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Heilig-Blut-Enzyklika Papst + Johannes XXIII. 

DIE HEILIG-BLUT-ENZYKLIKA JOHANNES' XXIII.
Papst Johannes XXIII. richtete am 30. Juni 1960 unter dem Titel «Die Verehrung des Kostbaren Blutes Jesu Christi» das folgende Apostolische Schreiben an die katholische Welt:
Ehrwürdige Brüder,
Gruss und Apostolischen Segen!
Seit den ersten Tagen Unseres päpstlichen Amtes geschah es immer und immer wieder — und Unser Wort ging in all seiner Besorgtheit und Einfachheit oftmals schon wie eine Andeutung künftiger Vorhaben, als ahnungsvolle Kundgebung des Kommenden, Unseren eigenen Empfindungen voran —, dass Wir die Gläubigen bei Behandlung der täglichen religiösen Andachtsübungen dazu einluden, mit brennendem Eifer gerade das zu verehren, was die göttliche Barmherzigkeit so wunderbar erweist für alle Menschenseelen, die heilige Kirche und die ganze Welt, deren Erlöser und Heiland Jesus Christus ist — Wir meinen die besonders andächtige Verehrung seines Kostbaren Blutes. Diese Frömmigkeitsübung wurde uns schon zur lieben Gewohnheit im häuslichen Kreis, in dem Unsere Kindheit erblühte. Auch jetzt erinnern Wir uns mit milder Ergriffenheit im Herzen noch an das Gebet der Litanei vom Kostbaren Blut, die Unsere Vorfahren im Monat Juli täglich daheim zu verrichten pflegten. Getreu der apostolischen Mahnung: «Habt acht auf euch und auf die ganze Herde, über die der Heilige Geist euch zu Bischöfen bestellt hat, die Kirche Gottes zu weiden, die er sich erworben hat mit seinem Blute» (Apg. 20, 28), sehen Wir es als ganz besondere Pflicht und Sorge Unseres obersten Hirtenamtes an, zuerst über die Reinheit der gesunden Lehre zu wachen und dann sogleich vor allem auch um die Übung und Förderung der rechten öffentlichen und privaten christlichen Frömmigkeit besorgt zu sein.

Ein unlösbares Band
Deshalb halten Wir es für wahrhaft angebracht, Unsere Kinder zu ermahnen, dass sie das Denken ihres Geistes auf die Betrachtung des unlösbaren Bandes richten, das mit jenen beiden anderen im christlichen Volk so weitverbreiteten Andachtskulten zum heiligsten Namen und heiligsten Herzen Jesu zugleich auch die schuldige Verehrung zum Kostbaren Blute des fleischgewordenen Wortes verbinden muss — des Blutes, das «für die vielen» vergossen wurde «zur Nachlassung der Sünden» (vgl. Mt. 26, 28). Wenn es nämlich im höchsten Mass geboten ist, dass das liturgische Tun der Kirche mit dem Bekenntnis des katholischen Glaubens stets völlig übereinstimmt, weil «das Gesetz des Glaubens das Gesetz des Betens zu bestimmen hat» (vgl. Enzyklika Mediator Dei, AAS 39, 54, Pius XII. 1947), und wenn also darum auch keine Frömmigkeitsformen eingeführt werden dürfen, die nicht aus den unermesslichen Quellen des wahren Glaubens erströmen, ist es aus dem gleichen Grund ebenso angemessen und richtig, dass die verschiedenen Arten der Frömmigkeitsübungen unter sich in Übereinstimmung und gegensatzloser Verbindung stehen: Es ist somit also notwendig, dass jene Frömmigkeitsformen, die durchaus als die vorzüglichsten geschätzt auch dem Heiligkeitsstreben am dienlichsten sind, untereinander in keinerlei Widerspruch stehen und einander nicht verdrängen, wie ebenso dann auch die Sonderandachten geringerer Bedeutung, was ihre Schätzung und Übung angeht, hinter denen zurücktreten müssen, die weitaus mehr zur Vermittlung jenes universalen Heiles beitragen, das von dem gewirkt ist, der «der eine Mittler zwischen Gott und den Menschen ist, der Mensch Christus Jesus, der sich zum Lösegeld für alle dahingegeben hat» (1 Tim. 2, 5-6). Wenn daher die Gläubigen so vom rechten Glauben und von der gesunden Frömmigkeit her ihre Seelenanregungen und Lebenszucht empfangen, können sie ganz sicher sein, «mit der Kirche zu denken und zu empfinden» und in der Gemeinschaft des Gebetes wie der Liebe Christus Jesus verbunden zu sein: Christus Jesus, dem Stifter und höchsten Priester der erhabensten Religion, die von ihm Namen, Würde und Kraft hat.

Schon seit dem Mittelalter
Wenn Wir aber voll Bewunderung jenes Wachstum auch nur im raschen Überblick geistig umfassen, das die Katholische Kirche im Bereich und in den Grenzen der liturgischen Frömmigkeit erfahren hat — und wie es vollkommen übereinstimmt mit dem heilsamen Fortschreiten des Glaubens selbst, was die immer vollkommenere Erkenntnis der göttlichen Wahrheiten angeht —, sieht man wahrhaftig nicht ohne grosse Tröstung des Geistes, dass dieser Apostolische Stuhl in den jüngst vergangenen Jahrhunderten sehr oft, und zwar betont ausdrücklich, schon jene drei Andachtsformen, von denen Wir sprachen, bewilligt und empfohlen hat. Sind sie auch schon seit dem Mittelalter von zahlreichen frommen Gläubigen in die christliche Lebensübung eingeführt und dann in den verschiedenen Diözesen wie auch den religiösen Orden und Kongregationen weiter gefördert worden, musste dennoch die Autorität des Stuhles Petri in ihrer Zuständigkeit erst entscheiden, dass diese Andachtskulte als dem Glauben gemäss erklärt und auf die ganze Kirche ausgedehnt werden konnten.

Reiche geistliche Privilegien
Es genügt, daran zu erinnern, dass Unsere Vorgänger schon vom 16. Jahrhundert an den Kult des heiligsten Namens Jesu mit reichen geistlichen Privilegien bedacht haben, nachdem ihn schon im Jahrhundert vorher der heilige Bernardin von Siena mit unermüdlichem Eifer durch Italien verbreitet hatte: Zu Ehren des heiligsten Namens war zuerst das heilige Offizium und die Messe, dann auch die Litanei (AAS 18,509, 1886) approbiert worden.
Mit nicht geringeren Privilegien beschenkten die römischen Päpste den Andachtskult zum heiligsten Herzen Jesu, zu dessen voller und vollkommener Ausbildung wie seiner Verbreitung über den ganzen Erdkreis hin (vgl. Off. Festi SS. Cordis Jesu, II Noct, lect V) so sehr schon die Offenbarungen beitrugen, die Christus der Herr der heiligen Margareta Maria Alacoque, indem er ihr sein heiligstes Herz dabei zeigte, gegeben hat: Die römischen Päpste haben unter wundersamer Zustimmung der Seelen diese Andacht mit so einzigartiger Auszeichnung im Eifer ihrer Pflege gefördert, dass sie nicht nur ihre Kraft und Natur anschaulich darlegten, sondern sie haben sie ausdrücklich auch als rechtmässig erklärt und ihre Übung gefördert durch viele öffentliche Dokumente des kirchlichen Lehramtes, dessen Zeugnis gleichsam die letzte Krönung erfuhr durch die Herausgabe der jüngsten drei gross­artigen Weltrundschreiben «Annum Sacrum» Papst Leos XIII. (Acta Leonis 1889, Bd. 19, 71 ff.), «Miserentissimus Redemptor» Papst Pius' XL (AAS 1928, Bd. 20, 165 ff.) und «Haurietis aquas» Pius' XII. (AAS 1956, 309 ff.). Auch dem Andachtskult des Kostbaren Blutes Jesu aber, dessen bewundernswerter Förderer im letzten Jahrhundert ein Priester aus dem Klerus Roms, der heilige Gaspar Del Bufalo, war, hat, wie es recht und billig ist, die Zustimmung und Anerkennung dieses Apostolischen Stuhles nicht gefehlt: Vor allem ist hier zuerst daran zu erinnern, dass auf Befehl Papst Benedikts XIV. Messe und heiliges Offizium zu Ehren des anbetungswürdigen Blutes des göttlichen Erlösers zusammengestellt wurden; wie ferner Papst Pius IX. zur Erfüllung eines in Gaeta Gott gemachten Gelübdes die Ausdehnung des liturgischen Festes vom Kostbaren Blut auf die ganze Kirche verfügte (Decr. Redempti summus, 10. August 1849; vgl. Archiv der Ritenkongregation Decr. 1848—49, fol. 209); endlich hat Papst Pius XL dann zum immerwährenden Gedächtnis der Feiern anlässlich des neunzehnten Zentenars der Erlösung des Menschengeschlechts dieses liturgische Fest zum Rang duplex 1. Klasse erheben wollen — in der Absicht, dass durch die erhöhte liturgische Feierlichkeit auch die Andacht zum Blute des Erlösers nachdrücklich gefördert würde und daraus dann auch die Früchte dieses göttlichen Blutes noch reichlicher auf die Menschen niederströmten.
Den Spuren Unserer Vorgänger treulich folgend in dieser Absicht, die Andacht zum Kostbaren Blut des makellosen Lammes Christi mehr und mehr noch zur Geltung und Blüte zu bringen, haben Wir jüngst schon eine entsprechende Litanei vom Kostbaren Blut, wie sie von dem zum Schutz der rechtmässigen Riten bestellten Heiligen Rat (der Ritenkongregation) zusammengestellt wurde (AAS 1960, Bd. 52, 412—13) approbiert und ihre — sowohl private wie öffentliche — Verrichtung durch besondere Ablassverleihungen der ganzen Familie der Christenheit warm empfohlen (Decr. S. Poen. Ap, 3. März 1960; vgl. AAS 1960, Bd. 52, 420). Dieser Unser zur «Sorge für alle Kirchen» (vgl. 2 Kor. 11,28), wie sie dem obersten Hirtenamt zusteht, gehöriger Beschluss möge in seiner Verwirklichung die erwünschte Absicht erreichen — dass nämlich in diesen von schwersten geistlichen Nöten und Bedürfnissen bedrückten Zeiten alle Gläubigen immer mehr gerade jene drei christlichen Andachtsformen, die Wir oben mit so verdientem Lob ausgezeichnet haben, hoch in Ehren halten als immer und überall zur wirksamen christlichen Lebensförderung ganz besonders heilsmässige Frömmigkeitsübungen.

Heilsame Empfehlungen
Die Christgläubigen mögen sich fortan mit noch innigerem Eifer der Betrachtung gerade dieses Geheimnisses widmen und heilsam Christi Kostbares Blut im häufigeren Empfang des eucharistischen Sakramentes gemessen. Überströmt vom Lichte, das von den fruchtbaren Mahnungen der Heiligen Schrift wie der heiligen Kirchenväter und Kirchenlehrer sowie ihren Weisungen ausgeht, mögen sie bei sich bedenken, welch überreiche unendliche Macht und Kraft es besitzt, dies wahrhaft Kostbarste Blut, von dem «ein einziger Tropfen schafft die ganze Erde neu, wäscht alle Sünden rein, macht alle schuldenfrei» — wie die Kirche mit dem Munde des engelgleichen Lehrers singt (Thomas von Aquin, Adoro Te, devote) und es von Unserem Vorgänger Klemens VI. weise bestätigt und ausdrücklich bekräftigt worden ist (Bulle Unigenitus Dei Filius, 24. Januar 1343, Denz. R. 550).

Andacht zum Kostbaren Blut und Empfang des heiligen Blutes
Und da sie nun so wahrhaft unendlich und unermesslich ist, diese Kraft des Blutes Christi, des Gottmenschen, wie ebenso unendlich jene Kirche, die unseren Heiland zu seiner Vergiessung bewegte — schon vom achten Tag nach seiner Geburt an, an dem er beschnitten wurde; und wieviel reichlicher erst dann, als er im Garten Gethsemane «von Todesangst befallen noch inständiger betete» (Lk. 22, 43); da er von Geißeln verundet und mit Dornen gekrönt wurde, auf den Kalvarienberg hinaufstieg und dort ans Kreuz geschlagen wurde; endlich da seine Seite mit der grössten Wunde ganz geöffnet worden ist, auf dass wir das Zeichen jenes göttlichen Blutes erhalten, wie es auch in alle Sakramente der Kirche überströmt —, fordert all das zwingend, dass es nicht nur als ziemlich, sondern als wahrhaftig höchst notwendig für alle Gläubigen, die im Bad dieses Blutes wiedergeboren sind, betrachtet werde, dieses Blut auch mit heiligster Ehrfurcht und Verehrung anzubeten und ihm die dankbarste Herzensliebe und -huldigung zu schenken. Und wahrhaft heilsam sowie höchst entsprechend ist es, dass dem Kult der Anbetung, die dem Kelch des Blutes des Neuen und Alten Testamentes geschuldet wird, dann vor allem, wenn es im eucharistischen Opfer zum Anblick und zur Anbetung erhoben wird, auch der Empfang dieses heiligen Blutes folge, weil im eucharistischen Sakrament Christi Blut mit unlösbarem Lebensband seinem Leibe verbunden genossen wird. Dann können die anwesenden Gläubigen, die, dem geistlichen Spender eng vereint, am Opfer teilnehmen, wahrhaftig jene Worte im Geiste wiederholen, die vom Priester, wenn die Zeit der Kommunion gekommen ist, gesprochen werden: «Den Kelch des Heiles will ich ergreifen und den Namen des Herrn anrufen. Das Blut unseres Herrn Jesus Christus bewahre meine Seele zum ewigen Leben. Amen.» Auf diese Weise geschieht es ohne Zweifel, dass die Gläubigen, sooft sie würdig zum heiligen Mahle hintreten, noch reichere Früchte der Erlösung, der Auferstehung und des ewigen Lebens erfahren, die das von Christus «im Heiligen Geiste» (Hebr. 9, 14) dargebrachte Blut der ganzen Menschheitsfamilie erwarb. Vom Leib und Blute Jesu Christi genährt und seiner göttlichen Kraft, die in der Kirche ungezählte Heerscharen von Märtyrern erweckte, teilhaftig geworden, werden die gleichen Gläubigen ihre täglichen Mühen und Beschwerden dann leichter ertragen und, wenn es sein muss, selbst auch bereit sein, ihr Leben zu wagen — sooft nämlich die Sache christlicher Tugend und des Gottesreiches das erfordert —, vom gleichen Feuer der Liebe entbrannt, das schon den heiligen Johannes Chrysostomus in jene Worte ausbrechen ließ, die er niederschrieb: «Von jenem Tisch gehen wir zurück wie feuersprühende Löwen, dem Teufel ein Schrecken geworden, wenn wir bedenken, dass der Herr unser Haupt ist und welch grosse Liebe er uns erwiesen hat. Dieses würdig empfangene Blut verjagt die Dämonen weit, ruft die Engel an unsere Seite, ja schon den Herrn der Engel selbst. Dieses ausgegossene Blut wäscht die ganze Erde rein. Das ist der Kaufpreis des Erdkreises; damit hat sich Christus die Kirche erworben. Dieses Denken ordnet unsere Gefühle und dämpft unsere Leidenschaften. Wie lange werden wir nicht aufgeweckt? Wie lange werden wir keine Sorge tragen für unser Heil? Bedenken wir, welch grosser Dinge uns Gott gewürdigt hat. Sagen wir Dank. Bringen wir Verherrlichung nicht nur durch den Glauben, sondern auch durch die Werke.»

Leuchtendes Beispiel
Möchten doch alle, die der Christenname ziert, sich recht oft im Geiste der väterlichen Mahnung des ersten Papstes zuwenden, der schrieb: «So wandelt in Furcht, solange ihr hienieden als Fremdlinge weilt. Ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Werten, mit Gold und Silber, losgekauft seid, sondern durch das Kostbare Blut Christi als des Lammes ohne Fehl und Makel» (1 Petr. 1, 17—19). Möchten sie doch noch viel aufmerksamer das Ohr dem Völkerapostel leihen, wo er spricht: «Ihr seid um einen teuren Preis erkauft worden. Darum verherrlicht und traget Gott in eurem Leibe» (1 Kor. 6, 20). Wenn alle das tun, dann werden ihre Sitten ohne Zweifel ehrenhafter und würdiger, durch die sie den anderen ja als Beispiel voranleuchten müssen.
Voller Vertrauen der Hoffnung gewiss, dass diese Unsere väterlichen Mahnungen dem christlichen Volk und eurem Klerus von jedem von euch auf die angemessenst erscheinende Weise bekanntgemacht, nicht nur mit bereitem Herzen, sondern auch mit tätiger Freude aufgenommen, ihre heilsame Verwirklichung erfahren, erteilen Wir euch als Verheissung göttlicher Gnaden und als Unterpfand Unseres besonderen Wohlwollens, allen zusammen und jedem einzelnen wie auch den euch anvertrauten Herden und namentlich jenen, die diesen Unseren Wünschen fromm und eifrig im Geiste entsprechen, mit überströmender Liebe den Apostolischen Segen.
+ Johannes XXIII.

LITANEI ZUM KOSTBAREN BLUTE UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS
(für öffentlichen und privaten Gebrauch)

Herr, erbarme Dich unser Christus, erbarme Dich unser Herr, erbarme Dich unser Christus, höre uns Christus, erhöre uns
Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,
Blut Christi, des Eingeborenen des ewigen Vaters, rette uns
Blut Christi, des fleischgewordenen Wortes Gottes,
Blut Christi, des Neuen und ewigen Bundes,
Blut Christi, das in der Todesangst zur Erde rann,
Blut Christi, das bei der Geisselung herabfloss,
Blut Christi, das bei der Dornenkrönung hervorbrach,
Blut Christi, das am Kreuze vergossen wurde,
Blut Christi, Lösepreis unseres Heiles,
Blut Christi, ohne das es keine Vergebung gibt,
Blut Christi, in der Eucharistie Trank und Bad der Seelen,
Blut Christi, Strom des Erbarmens,
Blut Christi, Sieg über die Dämonen,
Blut Christi, Stärke der Märtyrer,
Blut Christi, Kraft der Bekenner,
Blut Christi, das Jungfrauen schafft,
Blut Christi, Halt der Gefährdeten,
Blut Christi, Hilfe der Arbeitenden,
Blut Christi, Tröstung der Weinenden,
Blut Christi, Hoffnung der Büssenden,
Blut Christi, Trost der Sterbenden,
Blut Christi, Friede und Freude der Herzen,
Blut Christi, Unterpfand des ewigen Lebens,
Blut Christi, das Du die Seelen aus dem Reinigungsorte befreiest,
Blut Christi, alles Ruhmes und aller Ehre überaus würdig,
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme Dich unser.
V: Du hast uns erlöst, Herr, in Deinem Blute,
A: Hast uns zu einem Königreich gemacht für unsern Gott.
V: Lasset uns beten:
Allmächtiger, ewiger Gott, Du hast Deinen eingeborenen Sohn zum Erlöser der Welt eingesetzt und wolltest Dich durch sein Blut versöhnen lassen; so lass uns denn, wir bitten Dich, den Lösepreis unseres Heiles verehren und durch seine Kraft von den Leiden dieses Lebens beschirmt werden auf Erden, so dass wir uns im Himmel ewig seiner Frucht erfreuen dürfen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Papst Johannes XXIII.



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