.  Medjugorje: Hier wirkt Gott auf wundersame Weise!   -   Interview mit hw. Pater Petar Ljubcic
Können Sie uns etwas über Medjugorje erzählen?
In diesen Tagen, genauer gesagt am 22. Oktober 2019, sind 14.000 Tage vergangen, seit die Gospa in Medjugorje erscheint. In jenen ersten Tagen kam die Nachricht, dass auf dem Podbrdo im Dorf Bijakovici in der Pfarre Medjugorje die Gospa erscheint, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Sechs junge Glückskinder erlebten etwas Ungewöhnliches, Übernatürliches, etwas, das man mit unseren armen Worten nur schwer beschreiben kann. Diese unerwartete, erschütternde und zugleich freudige Nachricht hallte blitzschnell nicht nur in der Pfarrgemeinde, sondern in unserer Heimat und auf der ganzen Welt als wichtigstes Ereignis der letzten Jahrhunderte wider. Alle haben sich gefragt: Warum haben wir diese große Gnade, dass die himmlische Mutter, die Königin des Friedens, zu uns kommt? Die Muttergottes erscheint dort, wo die Notwendigkeit am größten ist, wo die Not groß ist. Sie kommt als Helferin und als mächtige Fürsprecherin. In Medjugorje spürt man die wirkliche Gegenwart Gottes und die fürsorgliche Liebe der Königin des Friedens. Er ist seit Jahren ein Ort des inbrünstigen Gebetes, erschütternder Bekehrungen, wundersamer Heilungen und freudiger Hoffnung. Es ist interessant, dass fast alle, die nach Medjugorje kommen, davon überzeugt sind, dass sie sich im richtigen Moment am richtigen Ort befinden. Mehr oder weniger hat jeder dieser unzähligen Millionen Pilger erlebt, was er nicht so leicht vergessen kann. Viele sehnen sich danach, immer wieder zur Quelle großer Gnaden zurückzukehren.

Viele Pilger haben Medjugorje besucht. Was zieht sie an diesen Ort?
Schon in den ersten Tagen der Erscheinungen kam eine große Menschenmenge von allen Seiten in dieses kleine, bis dahin unbekannte Dorf, das über Nacht zu einer Gnadenquelle geworden ist. Ein millionenfacher Pilgerstrom setzte ein, um das, was da vor sich ging, selber zu sehen, zu fühlen und zu erfahren. Millionen von Pilgern haben hier wundersame Dinge erlebt. Viele haben ihre Zeugnisse niedergeschrieben und Bücher geschrieben. Es wurden viele Zeitschriften herausgebracht. Es wurden verschiedene Friedenszentren eröffnet. Auf allen Kontinenten finden wir tausende Gebetsgruppen der Königin des Friedens. Es wurden Gemeinschaften gegründet. Sie beten jeden Tag mehrere Stunden gemeinsam und haben ewige Anbetung. Wir alle sehnen uns nach einer neuen, besseren Welt. Es gibt sie ohne Gott aber nicht. Der Mensch braucht Gott um neu, besser, rechtschaffener und glückseliger zu werden. Genau das sagt die Muttergottes in Medjugorje. Diese unruhige Welt hat uns Hast, Mühsal, Anspannung, Unsicherheit und Krankheit gebracht. Wir sind vor Angst krank und depressiv geworden. Wir haben keinen Frieden. Es gibt zu wenig Freude und seelische Zufriedenheit. Uns fehlt die Liebe. Deshalb sind wir ängstlich und besorgt. Wir alle rennen und sehnen uns nach dem wahren Glück, und können es doch nirgendwo finden. Unser Egoismus führt uns dahin, dass wir andere, unsere Familienangehörigen und Freunde, oft nicht verstehen. Die anderen verstehen uns nicht. Wir klagen nur übereinander. Das ist nicht die Lösung. Wir alle haben den großen Reichtum vergessen, den wir in unseren Herzen tragen. Oh, wenn wir nur wüssten, was für ein Schatz in uns allen verborgen ist, von dem wir noch nicht einmal träumen! Gott hat uns für sich erschaffen, und deshalb ist unser Herz unruhig, bis es in Gott ruht, (heiliger Augustinus). Wenn wir wüssten, was das bedeutet, würden wir alles verkaufen und verschenken, um Ihn zu finden. Für diesen Schatz (für diese Freude, diesen Frieden, dieses Heil und dieses Glück) opfern manche alles. Sie zahlen für diesen Schatz teuer und mit Geld. Viele finden ihn nicht oder finden ihn mit bitterem Wermut vermischt, weil sie ihn an völlig falschen Orten suchen. Man spürt immer mehr den Zerfall, nicht nur der menschlichen Moral, sondern auch der physischen und biologischen Strukturen. Indem der Mensch Gott leugnet und sich von ihm entfernt, wird er immer mehr vom Nebel umgeben und zunehmend degradiert, (vgl. Dr. Ljudevit Rupcic, „Medjugorje - Tür zum Himmel und Beginn einer besseren Welt", S. 8). Die Situation in der heutigen Welt ist chaotisch, krisenhaft und rezessiv. Der Geist des Modernismus, des Säkularismus und des Relativismus nimmt überhand. Das ist es. Das macht uns große Sorgen. Die antichristliche Vision der Welt wird immer präsenter. Was passiert mit Europa? Man möchte aus der Gesellschaft alle christlichen Wurzeln herausreißen. Die ganze Welt krankt an Unmoral, am Unrecht der Abtreibung (fast 50 Millionen pro Jahr, 100 in jeder Minute!). Das menschliche Leben ist ein Heiligtum. Ist es überhaupt notwendig zu betonen, dass die Situation heute wirklich chaotisch, krisenhaft, rezessiv und schwierig ist? Die Krise und die Rezession sind zu einem Zeichen unserer Zeit geworden. Die Welt steckt in einer tiefen Krise und in Nöten. Die Krise ist nicht das Gleiche wie der Untergang der Welt oder wie eine Katastrophe. Die Krise ist zunächst eine Chance, doch wenn sie nicht genutzt wird, kann sie leicht zu einem Schaden anwachsen, der allgemein sein kann und die größten Ausmaße und schlimmsten Formen annehmen kann. Das Problem ist, dass die Menschen Ungerechtigkeiten durch Ungerechtigkeit regeln, Krieg durch Krieg, Unordnung in der Familie durch Scheidung, Sucht durch Unterstützung der Sucht. Den Süchtigen bietet man weniger gefährliche Drogen an, um sie von den gefährlichen abzuhalten. Man sieht nicht, dass man den Flächenbrand mit Feuer löscht; oder man sieht es und ist nicht in der Lage, etwas Besseres und Erfolgreicheres zu unternehmen. Darüber sind wir uns alle einig: Der Mensch war nie unsicherer und ängstlicher, besorgter und unzufriedener, sündiger und kränker, er war nie in größerer Bedrängnis und Not als heute. Die Krise ist nur ein Aufruf, uns selbst zu hinterfragen, über unser Leben nachzudenken und uns zu entscheiden, einen anderen Weg zu gehen. Einen, der sicherer und heilbringender ist. Genau den, über den die Gospa zu uns spricht. Die Königin des Friedens ist zu uns, zu ihren Kindern, gekommen. Sie möchte uns helfen, diesen kostbaren Schatz zu entdecken, den wir in uns tragen. Sie möchte uns als Mutter an der Hand nehmen und zu ihrem Sohn Jesus führen. Sie weiß genau, dass wir in Jesus wahren Frieden, wahre Freude, unbeschreibliches Glück, Leben und Erlösung finden. Das ist genau das, was wir ersehnen. Er ist der Retter, Er macht uns glücklich! Damit wir dies entdecken und erreichen, kam die Muttergottes zu uns, ihren Kindern, um uns einzuladen, uns an der Hand zu nehmen und zu ihrem Sohn Jesus, dem Gottmenschen, zu bringen. Deshalb bittet sie uns vor allem, zu glauben, dass sie von ihrem Sohn gesandt wurde, um uns in unseren Bedrängnissen zu helfen. Seit 38 Jahren ruft sie uns unermüdlich!

Medjugorje ist ein weltweites Phänomen, das leidenschaftliche Fürsprecher, aber auch Gegner hat.
Von Anfang an haben alle, die von diesen wundersamen Ereignissen gehört haben, unterschiedlich reagiert. Jene, die das Zeugnis angenommen haben - und von ihnen gibt es Millionen auf der ganzen Welt - sind froh und glücklich in dieser Zeit der Gnade zu leben. Sie haben erlebt, wie Gott in Medjugorje auf wundersame Weise am Werk ist. Sie haben es persönlich erfahren und können darüber nicht schweigen. Viele geben Zeugnis von erschütternden Bekehrungen und wundersamen Heilungen. Sie geben zu, dass sie sich ihr geistliches Gebetsleben nicht vorstellen können ohne die Gaben, die sie am Gnadenort Medjugorje empfangen haben. In ihnen glimmt stets die Sehnsucht, diesen Ort der Gnade immer wieder zu besuchen. Sie richten - mit Hilfe der mächtigen Fürsprache der Königin des Friedens - ihre inbrünstigen Gebete auf dem Erscheinungsberg und auf dem Krizevac zum allmächtigen Gott. Wenn ein gesunder, normaler und wahrheitsliebender Mensch sagt, dass er etwas sieht und erlebt, was uns verborgen ist, und wenn er es jahrelang beharrlich wiederholt, dann ist es an uns, diesem Menschen unser Vertrauen zu schenken. Ich habe diese Ereignisse in Medjugorje von Anfang an persönlich mitverfolgt. Zu keinem Zeitpunkt habe ich ihre Echtheit und Authentizität in Frage gestellt. Da wir wissen, dass keine der Erscheinungen in der Geschichte so wissenschaftlich fundiert untersucht worden ist, wie jene von Medjugorje, fällt es uns leichter, diese freudige Nachricht anzunehmen. Ich habe gelesen, dass sich die Wissenschaft dessen noch nie so sicher war, dass keine Ursache, die sie überprüfen kann, Ausgangspunkt der Medjugorje-Phänomene sein kann. Sie überlässt das dem Glauben. Da ist der Glaube maßgebend. Die Wissenschaft hat dem Glauben die Erkenntnis und die Entscheidung erleichtert.

Die Erscheinungen der Muttergottes haben vielen geholfen. Erzählen Sie uns noch etwas darüber.
Ja! Die Erscheinungen der Muttergottes in Medjugorje haben vielen geholfen und helfen auch heute, jene Werte zu entdecken, die sie vergessen haben: die unermessliche Gabe des Glaubens, den größten Wert, den Wert des Friedens, die wahre Freude, das wahre Lebensglück und ihre sichere glückselige Ewigkeit. Viele, die von verschiedenen Kreuzen und Leiden, Ängsten und Sorgen gequält werden, finden in einer reumütigen Beichte den ersehnten Frieden und kommen froh und glücklich nach Hause, oder zumindest mit der Entscheidung, bessere und neue Menschen werden zu wollen. In den letzten Jahren habe ich mich persönlich davon überzeugt, dass die Pilger sagen, dass sie auf die Gnadenbegegnung mit Gott in Medjugorje zwanzig, dreißig Jahre oder noch länger warten mussten. Viele sagen das mit Freudentränen in den Augen. Wenn wir so erschütternde Zeugnisse hören, können auch wir die Tränen nicht aufhalten. Das ist ein Zeichen dafür, dass Gott auf wundersame Weise wirkt und dass die Gospa unsere mächtige Fürsprecherin ist, die bei ihrem barmherzigen Sohn für uns bittet. Viele geben ehrlich zu, dass sie sich ohne Medjugorje ihr gegenwärtiges Gebetsleben, ihre völlige Veränderung, ihren bezeugten Glauben nicht vorstellen könnten. So bezeugen sie, dass Gott in Medjugorje wirklich am Werk ist. Aus Medjugorje kommen die Menschen anders zurück: menschlicher, rechtschaffener und seliger. Unzählige junge Menschen haben den starken Ruf Gottes gespürt und sind umgekehrt. Viele haben sich für eine geistliche Berufung entschieden. Mehrere kirchliche Würdenträger haben in Dankbarkeit zu Gott und der Gospa bezeugt, dass viele der Priester- und Ordensberufungen ihrer Kandidaten mit den Erscheinungen der Gospa in Medjugorje zusammenhängen. Der bekannte Professor und Theologe Dr. Tomislav Ivancic schreibt: „Medjugorje ist, ebenso wie die Kirche, ein Ereignis des Himmels auf der Erde. Medjugorje ist ein Ereignis, über das man nachdenken soll, es zwingt zu Schlussfolgerungen und bezeugt Dinge, die wir vergessen haben. Es ist also ein Zeichen unter uns, ein Zeichen der Zeit und ein prophetisches Zeichen, wie Johannes der Täufer. Es bereitet den Weg für den Herrn und für das Heil unter den Menschen."

Was möchten Sie denen sagen, die diesen Beitrag lesen werden? Möchten Sie einen Wunsch für das neue Jahr 2020 aussprechen?
Was kann ich den Lesern im Neuen Jahr noch sagen, als das zu wiederholen, was uns die Muttergottes seit mehr als 14.000 Tagen sagt. Danken wir Gott für alles! Er liebt uns als Vater inbrünstig und erwartet von uns, dass wir den Plan ausführen, den er mit jedem von uns hat. Sein Plan, noch besser ausgedrückt, sein heiliger Wille, ist, dass auch wir Ihn lieben, dass wir auf Ihn und auf Seinen Segen immer zählen, um glücklich zu leben und einmal glücklich in den Hafen des ewigen Heiles zu gelangen. Sein Wirken ist in diesen schwierigen Krisenzeiten deutlich am Werk. Nützen wir diese Gnadenzeit, die Er uns schenkt. Entscheiden wir uns und geben wir uns Gott vollständig hin. Verbreiten wir Güte, weil Gott gut ist! Leben wir die Liebe, denn Gott ist die Liebe. Seien wir Friedensstifter, denn Jesus ist unser Friede. Seien wir barmherzig und bereit, allen zu vergeben! Lassen wir unser ganzes Leben vom Glauben an Christus durchdringen. Tun wir den Willen Gottes als wahre Kinder Gottes und der Gospa. Auf diese Weise werden wir jeden Moment des Lebens in einen Moment des Heiles für uns und unsere Brüder und Schwestern verwandeln. Und was ist schöner und gesegneter als das?!

Das Interview führte für die Gebetsaktion Sr. Kerstin Oswald



(Quelle: "Gebetsaktion Medjugorje Wien", Reindorfgasse 17/6-8, A-1150 Wien - www.gebetsaktion.at) S. 32-36, "Medjugorje Nr. 136, 1. Quartal 2020"


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