Heilige Eucharistiefeier ist eine enorme Kraftquelle für unser Leben
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„Die höchste Wirklichkeit der Heiligen Messe ist Christus selbst, wahrhaftig gegenwärtig in seinem geopferten und verherrlichten Leib in einer kleinen konsekrierten Hostie. Jeder Gläubige muss, wenn er sich dem göttlichen Leib Christi im Augenblick der Heiligen Kommunion nähert, Ihm gegenüber nicht nur die innere Reinheit der Seele herzeigen, sondern auch die äußere Anbetung des Leibes und Ihn begrüßen, indem er niederkniet in einer Haltung der Demut." schreibt Athanasius Schneider im Büchlein „Corpus Christi". Heute ist von dieser Haltung leider oft wenig zu sehen, und viele Christen verzichten in einer Mischung aus Lauheit und Überheblichkeit überhaupt auf den sonntäglichen Besuch der heiligen Messe. Pater Martin von Cochem erzählt in einem seiner Bücher eine Geschichte, die uns den Wert der heiligen Messe nahe bringt:
Ein Bauer hatte eine große Liebe zur heiligen Messe. Jedes Mal wenn er die Glocken zur Messe läuten hörte, verließ er Acker und Wald und eilte zur Kirche. An dieser Tugend hielt er fest bis ins hohe Alter. Nach und nach fiel ihm aber der Weg immer schwerer. Da sprach er zu sich selbst: "Ich bin nun ein alter Mann und kann nicht mehr so gut gehen wie in meiner Jugend; ich glaube, dass es Gott nicht missfällt, wenn ich in Zukunft nicht mehr so weit zur Kirche gehe."
Kaum hatte er diesen Entschluss gefasst, bemerkte er, dass ihm jemand nachkam. Es war ein Engel, der in seinem Schoße blühende Rosen trug.
Dieser Engel war so schön, dass der Bauer meinte, Gott den Herrn selbst zu sehen. Darum fiel er auf seine Knie und sprach: "O mein Gott, wie verdiene ich die Gnade, dass Du zu mir kommst?"
Der Engel sprach: "Ich bin nicht dein Gott, sondern dein Schutzengel. Gott hat mich gesandt, dir nachzugehen; und dies habe ich immer getan, wenn du zur heiligen Messe gegangen bist." "Warum das?" fragte der Bauer.
Der Engel antwortete: "Für jeden Schritt, den du zur Kirche getan hast, ist eine Rose unter deinen Fußtritten hervorgesprossen.
Diese Rosen habe ich stets aufgehoben und in den Himmel hinaufgetragen."
Dann öffnete er seinen Schoß, zeigte ihm die Rosen und sprach: "Siehe, das sind die Rosen, die ich heute unter deinen Füßen aufgehoben habe; darum fahre fort, in die Kirche zu gehen. Wenn du in diesem löblichen Werk bis an dein Ende verharren wirst, so will ich bei deinem Tode dein Haupt mit Rosen krönen und deinen himmlischen Thron mit Rosen schmücken." Danach verschwand der Engel. Der Bauer küsste dessen Fußstapfen und mit weinenden Augen dankte er Gott für diese freudige Erscheinung. Nach kurzer Zeit starb er, mehr aus Verlangen nach dem Himmel als durch die Krankheit.
Wenn diesem Bauersmann schon seine Schritte so reichlich belohnt wurden, welche Glorie wird ihm dann jedes heilige Messopfer erlangt haben!
Bedenke, Wanderer auf Erden: So hoch wertet Gott das andächtige Beiwohnen bei der heiligen Messe, der unblutigen Erneuerung des Kreuzesopfers Christi.
Dein Weg zur heiligen Messe ist vielleicht weit und mühsam: du frierst möglicherweise im Winter während der heiligen Messe; du musst früher aufstehen und das Knien fällt dir schwer.
Du verlierst vielleicht wegen der heiligen Messe einen kleinen Gewinn. Alle diese kleinen Beschwerden bewirken aber eine überschwängliche, ewige, alles überwiegende Glorie im Himmel. Wie möchtest du dich entscheiden?

Der heilige Paulus sagt:
"Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört und in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben".
Der Sonntag gibt unserem Leben eine Mitte
Der Sonntag ist für uns Christen ein Festtag, den wir nicht verlieren oder verwässern dürfen. Viel zu viele Gläubige vernachlässigen den geistigen Wert des Sonntags und sehen den Besuch der Heiligen Messe als eine Pflicht an, die man schon einmal ausfallen lassen darf. Dabei wird der Wert der Eucharistiefeier aus den Augen verloren. Der emeritierte Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., hat bei seiner Predigt im Wiener Stephansdom 2007 von der „inneren Notwendigkeit" gesprochen, die Begegnung mit Gott in die Mitte des Sonntags zu stellen.
Die Eucharistie gibt seit mehr als 2000 Jahren den Christen Kraft, alle Schwierigkeiten zu überwinden: „Sine dominico non possumus!" Ohne die Gabe des Herrn, ohne den Tag des Herrn können wir nicht leben: So antworteten im Jahr 304 Christen aus Abitene (Tunesien), die bei der ver­botenen sonntäglichen Eucharistiefeier über­rascht und vor den Richter geführt wurden, ob­wohl sie mit der Todesstrafe rechnen mussten. Und noch heute feiern viele Christen unter Todesgefahr die Heilige Messe. Bei uns jedoch bleiben die Kirchen oft halb leer.
Dennoch bildet die Eucharistie für uns Katholiken den Mittelpunkt für das Leben der Kirche. Der heilige Papst Johannes Paul II. formulierte 2003 eindeutig: „Die Kirche lebt von der Eucharistie."
Diese Wahrheit drückt nicht nur eine alltägliche Glaubenserfahrung aus, sondern enthält zusammenfassend den Kern des Mysteriums der Kirche. Mit Freude erleben wir Gläubigen, dass sich auf vielfältige Weise die Verheißung Jesu erfüllt: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28,20).
Am Abend vor seinem Leiden und Sterben war Jesus das letzte Mal mit seinen 12 Jüngern am Tisch versammelt. Mit seinen heiligen und ehrwürdigen Händen brach er das Brot, blickte auf zu seinem himmlischen Vater und sprach die Danksagung; er segnete das Brot und reichte es seinen Jüngern. Und dann, mit den Worten „Nehmt, das ist mein Leib" (Mk 14,22), schenkte er den Jüngern sich selbst, seine göttliche Person. Jesus segnete nach dem Mahl den Kelch und sprach: „Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird" (Mk 14,24). Er schenkte uns seine Liebe, sein Leben, und nahm unsere Sünden auf sich.
Jesus forderte am Ende dieses letzten Abendmahles seine Jünger auf, diese Feier zu seinem Gedächtnis zu vollziehen und gab ihnen den Auftrag: „Tut dies zu meinem Gedächtnis" (1 Kor 11,24). Damit setzte Jesus die heilige Eucharistie für alle Zeiten ein.
Die Christen nahmen den Auftrag Jesu an. Sie versammelten sich vor allem am ersten Tag der Woche, am Sonntag, um das Brot zu brechen, weil der Sonntag der Tag der Auferstehung Christi ist. Als „erster Tag der Woche" (Mk 16,2) erinnert er an die erste Schöpfung; als „achter Tag", der auf den Sabbat folgt, verweist er auf die mit der Auferstehung Christi angebrochene neue Schöpfung. So ist der Sonntag für die Christen zum Tag des Herrn geworden, an dem Christus durch sein Pascha den geistlichen Sinn des jüdischen Sabbats zur Vollendung führt und die ewige Ruhe des Menschen in Gott ankündigt.
Die sonntägliche Eucharistiefeier wurde so zur göttlichen Heilsquelle der Christen, die Jesus ist. Darum ist die sonntägliche Heilige Messe für unser seelisches Heil so bedeutsam. Die gemeinsame Feier der Heiligen Messe ist das Band, das die Kirche und die Gläubigen in Christus eint. Papst Benedikt XVI. hat es so formuliert: „Der Sonntag, Tag des Herrn, ist die beste Gelegenheit, um aus ihm, dem Herrn des Lebens, Kraft zu schöpfen. Das Sonntagsgebot ist also keine von außen auferlegte Verpflichtung, keine Last auf unseren Schultern. Im Gegenteil, an der sonntäglichen Messfeier teilzunehmen, sich vom eucharistischen Brot zu nähren, die Gemeinschaft der Brüder und Schwestern in Christus zu erfahren, ist für den Christen ein Bedürfnis, eine Freude; so kann der Christ die nötige Kraft finden für den Weg, den wir jede Woche zurücklegen müssen."
Wir geben unserem Leben einen göttlichen Sinn, wenn wir den Sonntag mit der hl. Eucharistiefeier würdig beginnen - denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.
(Quelle: "Erneuerung in Christus", Heft Nr.  7/8-2019,  S. 12f. , Gaming)   - Salvator-Mundi-Verlag  -  LINK



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