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3-Tage-Andacht zur sel. Sr. Blandine
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe. (1. Kor 13,13)

Blandine (Maria Magdalena Merten) wurde am 10. Juli 1883 in Düppenweiler (Saar) in der Diözese Trier geboren. Vor allem das Beispiel der Eltern legte in dem jungen Mädchen den Grund für ein Leben aus dem Glauben. Mit 19 Jahren war Maria Magdalena Merten bereits eine hervorragende Lehrerin und für alle ein Vorbild als Christ, besonders durch ihre Demut und durch ihre Liebe zu den bedürftigen Kindern. 1908 trat sie auf dem Calvarienberg in Ahrweiler in den Ursulinenorden ein. Aus ganzer Hingabe an Gott und an die Mitmenschen vermochte sie, christliche Erziehung und Unterweisung der Jugend mit einem Leben des Gebetes zu verbinden. Erst recht in den Leidensjahren ihrer Krankheit, die zum Tode führte, ging Schwester Blandine den „kleinen Weg", indem sie ihr Leben der „göttlichen Liebe als Opfer darbrachte", wie sie es bei der Ablegung der Ordensgelübde Gott angeboten hatte. Früh vollendet, starb sie am 18. Mai 1918 im Ursulinenkloster in Trier.

Am 1. November 1987 wurde Schwester Blandine seliggesprochen. Ihr Gedenktag wird am 18. Mai gefeiert. Die Blandinenkapelle auf dem Friedhof bei St. Paulin, Trier, birgt den Reliquienschrein.


3-Tage-Andacht
1. Tag
Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr dazu fähig sein, die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt. (Vgl. Eph 3,17-19)
Gottes Macht behütet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll. Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müßt. Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, daß er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist.  (1 Petr 1,5-7a)
Der Glaube ist eine übernatürliche Atmosphäre, die mich in allen Dingen und Geschöpfen Gott sehen läßt, die mir die unangenehmen und schmerzlichen Ereignisse, die Enttäuschungen, Demütigungen, Leiden aller Art als Beweis der Liebe einer allmächtigen Hand zeigt, die mich retten und heiligen will. Ein beständiges „Ja" sein für alle Ereignisse seiner Vorsehung!        (Schwester Blondine)

Stille - Gebet: Herr, unser Gott, du bist da, Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen, ohne die wir nicht leben können. Gib, daß wir dir ganz vertrauen. Öffne unser Ohr, damit wir hören und verstehen, was du uns heute sagen willst. Schenke uns ein gläubiges Herz, damit unser Beten dir gefällt und unser Leben vor dir bestehen kann. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsem Herrn. Amen. Vater unser im Himmel . . . Gegrüßet seist du, Maria . . . Ehre sei dem Vater . . . Selige Schwester Blandine, bitte für uns.

2. Tag
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.        (Eph 1, 17-19)
„Wegen der Treue deiner Verheißungen hoffe ich auf dich, o mein Gott." Was hoffe ich von Gott? Verzeihung meiner vielen Fehler und Sünden, Gottes Gnadenbeistand im Kampf gegen die Sünde, endlich als Kampfespreis die ewige Seligkeit. Warum hoffe ich das alles von Gott? Weil Gott es mir versprochen hat. Ich weiß aber: Was Gott verspricht, hält er auch; denn Gott ist getreu. Wenn ich also die Tugend der Hoffnung erwecke, so ehre ich Gott als den allgetreuen Herrn.   (Schwester Blandine)

Stille - Gebet: Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade. Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns. Alles Gute kommt allein von dir. Schenke uns deinen Geist, damit wir erkennen, was recht ist, und es mit deiner Hilfe auch tun. Darum bitten wird durch Jesus Christus, unsem Herrn. Amen. Vater unser im Himmel . . . Gegrüßet seist du, Maria . . . Ehre sei dem Vater . . . Selige Schwester Blandine, bitte für uns.

3. Tag
Ein Schriftgelehrter fragte Jesus: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.  (Mk 12,28b-31)
Der liebende Gott braucht nicht hohe, außergewöhnliche Werke; er will nur Liebe. Die Liebe schöpft ihr Leben aus dem Glauben. Man muß allzeit glauben an die übergroße Liebe, die im Gottesherzen für uns schlägt. Die Liebe wächst mit der Erkenntnis. — Gott immer lieben. Ihm danken für Freud und Leid, für Trost und Finsternis — in Gott gegründet sein. Ihn in den Geschöpfen lieben, besonders in den Kindern, die er uns anvertraut. Nur wollen, was er will, und wünschen, daß sein heiliger Wille an mir und meiner Umgebung geschieht.    (Schwester Blandine)

Stille - Gebet: Herr, unser Gott, laß uns in der Liebe zu dir wachsen, damit wir nach dem Vorbild der seligen Schwester Blandine dir aus ganzem Herzen dienen und die Werke der Barmherzigkeit tun: der Unwissenden lehren, die Trauernden trösten, den Suchenden raten und so den Menschen auf dem Weg zu dir helfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsem Herrn. Amen. Vater unser im Himmel . . . Gegrüßet seist du, Maria . . . Ehre sei dem Vater . . . Selige Schwester Blandine, bitte für uns.

Die Texte sind entnommen den Aufzeichnungen und Briefen der seligen Schwester Blandine Merten; die Gebete sind angelehnt an Tagesgebete und Schlußgebete aus dem Meßbuch.

(Imprimatur Nr. 4/1997, Trier, den 10.6.1997, Vicarius Generalis Dr. M. Hommes)


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