Der Blumenstrauß  der Tugenden
(Traum Don Boscos) 


Am 22. Dezember 1876 erzählte Don Bosco vor der gesamten versammelten Hausgemeinschaft des Oratoriums einen Traum, den er am 6. Dezember in Lanzo gehabt hatte. Dabei erzählte er unter anderem:
Domenico Savio (ein im  15, Lebensjahr verstorbener  Junge) zeigte mir einen prächtigen Blumenstrauß, den er in den Händen hielt. "Aber was soll dieser Strauß bedeuten?"
Domenico Savio: "Siehst du diese Blumen? Sie stellen die Tugenden dar, die dem Herrn am meisten gefallen." Don Bosco fragte ihn: "Und welche sind es?"
Domenico Savio:
"Die Rose bedeutet die Liebe,
das Veilchen die Demut,
die Sonnenblume den Gehorsam,
der Enzian die Buße und Abtötung,
die Ähren die häufige Kommunion;
die Lilie ist das Symbol der Tugend, von welcher geschrieben steht: Sie werden wie die Engel Gottes im Himmel sein: die Keuschheit.
Und der Efeu oder die Immortellen wollen sagen, daß alle diese Tugenden immer da sein müssen. Sie bezeichnen die Beharrlichkeit."

"Nun gut, mein lieber Savio!" sagte ich. "Nun sag mir einmal, du hast diese Tugenden in deinem Leben geübt. Was tröstete dich bei deinem Sterben am meisten? - Ja, was gab dir denn in deiner letzten Stunde die Kraft?" so fragte und bat ich ihn, ganz verlegen, weil ich seine Gedanken nicht erraten konnte.


 

Und Savio antwortete:

"Sieh das, was mich im Sterben am meisten stärkte,
war die Hilfe der machtvollen Mutter des Erlösers!
Sag das nur all deinen Söhnen.
Sie sollen nicht vergessen, zu ihr zu beten, solange sie leben."


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