsthaft behaupten, Gottes Gerechtigkeit hinsichtlich Schuld und
Sühne zu kennen (Fegfeuerstrafen).
Seit je hat die Aufklärung
im umfassendsten weiteren Denken das Ziel verfolgt, von den Menschen die
Gottesfurcht zu nehmen. Die Maxime
einer Selbsterlösungsreligion (New Age) lautet: Du wirst nicht von
Gott (der hier nur die "Summe von allem Bewußtsein" oder die "Kraft
aller Energie" ist) gerichtet. du sprichst selbst über dich Urteil,
du schaffst dir deine Hölle und deinen Himmel selbst, je nachdem,
wie du lebst. "Die Seele ist ja ihr eigener und einziger Richter". Er
hat Speise gegeben denen, die Ihn fürchten (Ps 111,5). Es
soll kein Geheimnis geben, aber auch nicht den Wunsch seiner Offenbarung.
Gefordert wird von der Aufklärung deshalb eine Selbstaufklärung
der Vernunft, welche allzuleicht in Un-Vernunft umschlagen kann - und soll!
Wenn der Fürst der Welt den Willen des Menschen von
Gott abbiegt, um dem eigenen Ich einen Thron zu errichten, den entmachteten
Geist des Menschen fest im Griff haltend, aufplustert, derjenige ist
dann der Herr der Welt geworden (Antichrist) und wird bewirken, daß
man die vier letzten Dinge des Menschen (Tod, Gericht, Himmel, Hölle)
vergißt oder lächerlich macht.
Die Schwierigkeiten wachsen, je näher
uns das Ziel kommt. Sie äußern sich heute vor allem in der Zerstörung
des ganzen Ernstes unserer Situation vor Gott und einer Verdrängung
aller Furcht vor Gott, alles Zittern vor dem Gericht in ein Verfallen in
einen harmlosen Optimismus. Hand in Hand mit der Verdiesseitigung geht
auch der heilige Eifer für die Verherrlichung Gottes und die Nachfolge
Christi und für seine heilige Kirche verloren.
Mit dem Schunkellied "Wir kommen alle, alle
alle in den Himmel, weil wir so brav sind" kann man mit dem Schwung der
alkoholseligen Bewegung des Körperlichen im natürlichen Geist
Enthusiasmus und eine Augenblicksbegeisterung erzielen. Leider ist es ein
deutscher Schlager und zu offensichtlich mit der Gaudi im Fasching (Narrentum)
verbunden: "Gott
ist tot, spricht der Narr" (Ps 13?).
"Bis wir uns wiedersehen, hoffe ich, daß
Gott Dich nicht verläßt"
Gebe Gott nicht die Schuld, zeige nicht, klage
nicht an - der Mensch ist untreu.
Wen Gott ruft, dem gibt er auch die Kraft
zu folgen auf dem Weg, auf den Er ruft. Gott ist meine Rettung, Ihm will
ich vertrauen und niemals verzagen. Auf Gott ist Verlaß. denn meine
Stärke und mein Lied ist der Herr (Jes 12,2).
Durch jeden geistigen Akt, durch jede freie
Entscheidung formen wir unser Verhältnis zum Ewigen in dieser oder
jener Richtung. Festhalten und Fortsetzung der bisherigen Grundentscheidung
zu einer größeren Entschiedenheit. Bitten und suchen wir Gott,
denn auf ihn ist Verlaß, und verlassen wir ihn nicht durch Untreue.
Die wertvolle Treue gegenüber Gott, dem Inbegriff aller Werte und
allem, was von ihm kundet und zu ihm hinführt.
Nicht Gott verläßt
uns zuerst, sondern wir verlassen Gott, wenn wir sündigen.
Auch hier wird wieder eine vollständig
falsche Vorstellung "eingetrichtert"!
"er halte Dich in seinen Händen, doch
drücke seine Faust Dich nie zu fest"
Ich, der Herr, habe dich gerufen, in Gerechtigkeit
deine Hand erfaßt und dich gerettet. Denn fest steht sein Erbarmen
über uns und ewig währet seine Treue (Ps 116,2).
Im Refrain singen wir "halte Gott dich fest
in Seiner Hand". Hier der Widerspruch "doch drücke Seine Faust Dich
nie zu fest". In dieser Doppelzüngigkeit (Doppelgesicht), -bild: Hand
- Faust!), die entzweit, fehlt die lebensnotwendige Klarheit. Es ist eine
falsche Methode, klares aus dunklem Geschwätz erklären zu wollen.
Paulus schreibt: Wir werden
mit Fäusten geschlagen und haben keine Stätte.
Die mit eiserner Faust regieren,
sind die rücksichtslosen Tyrannen. Zuerst waren sie Revolutionäre,
die den Ohren schmeichelten, ihre Faust in der Tasche ballten, Zorn und
Wut nicht offen zeigten und geschickt verbargen, welches Geistes Kind sie
sind.
Herr, befreie mich aus der Faust
des Ungerechten.
Christen falten die Hände zum Gebet.
Der Durchtriebene hat es faustdick hinter den Ohren, lacht sich ins Fäustchen,
wenn er die Massen von Menschen mit seiner Propaganda (Macchiavellismus,
Faschismus, Kommunismus, ..., Gog und Magog) hinters Licht geführt
hat.
Geben wir nicht den kleinen
Finger her, denn der Böse will die ganze ausgestreckte Hand, ja, die
ganze Seele!
Bewaffne dich mit lebendigem
Glauben, fester Hoffnung, glühender Liebe und tiefer Demut. Das sind
die Waffen, um diesen Drachen zu zerschmettern und zu vernichten. Die Seele
der Gerechten ruhen in Gottes Hand, und nicht berührt sie die Qual
der Bosheit.
Das Heilig-Blut-Buch ist ein kostbarer Schatz.
Man kann durch dieses Pilgerbuch im Glauben wachsen an Ausdehnung, Tiefe
und Intensität der Andacht.
Ich habe gehört von einer erweiterten
Neuauflage dieses Buches. Das seichte Lied "Möge die Straße..."
verdient meines Erachtens weder die Aufnahme hierin noch das Imprimatur.
Wie wäre es mit dem Lied "Mutter Maria, nimm mich an die Hand. Kleide
mich neu mit deinem Gewand der Liebe und der Heiligkeit. Mach' mich für
Jesus bereit". In dem "irischen Segenslied" ist weder die
Rede von Heiligkeit, noch die Rede von Heiligen, geschweige denn von der
Lb. Gottesmutter, noch von brauchbaren und vernünftigen Vorschlägen
das Christentum betreffend (wie z.B. Buße, Beichte, Gebet, Opfer,
Reue, Lob, Anbetung Gottes, ...).
Maria ist immer ein Zeichen
sicherer Hoffnung, tröstliche Wegbegleiterin des wandernden Gottesvolkes
und kürzeste Straße, die zu Jesus führt. Sie ist die Siegerin
(Viktoria, die Schlangenzertreterin: s. Guadalupe) in allen Schlachten
Gottes.
Wo
Maria fehlt - wie hier in diesem fragwürdigen Lied - dann ACHTUNG!
Dann stimmt häufig etwas nicht!
Gerade an und mit Maria erkennt
man die echte Wahrheit! Das ist bei allem so, es gibt keine Ausnahme! In
ihrer mütterlichen Liebe trägt die heilige Jungfrau Maria Sorge
für die Brüder und Schwestern ihres Sohnes, die noch auf Pilgerschaft
sind und in Gefahren und Bedrängnissen weilen, bis sie zur seligen
Heimat gelangen.
Maria ist das große Vorbild "kindlicher
Einfachheit und wahrer Demut". Wir preisen sie selig, weil sie von Gott
auserwählt wurde, an den Leiden Jesu, ihres göttlichen Sohnes,
so intensiv teilzunehmen (Maria ist Miterlöserin! Vgl. hl. L.M. Grignion
v. Montfort!).
Der heilige Paul vom Kreuz (Gründer des
Passionistenordens) sagte: "Die Leidensbetrachtung ist der beste und sicherste
Weg, um zur größeren Gottverbundenheit zu kommen. Sie ist die
Pforte, durch die die Seele zur großen Innerlichkeit, zur tiefsten
Kontemplation und zur Gottvereinigung gelangt. In diesem großen Meer
des Heiligsten Leidens werden sie (die Anbeter und Betrachter) die Perlen
aller Tugenden Jesu Christi fischen."
Zuhause schlug ich die Zeitung auf und sah
ein Bild der Weltorganisation FIFA. Dies erinnerte mich an die geheime
Kettenbildung der Logenbrüder.
Wir Christen sind ein lebender Organismus
(keine Organisation) am mystischen Leib Jesu: Er ist das Haupt, wir sind
die Glieder. - Gemeinschaftserlebnis, das in der hl. Eucharistie seinen
Höhepunkt findet).
Deshalb wächst er und entfaltet sich
und paßt sich den zeitbedingten Notwendigkeiten und Umständen
an, immer jedoch unter Wahrung der Unversehrtheit der Lehre.
Gott kennt nur das Individuum und nicht die
Masse (jedoch: Verständnis des Begriffes "Kirche" als Einheit und
Gesamtheit aller Christen - Nächstenliebe). Ich - Du - Beziehung.
Eine Seele in der heiligmachenden Gnade ist vor Gott mehr wert als die
gesamte materielle Schöpfung sagt Thomas von Aquin.
Schließlich und endlich seien die
Kerngedanken des Wallfahrers auf dem Weg zu Gott
kurz genannt:
- Gehe zur heiligen Beichte,
bereue und bekenne Deine Sünden bei der Wallfahrt!
- Singe und bete mit der Gemeinschaft!
- Lob und Preis, Ehre und Dank
sei der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, von nun an bis in Ewigkeit.
- Sei gegrüßt, du
hochheiliges Kreuz!
- Der heilige Name "Jesus" sei
gelobt.
- Jesus werde angebetet im Allerheiligsten
Sakrament des Altares
- Sei gegrüßt, du
göttliches Herz im Heiligsten Sakrament
- Das Kostbare Blut Jesu Christi
sei gepriesen
- Sei gegrüßt unsere
Allerseligste Jungfrau Maria.
- Sei gegrüßt, o
Jesus, am Kreuz
- Im Kreuz und Leiden liegt
unser Heil
Gedankensplitter
Wer gut(!) singt, betet doppelt (geistlicher
Nahrung, die meinen Glauben stärkt)! Denn was der Mund singt, muß
das Herz glauben, und was das Herz glaubt, muß ins öffentliche
und private Leben übergehen (stimmig sein).
Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich (Joh 14,1). Jesus sagte zu ihm: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum vater außer durch mich" (Joh 4,6).
Die Jakobsleiter (Himmelsleiter) ist ein Sinnbild
für die kontemplative Seele, die durch die Kontemplation (Betrachtung)
zu Gott hinaufsteigt
und durch die Erkenntnis ihres eigenen schrecklichen Nichts hinabsteigt,
indem dann Reue erweckt wird
und dann von Neuem hinaufsteigt (Ps 83,6), die eigene Niedrigkeit, ja Nichtigkeit
sich eingestehen muß, um damit ihrer ungeordneten Ichliebe eine klare
Absage zu erteilen. erst dann ist sie disponiert, von Gott erhört
zu werden.
Diese "Leere" bzw. auch Lehre ist notwendig,
damit der Mensch jegliche Anhänglichkeit an alles, was nicht Gott
ist, verliert, denn jede Behinderung erweist sich auf dem Weg der Seele
zur Gottvereinigung als Belastung, ja als Hindernis.
Dietrich von Hildebrand: "Der verwüstete
Weinberg": Den Gläubigen
vor der Vergiftung durch Irrlehren zu schützen, ist ein Akt sublimer
Nächstenliebe, denn im wahren Glauben zu verbleiben ist ein viel wichtigeres
und höheres objektives Gut für den Menschen als alle Linderung
seiner physischen und psychischen Leiden.
Die Erkenntnis der Wahrheit ist mit der Erkenntnis des Irrtums, der Demaskierung des Irrtums untrennbar verbunden.
Maria von Agreda: "Der Weg zum ewigen Leben ist lang, mühevoll und gefährlich. Lang wegen der Entfernung, mühevoll wegen der Schwierigkeiten, gefährlich wegen der Gebrechlichkeit des Menschen und der Arglist der Feinde."
Die Betrachtung über das
bittere Leiden und Sterben Jesu des Gekreuzigten ist die Wissenschaft der
Heiligen, von der die Weltkinder nichts wissen. Sie ist das Brot des Lebens
und der Erkenntnis, welche die Kleinen "Gotteskinder) sättigt und
ihnen Weisheit verleiht, während die stolzen Liebhaber der Welt hungrig
bleiben und leer ausgehen.
Diese Wissenschaft sollst du fleißig
studieren, denn mit ihr werden alle geistigen Güter dir zukommen!
- (M.S.)