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Zehn Gebote Gottes und ihre Bedeutung für unsere Zeit 

Die Zehn Gebote Gottes und Ihre Bedeutung für unsere Zeit

Die 10 Gebote Gottes!
Ich bin der Herr, dein Gott.
1.  Du sollst keine anderen Götter neben Mir haben.
2.  Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
3.  Du sollst den Sonntag heiligen.
4.  Du sollst Vater und Mutter ehren, auf daß es dir wohlergehe und du lange lebest auf Erden.
5.  Du sollst nicht töten.
6.  Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.
7.  Du sollst nicht stehlen.
8.  Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten.
9.  Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.
10.Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.

Vorwort
Am Fuß des Sinai-Gebirges steht ein von Kaiser Justinian im Jahre 527 gegründetes Kloster. Es enthält mit seinen byzantinischen Mosaiken und alten Handschriften nach landläufigen Begriffen ungeahnte Schätze.
Der eigentliche Schatz vom Berge Sinai sind aber die Gebote, die Gott der Herr auf diesem Berg eindrucksvoll kundgemacht hat.
Als Ausdruck des natürlichen Sittengesetzes waren die Gebote Gottes aber immer schon in Geltung.
Mit Recht werden die 10 Gebote Gottes "Gebote der Liebe" genannt, weil aus dem liebenden Vaterherzen Gottes kommend und im Gebot der Liebe zu Gott und zu den Menschen gründend. Gottes Gebote sind auch als Bindung zur Freiheit zu verstehen: „So wie man eine Rebe bindet, daß sie, statt im Staub zu kriechen, froh sich in die Lüfte windet."

Wenn wir uns an diese gottgegebene Ordnung halten, wird uns diese Ordnung halten:
Die ersten drei Gebote ordnen das Verhältnis des Menschen zu Gott - die übrigen Gebote ordnen die menschlichen Beziehungen zueinander:
Das vierte Gebot schützt das Leben der Gemeinschaft.
Das fünfte Gebot schützt das Leben des einzelnen
Das sechste Gebot schützt die Weitergabe des Lebens
Das siebte Gebot schützt die äußeren Güter
Das achte Gebot schützt die inneren Güter
Das neunte und zehnte Gebot ordnen auch die Gesinnung des Menschen.
Ein Meisterwerk der Gesetzgebung!

Dennoch spricht heute mancher in seinem Unverstand:
„Die Gebote Gottes gelten noch, aber nicht mehr so streng."
Und in kecker Anmaßung:
„Um nicht als Moralist zu erscheinen, muß Jesus es heute mit seinen Geboten billiger geben."
Muß man da nicht fragen: Wer ist das Maß aller Dinge! - Der vom Stolz des Teufels infizierte Mensch? - Oder Gott, der Herr, der Luzifer vom Himmel gestürzt:
„Du dachtest bei dir: Will steigen auf Wolkenhöhen dem Allerhöchsten gleich sein!
Über den Sternen Gottes: erricht meinen Thron - Ich!"
„In die Hölle bist du gestürzt! In die tiefste Tiefe!" Is 14,12-15
Und zu jedem, der sich über die Gebote erhaben fühlt:
„Ich bin der Herr, dein Gott der dich Guttun lehrt;
der dich den Weg führt, den du gehen sollst! Hättest du meinen Geboten gehorcht einem Strom gliche dein Friede dein Heil den Wogen des Meeres." Is 48,17
Um das einsichtig zu machen, werden Gottes Gebote hier nicht nur kurz als Gebote und Verbote präsentiert; und wie man sich dagegen versündigt, sondern sorgfältiger begründet, um deutlich zu machen, daß man mit den Geboten Gottes auch heute tatsächlich „etwas anfangen kann".
„Lerne also, wo Einsicht
wo Kraft
wo Klugheit
wo Lebensglück
wo strahlende Augen
wo Friede!" Baruch 3,9

(Quelle: "Dienst am Glauben", Heft 1 - 2000, S. 17f., Moosweg 27, A-6094 Axams)



Liebe Leserinnen und Leser,
Es gibt Worte die vorüberziehen, und andere, die vergisst man nicht. Papst Benedikt XVI, der vor Jahren (2007) als Pilger nach Mariazell gekommen war, sprach damals in seiner Predigt über das Christentum und die 10 Gebote, die gerade in der heutigen herausfordernden Zeit eine besondere Bedeutung haben. Damals war ich sehr berührt, dennoch habe ich nicht geahnt, wie aktuell diese Mahnung auch 2015 ist. Damals konnten wir uns nicht vorstellen, wie neuer Terror und neue Kriege die Welt überziehen würden und die Politik von Habgier bestimmt sein würde. Die zehn Gebote sind heute bei Vielen in Vergessenheit geraten. Zum Schaden aller. Jedoch nur diese, der Glaube und seine Wahrheit bleiben ewig gültig.
„Auf Christus schauen!" Wenn wir das tun, dann sehen wir, dass das Christentum mehr und etwas anderes ist als ein Moralsystem, als eine Serie von Forderungen und von Gesetzen. Es ist das Geschenk einer Freundschaft, die im Leben und im Sterben trägt: „Nicht mehr Knechte nenne ich euch, sondern Freunde" (vgl. Joh 15,15), sagt der Herr zu den Seinen. Dieser Freundschaft vertrauen wir uns an. Aber gerade weil das Christentum mehr ist als Moral, eben das Geschenk einer Freundschaft, darum trägt es in sich auch eine große moralische Kraft, deren wir angesichts der Herausforderungen unserer Zeit so sehr bedürfen.
Wenn wir mit Jesus Christus und mit seiner Kirche die 10 Gebote vom Sinai immer neu lesen und in seine Tiefe eindringen, dann zeigt sich eine große, gültige, bleibende Weisung.

Die 10 Gebote sind zunächst ein Ja zu Gott, zu einem Gott, der uns liebt und uns führt, der uns trägt und uns doch unsere Freiheit lässt, ja, sie erst zur Freiheit macht (die ersten drei Gebote). Er ist ein Ja zur Familie (4. Gebot), ein Ja zum Leben (5. Gebot), ein Ja zu verantwortungsbewusster Liebe (6. Gebot), ein Ja zur Solidarität, sozialen Verantwortung und Gerechtigkeit (7. Gebot), ein Ja zur Wahrheit (8. Gebot) und ein Ja zur Achtung anderer Menschen und dessen, was ihnen gehört (9. und 10. Gebot).

Aus der Kraft unserer Freundschaft mit dem lebendigen Gott heraus leben wir dieses vielfältige Ja und tragen es zugleich als Wegweisung in diese unsere Weltstunde hinein.
„Zeige uns Jesus!" Mit dieser Bitte zur Mutter des Herrn haben wir uns hierher auf den Weg gemacht. Diese Bitte begleitet uns zurück in den Alltag hinein. Und wir wissen, dass Maria unsere Bitte erhört: Ja, wann immer wir zu Maria hinschauen, zeigt sie uns Jesus. So können wir den rechten Weg finden, ihn Stück um Stück gehen, der getrosten Freude voll, dass der Weg ins Licht führt - in die Freude der ewigen Liebe hinein."
Die Zeiten sind ernst. Was viele Propheten voraussagten, scheint nun einzutreffen. Dennoch wird der Ernst der Lage kleingeredet. Wir wissen jedoch: Mehr als alle Schätze dieser unsicheren, verwundeten Welt zählt unser Seelenheil; auf dass wir einmal an der Seite unserer Lieben auf ewig die Herrlichkeit Gottes schauen dürfen. Lasst uns gemeinsam die zehn Gebote hochhalten und für eine Umkehr der Menschheit und für Frieden in Syrien beten.
(Quelle: Otto Zischkin in "Der Gefährte" Nr. 4 Juli/August 2015, S. 3, St. Andrä)   -   Mediatrix-Verlag  -  LINK



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