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Beten macht froh und glücklich! 

Pater Paulus-Maria ist ein moderner Apostel. Der Franziskaner der Erneuerung hat an vielen Brennpunkten der Welt gearbeitet. Heute ist er als Missionar in Ostdeutschland tätig. Dass für die heilende Erfahrung des Glaubens das Gebet, also das „Sprechen mit Jesus" das wichtigste Mittel ist, davon ist Pater Paulus-Maria fest überzeugt.
PUR spezial: Sie sind in einer atheistischen Umgebung aufgewachsen. Wie haben Sie zu Gott gefunden? Was war Ihr erstes Gebet?
Pater Paulus-Maria: In meiner Heimat, Sachsen und Osterzgebirge, gibt es nur drei Prozent Katholiken und ca. zehn Prozent Lutheraner.
Ich habe zuerst Gott in meinen Eltern gefunden und in der Familie. Wir sind jeden Sonntag in die hl. Messe gegangen und manchmal auch noch zur Sonntagsandacht, was bei uns noch bis in die neunziger Jahre üblich war. Die Pfarrgemeinde war meine zweite Familie. Nach den üblichen Kinder- und Grundgebeten erinnere ich mich, dass ich viel um Gottes Hilfe gebetet habe. Mit 15 Jahren schrieb ich in mein Tagebuch: Man müsste Gott ein ganzes Leben lang dienen, um Ihm für alles danken zu können!
PUR spezial: Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Gebet? Pater Paulus-Maria: Gebet ist für mich wie nach Hause kommen. Dort kann ich ausruhen und einfach sein.

PUR spezial: Warum glauben Sie, fällt es heute so vielen Menschen schwer, zu beten?
Pater Paulus-Maria: Es fehlen die guten Erfahrungen. Wir essen heute noch Brot, weil die Menschen gute Erfahrungen damit gemacht haben.
Wichtig ist es, mit den Emotionen (Trauer, Freude, Angst etc.) zu beten. Da wird Gebet lebendig!

PUR spezial: Wie können wir Menschen, die Gott nicht mehr suchen oder sehen, dazu ermutigen, zu beten? Pater Paulus-Maria: Die Museen und Shopping-Center sind wie neue Kathedralen. Was suchen die Leute dort? Schönheit, Wahrheit, Beruhigung! Wenn die Katholische Kirche es vermitteln kann, dass unser Gott genau das ist, dann werden die Kirchen wegen Überfüllung geschlossen werden müssen.
PUR spezial: Durch Ihr missionarisches Wirken begegnen Sie Menschen, die scheinbar überhaupt keine Verbindung mehr zu Gott haben, die vielleicht jede Hoffnung darauf, dass es überhaupt noch irgendwo Zuwendung und Liebe für sie gibt, verloren haben. Wie helfen Sie diesen Menschen, dass sie die Liebe Gottes spüren lernen? Pater Paulus-Maria: Wer Gott gefunden hat, sucht Ihn überall! Gott gibt uns Hunger, damit wir Ihn im Brot des Lebens erkennen. Also brauchen wir Hunger und Sehnsucht nach dem Leben, der Liebe, nach Licht. Dazu habe ich das Gigfestival (Gott ist gut-Festival) ins Leben gerufen, um diese Sehnsucht in kirchenfernen Menschen zu nähren, aber auch bei aktiven Katholiken einen gewissen Stolz auf Jesus zu wecken. Wir Franziskaner der Erneuerung buchstabieren Glaube, Hoffnung und Liebe so: Hoffnung, Liebe, Glaube. Alles beginnt mit der Hoffnung. Wenn die Menschen neue Hoffnung haben, lassen sie sich auch lieben und dann wagen sie auch den Glauben. Das Gigfestival ist wie ein kleiner Vulkanausbruch, wo die Menschen aufschauen und „Ahhhh" rufen und Gott regelrecht fühlen können.

Eine besondere Form des Gebetes ist die Anbetung Jesu im Sakrament des Altares. Welche Erfahrung haben Sie mit diesem Gebet gemacht? Pater Paulus-Maria: Eucharistische Anbetung ist unsere „Geheimwaffe", denn es ist Jesus selbst, der in den Herzen der Anwesenden die Arbeit tut. Wir organisieren nur die Dekoration mit Musik, Monstranz und Kerzen etc. Wir sind durch den Diener Gottes, Bischof Fulton Sheen aus NY, inspiriert worden, der in den fünfziger Jahren die „Holy Hour" eingeführt hat. Das ist eine Stunde stille eucharistische Anbetung. Wir lieben diese „Holy Hour" und laden dazu monatlich ca. eintausend junge Leute im „Catholic Underground" in NYC ein. Die jungen Leute lieben diese Anbetung, weil sie darin im Tiefsten ihrer Seele bestätigt und bejaht werden. Sie erkennen da ihren wahren Vater!

PUR spezial: Jesus verspricht uns: „Bittet, und ihr werdet empfangen!" Haben Sie diese Verheißung schon einmal besonders eindrucksvoll erlebt? Pater Paulus-Maria: Ja, ich rechne fest mit Wundern. Anders geht es gar nicht, oder? Ein besonderes Erlebnis war die „Auferstehung" von Danny, einem jungen Gangster von 18 Jahren, der am falschen Ort zur falschen Zeit war und mit einer Pistole durchlöchert wurde: vier Schüsse durch den Kopf und fünf durch die Brust. Nach sieben Krankensalbungen im Abstand von je einer Woche und vielen Gebeten der Angehörigen ist er nach drei Monaten aus dem Krankenhaus eigenständig nach Hause gelaufen. Er wurde mehrmals für klinisch tot erklärt.

PUR spezial: Viele Menschen denken, es sei wichtig, ein guter Mensch zu sein, die Armut zu bekämpfen, den Frieden zu fördern. Beten halten sie nicht für besonders wichtig. Warum aber ist gerade das Gebet so wichtig? Pater Paulus-Maria: Ein russisches Sprichwort sagt: „Bete und tue, was du willst!" Das finde ich perfekt. Im Gebet erfahren wir erst unseren göttlichen „Marschbefehl" und erkennen mit Hilfe eines guten geistlichen Begleiters Gottes Willen. Das erste Gebet, das der hl. Paulus nach seiner Taufe betete, war: „Herr, was willst Du, dass ich tun soll?" (Ps 118,60; Apg 22,19). Alles sollte mit dem Gebet beginnen und enden.

PUR spezial: Welche Bedeutung hat unser Gebet für andere? Pater Paulus-Maria: Lumen Gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils sagt, dass die Kirche „Sakrament für die Welt" sein soll, also ein Zeichen, dass Gnade bewirkt und Gottes Gegenwart verspricht. Die Kirche ist die Familie Jesu auf Erden in all Seinen Gliedern. Somit haben wir einen wichtigen Anteil am Heilswerk Gottes. Wir müssen im Weinstock bleiben und das müssen wir heute verstärkt auch für andere tun. Die sind oft sogar in unserer Familie und nächsten Verwandtschaft. Das gegenseitige Zusprechen: „Ich bete für dich" ist dann heiliges Tun.

PUR spezial: An vielen Orten der Welt bittet Maria, die Mutter Jesu, die Menschen eindringlich, sich Gott zuzuwenden und um den Frieden der Welt zu beten. Hängt der Friede tatsächlich von unseren Gebeten ab? Pater Paulus-Maria: Jesus ist die Antwort auf alle unsere Fragen, aber fragen wir? Maria, kennt die Bedeutung ihres Sohnes. Jesus ist unser Gebet, unsere Gerechtmachung und die ausgestreckte Hand Gottes zu uns Menschen. Erfassen wir diese Hand - um Himmelswillen!

PUR spezial: Ist Beten schön? Macht Beten froh und glücklich? Pater Paulus-Maria: Beten ist die Vereinigung zweier Herzen: eines menschlichen und eines göttlichen! Es ist eine Erfahrung der Liebe und die macht immer glücklich. Also, beten funktioniert. Das haben ja Milliarden Menschen vor uns erfahren und das ist schon wie ein Beweis.

PUR spezial: Wie geht ihr Lieblingsgebet?
Pater Paulus-Maria: Das ist mein Geheimnis!
„Gebet ist für mich wie nach Hause kommen. Dort kann ich ausruhen und einfach sein/'
(Quelle: "PUR spezial" 1/2017, S. 9-12, Kisslegg  -   LINK: fatima-aktion.de)
Bild: Gnadenkreuz in Heroldsbach bei Forchheim  -  Erscheinungen bis dato noch nicht kirchlich anerkannt!
 
Bete immer wieder den wunderwirkenden Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit, bes. um 3 bzw. 15 Uhr!
 
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