.   Buchvorstellung:
 Hl. Bays  -  die stigmatisierte Näherin von La Pierraz
Am 13. Oktober 2019 wird neben Kardinal Newman die Westschweizerin Margrit Bays (1815-1879) in Rom heiliggesprochen. Ausschlaggebend war ein Wunder nach einem dramatischen Unfall im Jahr 1998:
Die zweijährige Virginie stürzte unglücklich und wurde von dem Rad eines Traktors überrollt. Ihr Großvater, ein Augenzeuge des Unglücks, rief sogleich die Fürbitte der 1995 seliggesprochenen Margrit Bays an und brachte die Kleine in das Spital von Billens nahe Fribourg. Dort wurde das Kind drei Tage lang untersucht und beobachtet. Die Ärzte stellten fest, dass das Kind weder Schürfwunden noch Hämathome hatte, nicht einmal einen Kratzer. Ein Wunder!
Die Bauerntochter Margrit empfand schon zu Lebzeiten eine tiefe Liebe für die Kinder. Sie kümmerte sich zudem aufopferungsvoll um Kranke, Leidende und Sterbende. Als Näherin besuchte sie viele Haushalte, wobei sie es verstand, die Menschen zu Christus zu führen. Ihre Kraft zog sie aus der hl. Messe und dem täglichen Rosenkranzgebet. Ihr reiches Innenleben und ihre mystischen Erfahrungen führten sie zu einer Teilhabe an der Passion Jesu, dessen Wundmale sie trug, bis sie im Ruf der Heiligkeit starb.

Heilung von Darmkrebs
Im Jahre 1853, Margrit war gerade 38 Jahre alt, bekam sie Darmbeschwerden. Vielleicht war es die viele Arbeit, die äußerst knappen Mahlzeiten, die sie zu sich nahm, oder auch die Anstrengung der unermüdlichen Pilgerfahrten, die zu gesundheitlichen Störungen führten. Jedenfalls bekam sie plötzlich heftige Schmerzen im Unterleib, hinzu kam eine Übelkeit, die Erbrechen auslöste. Eigentlich wollte sie das vor ihren Angehörigen verbergen, um ihnen keine Unannehmlichkeiten zu bereiten. Doch das war nicht möglich.
Die Familie veranlasste schließlich, dass sie einen Arzt aufsuchte, der dann die Diagnose „Darmkrebs" stellen musste. Da ihr Zustand sehr ernst war, wurde Margrit sogleich einer Operation unterzogen, die jedoch erfolglos blieb. Im Gegenteil, es kam eine Infektion hinzu und es ging ihr zusehends schlechter.
Es war der 8. Dezember 1854. Papst Pius IX. hatte an diesem Tag den Glaubenssatz von der Unbefleckten Empfängnis feierlich verkündet. An diesem Tag nun betete Margrit Bays intensiv in ihrer Kammer in La Pierraz um Heilung.
Robert Loup merkt dazu an: „Wir müssen hier zwei Wesenszüge dieser Bitte hervorheben. Der erste besteht darin,
dass der bloße Gedanke, ihren Körper den Händen eines Arztes überlassen zu müssen, der frommen Frau peinlich ist. Körperliche Schmerzen oder gar den Tod fürchtet sie nicht; aber in ihrem Schamgefühl ist sie tief beunruhigt.
Der zweite Wesenszug hängt mit dem ersten zusammen. Margrit betet nicht eigentlich um Heilung, sondern um eine andere Krankheit. Bekanntlich können Christen drei verschiedene Haltungen dem Leiden gegenüber einnehmen. Der gewöhnliche Mensch versucht, ihm zu entgehen, andere nehmen es gefasst auf sich, einige wenige sehnen sich danach, um zu sühnen und unserem Heiland immer ähnlicher zu werden.
Margrit bittet um Leiden. Sie möchte von einem Übel geheilt werden, durch das ihr empfindliches Gefühl für Reinheit verletzt wird, aber sie will leiden, in welchem Grad und durch welche Krankheit auch immer es Gott gefallen mag, wenn sie nur nicht die Demütigung der ärztlichen Untersuchung auf sich nehmen muss. Das ist das heroische Opfer, dessen Größe hier unterstrichen werden muss."
Während die Familienangehörigen am Hochamt in der Pfarrkirche Siviriez teilnahmen, lag Margit fiebernd und leidend auf ihrem Krankenlager. Im innigen Gebet wandte sie sich also an die himmlische Mutter mit einem ihrer Lieblingsgebete: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!" Sie war fest überzeugt, hier kann nur noch der Himmel helfen. Sie bat die Unbefleckt Empfangene, ihr anstelle des so beschämenden Leides ein anderes zu geben. Sie nahm eine Wunderbare Medaille zur Hand, richtete die Bitte an die Unbefleckte und legte die Medaille in die schmerzende Wunde. Im gleichen Augenblick fühlte sie einen Strom durch ihren Körper fließen, die Schmerzen verschwanden, die Wunde schloss sich und Margrit Bays war ganz vom Darmkrebs geheilt.
Als ihre Familie von dem Kirchgang zurückkam, saß sie auf dem Steinofen und betete den Rosenkranz. Die Leiden sollten nun gewandelt werden. Kurze Zeit darauf nahm Margrit an Händen, Füßen und in der Seite gerötete Stellen wahr, die heftig zu brennen begannen. Die Heilige, die vom Darmleiden geheilt worden war, bekam nun die Wunden ihres Herrn, die sie von dem Moment an zu verbergen suchte, wie es ihr nur möglich war.
Aus: Gottfried Egger OFM, Hl. Margrit Bays -die stigmatisierte Näherin von La Pierraz



„O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen!"
Stoßgebet, das die Gottesmutter 1830 der hl. Catherine Laboure offenbarte. Auch Priester berichten über Wunder im Leben derer, die dieses Stoßgebet täglich verrichten.
(Quelle: "Maria - das Zeichen der Zeit", Nr. 188, 2019, S. 3f., Hrsg. Rosenkranz-Aktion e.V., Jestetten)   -  Miriam-Verlag


Bete jeden Tag den Rosenkranz!
Bete täglich auch den Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit!


Impressum
zurück zur Hauptseite